unfastbar

Hunger hatte ich erwartet. Aggression, Schwäche, kalte Füße…

Damit kann ich umgehen. Das sind berechenbare Größen.

Allerdings begegnete ich einer Unbekannten, die ich nicht vorhersehen konnte.

Der 1. Fastentag verläuft ereignislos. Sport- und arbeitsfreier Gammeltag eben. Es kommt eh schon mal vor, daß ich bis weit in den Nachmittag hinein nichts esse, also kümmert es mich heute auch wenig. Nur am Abend, während meine bessere Hälfte sein Abendessen vertilgt, kommt ein leichtes Hungergefühl auf, das sich aber mühelos in eine Schublade schließen läßt.

Tag 2 ist immer noch arbeitsfrei, aber ich versuche eine Runde zu laufen. Ich schlage ein ganz gemächliches 7er Tempo an. Mein Puls liegt dann normalerweise so um die 145 Schläge. Heute aber galoppiert er mir mit weit mehr als 170 Takten vorneweg. Ich keuche, komme nicht hinterher und nach kläglichen 2km lasse ich ihn ziehen.

Ansonsten fühle ich mich schlapp, mir ist kalt und das Nickerchen dehnt sich zum Tagverschlafen aus. Ich weiß nichts mit mir anzufangen, weil alles zu anstrengend ist, aber Nichtstun eine komische Stimmung schafft.  Das Hungergefühl schwappt immer mal wieder kurz an die Oberfläche, es interessiert mich aber nicht wirklich. Der Tag endet gefühlt trist.

Tag 3 und der erste Arbeitstag ohne Essen. Ich stehe guter Dinge auf. Nur die Beine brauchen eine Viertelstunde länger, um zu kapieren, daß wir schon aufgestanden sind.  Mein Mund ist trocken, ich trinke allein bis Mittag 4 Liter Wasser und Tee. Schon wieder diese komische Stimmung, hm. In der Mittagspause entsteht eine fiese Situation, weil alle um mich herum kauen und es nach Pizza und anderen Köstlichkeiten duftet. Ich verstopfe meine Nase mit Kamillenteedunst. Klappt.

„Diese komische Stimmung“ wird immer dominanter.

Um ehrlich zu sein, mag ich gar nicht allzu genau beschreiben, wie ich mich gefühlt habe, aber ich möchte mich nie wieder so fühlen. Schwermütig, traurig, teilnahmslos…

Nach der Arbeit brainstormen mein Freund und ich das Für und Wider und ich entscheide mich, das Fasten zu brechen. Mir geht es nicht gut.

Heute, zwei Tage später, kann ich resümieren:

Falsch war vielleicht nur, während der Arbeit zu fasten. Das war zu viel des Guten.

Meine Vorbereitung war gut. Ich würde es wieder so machen, glaube aber, daß Fasten und ich keine Freunde werden.

37 Responses to “unfastbar”

  • Du hast nicht mit dem Fasten gebrochen, Du hast einfach nur auf Dich geachtet – ich finde das ist die eigentliche große Leistung an der Sache.

    Evchen Antwort vom Januar 11th, 2011 08:01:

    Naja, hätte ich mich im Vorhinein besser eingeschätzt, hätte, wäre, könnte…. Aber ich bin mittlerweile grün damit. 🙂

  • Chris sagt:

    da hast du hast ja fast geschafft! drum heisst das auch so!

    Evchen Antwort vom Januar 11th, 2011 08:01:

    Achso! Danke für die neue Erkenntnis. 😉

  • Blumenmond sagt:

    Julia sagt es. Du wolltest einen Reset, den hast Du sicherlich erreicht – Du hast Erfahrungen gesammelt, das schadet nie und weißt genau, was Du NICHT willst :-)) Alles richtig gemacht.

    Evchen Antwort vom Januar 11th, 2011 08:03:

    Gna. Trotzdem, trotzdem, trotzdem! *stampf* Nee, is alles jut, wie Du so schön zu schreiben beliebst.

