die Nett-Funktion wurde ausgeschaltet
Posted By admin on 2. Januar 2010
Scheinbar habe ich mich ein wenig von der üblichen Neujahrsnachdenklichkeit anstecken lassen.
Ein Artikel bei Sven hat es mir dabei besonders angetan. Kurz gesagt, stellt er den Sinn des Bloggens in Frage, wenn alle nur immer das gleiche schreiben und dann auch noch lediglich netten Einheitsbrei kommentieren und nicht mal Kontra geben und Bullshit schreien (Sven, mein Lieber, Du korrigierst mich, wenn ich Dich falsch interpretiere.).
Mein längst überfälliger Gedankengang dazu ist: Wo möchte ich kommentieren und wieviele regelmäßige Blogs “schaffe” ich, um noch Spaß daran zu haben und es nicht in Zwang ausarten zu lassen?
Ich drösel die Blogs, in denen ich lese einmal in drei Kategorien auf, auch wenn manche durchaus in mehr als eine dieser Schubladen passen:
►die ♥-Blogs- mit diesen Menschen fühle ich mich mittlerweile häufig persönlich verbunden und geiere auf jeden neuen Post, kommentiere gern, offen, fröhlich, herzlich und fühle mich völlig “frei”. In etwa so, wie ich auch ein Gespräch mit ihnen führen würde.
►die Denk- und Lernblogs-sie amüsieren, unterhalten, informieren, lehren, motivieren, regen an, nachzudenken und nachzumachen (oder eben gerade nicht). Dort nehme ich vieles mit, lasse aber ab und an auch mal nichts da. Zum Einen, weil ich mir sicher bin, daß es die Schreiber nicht stört, wenn ich nicht “hab`s gelesen” hinterlasse; zum Anderen, weil ich manchmal auch nichts dazu schreiben kann, weil Greenhorn und wenig erfahren.
►die einfach nett-Blogs-Man bleibt dort irgendwann aus Höflichkeit hängen. Im Laufe der Zeit stellt man aber fest, daß nicht sehr häufig etwas Kommentierenswertes veröffentlicht wird. Ich meine das nicht negativ, aber was soll ich noch zu “Lauf war toll, Tempo x, Distanz x, 53% von meinen Vorgaben erfüllt” schreiben? Es ist keine Frage gestellt, kein Thema zur Diskussion gegeben, nicht mal etwas, das für andere Blogger (wie z.B. wunderschöne Bilder) sehenswert wäre.
Wenn man von letztgenannter Kategorie jetzt drei oder vier Blogs hat, ist das noch ok. Wenn es aber im Laufe der Zeit immer mehr werden, muß man sich irgendwann mal überlegen, wie man das organisieren will.
Und mein Weg dazu ist, daß ich dort einfach nicht mehr oder nur noch, wenn ich es mal für interessant erachte, kommentiere. Dann konzentriere ich mich lieber auf die Blogs, die mir wichtig sind und respektiere die anderen Blogger, in dem ich sie nicht mit meinem Einheitsbrei zumülle.
Den Sinn meiner Blogroll habe ich auch überdacht.
Eine Blogroll ist m. E. dafür da, lesenswerte oder informative Blogs an Leser meiner Seite zu empfehlen. Wenn also z.B. ein Blog seit Monaten nichts veröffentlicht hat, ich diese Person aber, wenn sie denn mal etwas schreibt, sehr gern lese, ist sie für andere dennoch wenig interessant.
Ich würde mir wünschen, daß sich hierdurch niemand angegriffen fühlt, kann es aber auch nicht ändern, wenn dem so ist.
Und jetzt lese und kommentiere ich in aller Ruhe und weil es mir Freude macht, “meine” Blogs.


Nun ja, wie soll man sich angegriffen fühlen, wenn keine Namen fallen? Wenn du niemanden an den Pranger stellst? ;-P
Aber ich kann dir nur zustimmen – denn auch mich hat Svens Beitrag darüber nachdenken lassen. Die Überlegung, ob ich auch noch etwas dazu schreibe, hast du nun zerstört … naja, sei’s drum.
Letzten Endes ist jeder frei in seiner Entscheidung, wo er liest, was er liest, warum er liest. Ich denke aber, vor allem wenn man sich viel mit dem Bloggen und den Bloggern beschäftigt, wird man leicht überflutet. Zumindest im Hinterkopf gibt es dann (zumindest bei mir) auch so eine Einteilung der Blogs.
