zweites Standbein

Wer sich einmal die ersten Kilometer selbst verdient hat, möchte immer mehr. Es ist wie eine Sucht! Mal verschleudert man sie gedankenlos, mal ganz bewußt für etwas, das einem viel bedeutet, mal vertrödelt man sie und mal sind sie schneller weg, als man gucken kann.

Unlängst geriet ich aber in gewisse Liquiditätsprobleme (also, mein linkes Standbein), sodaß ich mich veranlaßt sah, nach einer Nebenbeschäftigung Ausschau zu halten.

Nun ist der Markt ja nicht gerade überschwemmt mit abwechslungsreichen, spannenden Möglichkeiten, also hatte ich nach kürzester Zeit einen verzweifelten Vorstellungstermin bei Herrn Dehnen.

Der Kerl ist so unsympathisch, steif,  unlustig und erinnert mich auch noch an meinen früheren Sportlehrer. Ganz in Kindheitstage zurückversetzt, würde ich mir am liebsten den Finger in den Hals stecken, um symbolisch zu zeigen, wie begeistert ich bin.

Aber es nützt ja nix.

Wer schön sein will, muß leiden, äh… Wer Kilometer haben will, muß dafür arbeiten.

Das erste Probearbeiten lief wider Erwarten ganz gut, also habe ich angefangen, mich mit der Tätigkeit auseinanderzusetzen. Noch fällt mir die ungewohnte Belastung schwer, aber immerhin kann ich von zuhause aus agieren.

Mein Traumjob wird es sicherlich nicht werden, aber solange ich immer genug Kilometer zum Ausgeben habe…

38 Responses to “zweites Standbein”

  • pierle sagt:

    Solange das Zwacken davon weggeht, wirst du Herrn Dehnen bestimmt nachher dankbar sein.

    Evchen Antwort vom Oktober 20th, 2010 12:46:

    Ich muß ihn aber nicht heiraten oder? *angst*

  • Brennr.de sagt:

    Ha ha, sehr gut!! 😀

    Evchen Antwort vom Oktober 20th, 2010 12:59:

    *verneig*

  • Marco sagt:

    Herr Dehnen hat mich vor Jahrzenten gefeuert. Er konnte meine Arbeitsverweigerung nicht mehr dulden und es kam was kommen mußte. Schluß aus und vorbei!
    Jetzt zeige ich den Typ jedesmal den Mittelöfinger wenn ich ihm sehe. 😉

    Viele gedehnte Grüße
    Marco

    Evchen Antwort vom Oktober 20th, 2010 12:47:

    Na toll! Also hast Du ihn so desillusioniert, daß er jedem Deiner Nachfolger mißtraut und Arbeitskontrollen macht? Päh! 😉

  • Gerd sagt:

    Versuch´s doch auch mal mit Yoga! 😉

    Evchen Antwort vom Oktober 20th, 2010 12:47:

    Ich hab Angst. Nachher will ich noch Häuser bauen, nee nee. 😉

  • Feuerpferdle sagt:

    Na, wenn der Herr Dehnen so unsympathisch und unlustig wirkt, solltest Du vielleicht mal seinen Laden kräftig monströs aufmischen… 😉 Sonst macht das Arbeiten ja soo gar keinen Spaß… 😉

    Der Herr Dehnen bei Jogmap hat wenigstens eine sehr sympathische Stimme… Kann ich Dir nur weiterempfehlen… Auch wenn er beim Intervalltraining als „El Brutalo“ verschrien ist… 😉

    Evchen Antwort vom Oktober 20th, 2010 12:48:

    Oho! Wer ist Denn DEIN Herr Dehnen? *schelm*
    Meiner ist ein asketischer, trockener, nüchterner, kahlköpfigr Fatzke. 😛

    Feuerpferdle Antwort vom Oktober 21st, 2010 14:47:

    MEINEN Herr Dehnen hab ich noch nie gesehen, aber oft gehört… Jogmap-Podcast lautet das Stichwort… 😉 Aber er durfte schon lange nicht mehr an meine Öhrchen ran… 😉

    Evchen Antwort vom Oktober 21st, 2010 15:28:

    Ah! Jetzt schnaggel ich`s. 😉

  • gpway sagt:

    Ja mit dem Hr.Dehnen das is ne Crux, wahrscheinlich ist das so ein Ding, wie mit Ihm gehts nicht, aber ohne Ihn auch nicht;-)
    Ist schon ein ziemliches Ekelpaket, man muss sich trozdem irgendwie arrangieren. Viel Spass weiterhin…und weiterhin solche Berichte

    Evchen Antwort vom Oktober 20th, 2010 12:57:

    Ich glaube nicht, daß Dehnen für jeden und immer gut ist. Aber, daß ich persönlich Dehnen nicht leiden kann, heißt nicht automatisch, daß ich einer derjenigen bin, die darauf verzichten können. Eine harte Erkenntnis. 😉

  • Marco sagt:

    nee bei mir hat der keine chance mehr.

