Wollen, können, dürfen, …aber müssen?

Posted By admin on 13. Januar 2010

Ok, es hilft. Mein Gemaule und Gejammere hat tatsächlich geholfen. Heute war es genauso kalt, genauso dunkel, genauso verschneit, genauso spät, genauso nach der Arbeit, genauso vor dem Essen wie die letzten Läufe, aber von Unlust keine Spur. Gut, ich war auch nicht wirklich heiß auf`s Laufen, aber ich habe mal nicht so viel drüber nachgedacht. Der Lauf war absolut unspektakulär und ich bin sogar schon nach gequetschten 5km wieder heim, weil die Natur (Keramik) mich anderweitig rief. Genug frische Luft!

Mittlerweile habe ich mir unter der Woche sogar die ungeliebten Mottenläufe, also immer im Licht der Stadt und der Straßenlaternen, angewöhnt, weil ich a) allein laufen kann und b) die Straßen geräumt oder zumindest ein bißchen weniger schneebepackt sind als sie Feldwege. Aber das ist so langweilig (Haus, Haus, noch ein Haus, oh ein Haus mit Licht an! *verdrossenguck*), daß ich das sicherlich nur so lange praktiziere, wie ich muß.

Womit wir bei meinem eigentlichen Thema wären: das müssen.

Ich weiß, daß ich jetzt wieder ein Thema mit vielen unterschiedlichen Ansichten aufwerfe, aber das hat das letzte Mal ja auch schon ganz gut funktioniert.


Ja, manchmal muß ich auch laufen.

Im Großen und Ganzen möchte ich laufen, weil…  Meine Beweggründe haben sich nicht wirklich verändert. Nur die Gewichtung variiert.

Aber ab und an quäle ich mich vor die Tür, obwohl ich gerade 1000 andere Dinge lieber täte. Steffen von den Runningfreaks nennt diese Läufe “reine Arbeitsläufe” und ich finde, das paßt.

Natürlich sind meine Ambitionen nicht derart hochgesteckt, daß ich wirklich und hart “trainieren” muß, aber ich habe Ziele und wenn ich dann denke: “Eva, Du willst dieses Jahr auf 10km sub 60 kommen und Du willst Deinen ersten HM laufen, also MACH WAS!”, dann treibt mich manchmal allein dieser Gedanke an. Wenn ich diesen einen Lauf unter der Woche sein ließe, macht sich das in meiner Gesamtkondition bemerkbar. Zumindest darf ich dann nicht regelmäßig mit Fortschritten rechnen und auf der Stelle treten is ja auch irgendwie nix.

Ziele (Logo vernünftige und erreichbare Ziele, denn Margitta, äh, der Kopf läuft ja mit. ;-) ) sind mir wichtig. Ich bin (noch?) kein Genußläufer und ich kann Menschen wie z.B. Bernd nur bestaunen und bewundern wie sie ohne es auf irgendetwas abzuzielen, Woche für Woche auf die Piste gehen und einfach nur genießen können.

Ich kann es nicht. Wenn ich wirklich auf gar nichts hinarbeiten würde, fielen zwei von zehn Läufen, eben die Arbeitsläufe, aus und wenn man den einen wegläßt, kann man ja auch maaal eine Woche gar nix machen. Sooo schnell ist die Fitness doch nicht weg. Ach, dann eben nach Weihnachten, nach Silvester, nach Feier x… und schwups. Ich wäre die längste Zeit eine Läuferin gewesen.

Nö! Ich will laufen. Ich kann laufen. Ich darf laufen!



Comments

44 Responses to “Wollen, können, dürfen, …aber müssen?”

  1. Sinusläufer sagt:

    Du hinterfragst Dich immer ob Du jetzt wirklich zu müde bist oder ob der ISH Dir das einredet. Gegen Müdigkeit macht man nichts aber diese ich muß laufen sind die Läufe gegen den ISH.

    Die meisten Läufe versuche ich im Kopf schon so zurechtzubasteln das es “Spaßläufe” werden. Wenn das nicht funktioniert dann bin ich schnell wieder zuhause oder war gar nicht.

