Baumkuscheln – oder was Monster in der Nahrungskette als Habbahabba zu suchen haben.

Gestern wollte ich ganz ruhig und etwas länger laufen. Ich hatte mir das erste Mal ein Hörbuch auf die Stöpsel gepackt und ich war von Anfang an gefesselt, das Wetter perfekt, weil sonnig,windig, kühl.

Es zockelt so vor sich hin und wäre ich einfach eine meiner bekannten Runden gelaufen, wäre alles gut.

Warum genau mußte ich links abbiegen? Na, weil halt. Weil ich ein Klutzkobb (~Sturkopf) bin und mir langweilig war und ich die Strecke so in- und auswendig kenne und DER Weg da jetzt eben interessanter aussah.

Irgendwann muß ich wohl festgestellt haben, daß der Lauf mit locker und leicht nix mehr zu tun hat. Ich keuche und zwar ordentlich. Warum genau gucke ich eigentlich ständig auf den Boden? Asu, weil es steiler geworden ist. Logisch. Ich schaue auf und da steht ein Schild mit „Rheinsteig“ (Ja, da war noch was. ;-))und die Restluft in meinen Lungen entweicht in einem erschrockenen „Uffz“.

Leise frage ich mich, wo ich denn hier gerade bin und es dauert noch einige Meter, bis ich etwa eine Zuordnung habe.

Zurück will ich nicht, also trabe ich noch etwas weiter den Berg hoch, leicht rechts und in den Wald hinein. Und da sind sie. Die Bremsen! *weißerHaimusik*

Wie ich von Martin weiß *wink*, habe ich jetzt zwei Möglichkeiten: so langsam bleiben und mich bei lebendigem Leibe verspeisen lassen oder Gummi geben und die Viehcher abhängen. Nach dem ersten schmerzhaften Biß/Stich (?) gebe ich natürlich Gas.

Ich will nicht zu ausführlich werden, nur so viel: mir tut heute ordentlich das Hinterteil weh.

Als Entschädigung stehe ich irgendwann vor einem gigantischen Baum! Das Teil ist so riesig, daß ich die Krone gar nicht sehen kann. Ich bin so fasziniert, daß ich hingehe, ihn anfasse und umfasse, um die Größe begreifen zu können. Nützt aber nix. Staunend laufe ich weiter und drehe mich immer nochmal nach dem Koloss um.

Nach wenigen Minuten ist die Euphorie verpufft und mir tun nur noch die Beine weh. Kleinlaut rufe ich zuhause an und lasse mich abholen. Natürlich hätte ich es noch bis nach Hause geschafft, aber nachdem ich erst ganz kürzlich einen 30er in den Beinen habe, fand ich es irgendwie vernünftiger, nicht mit Weh weiterzulaufen.

Fein war`s! 🙂

18 Responses to “Baumkuscheln – oder was Monster in der Nahrungskette als Habbahabba zu suchen haben.”

  • Steffen sagt:

    Bremsen, oh ja, die kommen mir doch vom Bärenfels her sehr bekannt vor. Der Name „Bremse“ verhält sich wirklich umgekehrt proportional zu dem, was man tun sollte, wenn man ihnen begegnet! Also mich hatten sie auch ordentlich zerbissen, und das an Stellen….

    So so, ein riesen Baum hm, und u machst kein Bild davon, also so was, Evchen! Los, zurück husch huch und den Knipser raus!!!

    Schöner Bericht, war doch gut mal was neues auszuprobieren, gelle?

    Herzliche Grüße vom Westerberg an den Rheinsteig,
    Steffen

    Evchen Antwort vom Juli 29th, 2010 12:37:

    Hach, so, jetzad! Mein Blog dürfte jetzt wieder störungsfrei laufen! *erleichtertbin*
    Die Bremsen tun ja auch so fies weh und es blutet erstmal wie Wutz und überhaupt. *grmpf* Bei dem Wetter im Moment allerdings bleiben wohl selbst die Viehcher in ihren Löchern. 😉

  • Hase sagt:

    Toll, wie vernünftig du sein kannst! :p
    Und überhaupt, toll gelaufen.