In diesem Sinne: Ein frohes “Nachgeiern” (Und da ist Twitter schneller als der plöde Feedreader …)
Evchen Antwort vom Januar 2nd, 2010 00:20:
Ich wollte ja eben niemandem persönlich in den Hintern treten, deshalb keine Namen. Wie Du aber an meinem ganz frischen Kommentar bei Dir erkennen kannst, gehörst Du schon mal nicht in die letzte Kategorie.
Jeder sollte frei entscheiden, was er liest bzw. was er kommentiert und sich nicht aus Höflichkeit dazu zwingen lassen. Die Besucher meines Blogs gehen beim Lesen meiner Beiträge keinerlei Verpflichtung ein, diese zu kommentieren. Und dies verlange ich von Dir auch nicht. Ich wäre Dir also nicht böse. Völlig ok.
Evchen Antwort vom Januar 2nd, 2010 10:45:
Also, eine Rechtfertigung wollte ich jetzt eigentlich nicht und darum ging es mir auch nicht.
Am besten Kommentare und Blogrolle deaktivieren. Musst Du Dir dazu auch keine Gedanken machen
Evchen Antwort vom Januar 2nd, 2010 10:38:
Ah, I see. Aber ganz ohne Feedback, Austausch etc. mit den Bloggern, die gefallen, ist mir dann doch zu puristisch.
Natürlich habe ich Svens Artikel auch gelesen (sein Blog gehört auf jeden Fall zu den lesenswerteren) – und mich darin wieder erkannt (vor nicht all zu langer Zeit habe ich mir meine eigenen Gedanken darüber gemacht, Stichwort Piep Piep Piep…)
Mir gefällt Deine Aufteilung in drei Blogkategorien gut – aber leider verlierst Du den Gedanken des “Bullshit!”-Schreiens aus den Augen. Das wäre für mich die vierte Kategorie. Blogger, die einen derartigen Unfug schreiben, dass man Bullshit nicht nur schreien möchte, sondern fast schon muss. Wenn man immer nur schön bauchpinselt erfährt der Mensch doch nie, dass seine Ergüsse für gequirlten Mist gehalten werden.
Seien wir doch mal ehrlich – mindestens zwei Drittel aller Blogger (nicht nur der bloggenden Läufer) haben eigentlich nicht wirklich etwas zu sagen. Vom letzten Drittel hat auch wieder höchstens ein Drittel auch nur einen Funken Talent, sich sprachlich einigermaßen akzeptabel auszurdrücken. Will sagen: Knapp 90 % der Menschheit sollten die Finger lieber vom Bloggen lassen.
Trotzdem stellen sich diese Menschen einer Öffentlichkeit und wollen, dass man ihre Zeilen liest. Sie tun das freiwillig und bewusst – niemand wird gezwungen zu bloggen, jeder weiß, dass die ganze Welt sein oder ihr Blog lesen kann. Und wenn die Kommentarfunktion offen ist, wollen sie ja offenbar auch Feedback.
Die einfach nur schlechten Blogs zerfallen dann aber auch wieder in zwei Kategorien:
“Uninteressant” – Wenn Blogger A Muskelkater vom Computerspielen hat und deshalb nicht laufen will und dazu einen Zweizeiler schreibt, lohnt weder das Lesen (obwohl es ja nicht lange dauert) noch das Kommentieren (warum sollte ich mir mehr Mühe geben als der Autor?)
“Unfug” – Wenn aber Blogger B eigentlich nur ohne Quellenangabe abschreibt oder meint Tipps geben zu müssen, die seit 20 Jahren überholt und mitunter sogar gefährlich sind, dann muss er oder sie auch mit der Kritik leben.
Evchen Antwort vom Januar 2nd, 2010 10:41:
Den Gedanken des Bullshit-Schreiens habe ich nicht aus den Augen verloren. Es gibt ihn (z.B. eben bei Sven und Dir), aber er zählt für mich nicht. Denn jeder müßte bei mir Bullshit brüllen, wenn ich Laufküken andere mit Lauftheorie verbessern wollte. Polarisier Du ruhig weiter, wie Du das so gern tust und ich schmunzle weiter in mich rein, wenn ich Dir insgeheim (manchmal auch schon wissend) zustimme.
Liebe Eva,
so langsam habe ich das Gefühl, die Laufblogger sind etwas wirr im Kopf. man sollte sich doch Mal die Frage stellen: warum blogge ich? Warum kommentiere ich?