    Evchen Antwort vom Oktober 20th, 2010 12:58:

    Der Job ist ja auch vergeben. *blödel*

  • Lauflöwe sagt:

    Och, Herr Dehnen und ich kommen eigentlich ganz gut miteinander klar. Nach dem Laufen lasse ich mich ein paar Minuten auf ihn ein und gut ist. Für seine Hilfe war ich schon so manches Mal dankbar.

    Evchen Antwort vom Oktober 20th, 2010 12:58:

    So einer bist Du! Wenn ich das gewußt hätte. Päh! Unfaßbar! 😛

  • Daniel sagt:

    Ich halte es wie Ede Geyer: „Wer dehnen will, soll nach Dänemark fahren. Bei mir wird gelaufen, da kann keiner quatschen.“ 🙂

    Evchen Antwort vom Oktober 20th, 2010 12:59:

    Ähm, warst Du nicht kürzlich erst für eine ganze Weile in Skandinavien verschwunden? Ich glaube, Du schummelst. 😀

  • ultraistgut sagt:

    Gerade vor kurzem gelesen, dass auch Herr Dehnen umstritten ist, es gibt Befürworter , aber auch Gegner, auch hier gilt wie bei fast allem: eigene Erfahrungen sammeln, gute Ratschläge bekommt man genug, und wenn man sich blind auf die der anderen verlässt, kann man u.U. sich selbst schaden, ich plädiere für Experimente am eigenen Körper, da liegen Sie richtig ! 😉

    Evchen Antwort vom Oktober 20th, 2010 13:01:

    Ich bin auch alles andere als ein kritikloser Befürworter. Im Gegenteil: bisher sah ich keine Notwendigkeit.
    Experimentieren tun wir eh gern, gell? Also schadet es sicherlich nicht, wenn ich im Moment die Spülmaschine in der Hocke ausräume und dabei den Oberschenkel nach unten drücke oder den Kochlöffel schwinge, während es in den Adduktoren zieht. 😉

  • Herr Dehnen? Kenn ich nicht!
    Im ernst! Das Thema ist ja ein Dauerbrenner und die Meinungen dazu werden immer sehr vielfältig ausfallen.
    Mich sucht der Kerl manchmal auf. Hin und wieder sogar mit Erfolg!

    Evchen Antwort vom Oktober 20th, 2010 13:03:

    Reinhard, das sehe ich auch zwiespältig. Man kann auch Dinge, die laufen, kaputtmachen, weil man zu viel dran und drum herum bastelt. Mir nützt es im Moment, also nutze ich es. That simple. 🙂

  • Wie Du hast Dich bei dem anstellen lassen?
    Oh Eva, so tief gesunken? 😉

    Wenn er helfen kann, dann darfst Du gerne für ihn schuften – ich schwöre auf mein tägliches Dehnen (vor dem Laufen bzw. auch ohne Laufen) – aber das ist glaube ich arg individuell ?!

    Evchen Antwort vom Oktober 20th, 2010 13:08:

    Ja, gell? Es fiel mir auch nicht leicht, das kann ich Dir sagen! Ein ehrloseres Wesen ist der Herr Dehnen.
    Ich denke auch, daß es individuell ist und wenn es Dir gut tut, morgens auf dem Teppich rumzukaspern, statt einen Schluck Kaffee zu trinken… *frechgrins*
    Ich baue die Übungen gerade in die Küchenarbeit ein. Vielleicht kann ich Christian mal als Vorführobjekt dafür vor die Kamera zerren. 😀

  • Blumenmond sagt:

    Ich finde Herrn Dehnen gar nicht so schlecht. Man muss sich ein paar Wochen an ihn gewöhnen, dann sieht er gar nicht mehr so blöd aus.

