Kampf oder Kunst? Kampfkunst!

Zu einer Marathonvorbereitung gehören nun einmal zu einem überwiegenden Teil langsame, lange Läufe. Das habe selbst ich Frischling schon kapiert und mich entschieden, nicht damit zu hadern trotzdem jedoch ab und an darüder zu frotzeln und mit Trainer um 10 Sekunden zu verhandeln, sondern sie ebenso als Herausforderung zu sehen wie einen Tempodauerlauf oder ein Intervalltraining.

Für harte Runden auf der Bahn habe ich meine kleinen Rituale: es müssen die schnellen Schuhe und Musik sein, die die Ohrläppchen wackeln läßt. Dann fluppt es fast von allein und mir kommt auch schon mal ein Yeah nach Abdrücken der Uhr über die Lippen.

Also drehe ich den Spieß um und mache mir auch mein Pendant für die langsamen Zockelrunden zurecht. Ganz recht: langsame Schuhe und sehr gern einlullende Podcasts oder Hörbücher.

Wenn man dann derart gerüstet durch die Lande zieht, wird man entweder trotzdem immer wieder schneller und muß sich ständig zügeln oder…

Die Einstellung stimmt schon mal und irgendwann werden es auch die Beine kapieren. Üben, üben, üben und Lächeln nicht vergessen.

30 Responses to “Kampf oder Kunst? Kampfkunst!”

  • Christian sagt:

    Liebe Eva,

    die langen Läufe sind das Sahnehäubchen in der Vorbereitung. Mit jedem Kilometer den Du dabei läufst, kommst Du Deinem Ziel näher und durch das gemächliche Tempo kann man prima seinen Gedanken nachhängen. Die richtige Einstellung dazu ist aber das Wichtigste…

    Salut

    PS: Hat´s geschmeckt?

    Evchen Antwort vom Juni 27th, 2011 09:06:

    Beim ersten Marathon ist es m.E. nach das Wichtigste, kontinuierlich etwas zu tun und nicht auf einmal viel viel und dann verletzt nicht starten zu können. Nee nee, eingesehen habe ich das. An der Umsetzung übe ich mich. 😀

    P.S.: Wir hatten den grill seither noch nicht an. Wird berichtet.

  • soeren76 sagt:

    Bin echt stolz auf Dich.
    Ja üben üben üben.

    Die Routine bringt den Erfolg, egal was man macht.

    Eva Du schafst das!!!

    Evchen Antwort vom Juni 27th, 2011 09:07:

    Erst unbewußt falsch machen, dann bewußt falsch, dann bewußt richtig und die Kür wäre dann: unbewußt richtig. Das ist dann etwa so wie das Nirvana, also quasi nicht erreichbar. 😛

  • Laufhannes sagt:

    Blöd nur, dass bei den Langen Läufe die Hörbücher so schnell vorbei gehen 😉

    Evchen Antwort vom Juni 27th, 2011 09:08:

    Du hörst ja auch nur Hörbücher mit maximal 200 Seiten. 😛

  • Alex sagt:

    Am 2.10. wirst Du wissen, wofür diese Läufe gut waren. Außerdem: Wann ist es beim Training denn sonst so gemütlich, dass man auch mal anhalten kann, um sich umzusehen? Wann kann man sonst neue Strecken probieren oder einfach aufs Geratewohl losziehen? Du hast ja schon die richtige Einstellung – die Beine werden sich fügen!

    Evchen Antwort vom Juni 27th, 2011 09:17:

    Alex, bei den Tempi, die ich laufe, kann ich mich generell umgucken! *lach* Wird schon werden. Ich bin zuversichtlich und oberbrav, um nix zu riskieren. Danke Dir. 🙂

  • Blumenmond sagt:

    Falls ein Mangel an Hörbüchern aufkommt, so melde Dich. 🙂 Ansonsten kann ich nicht mitreden und will nur mal wieder sagen, dass ich hier war.