Wenn ich die erste Frage mit “weil ich sonst keine Freunde habe” und die zweite Frage mit “weil ich es immer allen Recht machen will” beantworte, sollte ich mein soziales eventuell ehrenamtliches Engagement verstärken und werde ein erfülltes Leben führen
Ich blogge, weil die vielen Erlebnisse und Gedanken beim Laufen nicht verloren gehen sollen, das war meine Intention als ich 2006 mit dem Blog anfing und ich werde das auch in Zukunft so halten. Mein Blog war für mich auch immer eine Form der Motivation.
Ich blogge nicht, damit ich eine Bestätigung bekomme für mein Tun.
Wenn ich keine Lust habe zu kommentieren oder wenn mir ein Bericht so nichtssagend vorkommt, dass er es nicht wert ist, dass ich kommentiere, dann lass ich es, ganz wertfrei
Es gibt keine Regeln und das ist gut so. Die meisten Läufer sind Individualisten und genau als solche behandel ich sie und ich will auch als solcher behandelt werden. Nur nett einen Kommentar hinter lassen, wenn ich es nicht so meine, widerstrebt mir. dann kann ich auch wieder zum Lauftreff gehen, wo immer alles ganz toll ist und die Geschichtenerzähler nach Anerkennung trachten. Wenn ich kommentiere, dann habe ich den Beitrag gelesen und meine die Kommentare so, wie ich es geschrieben habe. Bestimmte Blogger sind mir wichtig, da ich sie mag oder ihre Berichte sehr schätze, es sind fast Freunde, da wird dann etwas auch schon Mal per Mail geklärt, da braucht es keinen bissigen oder kritischen Kommentar.
Ich nehme mir auch heraus, einmal einen Beitrag nicht zu kommentieren, obwohl er mir gefällt. Denn wenn schon alles gesagt ist, was soll ich da noch hinzufügen? Wer das nicht versteht, tut mir leid.
Sorry, aber nach dem Bericht von Sven und nun auch von Dir musste das einfach raus.
Salut
Evchen Antwort vom Januar 2nd, 2010 10:52:
Du brauchst Dich nicht zu entschuldigen! Waha!
Ich mußte nur auch für mich diesen “Schritt” gehen, um meine… Aufrichtigkeit nicht zu verlieren.
“Wenn ich keine Lust habe zu kommentieren oder wenn mir ein Bericht so nichtssagend vorkommt, dass er es nicht wert ist, dass ich kommentiere, dann lass ich es, ganz wertfrei.” Genau das werde ich auch tun.
Und den Eindruck, daß manche Posts nicht ganz gelesen wurden, habe ich ebenfalls oft.
Und dann wäre es doch ehrlicher, gar nicht zu kommentieren.
Den lieben Matthias vertröste ich wie oft. Er schreibt tolle Berichte, aber sie sind so lang, daß ich sie nicht “nebenbei” lesen kann. Dann muß er eben manchmal warten.
Was ich noch vergessen habe:
Ich gehe davon aus, dass die Blogger, die auf meinem Blog kommentieren, es auch gerne tun und es so meinen, wie sie es schreiben. Ansonsten solle sie es lieber lassen.
Obwohl ich oft den Eindruck habe, dass die Beiträge nicht gelesen werden
Salut
Zuerst einmal geht es doch darum, warum blogge ich? Ich wollte damals vor meinem Umzug (400km Entfernung) alles dokumentieren und all den Menschen, die ich nun nicht mehr so einfach persönlich treffen konnte, eine Möglichkeit bieten, ein bißchen mitzuverfolgen, was wir so erleben.
Und heute bin ich froh, all diese Wendepunkte dokumentiert zu haben, ich kann immer mal wieder in diesen Zeiten blättern.
Wer meinen Blog entdeckt, kann selbst entscheiden, ob er meine Ergüsse lesen und verfolgen will oder nicht! So handhabe ich das selbst schließlich auch, es gibt ein paar Blogs in meiner Blogroll und noch einige mehr in meinem Google Reader. Es gibt Blogs, die ich täglich besuche und wo ich gerne kommentiere, weil mich das, was ich gelesen habe, irgendwie berührt. Und es gibt Blogs, die ich eben nur lese. Und manchmal werfe ich einen Blog eben auch mal wieder aus meinem googlereader raus. Ich entscheide, was ich lesen will und was nicht…
Und genau dies gestehe ich auch anderen zu! Bei mir kann lesen und kommentieren, wer mag – und bin mir bewusst, dass es sicherlich auch einige gibt, die meinen Blog nicht interessant finden. Manche kommen, bleiben ein Weilchen und gehen dann auch wieder – und auch das ist ok.
