Graphologiedesaster

Das web 2.0 ist wunderbar! Aus ganz vielen, tollen, witzigen, ironischen, bissigen, ♥igen… Gründen. Und aus Gründen der Schrift.

Irgendetwas ging fürchterlich schief, als Abraham mir im Wurstkessel das Fläschchen mit „Feinmotorik der Hände“ hätte beimischen sollen. Auf gutdeutsch: meine Handschrift ist für`n Arsch.

Ich bin froh und erleichtert, daß ich Dank der elektronischen Kommunikation nicht mehr oft mit der Hand schreiben muß und habe geradezu eine Paranoia gegenüber Schriftdeutern entwickelt.

Dennoch gibt es gute Gründe, meine Handschriftscheu ab und an zu überwinden und etwas selbst zu Papier zu bringen. Eine Karte für einen lieben Menschen, ein Brief, ein Marathontagebuch.

Timekiller tut es schon lange und meine liebste Marathondebütmitstreiterin brachte mich auf die Idee, die Zeit bis zum großen Tag nicht nur online festzuhalten.

Es hat etwas Beruhigendes, Tag für Tag, Woche für Woche festzuhalten, wie es läuft, wie ich mich dabei fühle, was mir (Be-)Merkenswertes begegnet.

Besonderes wird natürlich mit grünem Textmarker hervorgehoben, klar oder?

32 Responses to “Graphologiedesaster”

  • Laufhannes sagt:

    Und kleine Zeichnungen, Krakeleien bitte.
    Malerische Wutausbrüche und Freudentänze.

    Ich möchte hiermit schon mal meinen Anspruch auf Einblick in das Wunderwerk vermerken.

    … aber bitte nicht mit Bleistift, das könnte man ja radieren.

    Evchen Antwort vom Juli 2nd, 2011 10:25:

    Nix Bleistift. Das wird alles mit Tintenpaste festgehalten. An den Zeichnungen tue ich mir gerade noch schwer. 😉

  • Thihihihi, nur gut das man so was dann abfotografieren und mir zumailen kann, oder? ODER? *liebguck*

    Evchen Antwort vom Juli 2nd, 2011 10:26:

    😉

  • Feuerpferdle sagt:

    Ich bin eine Leseratte und mag das Werk spätestens nach Vollendung auch sehen… Und Schönschrift wird überbewertet… 😉

    … oder willst Du, dass ich Hermännle mache? 😉

    Evchen Antwort vom Juli 2nd, 2011 10:27:

    Au ja, mach Hermännle! Ich finde, Menschen sollten viel öfter mal einen auf Hermännle machen und dabei schallend lachen! Missetat begangen. *schelm*

  • An-Kas sagt:

    Oh, das ist aber eine schöne Idee!!!
    Vielleicht bekommst du dann von mir kurz vor dem großen Tag noch mal ein paar handschriftliche gute Wünsche zum Einkleben… 😉
    *auchreinguckenwill*

    Evchen Antwort vom Juli 2nd, 2011 10:28:

    Hach, Anke, dann hätte ich wenigstens ein klein wenig mehr schöne Handschrift zuhause. Deine Schrift ist WUNDERschön!

  • Blumenmond sagt:

    Hier, wink… ich bin auch eine mit Handschreibblockade. Und das wird nicht nur durch Web 2.0 sondern generell schon seit Erfindung der Bildschirmschreibmaschine immer schlechter. Puha….

    Um so schöner finde ich es, wenn sich jemand an einem „normalen“ Tagebuch versucht. Es wird schön werden und eine bleibende Erinnerung. Ganz viel Spaß damit.

    Evchen Antwort vom Juli 2nd, 2011 10:35:

    Echt, das ist grausam, wenn man irgendwann etwas nachlesen möchte und die eigene Schrift teilentziffern muß. Aber der Wille zählt. *süffisier*

  • Ach was, Deine Schrift ist doch schön!
    😉
    Ich find’s ’ne süße Idee und bin sehr gespannt.
    Bei mir ist übrigens das Hauptproblem beim „Vonne-Hand-Schreiben“, dass mir schon nach 2 Zeilen die Hände so verkrampfen und wehtun, dass die Schrift mit jedem Buchstaben unleserlicher wird. Irgendwie fehlen mir wohl mittlerweile die Handschrift-Muskeln in Händen und Armen.