    [Antwort]

    Evchen Antwort vom Januar 14th, 2010 09:24:

    Ach, Du kennst mich. Sobald ich ja einmal auf der Piste bin, ist alles gut. Und wenn ich diese bewundernswerte Eigenschaft der Kopfausschaltens öfter nutzen könnte, wäre das vor die Tür gehen auch nur halb so wild. :-)

    [Antwort]

  2. Klaus sagt:

    Mir gehts mit dem “Müssen” genauso wir dir, und vielen anderen Läufern wahrscheinlich auch. Das mit “Mottenlauf” find ich eine sehr treffende Beschreibung! Laufen ist eben doch eine “Krankheit” die uns gesund hält ;-)

    [Antwort]

    Evchen Antwort vom Januar 14th, 2010 09:26:

    Eine Krankheit, die uns gesund hält? Nä. Den Schuh dürfen sich Leistungssportler anziehen. Mir hat das Laufen bisher nur Gutes gebracht und auch für den Kopf ist es gesund, sich zu überdenken, sich mit seinen Ängsten und mit dem Schweinehund auseinander zu setzen. Und mir geht es hier nur um das Aufraffen. Ich bin nach jedem einzelnen Lauf froh, daß ich laufen war. :-)

    [Antwort]

  3. Ach Süße,
    ich mag das Wort “muss” nicht weil es so böse klingt, so nach wenig Spaß – eben nach müssen und au der anderen Seite weiß ich sehr wohl was Du meinst. Ich habe es bereist erwähnt, ich habe mich im September, Oktober mehr gequält als das ich gerne losgelaufen bin – ich habe mehr gemusst als gewollt und es hat keinen Spaß gemacht. ABER manchmal muss man eben durch Durststrecken durch und Du weißt ganz gut wie Du Dich bei der Stange halten kannst, gell? ;) Deswegen glaube ich Dir gerne das es manchmal echt ein Kampf ist, Du manchmal doch nicht läufst und dafür es später nachholst. Doch ich bin mir gaaaanz sicher, das es auch wieder einfacher wird, ganz sicher! Ich drück Dich lieb!!
    Den aller wenigsten glaube ich das sie IMMER gerne laufen!

    [Antwort]

    Evchen Antwort vom Januar 14th, 2010 09:29:

    Ich freunde mich gerade mit dem “muß” an. ;-) Weil so schlimm ist es doch gar nicht. Wie Du es schon bei Anke geschrieben hast: ob man sich jetzt austricksen oder quälen muß, um zu laufen. Hinterher ist man immer stolz und selig, daß man war. Der erste Schritt, gell? *zustimmendnick* Es war gestern schon einfacher. :-)

    [Antwort]

  4. Martin sagt:

    Du hast eine Motivation vergessen !!!
    Die Peitsche die kommt, wenn du nicht regelmäßig Kilomter ins Kilometerspiel einträgst :-)
    Aber zum Thema:
    Diese Arbeitsläufe gibt es natürlich auch bei mir, gerade wenn ein Ziel erreicht werden will. Und mir ergeht es auch so, ich brauche Ziele ! So ganz ohne- ich weiß nicht wieviel ich da noch laufen würde.
    z.B. Rodgau. Jetzt wo ihr als Groupies da seit, muss ich natürlich eine Schippe zulegen ;-)
    …und schon laufe ich ein bisschen mehr diese Woche!

    [Antwort]

    Evchen Antwort vom Januar 14th, 2010 09:32:

    Du Frechdachs! *zungerausstreck* Ich laufe doch fein und regelmäßig!

    Jaha, mach Du mal noch ein paar Kilometerchen. Ich hätte diesmal gerne keine Krämpfe o.Ä. bei Dir. Will ja nciht, daß Du uns Groupies noch als Unglücksboten betrachtest. *schiefgrins* danke für Deine sms! Du bist ein Schatz! Hab mich aber durchgewurschdelt bekommen. :-D

    [Antwort]

  5. Hannes sagt:

    Ja, wer Ziele hat, “muss” manchmal laufen. Mag es nun von Beginn an ein Zwang sein oder auch nicht. Ich habe inzwischen eher selten das Gefühl, dass ich jetzt wirklich unbedingt laufen muss – eher entsteht der Zwang dann unterwegs: Du musst jetzt weiter laufen, du musst die letzten Intervalle durchhalten (wobei ich daran ja meistens Spaß habe) – und dann noch der Wettkampf: Du musst dich jetzt durchbeißen.

    Man will es ja selbst und würde es auch weiterhin wollen, wenn es nicht so anstrengend wäre. Dann ist es das Müssen.

