Komm in mein Boot….

…ein Sturm kommt auf…


Sicherlich habe ich noch nicht offen im Blog erwähnt, daß ich Rammstein (die ersten Zeilen sind einem Lied von ebendieser Band entliehen) mag, sonst wären es weniger Leser. 😉

Nach einer von gar schauerlichen Träumen heimgesuchten Nacht ich habe wunderbar geschlafen, galt der Lauf heute zwei Dingen:

-testen, ob Edda nicht nur aufzeichnen, sondern auch führen kann. Ich hatte also eine virtuell geführte Tour via GPSies. Erster Test bestanden. Weitere folgen und sobald ich echten Durchblick habe, schreibe ich auch noch was dazu.

-neuen Schnickschnack ausführen:  meine neuen, griiitzelgrünen Yankz


Martin hatte mir die einmal empfohlen. Braucht sowas irgendein Mensch? Nö. Triathleten vielleicht, wenn nach dem Laufen nochmal ein Wechsel wäre. Aber ich finde sie heiß und bin gerade kurz davor, meine Laufschuhe auszuleiern, weil ich ständig rein- und rausschluppe und die Galoschen durch`s Wohnzimmer fliegen lasse, weil An- und Ausziehen ja jetzt sooo schnell gehen.

Kühl und regnerisch ist es draußen, aber darauf habe ich mich eingerichtet (Kontaktlinsen). Was ich so gar nicht auf dem Schirm hatte, war der Wind. Keine 10 Schritte und mir stehen die Tränen in den Augen. Für uns hier im rheinischen Becken ist das schon üngewöhnlich und dann habe ich Höhenschisser mir auch noch eine Zwei-Brücken-Runde ausgesucht. Es läuft sich dennoch gut, auf den Brücken hilft Schreien, um die Angst in Schach zu halten und dem Gegenwind strecke ich die Zunge raus.


Auf der anderen Rheinseite angekommen, drängt sich ein natürliches Bedürfnis  auf. Überall nur gepflegter Rasen, links Wohnhäuser, rechts der Rhein. Das kann heiter werden. Bis zum Ziel sind es noch einige Kilometer.


Es dauert nicht lange und es ist mir völlig schnuppe, wo ich mich erleichtern kann. Der nächstbeste Baum ist mein und zum Glück kreuzt in dem Moment niemand auf. Scham und Sport passen nicht wirklich gut zueinander.

Wieder auf der anderen Rheinseite, habe ich endlich Rückenwind. Gaudi pur und es fluppt! Wie, schon rum?

Die sonntägliche Brötchentüte trage ich viel eleganter als sonst zur Tür herein, kann ich doch jetzt ohne Hände, ihr wißt schon…. *Schuheschmeiß*


32 Responses to “Komm in mein Boot….”

  • Sinusläufer sagt:

    Ja, und mich gleich im ersten Versuch mit beworfen. 😉

    Diese Brücke ist aber auch nicht ohne. Da wackelt wirklich alles wenn ein Zug auch drüber möchte. Faszinierend welche Gewalten da arbeiten.
    Hast du mit Bravour gemeistert und dich davon nicht aufhalten lassen.

    Evchen Antwort vom Juni 21st, 2011 12:36:

    Ach komm, wenn Du fragil wärst, wärst Du nicht mit mir Trampeltier zusammen. 😉 Aufhalten nicht, aber die Brückenüberquerungspace behalte ich besser für mich. *flöt*

  • Blumenmond sagt:

    Wenn ich die Brücke sehe, wird mir schon schwindelig. Ich hab ja auch so ein Ding vor der Tür und wie ich schon berichtete, wird mir da etwas blümerant – ob es an der Höhe liegt oder an den Gittern kann ich nicht sagen. Aber ob laufend oder mit dem Rad – mir wird komisch. Schön, dass es mit dem Führen klappt. 🙂 Und die Schuhflutschdinger hab ich auch – Spielzeug halt. 🙂

    Evchen Antwort vom Juni 21st, 2011 12:39:

    Mir auch! Ich war mittlerweile schon ein paar Mal auf der Brücke, aber ein Zug ist immer wieder der Horror. *schütteltsmich* Mit der Tour hab ich aber erstmal geschummelt. Ich kenne den Weg und wollte nur mal sehen, wie dat navigiert. Läuft noch suboptimal, aber ich bin dran. Welche yankz-Farben hast Du? 😀

  • Anne sagt:

    Hach, da bin ich aber beruhigt, dass dich in der Nacht nicht die gigantischen Monster-Riesenschnecken heimgesucht und zwischen ihre Reißzähne genommen haben! 😉

    Schöööne Tour! Merke: Wenn man lange genug tapfer dem Gegenwind trotzt, kommt der Wind irgendwann zur Belohnung von hinten. 8)

    Liebe Grüße
    Anne

    Evchen Antwort vom Juni 21st, 2011 12:40:

    Die Schnecken waren ja bei Dir, was Dein Foto beweist. 😛

  • Laufline sagt:

    uuuuuuuuund? Sind diese Wunderschnürsenkel nun eine Anschaffung wert???