  • Laufhannes sagt:

    Auch wenn es schwer ist, etwas abzubrechen, was man sich in den Kopf gesetzt hat: Es war absolut richtig. Interessant finde ich nachträglich aber vor allem, dass du am dritten Tag im „Reset“-Artikel ja noch meintest, dass es dir gut gehe.

    Nur dein Fazit verstehe ich noch nicht so ganz. Du würdest es wieder so machen – willst du es denn wirklich ein anderes Mal wieder probieren? Ich hätte daraus jetzt resümiert, dass es dir absolut nichts Gutes bringt und du lieber den Hunger im normalen Maße zügeln solltest, wenn es dir denn darum geht 😉

    Evchen Antwort vom Januar 11th, 2011 08:08:

    Den Artikel hatte ich vorverfaßt und am Morgen des 3. Tages nur ergänzt. Da dachte ich noch: alles gut. Seltsam.
    Ich habe noch nicht ausreichend in meinem Kopf sortiert, um mir beantworten zu können, ob ich das nochmal mache. Aber das Reset war da.

  • An-Kas sagt:

    Hm, ich finde auch, dass du alles richtig gemacht hast. Du hast in dich hinein gehört und das getan, was gut für dich ist…
    Mein Arbeitskollege fastet immer einmal im Jahr für drei (oder sind es sogar vier?) Wochen. Da ist er auch immer sehr gereizt, hat die wildesten Ideen – und ich kann nie verstehen, dass das überhaupt geht! Vor allem während wir anderen drei um ihn herum eigentlich immer irgendwas essen…
    Also da ist mir ein gutgelauntes und wohlgefühltes (;-)) Evchen schon lieber als eins mit „komischer Stimmung“!
    LG

    Evchen Antwort vom Januar 11th, 2011 08:13:

    Die wildesten Ideen? Ohje, wenn das noch dazu gekommen wäre…. Die hab ich doch eh schon! 😛 Danke, Liebes!

  • Anne sagt:

    Ich hab noch nie gefastet, mich aber vor einigen Jahren auch mal intensiv mit dem Gedanken befasst … und es sein lassen, nachdem ich einiges darüber gelesen und mit mehreren fasten-erfahrenen Menschen geredet hatte. Scheinbar kommt es bei gar nicht wenigen Menschen zu diesem „komischen Gefühl“, das du erlebt hast, vor alle beim ersten Fastenversuch. Naja, wer das erlebt hat, legt vermutlich meist keinen Wert auf ein zweites Mal. 🙁

    Man mag diese psychischen Durchhänger von mir aus als „reinigende Krise“ bezeichnen, die nach ein paar Tagen zu wasweißich für wunderbaren freie und leichten Empfindungen führt. Ich habe trotzdem keinen Wert darauf gelegt, mir sowas anzutun, schon gar nicht begleitend zu meinem normalen Arbeitsalltag.

    Mag sein, dass ich irgendwann die Idee zu fasten wieder aufgreife, aber nur, wenn ich mir wirklich einen „Schonraum“ schaffen könnte, in dem ich nicht „funktionieren“ muss. Sprich: Urlaub nehmen, dem Kontakt mit „schwierigen“ Menschen und Situationen aus dem Weg gehen, eine belastungs- (und essens!!!)freie Umgebung schaffen, vielleicht sogar mich einer Gruppen Fastender zum Erfahrungsaustausch anschließen, zumindest aber Menschen suchen, die mich sehr unterstützen und meine Launen aushalten. Trotzdem: Irgendwie denke ich, es tut mir besser, aus dem Alltag heraus mein (Ess-)Verhalten zu ändern als aus so einer Extrem-Aktion heraus.