    Kompliziert, kompliziert.
    Solange wir laufen :)

    [Antwort]

    Evchen Antwort vom Januar 14th, 2010 09:33:

    Seltsamerweise habe ich während des Laufes fast nie solche Gedanken. Bei mir ist es nur das Vorher, das mir mal schwerfällt. Sobald ich mal warm bin, ist alles fein. Meistens. ;-) Genau. Solange wir laufen…. :-D

    [Antwort]

  6. Feuerpferdle sagt:

    Ich laufe gerne, ich brauche das, meine 4 Lauftage haben sich verinnerlicht bei mir. Dennoch kenne ich auch Arbeitsläufe – das Wort ist übrigens klasse – auf den ersten KM habe ich das Gefühl, mich zu schleppen, doch sobald ich mich dann frei gelaufen habe, Ballast wie Alltag, Streß, etc. abgeworfen habe, bin ich dann immer wieder froh und glücklich, gelaufen zu sein…

    Ziele setze ich mir auch, trainiere nun auch wieder auf einen HM hin, doch bedeutet das Laufen für mich eben auch Zeit für mich alleine, Stille für meine Ohren, Gedanken zu Ende denken… Denn nach der Arbeit fordert mein Kind sehr viel Aufmerksamkeit ein – und so ist das Laufen für mich auch immer eine kleine Auszeit, die ich mir gönnen darf… ;)

    Auch ich kann aus meinem bißchen Erfahrung sagen, das Laufen wird irgendwann leichter…

    [Antwort]

    Evchen Antwort vom Januar 14th, 2010 09:36:

    Routine ist ein guter Punkt. Ich glaube auch, daß es irgendwann zum Alltag übergeht und man nicht mehr so oft hinterfragt, ob man jetzt wirklich laufen möchte.
    Deinen ersten Absatz kann ich genau so unterschreiben (mal wieder hast Du die passendsten Worte gefunden)! :-) Loslaufen fällt mir schwer, aber das Laufen nie.

    [Antwort]

  7. huobaere sagt:

    Mottenläufe, coller Begriff! *lacht*

    Liebes Evchen, ich glaube dass zu Beginn der “Laufkarriere” fast jeder Einsteiger mit dem MUSS hadert, weil es ja noch nicht sooo viel Spaß macht. Der kommt aber mit der Zeit. Garantiert!

    Hinzu kommt, dass sich viele selbst unter Zwang setzen, eine Eigenschaft, die aber vorwiegend Männern vorbehalten ist. Falscher Ehrgeiz und so!
    Tatsache ist, dasszunehmend die Sucht nach dem Laufen kommt und wenn du, so wie ich gestern, nach einem langen und anstrengendem Arbeitstag einen genussvollen “Mottenlauf” hinlegst …, herrlich!

    Natürlich wird es, in Hinblick auf Wettbewerbe, auch “Arbeitsläufe” geben (müssen). Aber die haben ja auch mit unserer Leidenschaft zu tun, sind aber nicht so, dass ich einfach hinausgehe und laufe, sondern mit einem Ziel verbunden. Wie eben bei dir, HM in einer bestimmten Zeit X.

    Ich kann zum Abschluss also Hannes’ Worte wiederholen: Kompliziert, oder?
    Viel Spaß also bei den immer schöner werdenden Genußläufen wünscht – Reinhard

    Hab ein wenig Geduld, meine Liebe!

    [Antwort]

    Evchen Antwort vom Januar 14th, 2010 09:46:

    Geduld und ich, oh, das ist eine ganz schlechte Kombination. Ganz schlecht. *lach*
    “I want it all, and I want it now!” Wir lernen noch, die Geduld und ich, uns miteinander zu arrangieren und zumindest eine friedliche Symbiose zu bilden. *lautlach*

    Paßt schon und ich laufe ja fleißig. Was auch immer fleißig in km heißt. Ich meine damit eben regelmäßig. Und dann wird das schon. Mit Geduld und Spucke, äh Schweiß. ;-) Danke, meine Lieber.

    [Antwort]