    Evchen Antwort vom Juli 29th, 2010 12:38:

    Ja, gä? Ment man gar nicht von einem Monster. 😛

  • Feuerpferdle sagt:

    Bremsen sind einfach nur fies – zum Glück seit Jahren nicht mehr begegnet…

    So ein riesengroßer Baum hat was – am Niederrhein in meinem Zauberwäldchen standen auch ganz große ganz alte Bäume…

    Ich geh jetzt auch mal auf Baumschau, äh ich lauf jetzt auch mal, meinte ich… 😉

    Und später gibt’s einen ersten Bericht vom Projekt AufLAUF… 😉

    Evchen Antwort vom Juli 29th, 2010 12:39:

    Man man mna, in Dein Blog darf ihc nur nach dem Abendessen reinschauen, sonst bilden sich hier auf dem Schreibtisch sehr undamenhafte Sabberpfützen. *glux*

  • Eddy sagt:

    So, jetzt mussdu mir das doch mal erklären… Haben Dich diese Biester in den Allerwertesten gepitscht, oder tut Dir derselbe von den vielen aktivierten Muskeln (= Beschleunigungs-Aua) weh??

    Evchen Antwort vom Juli 29th, 2010 12:41:

    Nee, meinen Hintern haben sie verschont. Es sind doch die selbst zugefügten Schmerzen, von denen man am längsten hat. 😉

  • Chris sagt:

    Bremsen sind echt die Hölle. Beim Finallauf ist mir plötzlich Blut den Ellbogen runtergelaufen, da hatte die blöde Bremse wohl den Kanal nicht geschlossen.
    Dabei wollte ich den Rheinsteig immer schon mal gehen, aber Bremsen rauben mir gerade die Lust. Brr.

    Evchen Antwort vom Juli 29th, 2010 12:42:

    Es scheint, als wäre der Wald zu allen anderen Jahreszeiten doch etwas angenehmer, jupp.

  • Hannes sagt:

    Den Monsterarsch haste dir verdient 😉

    Du darfst dich wieder melden, wenn du die Fotos von dem großen Baum hast. Sonst glauben wir dir nichts 🙂

    Evchen Antwort vom Juli 29th, 2010 12:43:

    Monsterarsch, wie charmant. Aber gut, das is er ja nun mal, auch wenn das nicht auf seine Proportionen schließen läßt. 😛
    Und den Baum, den kannst Du Dir gefälligst nächste Woche selbst angucken, So! *ätsch*

  • ultraistgut sagt:

    Ganz so krass wie mein Vorgänger sage ich es nicht, nein, ich nicht, ich sage auch nicht, dass du ihn verdient hast, so du doch Jahre gekämpft hast, ihn los zu werden.

    Mit Bremsen hatte ich Gott sei Dank noch nicht die Ehre,aber ich kann mir lebhaft vorstellen, was es heißt, gerade dort gestochen zu werden, aber ein kleiner Trost – vielleicht !

    Dieser Teil – nennt sich gluteus maximus (gibt auch noch den minimus) ist der Muskel, der beim Laufen am meisten beansprucht wird, soll heißen, je mehr du läufst, umso fester und vielleicht auch widerstandsfähiger wird er, ist das keine gute Nachricht ??

    Quält er dich immer noch der Stich ?

    *kopfundgesichtstreichelimmerwiederaufundabganzzart “ 😉

    Evchen Antwort vom Juli 29th, 2010 12:47:

    Also, einen Monsterarsch *dasWortflüster* hab ich gerne, wenn das heißt, daß ich damit Nüsse knacken kann, aber nicht, wenn es seine nicht vorhandenden Begrenzungen meinen würde. 😛 Das Thema ist abgehakt und ich habe immer noch so große Angst vor`m Dicksein, daß das als Motivation wahrscheinlich (hoffentlich!) ein Leben lang reicht.

    Nö, die Stiche sind schon lange wieder gut, der Bobbes auch. Weiter geht`s! Danke für die Streicheleinheiten (für innen und außen)! 🙂

  • Sinusläufer sagt:

    Detailieerrtttt

    Evchen Antwort vom Juli 29th, 2010 12:48:

    Wirse haben Lebensschuld! *verneig*

  • Kathi sagt:

    Vielleicht brauche ich auch mal ein paar Bremsen, damit ich wieder schneller werde 😉 Aber ich versuchs lieber erst mal ohne… 😉
    Wenn Du die Strecke nochmal läuft, mach doch mal ein Foto von dem Baum! Ich würde das natur Wunder auch gerne mal sehen!

    Evchen Antwort vom Juli 30th, 2010 13:59:

    Foto hab üsch ja gemacht, aber der Baum war so riesig, daß mein handy ihn nicht mal annähernd würdig erfassen konnte. :-/
    Ich hatte mal einen Turbolauf, nur wiel ich dringend für kleine Mädchen mußte: http://missmonster.de/?p=320

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