    Bin gespannt, wie du dich entscheidest, liebe Eva – und hoffe, du hast das Fastenbrechen gut überstanden und hast wieder dein Gleichgewicht gefunden! 🙂

    Liebe Grüße,
    Anne

    Evchen Antwort vom Januar 11th, 2011 08:15:

    Liebe Anne,
    ich mag es gar nicht so negativ sehen, nur weil es mir so komisch ging. Ob ich es nochmal irgendwann mache, kann ich mir aber selbst noch nicht beantworten. Ist auch im Moment nicht so wichtig. Das Gleichgewicht ist noch nicht wieder ganz hergestellt. Ich hänge emotional noch in etwa da, wo man ist, wenn man gerade Braveheart zum ersten Mal geguckt hat. 😉

  • Martin sagt:

    Erst wollte ich nicht, aber jetzt schreib ich doch mal was dazu. Es mag sein, dass viele beim Fasten sich und ihren Körper besser kennen lernen, dass sie mehr an sich selbst denken, dass sie sich besser fühlen. Ich habe da ein bisschen meine Zweifel.
    Fasten ist für den Körper Stress. Er kann nicht unterscheiden zwischen Hunger-weil nichts mehr da ist
    und Hunger- weil ich nicht mehr essen will
    Bei beiden springt der Körper auf Notbetrieb. Das sagen auch die Mediziner und ist für mich auch logisch. Obwohl ich weiß, welche Überraschungen unser Körper für uns hat, dass er eben nicht nur eine Kombination aus Eiweis, Fett und Kohlenhydraten ist.
    Ich glaube aber es wird zu viel ins Fasten interpretiert, was eigentlich mehr für das Mal-ganz-für-sich-sein gilt, oder eine Art Medidation gilt. Wenn man zur Ruhe kommt,mal abschaltet, mal keinen Stress hat-ich glaube dann werden die Erfahrungen ähnlich sein. Beim Meditieren werden doch auch ähnliche Erlebnisse berichtet.
    Vielleicht ist das der Schlüssel: Nicht das Hungern, sondern die geistige Einstellung dazu.
    Dies ist natürlich nur meine Meinung (ich würde es nicht schaffen freiwillig auch nur einen Tag nicht zu essen) und ich bin mir bewusst, dass viele anderer Meinung sind.

    Saba Antwort vom Januar 8th, 2011 08:30:

    Muss mal ein „mee to“ absondern – du sprichst mir aus der Seele:

    Wer sich selbst besser kennenlernen will, zur Ruhe kommen oder einfach dem Stress mal einen Riegel vorschieben will , der kann das auf ganz unterschiedlcihe Weise tun – z. B. alles was mit Meditation, Yoga, autogenem Trainig etc pp. auch erreichbar ist.

    Ein Auto fährt nicht ohne Sprit – warum sollte es unser Körper können?

    Und das Thema „Schlacken“ – da sagen die Mediziner, was für Schlacken? Wir sind doch keine Müllhalde.

    Unser Körper entgiftet uns täglich ganz außerordentlich gut – denn wenn Leber, Nieren oder Darm ihre Arbeit nicht mehr machen würden, wären wir ratzfatz hinüber.

    Just my to Cent…

    LG Saba *die nun weiter renovieren wird und den Geist durch heftiges Streichen zur Ruhe bringen wird (hat auch was meditatives…) *G

    Evchen Antwort vom Januar 11th, 2011 08:21:

    Ihr zwei Schnuggel,

    welche Meinung dazu stimmt, kann ich auch nicht beantworten. Jeder spricht für sich und wie er es empfindet. Ich glaube, daß ein gut mit allen wichtigen Nährstoffen versorgter Mitteleuropäer durchaus einige Wochen ohne Essen auskommt, ohne Mangelerscheinungen zu erleiden. Ob er sich dabei auch noch gut fühlt, ist eine ganz andere Kiste.
    Und manche Sachen muß man halt einfach mal probiert haben, um eine Meinung dazu zu haben. Das habe ich getan.

    @Martin: Ich habe kein natürliches Sättigungsgefühl (Überbleibsel aus der Dickzeit), also kratzt mich das eh nicht. 😉

    @Sabakind: Streichen, eh? Vielleicht sollte ich mal das Büro renovieren. 😉

  • TomWingo sagt:

    Wie schade …

    Gerade habe ich mich entschlossen, nächste Woche meine Heilfasten-Woche einzulegen … nix mit Synchron-Heilfasten.