  8. Steffen sagt:

    Liebes Evchen,

    das hast Du jetzt aber alles wirklich schön beschrieben. Nur damit kein falscher Eindruck entsteht, 95 % aller Läufe sind, auch wenn sie der Wettkampfvorbereitung dienen, trotzdem absolute Genussläufe für mich. Einzig wenn die Bedingungen über mehrere Tage so schlecht sind, dass ein Laufen erschwert wird, der Lauf aber eben wegen eines anstehenden Wettkampfes wirklich sein MUSS, dann nenne ich solche Läufe Arbeitsläufe. Und das trifft eigentlich immer nur auf den ganz langen Trainingslauf, also 35 Km und weiter zu, denn die kann man eben aus Zeitgründen entweder nur Samstags oder Sonntags absolvieren, da ist nix mit aufschieben oder so. Und ausfallen lassen kann man in der direkten Wettkampfvorbereitung einen solchen Lauf auch nicht, ist es doch DER Lauf um sich an die angestrebte Distanz zu gewöhnen. Eine Zwickmühle. Alle anderen Läufe, mein Gott, ob ich die mal an dem einen oder mal an dem anderen Tag laufe ist zumindest uns völlig schnuppe. Wir trainieren sowieso viel nach Gefühl, nach Tagesform und Befinden. Klar, die Trainingselemente sollten schon alle im vernünftigen Verhältnis enthalten sein, aber ob ich einen schneller Dauerlauf jetzt montags, dienstags oder mittwochs mache, wen juckt das? Es sei angemerkt das wir uns von statischen Trainingsplänen schon länger verabschiedet haben und uns die Pläne nach unserem Gefühl und Befinden selbst zusammen stellen. Und das hat einen Vorteil, rein trainingsplantechnisch entsteht kein Zwang, und das ist viel Wert. Unsere Trainingssteuerung und Kontrolle passiert dann über die Daten des Laufcomputers mit dem wichtigsten Parameter, dem Puls.

    Und gegen Müdigkeit hilft im Übrigen auch das LAufen, denn anschließend fühlt man sich doch richtig gut, fit und wach, gelle?

    So, genug Blödsinn getippselt, ich wünsche Dir noch eine tolle Restwoche,
    Steffen

    [Antwort]

    Evchen Antwort vom Januar 14th, 2010 09:59:

    Genau so, wenn auch noch weit weniger in den Umfängen, mache ich das auch! Die meisten Läufe, vor allem die am Wochenende, sind ja wunderschön und ich geier darauf hin, aber ich meinte, daß ich eben die Arbeitsläufe trotzdem absolviere und nicht einfach wegfallen lasse, nur weil ich mich am Anfang dazu zwingen muß. Wir verstehen uns, gell? :-) Und Deine “Arbeitsläufe” sind jetzt in mein Läuferlatein übergegangen. ;-)

    [Antwort]

    Steffen Antwort vom Januar 14th, 2010 10:11:

    Klar verstehen wir uns! Wie schnell doch neue Wortschöpfungen gibt, gelle? Vielleicht wird es ja mal “Wort des Jahres”…

    Wenn man sich zu solchen Läufen nicht manchmal zwingen müsste würden sie ja auch “Genusslauf” heißen ;-) .

    Aber ich sehe da einige Parallelen zwischen Dir und meinem Schatz, wenn sie erst einmal Zuhause ist und auf dem Sofa sitzt wird es auch schwer sie zum Laufen zu bewegen. Bei mir eher weniger, da ist es, bis auf eben diese 5 %, in Fleisch und Blut übergegangen, so selbstverständlich wie dass Essen und Trinken. ;-)

    Das Leben ist schön!

    [Antwort]

    Evchen Antwort vom Januar 14th, 2010 10:26:

    Leben ist schön und Laufen ist geil! Jawoll! *kringel*

    Vielleicht küren wir wirklich mal zum Ende des Jahres DIE Läuferwörter und Unwörter? ;-)

  9. Bernd sagt:

    Wenn es mir möglich ist, dann bin ich auch unterwegs. Das einzige was mich antreibt ist draußen meine Ruhe zu haben und der Genuss der Natur, das geht bei mir ganz ohne große Ziele.
    Ich finde es aber nicht verkehrt wenn man sich Ziele setzt und Deine Ziele sind bei weitem nicht zu hoch gegriffen. Du möchtest 10 Kilometer in weniger als 60 Minuten schaffen, das wirst Du problemlos schaffen genauso wie den ersten Halbmarathon. Ich bin mir da ganz sicher. Wenn der Winter bald vorbei ist, dann wird aus Laufen müssen, ein frohes laufen wollen. :-)

    [Antwort]

    Evchen Antwort vom Januar 14th, 2010 10:19:

    Du machst es schon beneidenswert goldrichtig, lieber Bernd! Ich brauche eben Ziele und fahre damit auch ganz gut. Hauptsache, wir laufen und es macht Feetz! :-)

    [Antwort]

  10. ultraistgut sagt:

    Mein liebes Evchen, du kannst es nicht ! Das ist das normalste auf Erden.

