Gelungene Premiere des 1. Wintermarathons in Leipzig (von Marcus Krüger)
Posted By admin on 20. Januar 2010
Heute hab ich mal ein ganz besonderes Schmankerl für euch; einen Gastbeitrag.
Marcus ist Läufer, betreibt aber kein eigenes Blog. Bei laufradio. de hat er schon zwei Mal an einer Folge mitgewirkt und ich finde, was er zu erzählen hat, ist interessant und lesenswert. Deshalb habe ich ihn gefragt, ob er nicht mal über mein Blog ein wenig von seiner Lauferei erzählen möchte. Er möchte.
Tada:

von links nach rechts: Marcus, Falk und Mone sind B.O.R.N
Die Eindrücke dieser Laufveranstaltung sind zu bunt und zu vielfältig, um sie alle in einem einzigen Text wiederzugeben.
Da wären allein die Herausforderung 42195 Meter auf einer schneebedeckten Strecke zurückzulegen.
Da wären das Gemeinschaftsgefühl unseres lokalen Lauftruppe.
Da wären das geniale, kurzweilige (und sogar noch siegreiche) Rennen der Bekloppten Ohne Richtigen Namen (B.O.R.N.) an sich.
Da wäre die perfekt organisierte Veranstaltung durch die LG eXa.
Marathon laufen strengt an. Einen Marathon im Winter als Test zu laufen ist gut für die Feststellung des derzeitigen Leistungsvermögen bevor die Frühjahrsmarathonpläne richtig losgehen. Einen Marathon im Team gemeinsam zurückzulegen ist genial.
So war es für mich und andere Leipziger schnell klar, das wir uns zur 1. Auflage des Wintermarathon Leipzig anmelden. Zwei Läufer unserer Laufgruppe wollten über die Distanz einfach nur debütieren. Verwandte wurde als Teamfüller angeworben. Andere wollten einfach mal einen richtig langen Lauf hinlegen.
Nach Gruppenbildung und -umbau waren wir mit 3 Mixed-Teams (BORN – Bekloppte ohne richtigen Namen, LiL – Training & LiL – Ankommen) von insgesamt 43 Teams am Start und freuten uns auf das Laufen in unserem Stadtpark. In weiser Voraussicht sind wir die 5k-Runde, die es 8 Mal zu absolvieren galt, schon seit Sommer immer mal wieder gelaufen. Heimspiel.
Jedes Team bestand aus 3 Läufern, die gemeinsam die gesamte Marathonstrecke zurücklegen. Aus organisatorischen Gründen wurde gebeten, dass das Team beim Durchlauf zusammen ist.
Ich bin BORN und lief mit Freuden aus Braunschweig (Mone) und Berlin (Falk).
Die erste Runde war natürlich viel zu schnell, aber wir wollten erstmal das Feld mit entzerren, damit man ordentlich den Schritt setzen kann auf dem teilweise schwierigen Schneegeläuf. Die ersten 5K gingen mit 26:xx weg. Zu schnell. In der 2. Runde redeten wir nur darüber, dass wir langsamer werden sollten, doch auch das Reden bremste uns nicht. 26:xx für die 2. Runde. 10K in 52:xx. So kann das nicht weitergehen. Also nun wirklich langsamer geworden und noch mehr gequatscht. Das Feld war noch sehr im Fluss. Das eine Team wurde überholt, das andere überholte uns. Mal wurde freundlich gegrüßt, mal freundlich gefrotzelt – ist ja immer noch Wettkampf. Besonders “liebenswürdig” wurde mit Läufern umgegangen, die scheinbar ihr Team verloren hatten.
Als Hauptbremspunkt hatten wir uns die Verpflegungsstelle im Start/Zielbereich ausgesucht. Wir tranken und aßen ein wenig und machten uns dann auf die nächste Runde. 27:xx & 28:xx für 3. und 4. Runde.
Mone ging es mittlerweile nicht mehr so gut, aber langsamer wollte sie auch nicht werden. Respekt. Dieses Rundenlaufen empfanden wir sehr gut für den Kopf. Wir zählten keine Kilometer, sondern Runden. Ab der 5. Runde war man ja quasi auf dem Heimweg. Dann 3 Stunden gerannt, dann 35 km. Dann letzte Runde. Dann der Schlusskringel für die 2,195 km. Gut einzuteilen und sehr überschaubar.
Die Strecke wurde von Runde zu Runde besser. Die Helfer und Ordner schoben die gesamte Zeit Schnee an besonders kritischen Stellen, so dass wir an einigen Stellen sogar den Parkboden ausmachen konnten. Danke an alle Schneeschieber.
Wir wurden von den ersten Teams überrundet und ab der 6. Runde durften auch wir schon die hinteren Teams überrunden. Dabei wurde immer wieder freundlich aufgemuntert und jegliche Probleme auf den Schnee geschoben. Hängenlassen durfte man seine Gesichtszüge auch nicht, da gefühlt alle 200m ein Fotograf an der Strecke saß.
Zum Ende raus wurde in uns das Leistungsmotiv wach. Vor uns lief ein anderes Mix-Team, dass uns auf der 3. Runde überholt hatte. Schon von weitem sichtbar war die Grüne Jacke der Läuferin. Die Grüne Jacke kam uns ab dem Ende der 6. Runde immer näher. In der 7. Runde machten wir das zum Thema. Auf die Zeit geguckt könnte das für ein Treppchen-Platz in der Mix-Wertung reichen. Einen dritten Platz muss man ja auch nicht wegschenken.
Wir schwankten zwischen “Ja, die holen wir uns” und “Wir laufen einfach so weiter und das ist egal”. Die Grüne Jacke kam unweigerlich näher. Die wird fällig. In der 8. Runde waren wir dann dran. Frotzel, Frotzel – muss ja auch Spaß machen. Und wir zogen schön vorbei und davon. Dritter Platz könnte das sein. Nach 40km noch mal kurz ein Schnaufpause an der Verpflegungsstelle und weiter. Grüne Jacke war nicht mehr zu sehen – mal sehen, was das wird.
Als wir auch dem letzten Kilometer waren, sprachen die Helfer ein komischen Satz ins Walkie-Talkie: “1. Team Mix komplett gleich im Ziel.” Wir guckten nach vorn. Wo ist das 1. Team Mix? Wo ist das 2. Team Mix? Is’ nich’ wahr! Ich traute der Sache noch nicht und griente erstmal stumm in mich rein.
Nach 04:03:02 liefen wir als 1. Mixed-Team ein. Grandios und komplett unerwartet. Dem Veranstalter erklärt, was es bedeutet BORN zu sein und dann ging es für meine Begleiter unter die Dusche und ich lief noch mit den anderen beiden Teams ein paar Meter.
Unser zweites Team (LiL-Training) kam nach 4:36h mit der überhaupt nicht geschafften Emilie als Debütantin ins Ziel. Eine ganz starke Willensleistung zeigte unser schottisch-deutsches Team (LiL-Ankommen), dass nach 5:10h mit Kai und Janice als Neu-Marathonis die Ziellinie überquerten. Glückwunsch für diese Laufleistung bei schwierigen Bedingungen.