    Evchen Antwort vom Juli 2nd, 2011 10:41:

    Es gibt Menschen, die sind eben eher für`s Lesen gemacht. Sollen andere schreiben und ich krackele, wenn es mal sein muß. Du bist übrigens so ein worth writing-Mensch. Wollja. Àber das weißt Du ja. 🙂

  • Coole Idee! Hoffentlich kannst du das dann später auch noch lesen, was du so geschrieben hast 😉

    Evchen Antwort vom Juli 2nd, 2011 10:41:

    Vermutlich nicht, echt jetzt. 😉

  • Gerd sagt:

    Dann hoffe ich nur, dass Du das Werk nach seiner Vollendung auch veröffentlichst. 😉
    Ich lese gerne!

    Evchen Antwort vom Juli 2nd, 2011 10:42:

    Nee, alles Veröffentlichungswürdige blogge ich ja schon. Oder willst Du wirklich lesen, wann ich mir wo welchen Wolf geholt und wie schmerzhaft ich was behandelt habe? 😛

  • ultraistgut sagt:

    Zu diesem Entschluss kann ich dir nur gratulieren, zum ersten, alle Eindrücke für dich und die Nachwelt festzuhalten, zum zweiten auch noch handschriftlich, das ist schon stark, in der heutigen Zeit, per Hand Tagebuch zu führen, vielleicht entwickelt sich dann die Schrift auch wieder zu dem, was sie einmal war.

    Mir geht es ähnlich, früher habe ich liebend gerne mit der Hand geschrieben, heute versuche ich mich, meist mit Erfolg davor zu drücken, warum nur ? Weil es mit der Tastatur sehr viel schneller geht, und man die Gedanken ratzfatz “ zu Papier “ bringen kann, beim Schreiben mit der Hand muss man wieder lernen, langsamer zu denken, weil es gemach voran geht, aber ich denke, das hat auch seine Vorteile, gerade für spontane Menschen !! 🙄

    Ein guter Denkanstoß, auch mal wieder mit der Hand zu schreiben, wenn du mir deine Adresse per Mail schicken würdest, bekommst du von mir eine schmucke Karte von der Ostsee – handschriftlich – ich würde mich freuen !

    Man hat sogar einmal meine Handschrift einem Graphologen übermittelt – das Resultat sensationell – das war wirklich ich , vielleicht sollte man es wiederholen ❓

    Wie wäre es mit Füller – meiner steht noch auf dem Schreibtisch, daneben ein Glas Tinte ! 😉

    Evchen Antwort vom Juli 2nd, 2011 10:55:

    Meine Liebe,

    meine Schrift war noch nie „etwas“, wirklich, die ist schauderhaft. Rein danach gesehen, hätte ich Ärztin oder Anwältin werden müssen. 😉

    Du bekommst Direktnachricht von mir. Ich freu` mich! 😀

  • Pierle sagt:

    Immer dieser neumodische Kram. So ein Buch hat auch bestimmt schon keinen USB-Port mehr, um den Forerunner auszulesen. Brauchst du da jetzt ne neue Edda, die damit kompatibel ist?

    Evchen Antwort vom Juli 2nd, 2011 10:58:

    Wie war das gestern gleich bei Twitter? „Das ist kein Schwangerschaftstest und ja: Du pieselst gerade auf meinen USB-Stick!“ 😛

  • Volker sagt:

    Juhu, ich bin nicht der einzige der sich davor drückt, seine Umwelt mit einer katastrophalen Handschrift zu belästigen.

    Ich meide nach Möglichkeit sogar Briefumschläge mit der Hand zu beschriften.