    Evchen Antwort vom Juni 21st, 2011 12:41:

    Für mich: ja!Optimale Druckverteilung. Das sind quasi Kompressionsschnürsenkel. 😉

  • soeren76 sagt:

    Ja Schnickschnack, ich liebe Schnickschnack auch.
    Aber braucht mein die Schnürsenkel und vorallem wie lang halten die.
    Gib zu Du hast sie,weil du keine lust hast Schuhe zu binden 😉

    @Sinius
    Deshalb hat Mann eine Frau, sei froh das sie sich kein Nudelholz gekauft hat

    Evchen Antwort vom Juni 21st, 2011 12:42:

    Wie lange die halten werden, kann ich Dir sagen, wenn putt. 😉
    Ich brauche sie überhaupt nicht, aber sie sind angenehm und hübsch. 🙂

  • Christian sagt:

    Liebe Eva,
    wenn die Blase drückt beim Laufen, kann das schon sehr unangenehm werden und manchmal wird die Erleichterung auch peinlich, ich könnte jetzt Geschichten erzählen, aber ich erspar Dir das 😉 Ging ja nochmal gut bei Dir.
    Ich liebe die Yankz und habe sie auch an meinen Freizeitschuhen, brauchen tu ich sie nicht, aber sie sparen locker ein bis zwei Minuten pro Tag 😉 und bei den Laufschuhen muss man nicht anhalten um die offenen Schnürsenkel zu versorgen 🙂

    Salut

    Evchen Antwort vom Juni 21st, 2011 12:58:

    Lieber Christian,

    vielleicht entlastet es Deine Kreativität bezüglich Deines läuferischen Werdegangs, wenn Du Dich akribisch auf eine Auflistung an Buschbesuchen konzentrierst, hm? *schelm*

    Christian Antwort vom Juni 21st, 2011 16:14:

    Gute Idee, werde ich mal aufgreifen. Gelten auch voyeuristische Lauf-Busch-Erfahrungen? 🙂

    Evchen Antwort vom Juni 22nd, 2011 15:39:

    Natürlich. Immer raus damit. 😀

  • Brennr.de sagt:

    Hm, ich frage mich, ob man mit diesen Schnürsenkeln den Druck wirklich so gut dosieren kann, wie mit normalen Schnürsenkeln. Vorne mag ich es etwas enger und in der Mitte etwas lockerer. Geht das damit auch?
    Ansonsten schöne Bilder von einem abwechslungsreichen Lauf.
    PS: Gelegentlich höre ich auch gerne mal Rammstein. 😉

    Evchen Antwort vom Juni 21st, 2011 13:02:

    Tatsächlich bin ich oft an der Schnürung am Herumnesteln und finde, die Yankz verteilen das prima. Also dafür lohnt es allemal und ich bin sehr zufrieden.

  • Chris sagt:

    Seemann ist ein langjähriger Begleiter auf Samstagmorgenläufen, gern auch von Apocalyptica mit Nina Hagen. Egal wie schief die Töne sind, das Lied hat Seele!

    Evchen Antwort vom Juni 21st, 2011 13:03:

    Mittlerweile mag ich die Version von Nina Hagen fast lieber. Ich lese öfter heraus, daß wir einen manchmal überschneidenden Musikgeschmack haben. Vielleicht sollten wir uns mal unsere Playlists offenbaren, hm?

  • ultraistgut sagt:

    Schön, über den Rhein zu laufen, ein herrliches Panorama, und was den Wind betrifft, da hast du es genau richtig gemacht, erst gegen, dann mit ihm, dafür habe ich ein Wetterfähnchen, das mir jeden Tag zeigt, wo der Wind her kommt, danach richte ich mich immer, besonders heute stürmt es wie im Herbst.

    Die Schnürsenkel, ja, die habe ich mir auch mal angeschafft, um mitreden zu können, aber auch kein zweites Mal, weil ich mit den kostenlos ebenso glücklich bin wie mit den teuren.

    Wenn ich vom Laufen komme, ziehe ich die Schuhe, ohne die Schnürsenkel zu öffnen, aus und schlüpfe beim nächsten Mal wieder hinein, ohne sie ebenfalls zu öffnen, dazu brauche ich nur einen Schuhlöffel – aus die Maus.