    Aber ich kann verstehen, dass Du abgebrochen hast, wenn Du Dich nicht wohlfühlst, aber ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass die gedanklichen Voraussetzungen, mit denen Du ins Heilfasten gestartet bist, nicht optimal waren.

    Ich empfehle aus verschiedenen Gründen immer, gerade, wenn man zum ersten Mal heilfastet, das in einer Gruppe zu tun. So kann man sich gegenseitig stützen und motivieren.
    Die meisten, die heilfasten, nutzen dabei die Meditation und die Ruhe eines Klosteraufenthalts.
    Ich habe jedes Mal dabei gearbeitet, jeden Tag meinen Sport gemacht, meist sogar etwas länger als normal.
    Nur einen Wettkampf mache ich nie wieder am Ende der Heilfasten-Zeit.

    Ansonsten lese ich in den Kommentaren recht viel Unkenntnis gegenüber dem Heilfasten.
    Es ist einfach nicht richtig, dass der Körper nicht zwischen „will nichts essen“ und „habe nichts zu essen“ unterscheiden kann. Wie immer sind es unsere Gedanken, die uns steuern. Und diese Gedanken bewirken, ob Du leidest oder nicht.

    Ich kenne Heilfaster, denen man am Ende der Heilfastenzeit regelrecht zureden musste, nun wieder zu essen, so sehr hatten die sich an das Fasten gewöhnt.
    Will sagen: beim nächsten Versuch mache es mit professioneller Hilfe im Heilfasten-Team, dann wird das sicher viel, viel besser …

    Kurz vorm Heilfasten

    TOM

    PS: noch ein paar Worte zum Fastenbrechen. Nichts ist aufregender als der erste Apfel nach einer, zwei oder sogar mehr Heilfastenwoche(n).
    In winzig kleine Stücke geschnitten, langsam zerkaut, bewusst genossen ist das eine Geschmacksexplosion, die ihresgleichen sucht. Ein Traum!

    Evchen Antwort vom Januar 11th, 2011 08:25:

    Hm, um ehrlich zu sein, weiß ich bis zum jetzigen Zeitpunkt nicht, wie ich mich hätte besser vorbereiten können. Vielleicht fehlte mir auch einfach die Erfahrung, was mich erwartet. Schade finde ich, daß ich etwas nicht zu Ende gebracht habe, aber, daß ich das Fasten breche, war in dem Moment die richtige Entscheidung. Fastest Du jetzt aktuell? Ich fände es spannend, wenn Du vielleicht mal in Deinem Blog darüber berichten möchtest.

  • Heike sagt:

    Ich finde es klasse das du auch deien Körper gehört hast. Fstenbrechen ist keine Schande sondern steht für Stärke

    Evchen Antwort vom Januar 11th, 2011 08:25:

    Naja. Hinterher kann man sich alles schön reden. 😉 Aber ich bin grün damit, weil ich vernünftig war. Paßt schon.

  • Eddy sagt:

    Hmmm, auch wenn es wahrscheinlich nicht anders sein wird, als bei Dir: ich glaube, ich muss auch mal für mich selbst heraus finden, was passiert, wenn ich versuche zu fasten… – Ich danke Dir für Deinen Bericht!

    Evchen Antwort vom Januar 11th, 2011 08:27:

    Hey Eddy, wenn mein Leiden einzig dazu gut gewesen wäre, daß Du jetzt auch was Neues probierst, dann finde ich das gut. Ich bin sehr gespannt, ob Du es angehst. Wenn ja: gutes Gelingen!

  • Meine Kompetenz dazu reicht nicht aus um hier einen „fachlich haltbaren“ Kommentar abzugeben. Trotzdem glaube ich, dass du alles richtig gemacht hast. Wenns nicht passt, dann Abbruch! Ich bin dann auch der Meinung von Hannes: Warum wieder probieren? Denn es hat dir offensichtlich nicht gut getan, oder?