    Was meinst du, wie viele Jahre ich gebraucht habe, um dorthin zu kommen, wo ich jetzt bin ? Mir ging es früher genauso wie dir, hätte ich nicht da einen einfühlsamen, auf wunderbarste Weise andere Leute zu motivierenden Laufvater gehabt, der mich immer wieder und immer wieder auf geheimnisvolle Art mit seiner Liebe zum Laufen angesteckt hat.

    Wie oft habe ich das Laufen verflucht, ich hatte überhaupt keine Lust, dann kam Jakob und half mir machte aus mir das, was ich heute bin, und genau darum fühle ich mich berufen, Menschen wie dich zu motivieren , ihnen Geduld zuzusprechen, sie zu animieren weiter zu machen, weil es sich lohnt, in jeder Beziehung.

    Aber tröste dich, die wenigsten auf meinem langen Laufweg sind beim Laufen geblieben, nach einem Jahr circa sind die ersten abgesprungen, und nach und nach blieb eine Handvoll übrig, heute weiß ich nur noch von zwei Personen, die mit mir begonnen haben und immer noch laufen.

    Wenn Zwang für dich bedeutet, dann zwinge dich nicht,
    wenn du merkst, dass es dir gut tut,
    raffe dich immer wieder auf,
    es lohnt sich,
    und ich kann immer wieder sagen:
    Laufen ist Balsam für Körper, Geist und Seele.

    Noch einen festen Drücker
    schade dass du nicht in meiner Nähe wohnst,
    aber ich versuche es trotzdem von weiter Ferne,
    ohne dich in irgendeiner Weise dazu zwingen zu wollen,
    du musst es selbst wollen, auch wenn es anfangs teilweise sehr schwer fällt ! 8)

    [Antwort]

    Evchen Antwort vom Januar 14th, 2010 10:45:

    Meine Liebe,

    vorneweg: daß es mir schwerfällt, heißt nicht, daß ich nicht laufen möchte oder werde. Nein nein. Ich bin dran und strampel mich zurecht. :-) Aber ich finde, daß es Anfängern auch ruhig mal schwerfallen darf, ohne daß es direkt am Wollen mangelt. Alles schön und imer toll ist es nämlich m.E. nicht. Laufen belohnt mich bisher immer und es paßt zu mir! Aber man muß auch akzeptieren, daß man ab und an etwas tun “muß”, was einem in dem Moment wenig Spaß macht, um hinterher oder später dafür belohnt zu werden. Mit Zwang hat das gar nichts zu tun und es gibt mir jedes Mal einen Schub nach vorn, gerade wenn ich mich zu so einem Lauf entschlossen habe.
    Mein Post sollte also keineswegs demotiviert oder gezwungen wirken, im Gegenteil: alles gut, auch wenn man sich mal zwingen muß. Deslab darf man trotzdem laufen. ;-)

    Danke! Dicker Schmatz! :-D

    [Antwort]

  11. Trainer sagt:

    das ist doch das geile! sich überwinden, rausgehen, quälen – genau, weil man keine lust hat… und das ist ein tolles gefühl, vor allem, wenn man “es” wieder einmal getan hat. ich habe auch keine lust arbeiten zu gehen und mache es trotzdem und das gefühl wenn man abends nach hause kommt, ist genauso gut…. ;-)
    eigentlich reicht dein letzter absatz völlig. man braucht ziele, genauso wie in jedem anderen lebensbereich, oder gehst DU etwa ziellos durchs leben? weil du nur spaß haben willst, weil du es dir so angenehm wie möglich gestalten willst, ja weil? wohl kaum. also mach was draus!
    ach ja, wer behauptet “quälen” macht keinen spaß… wieso lassen sich so viele in irgendwelchen kaschemmen auspeitschen? ;-)

    [Antwort]

    Evchen Antwort vom Januar 14th, 2010 10:03:

    Dem hab ich ehrlich nichts Sinnvolles (Ich kann Dich aber gern ein wenig frotzeln, weil es solchen Spaß macht, hm? *hoff*) hinzuzufügen.

    [Antwort]

    Evchen Antwort vom Januar 14th, 2010 10:10:

    Ok, ich kann es nicht lassen: “es” mal wieder getan zu haben, liest sich schon arg….ähem. *lachendabtrab*

    [Antwort]

    Trainer Antwort vom Januar 14th, 2010 12:21:

    mit “es” meinte ich wirklich das laufen. oder hast du etwa noch das andere?

    Evchen Antwort vom Januar 14th, 2010 12:28:

    Da geh ich jetzt nicht drauf ein. Ä ä.