    Evchen Antwort vom Juni 27th, 2011 09:18:

    Schö, daß Du da bist, Anja. 🙂

  • Feuerpferdle sagt:

    Meine langen Läufe hab ich immer geliebt. Und bin hoffentlich bald wieder so in Form, dass ich meine Lieblingsstrecken angehen kann…
    Hörbücher und Podcasts sind eine gute Idee, das Köpfchen will unterhalten werden… 😉

    Evchen Antwort vom Juni 27th, 2011 09:19:

    Claudi, Du läufst auch bald wieder Deine langen Strecken! Es reicht jetzt einfach mit Steinen und Du bist ja auf einem guten Weg. 🙂

  • Anne sagt:

    Jeder Jeck ist anders, wie der Kölner wohl sagt! Bei meiner (abgebrochenen) M-Vorbereitung haben mir die langen Läufe sehr viel Spaß gemacht – ich habe mich allerdings auch nicht von einem Trainer „gängeln“ lassen, sondern bin sie so schnell oder langsam gelaufen, wie es am jeweiligen Tag für mich passte (natürlich nicht „volles Rohr“, sondern gebremst und mit Köpfchen). Und ich habe es genossen, dabei nichts auf den Ohren zu haben, sondern meine Umgebung wahrzunehmen oder mich in Gedanken zu verlieren. Der MP3-Player war nur für den Notfall dabei (Motto: Wenn nix mehr geht, pusht Bon Jovi mich vielleicht noch zu den letzten km).

    Egal – wichtig ist, das DU deinen Weg findest, die langen Läufe angenehm zu gestalten. Übenübenüben! 😉

    Liebe Grüße
    Anne

    Evchen Antwort vom Juni 27th, 2011 09:34:

    Ach, die langen Läufe machen genauso Spaß wie die kurzen, die schnellen, die hohen, die…. Aber so ein langer Lauf sieht immer erstmal…lang und langweilig aus. Wenn man mal unterwegs ist, ist es meist gut. Regelmäßig Musik auf den Ohren habe ich mir auch erst angewöhnt, als es mir zu Jahresbeginn so schwer fiel mit dem Laufen und was man sich einmal angewöhnt hat…. 🙂

  • Gerd sagt:

    Du hast tatsächlich langsame Schuhe?!?
    Und ich dachte immer es liegt tatsächlich an mir. Danke das Du mir die Augen geöffnet hast. Es liegt tatsächlich an meinen Tretern! 😉

    Evchen Antwort vom Juni 27th, 2011 09:39:

    Ab gefühlten 500g pro Fuß SIND das langsame Schuhe. Wahlweise kann man sich auch Blei an die Fußgelenke binden. Das geht auch ganz gut. 😉

    Pienznaeschen Antwort vom Juni 29th, 2011 20:54:

    Vielleicht habe auch ich nur die falschen Schuhe?? 😉

    Evchen Antwort vom Juni 29th, 2011 21:04:

    Du hast aber schon die „laaaangen Beine“. Da brauchts keine bestimmten Schuhe mehr. 🙂

  • Nordläufer sagt:

    Ich kann auch nicht mitreden. Meine Marathonbestzeit habe ich mit noch nicht mal 50 Wochenkilometern und 19 km als längsten Lauf erzielt (und ich war keine 5 h unterwegs, denn das ist ja, wie wir an anderer Stelle in schöner Regelmäßigkeit lesen dürfen, kein Marathon mehr 🙂

    Evchen Antwort vom Juni 27th, 2011 09:46:

    Trainierst du mittlerwile rein aus der La Meng (=Erfahrung und Gusto) oder hast Du noch einen externen roten Faden?

    Nordläufer Antwort vom Juli 3rd, 2011 18:22:

    dieses Jahr habe ich es mal mit einem Greifplan versucht. Der ist nicht schlecht aber da ich fast nie weiß, was morgen ist (vielleicht bin ich auf Reisen oder ich muss mal eben ganz wichtige Dinge tun) ist es wohl doch besser, wenn ich nach eigenem Gusto trainiere. Mit 1x schnell, 1x lang und der Rest wie es kommt, kommt man schon ganz schön weit.