    Dass es bei diesem Thema unterschiedliche Stellungnahmen gibt war zu erwarten. Das ist ja beim Laufen auch so. Da hat eben jeder seine eigenen Erfahrungen. Meine ist, einmal probiert – nicht mein Fall. Dazu finde ich auch das Buch „Die-Keine-Diät-Diät“ lesenswert!

    Evchen Antwort vom Januar 11th, 2011 08:30:

    Reinhard,

    daß ich abgebrochen habe, war genau richtig. Ich fühlte mich nicht gut, also war das nur vernünftig. Was ich mich frageist, was ich im Vorhinein hätte anders machen können. Ob ich nochmal faste, weiß ich heute noch nicht. Ich könnte es abhaken und unter „nicht zu wiederholende Erfahrung“ speichern oder meinen Ehrgeiz anfachen und sagen: „jetzt willst Du es wissen.“ Mal sehen. Danke für Deine Worte. 🙂

  • Steffen sagt:

    Liebe Eva,

    ich habe sehr großen Respekt vor dem was du da getan hast und könnte mir das für mich überhaupt nicht vorstellen!

    Da ich auch absolut keine Ahnung davon habe, kann ich auch kein Urteil oder eine Meinung über das Heilfasten abgeben, nur eben meinen Respekt ausdrücken, da ich um meine Stimmung weiß, wenn ich Hunger habe und nichts zu Essen bekomme!

    Aber nach dem, was du beschreibst, kann ich deinen Abbruch absolut verstehen. Wie gesagt, ich habe absolut keine Ahnung davon, doch habe ich heraus gelesen, dass du von der Sache nicht mehr überzeugt warst und sehr starke Zweifel an deinem Tun hattest, also empfinde ich es als absolut richtig, dass du aufgehört hast und ziehe auch vor dieser Entscheidung meinen Hut!

    Alles Gute, und erhole dich gut,
    Steffen

    Evchen Antwort vom Januar 11th, 2011 08:33:

    Mein A-Hörnchen,

    das Verfressensein haben wir ja gemeinsam und da wollte ich einfach mal wissen, wie es ohne ist. 😉 Ich bin mir auch noch nicht eins, wie ich diese Tage für mich „bewerte“, aber ich bin froh, diese Erfahrung gemacht zu haben, denn aus guten wie aus schlechten lernt man. Das unterschreibst Du sicher so.
    Erfahrung macht klug…. 🙂

    Steffen Antwort vom Januar 11th, 2011 12:04:

    Da hast du recht, aus Erfahrungen lernt man und die kann einem auch niemand mehr nehmen!

    Ob ich allerdings jemals noch klug werde……

    Evchen Antwort vom Januar 11th, 2011 13:02:

    Steffen, Du bist klug und lebensweise und dazu gehört, Dummheiten wie ein kleines Kind anzustellen! 🙂

  • Supermario72 sagt:

    Nunja – was soll man dazu schreiben? Eigentlich war das nur zu erwarten! Nicht, dass ich Deinen Willen und Deine Euphorie anzweifle, aber aus eigener Erfahrunge weiß ich, eine Woche aus dem Stehgreif zu fasten ist kaum möglich. Und dazu noch Sport und Arbeit – never! So leicht läßt sich der Körper nicht überlisten! 😉 Einen Marathon läufst Du doch auch nicht einfach mal so eben.

    Grundsätzlich ist gegen das Fasten ja nix einzuwenden – aber auch hier sollte man, wie mit jedem „Extrem“, langsam beginnen. 2 Tage wären für den Anfang mehr als genug gewesen.