Ein jeder Mensch hat seine eigene Persönlichkeit, seine eigene Individualität! Und selbst die Freiheit zu entscheiden, welche Blogs er lesen möchte und welche nicht…
Und wenn nun ein Blogger in seinem Blog oder in seinen Kommentaren andere Blogs als “einfach nur schlecht” oder ähnlich bezeichnet, dann taucht in mir die Frage auf, aus welchen Gründen will er sich so von der Masse abheben…? Wir Läufer sind irgendwo allesamt Individualisten – lassen wir doch einen jeden dann auch genau so individuell sein…
Evchen Antwort vom Januar 2nd, 2010 11:01:
Dein letzter Absatz gilt dann wohl dem Bullshit-Schreien? Das werde ich für mich auch weiterhin nicht tun. Ich schreibe dann lieber nichts, denn stänkern mag ich nicht und habe auch kein Interesse daran.
Die meisten Lauf-Blogs (meiner auch) sind objektiv betrachtet wenig informativ, aber darum geht es ja auch gar nicht. Ich möchte bei vielen, die, wie Du es so schön schreibst, mich berühren, auch jeden Fitzel, jeden gelaufenen Kilometer lesen, um ein Stückchen mit dabei zu sein. Und manchmal ist es einfach die Schreibweise, die fasziniert oder etwas anderes.
Die Blogs, die aber nur den Inhaber unterhalten, die möchte ich mir “sparen”.
Feuerpferdle Antwort vom Januar 2nd, 2010 12:53:
Genau so war mein letzter Absatz gemeint. Und zwar nicht angreifend, sondern einfach mal als Anregung, sich darüber Gedanken zu machen. Auch ich habe schon Blogs gesehen, mit denen ich nichts anfangen kann – muss ich sie deswegen als schlecht bezeichnen? Ich besuche sie dann einfach nicht mehr.
So sehe ich das auch, manchmal ist es eben auch die Art des Schreibens oder eben auch etwas ganz anderes, was fasziniert…
Liebes Evchen,
meine Meinung: Ich kann auf eine Nett- Funktion gut verzichten. Wer dieses für sich braucht, hat wohl eher Defizite in seinem “echten” Leben. Habe ich Lust aufs Bloggen, möchte ich nette Erlebnisse festhalten, so tue ich das für mich und nicht für andere. Und wenn jemand meinen Schreibstil nicht für lesenswert erachtet, sogar meint, der gequirlte Mist sei so schlecht, das ich die Finger vom Bloggen lassen sollte, der kann entweder wegklicken oder wenn er meint, er muss seinen Senf unbedingt dazugeben seinen Kommentar gerne schreiben,. Es verbleibt ja mir, mich rechtzufertigen oder den wieder zu löschen! *bäh* bzw. die Kommentarfunktion auszuschalten. Der Sinn des Blog in seiner Ursprünglichkeit ist ja das Tagebuch mit eigenen Gedanken und der eigenen Meinung. Geschmäcker sind nun mal verschieden, was dem einen wichtig, tut ein anderer als mit “oh, die schon wieder” ab.
Mir ist in letzter Zeit oft nicht nach Kommentieren, lesen tue ich meine Lieblingsblogs zwar weiterhin und das, was mir persönlicher am Herzen liegt, erledige ich dann doch lieber per Mail.
In diesem Sinn verbleibe ich Dir als “weiterhin Deinen Blog lesend”, da mir die Person, die dahintersteckt einfach sympathisch erscheint.
Ich wünsche Dir ein einfach mal auf diesem Wege auch noch alles Gute zum Neuen Jahr
LG Moni
Evchen Antwort vom Januar 2nd, 2010 11:07:
Hi Moni,
schön, Dich mal wieder zu lesen, Missus 29:18.
Das hast Du schön geschrieben und dem möchte ich nur zwei Dinge hinzufügen:
Du bist für mich eine wertvolle Leserin und ich wünsche Dir auch ein frohes neues Jahr!
Und “nett” trenne ich ganz klar von herzlich, freundlich, offen, quirlig. Denn das bin ich gern.