    Evchen Antwort vom Juli 4th, 2011 21:17:

    +Veranlagung=ganz offensichtlich. Danke, das gibt mit zusätzlich Vertrauen in den Plan vom Trainer und damit in mich, mit wenig Aufwand viel zu erreichen. Is ja beim ersten Marathon noch recht einfach. 🙂

  • Steffen sagt:

    Hm, wenn das mit den langsamennund schnellen Schuhen so stimmt, dann gilt doch selbiges bestimmt auch für Kurz- bzw. Langdistanzschuhe.
    Gut zu wissen, dann werde ich auf den langen Kanten nur noch die Langdistanzschlappen anziehen, also die langsamen…oder doch die schnellen???

    Und da heißt es immer Laufen sei ganz einfach…..

    Evchen Antwort vom Juni 27th, 2011 09:47:

    Steffen, dann die langen, schnellen. Das sind dann Schuhe in Schuhgröße 93, die aber nur 13g wiegen. *giggel*

  • Saba sagt:

    Was für einen Plan hast du denn in der Mache? Selbstgemacht oder Steffny et. al.? Sachdochma, ich bin doch neugierig, wie sich ein echtes Monster vorbereitet 😀

    Und nbenbei: die „langen“ Läufe, die ich so schaffe, sind sehr schön zum abschalten geeignet, daher geniess ich sie sehr – aber lang ist halt relativ, ich lauf ja nur zwischen 10 und 15 km. der bisher einzige 21 km-Lauf war ja dem Verlaufen geschuldet 😉

    Evchen Antwort vom Juni 27th, 2011 09:56:

    Muß ich meine „langen“ Läufe jetzt auch in Gänsefüßchen setzen, weil Melanie 12 Stunden am Stück laufen kann? 😉
    Meine ersten 30 waren sooo auch nicht geplant. *gacker*

  • Also vielleicht hilft Dir meine wunderbare Musik die ich gerne höre langsam und das mit Genuss angehen zu können? (oder Du läufst nur noch schneller davon? 😉 )
    Ich hab Dich lieb, sehr sogar!

    Evchen Antwort vom Juni 29th, 2011 21:16:

    Hm, ich glaube fest, daß wir auch einige musikalische Übereinstimmungen finden würden, so, wie wir es auch bei uns beiden tun, aber Söhne Mannheims is für mich wie für Dich…. Oomph!? 😉 Aber: http://www.myvideo.de/watch/5280697/Oomph_The_Power_Of_Love
    Ich hab Dich auch lieb! ♥

  • Supermario72 sagt:

    Meine „langen Läufe“ bewegen sich zur Zeit noch um die 20km-Marke. Mehr braucht es für die HM-Vorbereitung i.d.R. nicht zu sein. Aber diese laufe ich meist so, dass ich dabei ein bisschen Köln erkunden kann. Man hat ja sonst so wenig Zeit dafür. 😉

    Naja – aber Du wirst Dich wohl oder übel immer mehr an die 35km rantasten müssen ….

    Musik beim Laufen habe ich mir mittlerweile wieder abgewöhnt. Irgendwie nervt mich dieses „Kabelgewurschtel“ …..

    Grüße aus Köln!
    Mario

    Evchen Antwort vom Juli 4th, 2011 21:16:

    Ey, das Kabelgewurschdel geht mir auch manchmal auf den Zeiger! Gerade bei flotteren Läufen, wo Musik mich antreibt, nervt das Gebambel. Ich hätt gern WLAN-Kopfhörer. 😛
    Im Moment macht Laufen einfach nur Spaß und für die Langen versuche ich mich einfach zu verabreden oder bei einem 24h-Lauf meine Kilometer mitzuhoppeln.

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