    Und damit verabschiedet sich der „Klugscheißer“ auch schon wieder …. 😉

    Evchen Antwort vom Januar 11th, 2011 08:37:

    Ah, Mario, zwei Tage Fasten bringt nüschd (was den Effekt des Fastens angeht, so man denn daran glaubt) und Anfängern wird eine Woche empfohlen und nicht gleich zwei oder drei. Es würden Dir also Fastenerfahrene vermutlich vehement widersprechen. 😉

    Supermario72 Antwort vom Januar 11th, 2011 09:06:

    Schon klar – gibt ja genügend Fastenpläne und -anleitungen im Internet. Aber die gehen i.d.R. auch davon aus, dass man in der Fastenzeit den üblichen Alltagsverpflichtungen und -zwängen möglichst aus dem Weg geht, sprich Beruf, Sport etc.. Ich bleibe dabei, ich würde mich langsam an eine ganze Woche Fasten herantasten. 🙂

    Evchen Antwort vom Januar 11th, 2011 09:29:

    Ich würde definitiv nicht parallel arbeiten, japp. 🙂

  • Anne sagt:

    Hallo Eva, ich kann die Idee mit dem „Reset“ gut nachvollziehen. Gut Essen (und damit meine ich gesund und ausgewogen) ist mir wichtig, aber mit der Zeit schleichen sich immer wieder so Nachlässigkeiten ein….weil die Sachen einfach rumstehen (Süßes im Büro) und weil es eben alle essen (z.B. Fleisch). Aber vielleicht funktioniert der „Reset“ ja auch ohne Fasten. Mehrere Tage fast nichts essen und dazu Arbeiten und Sport kann ich mir (für mich) einfach nicht vorstellen.

    Evchen Antwort vom Januar 11th, 2011 08:40:

    Anne, da verstehen wir die Sache genau gleich. Ich achte jetzt wieder genau auf das, was da in meinem Mund landet. So ein Schubs ist schon ein paar Mal im Jahr gut. 🙂

  • -timekiller- sagt:

    So, jetzt gebe ich auch noch meinen Senf dazu…

    ich finde es toll das du es versucht hast. Klappt halt nicht bei jedem. Ich denke Tom hat recht, in einer Gruppe fastet es sich leichter und ich hätte auch die Arbeit weg gelassen, vielleicht sogar den Sport. Die kritische Hürde scheint der dritte Tag zu sein. Eine ex-Freundin von mir hat das auch vor einigen Jahren versucht und ist auch am dritten Tag gescheitert, sie meinte auch nach zwei Tagen brennt nix mehr an, und ging wieder zum Arbeiten. War dann dann doch ein bisschen viel, ich glaube sie ist damals auf der Arbeit auch kolabiert.
    Von daher hast du mit deiner Entscheidung aufzuhören alles Richtig gemacht. Und Anne hat schon recht, wenn man sich bewußt ernährt braucht man auch nicht zu fasten.

    Kopf hoch, -timekiller-

    Evchen Antwort vom Januar 11th, 2011 08:42:

    Wie? Du hast Dich in vornehmer Zurückhaltung geübt, um mich erstmal machen zu lassen? Charmant. 😉
    Der Kopf schafft es immerhin schon wieder, auf dem Tisch zu liegen. Nächste Woche arbeiten wir dann am aufrechten Gang. 😛

  • Christine sagt:

    Hallo liebe Eva.

    Fasten und laufen und arbeiten ist sehr viel Anforderung an Körper, Geist und Seele.
    Typische Anzeichen hoher Puls bei relativ geringer Belastung, weiche Knie oder auch schwere Beine.
    Und die seelische Reinigung, die eine trübe Suppe zum fließen bringen kann.
    Fasten ist keineswegs so gesund, wie man allgemein viele Jahre annahm. Und die Nahrung hat wesentliche Auswirkungen AUD die Psyche. …
    Meine Erfahrungen mit dem fasten haben dazu geführt, dass ich es nicht mehr tue. Denn am Gewicht tut sich nichts nachhaltiges.
    Darf ich dir ein Buch empfehlen?
    Die keine Diät Diät. Eine Wohltat für Körper und Geist. Ohne Hunger und Einbrüche.

    Evchen Antwort vom Januar 11th, 2011 08:46:

    Hallo Christine,

    ja, für mich war es scheinbar zu viel. Ich bin immer noch am Überlegen, was ich in der Vorbereitung hätte besser machen können. Der Körper war ok und wie sich das anfühlen wird, habe ich bedacht. Aber was mein Kopf da so fabriziert…ts. Das hatte ich nicht mit eingeplant.

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