Marcus 30.3, Mone 30.1 und Falk 30.2
Glückwunsch an alle Finisher und einen herzlichen Dank an den Ausrichter LG eXa für diese wunderbare Premiere in Leipzig.
Anbei noch ein paar Links von der Veranstaltung:
http://www.news.de/sport/855040569/42-kilometer-leiden/1/
http://www.psb24-laufteam.de/content.yaws/ergebnisse/2010/datei259.html
http://19joerg61.blogspot.com/2010/01/teammarathon-leipzig.html
http://www.lauf-kultour.de/wintermarathon-leipzig/
http://www.jogmap.de/civic4/?q=node/39618 (der Bericht ist von Marcus` Mitläufer Falk)
http://www.rossi-mountains.de/News.htm#Wintermarathon%20Leipzig
http://gretelsrun.blogspot.com/2010/01/total-bekloppt-wintermarathon.html
http://www.marathon4you.de/laufberichte/leipziger-wintermarathon/wie-der-name-schon-sagt/1137
http://gpway.blogspot.com/2010/01/1leipziger-wintermarathon.html
http://www.marathon.de/news/leipzigerwintermarathon100118.html
http://mein-streak.over-blog.de/article-ein-sehr-aktives-wochenende-43130167.html
http://www.pulsx.de/562.html?&tx_ttnews[tt_news]=245&tx_ttnews[backPid]=538&cHash=57d1ed8a5d
http://rs67.blogspot.com/2010/01/das-erste-mal.html
http://lgexa.blogspot.com/2010/01/wintermarathon-vorbereitung.html
http://lgexa.blogspot.com/2010/01/1-wintermarathon-in-leipzig.html


Also, ich stelle mir ja einen Marathon schon nicht leicht vor (bin noch keinen gelaufen), aber das Ganze dann noch auf Schnee….. boah! Eine tolle Leistung – von jedem einzelnen Finisher.
Glückwunsch an alle! Und das mit dem Gastbeitrag ist eine tolle Idee.
Das wünsche ich mir ja auch mal zu hören, WENN ich denn mal einen Marathon finishe: nicht geschafft zu sein bzw. so zu wirken.
LG Sabine
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Da bekommt man ja richitg Lust gleich loszulaufen…. Schön ge- / beschrieben!!
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Super Bericht!! Glückwunsch.
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Dann hier auch nochmal: Herzlichen Glückwunsch auch von mir an euch BORN-Häschen! Der Schnee ist dann die Sahnehaube auf diese eh schon starke Leistung. *applause*
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Die Bornies, eine coole Gruppe… Klasse Idee, so ein Gastbeitrag. Und einfach Wahnsinn, einen Marathon auf Schnee in 4 Stunden zu laufen…
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Schöne Idee mit dem Gastbeitrag!
Ich hätte die ersten fünf K nicht in diesem Tempo geschafft geschweige denn bei der Witterung.
Das ihr nach 40 Kilometern noch mal Pause macht find ich ja super! Die Ruhe möcht ich mal haben so kurz vor dem Ziel.
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