    Evchen Antwort vom Oktober 20th, 2010 13:10:

    Erstmal empfinde ich es als zusätzliches Muß und als Pflicht und das macht mir nicht gerade Freude, aber sobald es sich hoffentlich mal in den Alltag integriert hat, wird Herr Dehnen mir vielleicht gar nicht mehr so gruselig vorkommen.

  • Hannes sagt:

    Dänen dehnen Dänen denen Dänen alles durchgehen lassen.

    Oder auch: Ein zweites Standbein tut gut. Man will ja nicht einbeinig durch die Gegend hüpfen. Manch Anstrengung und Schmerz kann man sich mit geringer Müh‘ ersparen.

    Evchen Antwort vom Oktober 20th, 2010 13:12:

    Ich bin erstaunt, daß Du mal nicht die Nase rümpfst, wie Du das z.B. beim Thema Fitnesstudio gern mal tust, mein Gütster.
    We`ll try.

  • Eddy sagt:

    ….tssss. Du hast viellleicht Einfälle: wirklich sehr lustig! Mehr! 🙂

    Evchen Antwort vom Oktober 20th, 2010 13:15:

    Ich hoffe nicht, daß ich zukünftig allzu viele Bekanntschaften mit ominösen Herren machen muß, mit denen ich einen Pakt arrangiere. 😉

  • Steffen sagt:

    Hm, ein schweres Thema, jeder hat da eine andere Meinung zu – aber ich sage dir was, probier einfach aus, was für dich das Beste ist. Jeder ist da anders, dem einen tut es gut, dem anderen nicht, manche hassen es, wieder andere lieben es.

    Ist eben wie mit so vielen, jeder sollte für sich selbst entscheiden und wissen, was gut für ihn ist.

    Also, trau dich, zu verlieren gibt´s ja nichts.

    Liebe Grüße,
    Steffen

    Evchen Antwort vom Oktober 20th, 2010 13:17:

    Stimmt und ich würde nie sagen, jeder hat zu Dehnen, nur weil es dem Einen hilft. Ausprobieren geht wohl immer und nur so wird man (oftmals) schlauer. Gerade aktuell scheint es mir gut zu tun. Mal sehen.

  • Anne sagt:

    Ach, HERR Dehnen hat dich in seinen Fängen! Bei mir ist es FRAU Dehnen, die mich an meine frühere Sportlehrerin erinnert (Frau Habenicht hieß sie und sie war schrecklich!). Sie ist es, die mich immer wieder mal anquäkt, ich sollte doch … und müsste doch … und unbedingt … und viel öfter … ! Und dabei mag ich so gar nicht und bin auch nicht überzeugt, dass es mir gut tut. Ich drücke mich mindestens genau so oft vor ihren Anweisungen wie ich mich früher vor dem Sportunterricht gedrückt habe … 😉

    LG,
    Anne

    Evchen Antwort vom Oktober 20th, 2010 13:20:

    Gibt es eigentlich einen Menschen/Sportler/Läufer, dem Dehnen Spaß macht? Das wäre ja fast mal eine Wette wert. Ich glaube, es gibt Leute, denen macht es nichts aus und sie sind so diszipliniert, daß sie das auch regelmäßig durchziehen, aber daß es ihnen Freude bereitet? Glaab ich ned!

  • Anne sagt:

    Ich glaub, das ist so ähnlich wie Zähneputzen: Wenn man nicht gerade einen ekligen Geschmack im Mund dadurch loswird, hat die Putzerei nichts Angenehmes – und Spaß macht sie schon gar nicht! Man tut es halt trotzdem regelmäßig und ohne Murren, weil man gelernt hat, dass es für die Gesundheit wichtig ist. Beim Dehnen ist dagegen leider das Problem, dass seine Nützlichkeit immer wieder in Zweifel gezogen wird. Und wenn mir diese mögliche Ausrede einfällt, ist meine Dehnmotivation ruckzu dahin! 🙁

    Evchen Antwort vom Oktober 21st, 2010 11:22:

    Ein guter Vergleich und dennoch war mein Zahnarzt völlig entsetzt, als ich nach sieben Jahren Zahnarztangstabstinenz hinkomme (um mir meine einzige Füllung erneuern zu lassen) und ihm erzähle, daß ich mir nur einmal am Tag die Zähne putze. Das wollte er nicht glauben, weil ich doch sooo gute Zähne hätte. 😛

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