Sendestörung

Nein, nicht Sendepause, nur -störung.

Es geht mir gut. Eva besteht zum Glück nicht nur aus Laufen, Miss Monster allerdings schon. Da es mir nicht liegt, mehrfach aneinanderzureihen, warum ich immer noch nicht laufen kann, schreibe ich halt nix.

Das Leben ist bunt wie immer und gerade noch kunter dazu. Die meisten meiner lieben Pappenheimer wissen Bescheid.

Die Hauptaufmerksamkeit der nächsten Monate liegt auf einem anderen „L“ als Laufen, nämlich …Büffeln, genau.

Im Frühjahr lege ich die Prüfung für eine berufliche Qualifikation ab und da ich neben der regulären 40-Stunden-Woche lerne, müssen andere Freizeitvergnügen, wie das web 2.0, einfach Platz machen.

Ich bin also nicht weg, nur stiller.

Das nächste Laufziel ist dennoch gefaßt und ich freue mich wie Bolle, bin stolz, ergriffen und hibbelig, denn ich darf das Sabakind bei ihrem ersten Halbmarathon in  Hannover begleiten!

Nachholbedarf

Das ganze Jahr war ich nicht krank. Eine Schnupfnase hier und mal Bauchweh da, aber nichts, das mich zu einer längeren Laufpause gezwungen hätte. Gerade halte ich schon das dritte Mal in vier Wochen die Füße still. Die fette Nachmarathonerkältung, ein verstauchter Fuß und jetzt eine Blasenentzündung, die nur durch Voodoo so schnell herbeigezaubert worden sein kann und gegen die nur Antibiotika ankommt. Nächste Woche habe ich den alljährlichen Muttermalwegschnibbelkontrolltermin und bin mir ziemlich sicher, daß mir mindestens ein solches zwischen den Zehen weggenommen werden muß (Die Muttermale und ich, das ist so eine Sache.). Dann darf ich mir wieder eine Standpauke anhören, daß es häßliche Narben gibt, wenn ich zu früh und mit Fäden Sport mache…und laufe frühestens nach vier Tagen wieder nicht.

Um ehrlich zu sein, nehme ich es gelassen. Letztes Jahr noch hätte mir das Angst gemacht, daß danach die Lauflust flöten ist, aber der Kopf ist gut, ich bastele freudig an Überlegungen, wie das nächste Laufjahr aussehen könnte und kuriere mich brav aus.

Ich hatte dieses Jahr solches Glück und wieder so schöne Läufe, bin Marathon gelaufen- ja, ich glaube, meine Einstellung zu mir hat sich ein wenig geändert. Ich bin sozusagen laufstabiler geworden.

Ich werde einen Teufel tun und jetzt an eine Pechsträhne glauben, auch wenn ich es heute in der Küche geschafft habe, mich mit einer Gabel zu stechen, nachdem ich mir die Finger verbrannt habe, direkt nachdem ich mir in den kleinen Finger geschnitten hatte, nein nein.

Vorsicht….

…ist besser als Nachsicht.

Die ersten braven Postmarathonlaufversuche wurden nur unterbrochen von eeeeeinem klitzekleinen Unvernunftsausbruch, der mir prompt einen verstauchten Fuß bescherte. Das Umknicken war nicht mal so schlimm, aber die Gelenke, Bänder etc. nach den Anstrengungen der letzten Wochen wohl doch empfindlicher als sonst eh schon.

Selbst blöd.

Also habe ich brav gekühlt, hochgelegt, geschont….mich gelauflangweilt und mich  gestern endlich wieder auf eine zögerliche Testrunde gewagt.

Das tückische an solchen Verletzungen ist ja, daß es oft unter Belastung erstmal besser wird und man hinterher den Spaß hat. Um mich also zu bremsen und zart zu machen, habe ich einen Trick von Claudi angewandt und nach jedem Kilometer eine Dehn- und in-mich-hineinhorch-Pause eingelegt. In der strahlenden Herbstsonne hat das richtig Spaß gemacht und ich nehme mir jetzt einen kurzen Lauf die Woche vor, den ich nur dem „Dehn-Dich-Pfad“ widme. Das ist irgendwie spannender als zuhause auf der Matte.

Das Gute an der einwöchigen Pause war, daß ich Zeit hatte, in meine Marathonbelohnung zu versinken: Jack Daniels` Laufformel.

Wer Zahlenspielereien mag und gern ein wenig verstehen möchte, warum es Sinn macht, seinen Lauf eben nicht mal eben schneller zu laufen, nur weil man es kann, dem wird das Buch wohl gefallen.

Und da „Vorsicht die Einstellung ist, die das Leben sicher, aber selten glücklich macht“, liebäugele ich natürlich schon mit den nächsten Schandtaten im Frühjahr.

So ein schöner Halbmarathon in Dresden würde mich schon reizen. Oder tanze ich mal meinen Namen (-svetter)?

Die nächsten Monate werden zeigen, was mir gut tut und worauf ich Lust habe.

In anderen Blogs wird tatsächlich schon fleißig für den Winter geworben. Erdrückende Beweise gibt es da und da. 😉

Da der Winter bekanntlich meine ungeliebte Jahreszeit ist, habe ich mir aus Motivationspräventionszwecken vorgenommen, den Fokus mal auf  „Multisport“ zu legen, also neben Laufen auch mal andere sportliche Dinge zu probieren. Mir schwirren da Tanzen und Pilates im Kopf herum, was sicherlich als Ergänzung nicht schaden kann und für einige Lacher sorgt.  Ich seh schon Überschriften wie: „Das Monster, das seine eigenen Zehen aufaß….“ -to be announced-

Monster(pumpkin)party

Der Herbst, der Herbst, der Herbst ist da,
er bringt uns Spaß, hei hussassa
!“

Es ist mal wieder an der Zeit für eine Monsterparty. Da schon im letzten Jahr eine Abwechslung zu Waden gewünscht wurde, komme ich dem in diesem Jahr nach. Diesmal geht es Kürbissen an den Kragen!

Die Spielregeln sind simpel wie immer:

Macht ein Foto oder Video mit einem Kürbis, das auch etwas mit dem  Laufen zu tun hat. Tobt euch aus. Ihr könnt in einen Kürbis einen Läufer schnitzen, laufend Sleepy Hollow spielen oder beim Intervalltraining den „Medizinball“ werfen.

Einsendeschluß ist Freitag, der 28. Oktober 2011.

Das Foto/Video schickt ihr bitte an: monsterpumpkin@missmonster.de

Veröffentlicht wird stilecht an Halloween und ihr dürft abstimmen (anonym per Mail oder im Kommentar), welches der Monsterpumpkin wird!

Jeder hat eine Stimme und kann sich aber nicht selbst wählen.


Viel Spaß!


Kleine Bitte, aber keine Regel: Man kann aus den nicht spielbaren Teilen superleckere Sachen kochen und muß sie nicht wegwerfen.