    Mein Lauftagebuch bestand lange Zeit aus einer handschriftlichen Loseblattsammlung. Seit einem knappen Jahr bin ich dazu übergegangen, es per Excel-Tabelle zu führen. Mit Pfeilen, die je nach Richtung, das Wohlbefinden während des Laufens festhalten und einer extra Spalte für Bemerkungen, für alles was ich meine was noch der Worte bedarf.

    Textmarker hab ich mir abgewöhnt, geht immer so schlecht vom Bildschirm wieder runter:-)

    Evchen Antwort vom Juli 2nd, 2011 11:06:

    Aber von Frauen erwartet man eine grazile Handschrift, daß sie ein wenig Latein beherrschen (aber auch nicht zu viel Bildung), Sticken, Nähen, Bier brauen, Käse herstellen…ach, nee, falsches Jahrtausend. 😉 Du mit verdünntem Alkohol geht der Textmarker gut wieder weg, aber es wird so milchig. *blinzel*

  • Nordläufer sagt:

    Ich würde zwar das, was ich mache nicht unbedingt ein Tagebuch nennen, schreibe aber schon seit Jahren in mehr oder weniger großen Abständen irgendwelche Besonderheiten oder sonst interessante Dinge auf. Es ist immer ganz interessant und lustig, wenn ich z.B. Einträge aus dem Jahr 1982 oder so lese. Das Bedürfnis, es jemanden zu zeigen habe ich übrigens nicht, für das was alle lesen sollen, gibt es ja den Blog.

    Evchen Antwort vom Juli 2nd, 2011 11:08:

    „wenn ich z.B. Einträge aus dem Jahr 1982 oder so lese“ …ähmja…seit WANN läufst Du??? Wow!

    Nordläufer Antwort vom Juli 3rd, 2011 18:18:

    na ja, ich laufe seit 1981, habe also dieses Jahr 30-jähriges Bühnenjubiläum, aber Notizen, aka Tagebuch, schreibe ich schon länger und dort kommt das laufen nur ganz selten vor.

  • -timekiller- sagt:

    …und weil meine Handschrift genauso fürchterlich ist, schreibe ich in mein Trainingsbüchlein auch nur Zahlen und Kürzel rein, das kann man gerade noch lesen. Nur verstehen tuts halt keiner.

    Viel Spaß bei Deinen Aufzeichnungen und selbstverständlich bei der MT Vorbereitung.

    Grüße vom -timekiller-

    Evchen Antwort vom Juli 2nd, 2011 11:41:

    Ah, ein Robert Langdon des Lauftagebuches. I see. 😉

  • Anne sagt:

    Ich hab eine Sauklaue … und trotzdem find ich es immer noch schön, Dinge „von Hand“ aufzuschreiben. Darum gefällt mir deine Idee mit dem „Marathon-Tagebuch“ riesig gut. Das kannst du auch unter dein Kopfkissen lesen und dann vorher schon mal ganz intensiv vom Zieleinlauf träumen … 8)

    Evchen Antwort vom Juli 2nd, 2011 12:30:

    Aber unter`m Kopfkissen sabbere ich das vielleicht voll? Nee nee, das bleibt schön trocken und knicksicher im Couchtisch. 😀 Vom Zieleinlauf wage ich mich noch nicht zu träumen. Da ist noch viel zu viel „what if“ dazwischen.

  • Anne sagt:

    äääh „legen“ natürlich!

  • Din sagt:

    Schöne Idee, aber ich bin schon so weit entfernt von einer eigenen Handschrift, dass ich glaube, ich könnte den Stift nicht mehr halten… Ich bin gespannt, wie eben auch die anderen 🙂
    Übrigens schöne neue grüne Schnürsenkel!

    Evchen Antwort vom Juli 2nd, 2011 12:51:

    Vielleicht machen wir irgendwann mal alle einen Vergleich: jeder schreibt einen Blogpost per Hand und wer die meisten verständlichen Übersetzungen erhält, bekommt ein Sternchen. 😀

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