    [Antwort]

  12. Indy sagt:

    Ich kann das sooooo gut nachvollziehen, ticke ich ähnlich: ohne Ziel und Perspektive hab ich keinen Antrieb und muss mich prügeln…
    beim Laufen redet man sich nach 8Stunden Büro ja ein, dass man auch was frische Luft schnappen kann, aber ich kenne das problem noch mehr vom Schwimmen her, denn meine Schwimmleistung 2009 waren 3km – eher 2,5…
    Über ein Jahr hab ich intensvi an der Schwimmform vor Roth gearbeitet, aber seitdem ist da die Luft raus…Aber wenn Du laufen kannst, kann ich auch schwimmen…

    also Kopf hoch und ich sag es mit Roy Black: “Du bist nicht allein…..”

    [Antwort]

    Evchen Antwort vom Januar 14th, 2010 10:08:

    Du kannst schon manchmal richtig goldig, wenn nicht sogar lieb sein, weißt Du? Aber das kann ich ja jetzt nicht schreiben, sonst müßte ich Dich töten, gell? *muhaha*
    Geht es Dir auch manchmal so, daß Du Dich den ganzen Tag auf`s laufen freust und wenn Du dann tatsächlich nach der Arbeit heim kommst, ist es plötzlich pure Überwindung? Ein Halbtagsjob wär toll, nech? ;-)

    [Antwort]

    Indy Antwort vom Januar 14th, 2010 20:02:

    War Goldi nicht der Hamster der Commerzbank?

    ja, das wäre toll…halbe Zeit, volle Bezahlung ;-)

    Und: ich war nicht schwimmen, sondern mit der Frau laufen..

    [Antwort]

    Evchen Antwort vom Januar 14th, 2010 20:30:

    Öh, keine Ahnung. *verdutztguck* Ich hatte mal Ratten, die hießen Kain und Abel. Geht das auch? *rofl*
    Laufen ist adäquat. *daumenhoch*

  13. Kai sagt:

    Vorab, ich habe mir die Antworten nicht durchgelesen, möchte meine Meinung aber trotzdem mitteilen :-)

    Es gibt glaube ich niemanden, für den jeder Lauf ein Spaßlauf oder ein Genusslauf *hasse dieses Wort wie die Pest* ist. Und wer das meint, der belügt sich meiner Meinung nach selbst. Wer läuft, um sich zu verbessern, Gewicht zu verlieren, sein Lebensgefühl zu verändern usw., der muss arbeiten. Arbeiten ist halt nicht immer Spaß und wenn mal nicht ein sofortiger Erfolg zu erkennen ist und die Leistung stagniert, dann macht es eben nicht immer Spaß!

    Nach dem dieser Punkt eintritt gibt es meiner Meinung nach 2 Typen. Der Erste lässt sich davon entmutigen und fällt in alte Verhaltensweisen zurück und das Laufen bleibt ein Hobby (was völlig OK ist!!!) was man mal macht, aber auch nicht regelmäßig. Der Zweite zieht das Training durch (im Rahmen der Gesundheit) und hat auch später mehr davon.

    [Antwort]

    Evchen Antwort vom Januar 14th, 2010 12:21:

    Japp. *hakendran* Es gibt wahrscheinlich schon so ein paar Menschen, wie Margitta, die schon so lange laufen, daß es kein mit sich ringen und hadern mehr gibt. Aber für den Rest sehe ich das auch so. Und weil Du die Vorkommentare nicht gelesen hast, hier nochmal, weil ich finde, daß es dazu paßt: Aber man muß auch akzeptieren, daß man ab und an etwas tun “muß”, was einem in dem Moment wenig Spaß macht, um hinterher oder später dafür belohnt zu werden. :-)

    [Antwort]

  14. Anne sagt:

    Sehr schön geschrieben! Wenn es draußen kalt, dunkel und nass ist, finde ich eine Tasse Kakao und die Couch wesentlich verlockender als eine Runde durch die Dunkelheit! Aber dem Couch-Gefühl nachzugeben hat schon das eine oder andere Mal dazu geführt, dass ich wochenlang nicht mehr gelaufen bin.
    Das einzig Positive: Nach solchen “Selbstüberwindungsrennen” fühle ich mich meistens noch dreimal besser als nach einem Sommersonnespass-Lauf!