    Und für das Geld, das ich gespart habe, kaufe ich mir ein neues Stirnband – weil ich Stirnband-Fetischist bin.

    Ach ja, so hat jeder sein Päckchen zu tragen.

    Viel Spaß damit – schön grün sind sie auch – das fetzt. 8)

    Evchen Antwort vom Juni 21st, 2011 13:09:

    Liebe Margitta,

    ein Wetterfähnchen hast Du? Oh, das klingt gut. Ich glaube, ich mag auch so was haben. Allerdings vermute ich doch stark, daß meins öfter als Deins arbeitslos abhängt. 😉

    „Ach ja, so hat jeder sein Päckchen zu tragen.“ <-sein Päckchen zu empfangen! *lach*

  • ultraistgut sagt:

    Du hast noch Winterzeit ! 🙁

    Evchen Antwort vom Juni 21st, 2011 13:04:

    Wieder. Seit ich den Ticker für den marathon hatte. Danke für den Hinweis. Ab heute ist Sommer! 😀

  • Steffen sagt:

    Hm, mit voller Blase zu laufen nenne ich immer „Eigenurindoping“, das verleiht richtig Flügel wenn man es noch bis ins Ziel schaffen will – oder eben bis nach Hause ;-)!!‘

    Gaaaanz liebe Grüße,
    Steffen

    Evchen Antwort vom Juni 21st, 2011 13:20:

    Jaja, das Eigenurindoping hatte ich beim Deichlauf vergangene Woche und es hat geholfen! Aber ich wollte und sollte ja langsam laufen!!! *zungerausstreck*

  • Johannes sagt:

    Die Sehnsucht wird
    Der Steuermann
    😀
    Oh man, jetzt habe ich wieder einen Ohrwurm.
    Lg Johannes

    Evchen Antwort vom Juni 22nd, 2011 15:54:

    Na, dann nimm ihn mit auf die Piste. brauchsde kein MP3-Player, wenn Du selber singst. 😉

  • Volker sagt:

    Ohhh, ich liebe diese Gummibänder in den Schuhen, wenn auch erst seit kurzem, kein Zwangsstop mehr, weil mir mal wieder die Schnürsenkels aufgegangen sind, da half auch immer kein Doppelknoten.

    Ich habe sie in Schwarz, passend zu meiner Seele oder meinem Humor, wie auch immer 😉

    Bei den Bildern stellt sich nicht mehr die Frage „warum ist es am Rhein so schön“ …

    LG von der Hunte
    Volker

    Evchen Antwort vom Juni 23rd, 2011 18:31:

    Heeey Volker,

    setz` Dich, nimm Dir ein Käffchen und einen Keks. Und wenn Du schon mal hier bist, dann mußt Du zumindest wissen, daß wir hier auch einen Deich haben: http://missmonster.de/?p=1412

    *hüstel* Ich gestehe, die Hunte mußte ich doch nochmal sichergoogeln.

    Irgendwie glaube ich, wir lesen uns jetzt öfter mal, was meinst Du? 😉

    Volker Antwort vom Juni 23rd, 2011 19:08:

    Liebe Eva,

    darf es auch ein Teechen sein? 😉

    Oh ja, Deiche gibt es überall, hab ich soooogar schon in Bayern gesichtet… Deichlauf find ich gut, da muß ich als Deichläufer doch irgendwann mal dran teilnehmen.

    Fürs Googeln der Hunte habe ich durchaus Verständnis, sie ist im Vergleich zum Rhein ja auch ein Bach. Obwohl bis Oldenburg sogar kleinere Seeschiffe fahren können.

    Hmmmm, öfters sehen??? Ja, doch, das könnte durchaus passieren. Ich setz Dich einfach mal auf meine Linkliste, wenn es recht ist. Dann verliere ich Dich auch nicht aus den Augen 😉

    Herzliche Grüße aus Oldenburg in Oldenburg
    Volker

    Evchen Antwort vom Juni 23rd, 2011 20:39:

    Aber natürlich darf es auch ein Tee sein! :-)In Bayern ein Deich? Nee, das glaube ich dann doch erst, wenn ich es sehe. *schmunzel*
    Ich bin an der Blies geboren. Und da fährt nicht mal ein Nachen drüber!

  • Wusste ich und ich mag Dich trotz Deines verschobenen Musikgeschmackes sehr sehr sehr arg 😉

    Evchen Antwort vom Juni 23rd, 2011 18:33:

    Ich möchte bitte „verschoben“ um ein „r“ ergänzen. Verschroben nehme ich ja noch hin, aber verschoben? *schelm*

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