    [Antwort]

    Evchen Antwort vom Januar 14th, 2010 20:39:

    Hi Anne und da will ich schon vorher ansetzen und lieber mal einen unlustigen Lauf machen, wie es schleifen zu lassen. Denn, wie Du schon schreibst, setzt man dann auch ganz schnell einmal ganz aus. Viel Glück bei Deinem nächsten HM-Projekt! :-)

    [Antwort]

  15. saba sagt:

    Ich kann laufen. Ich darf laufen. Ich willl laufen! :)

    Das unterschreibe ich. Vor allem, wenn ich nächste Woche tatsächlich wieder “darf”.

    Aber müssen?

    Etwas sehr Wichtiges hat mir mein Vater vor langer Zeit beigebracht:
    “Kein Mensch muss müssen! – Nur sterben, sterben müssen wir alle.
    Alles andere ist mehr oder weniger freiwillig.”

    Man könnte auch sagen, Du hast immer eine Wahl.:)

    Und so sehe ich das auch beim laufen. Ich muss gar nix, dann würde ich sofort alles sein lassen, ich reagiere auf Befehel nämlich mit sofortiger Insubordination :) .
    Aber ich darf, ich kann, ich WILL laufen!

    Und am liebsten sofort 10 km unter 60 Min. – weil ich will das! Und ich bin viiiiiiel älter als du und trotzdem nicht die Bohne vernünftig. Und mein blöder Wettbewerber im Kopf will das trotzdem alles und zwar sofort… :)

    [Antwort]

    Evchen Antwort vom Januar 14th, 2010 20:37:

    *prust* Du bist schon eine ganz schön durchgeknallerlerlerte Nudel, bist Du.
    Ja, aber wenn Du die sub 60 haben willst, mußt Du Dich doch auch mal strietzen, nich? Mir ging es nicht darum, daß ich laufen müßte, Schwachdelfug. Aber um manche nicht so dolle Arbeitsläufe eben, eh?
    Ich glaube, ich mach lieber mehr Bilderberichte. *grübel*

    Und Dir wünsche ich, daß Du dann auch nächste Woche schmerzfrei und befreit loslaufen kannst, Liebelein. :-D

    [Antwort]

    Saba Antwort vom Januar 15th, 2010 11:17:

    Ja dankeschön, so bin ich :]

    Strietzen ja klar. In den Arsch treten manchmal sogar. Aber eben weil ich das will.
    Das Ziel erreichen eben ;)

    Ohne dieses Wollen, einfach so, das wär nix für mich, da lass ichs dann, weil mir schnell lnagweilig wird…

    Für nächste Woche siehts ganz gut aus bisher – jetzt nur nich wieder die Treppe runterkrachen :)

    [Antwort]

    Evchen Antwort vom Januar 15th, 2010 11:58:

    Jenaaahau! Und ich will “meinen” Rhein-Wied-Cup bestehen.

    Hab schon bei Dir gelesen. Mach vorsichtig bei Treppen, Mädel! *lach*

  16. matbs sagt:

    Das Problem mit dem Müssen ist, dass es sich genauso hinterhältig und unbemerkt anschleichen kann, wie das “Fünfe Gerade Sein Lassen”. Man merkt das meist gar nicht, aber je länger und intensiver man sich mit Zwang und Disziplin und Härte und unbeugsamem Willen rausprügelt, um so mehr gewöhnt man sich dran, und um so mehr schleift sich das ein – und am Ende steht man da, und überlegt ernsthaft, ob man nicht Laufen gehen muss, selbst wenn´s auf Kosten von eigentlich wichtigeren oder zumindest gleichwertigen Dingen (Freunden/Familie/dem Job/der eigenen Gesundheit/anderen Hobbies) geht.

    Von daher halte ich es für ganz wichtig, die Balance zu wahren – sich mal Zwingen ist nicht nur ok, sondern sogar unvermeidbar und wichtig. Aber genauso unvermeidbar und wichtig ist es eben, auch mal Nein zu sagen und daheim zu bleiben und/oder was Anderes zu machen, wenn man partout keinen Bock hat.
    Da ist Augenmaß gefragt, und hin und wieder vielleicht mal ein Innehalten und sich selbst kritisch betrachten, in beiderlei Beziehung (“Muss ich zuviel? Muss ich zuwenig?”).

    Hinzu kommt, dass zuviel “Müssen” unweigerlich den Spaß auffrisst, und das ist nicht gut.
    Schließlich verbringt man übers Jahr viele Stunden seiner raren, wertvollen Freizeit mit dem Laufen, wenn man 70% davon nur durchprügelt und jede Sekunde hasst oder sich langweilt, dann ist das einfach kein Dauerzustand, egal wie groß das Ziel sein mag, für das man sich quält – denn was ist bitteschön ein geschaffter Marathon wert, wenn man dafür ein halbes Jahr lang seine Freizeit verschwendet hat, anstatt irgendwas zu machen, woran man Spaß hat?

    Für mich persönlich versuche ich das “Müssen” deshalb weitgehend auszuklammern, bzw. durch andere Mechanismen zu ersetzen, die mich meistens raustreiben, ohne dass es eine zu große Überwindung erfordert.
    Hilfreich ist dabei z.B. Routine – wenn man lange genug viermal die Woche läuft, dann hält man das irgendwann relativ leicht automatisch durch, ohne nachzudenken. Der Effekt ist derselbe, wie wenn man sich selbst bewusst antreibt, aber ohne eine dezidierte “Wenn nicht – dann”-Situation, mit der man einen inneren Zwang erzeugt – stattdessen denkt man einfach nicht mehr richtig drüber nach, sondern macht´s einfach.
    Klappt natürlich lange nicht immer, aber manchmal… ;)

    Ein anderes Rezept, mit dem ich “Müssen”-Situationen von vornherein in “Wollen”-Situationen umzuwandeln versuche, besteht darin, mir selbst unmittelbare AUfgaben zu stellen, die ich mit dem Lauf erfüllen will. Irgendwas, was den Lauf interessanter, reizvoller, ein bisschen besonders macht und ihn – und sei´s nur unterbewusst und hochsubjektiv – sinnvoll erscheinen lest.
    Häufigste Aufgabe ist natürlich das “Entdecken” – ich suche mir eine neue Route oder auch nur einen neuen Streckenabschnitt und erkunde den – das klappt bei mir fast immer, und wenn ich mir zur Aufgabe gemacht habe, Ort XY zu entdecken, dann ertrag´ ich es ggf. für diese Aufgabe auch, dafür bei Nieselregen durch ein potthäßliches Industriegebiet zu rennen…
    Oder z.B. Anfang letzten Jahres, da war absehbar, dass ich aus Zeitgründen erstmal nicht mehr weit weg zum Entdecken kann und deshalb im bekannten Terrain bleiben muss. Da hab´ ich mir dann den Foto geschnappt und eine reihe von Touren gemacht, bei denen ich mein Zuhause im Blog vorgestellt habe, quasi als laufender Berichterstatter.
    Oder hin und wieder auch einfach mal sowas wie eine neue Bestzeit laufen, oder einen Coopertest machen, oder versuchen, möglichst viel Strecke in einem möglichst kleinen Gebiet ohne Streckendopplungen unterzubringen.
    Oh, und wenn alle Stricke reißen, hab´ ich zum Glück auch noch den Hund – der muss eh raus, da kann man genausogut auch gleich mit ihm laufen gehen… ;)

    [Antwort]

    Evchen Antwort vom Januar 15th, 2010 07:57:

    Schön geschrieben, Matthias. Ehrlich!
    Ich laufe nach wie vor gern und freue mich immer diebisch auf`s Wochenende, wenn ich im Hellen laufen kann, wo, wie und wie lange ich will/kann. Dabei kann es aber auch schon mal vorkommen, daß ich Samstag und Sonntag laufen will und spontan Samstag nix mache, weil ich eben keine Böcke habe. Dafür wird der Sonntag umso schöner.Aber dieses generell schon unter der Woche kein Tageslicht zuhause sehen und abends diese Mottenläufe, das geht mir auf den Zeiger und ich will Frühling und Licht und mich frei laufen! *stampf*
    Wenn ich aber unter der Woche im Dunklen nix tue, kann ich auch am Wochenende keine 10-12-15km machen, weil`s an der Ausdauer hapert. Aber heute ist ja Frrreitag! *träller*

    [Antwort]

  17. [...] Aber nun zu der philosophischen Frage des Tages: Mache ich Sport weil ich will oder weil ich muss? Aufhänger war dieser Post von Miss Monster. [...]

  18. Gerd sagt:

    Dem ist doch eigentlich nichts hinzuzufügen!
    Ist halt im Augenblick eine “unschöne” Jahreszeit zum Laufen. ;-)
    Aber dafür wirst Du im Herbst beim ersten HM entschädigt.
    Glaube mir! ;-)

    [Antwort]

    Evchen Antwort vom Januar 17th, 2010 08:54:

    Oh ja, das glaube ich auch! Aber meine erste “Entschädigung” wartet ja schon im März mit dem 10er. Wenn ich brav laufe und fit bin bis dahin, macht das auch Spaß. *jippie*

    [Antwort]

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