Entschuldigung, aber wenn ich diese “ich blogge eigentlich nur für mich”-Phrasen lese, muss ich einfach “Bullshit!” schreien. Wenn dem so wäre, könnte man auch in ein gutes, altes Tagebuch schreiben. Der einzige vernünftige Satz, der zu diesem Thema je geschrieben wurde, steht bei Pienznäschen unter “m.ich”:
“Ich blogge damit es wer liest – alles andere wäre gelogen (…)”
Quelle: http://www.pienznaeschen.de/pienznaschen/
Evchen Antwort vom Januar 2nd, 2010 11:10:
Ich gehöre definitiv auch zu denen, die gelesen werden möchten, aber ich bin mir nicht sicher, ob es nicht Blogger gibt, die wirklich nur für sich schreiben. Docrunner z. B.hatte glaube fast zwei Jahre kein oder nur wenig Feedback auf seinem Blog. Meinst Du nicht?
der ewige Anfänger Antwort vom Januar 2nd, 2010 11:17:
Nein, meine ich nicht.
Wenig bis gar keine Kommentare zu bekommen heißt ja nicht, dass niemand mitliest.
Und wenn es mir egal ist, ob es jemand liest oder nicht, dann brauche ich mir nicht die Mühe zu machen, ein Blog einzurichten – dann tun Papier und Bleistift es auch. Mal ganz davon abgesehen dass man bei der derzeitigen Rechtslage mit jedem Beitrag eine Abhmahnung von irgendwem für irgendwas riskiert.
Evchen Antwort vom Januar 2nd, 2010 14:47:
Ok, da mag ich Dir recht geben.
trailfüchsin Antwort vom Januar 2nd, 2010 12:00:
Ei jei, so kann man etwas anders herauslesen, wenn ich mich nicht ganz klar ausdrücke. Asche auf mein Haupt!
Das Festhalten meiner Erlebnisse tue ich klar für mich, sonst täte ich mir die Mühe nicht machen. Und hätte ich keinen Spaß am Fotos bearbeiten, Spaß an Computer, Forerunner, Sporttracks, WordPress uä täte es tatsächlich das gute alte Papier. Aber: für mich soll nicht heißen ausschließlich für mich! Gerne können andere an gewissen Dingen teilhaben, über manch ehrliche Anteilnahme freue ich mich sogar riesig, es muss aber niemand!
Und klar, natürlich hat jeder, dem der Einheitsbrei nicht gefällt und das auch noch kund tut, persönliche Defizite – wie zum Beispiel eine eigene Meinung. Nicht kritikfähig zu sein ist dagegen kein Charakterdefizit. Selbstverständlich kann jemand, der andere im Internet kritisiert, keine Freunde haben. Oder könnte es sein, dass Menschen, die einen Freundeskreis aus Fleisch und Blut haben, es nicht nötig haben, sich in der virtuellen Welt bei jedem anzubiedern? Und wir alle wissen ja längst, dass jemand, der sich viel im Internet herumtreibt, “sonst kein Leben” haben kann. Aber wer den Stein wirft, sollte natürlich nicht im Glashaus sitzen.
Also ich sehe mich in der dritten Kategorie und das ist auch in Ordnung so.. ich führe den Blog grundsätzlich, weil es mir Spaß macht und mich motiviert. Was andere denken oder wie interessant sie den Blog finden ist mir erst mal egal. Hin und wieder probiere ich ein paar Einträge umzugestalten mit Fotos und so weiter. Diese Posts sind dann hauptsächlich für den Freundeskreis oder andere Leser gedacht.
Dafür kann ich nichts mit diesen Arschkriechereien, Gefühlsduselleien oder “das Lauf ist so toll” anfangen. Klar sowas erlebt jeder, muss auch unbedingt erwähnt werden, aber nicht in jedem Post.
Mein größtes Problem beim kommentieren ist, dass ich schnell vergesse, wo ich kommentiert habe und dann die Antwort des Bloggers nicht lese. Ansonsten kommentiere ich immer nur Sachen, die mich interessieren oder wo ich meine Meinung zu kund tun will
Ich habe zum neuen Jahr auch 3 Blogs aussortiert, weil sie für mich uninteressant sind, aber schlimm finde ich das nicht
Evchen, man muss Sven – und in der Folge dir – dankbar sein, diese rege Diskussion eröffnet zu haben. Wie man nun, speziell auf deiner Seite erkennen kann, war das auch höchst an der Zeit! Und wie man so liest, hat (naturgemäß) jeder seine eigenen Beweggründe zu schreiben. Es liegt daher an mir, ob und was ich lese!
Dich habe ich z.B. schon “länger gesehen”, aber erst jetzt zu lesen begonnen. Hier geht es nicht um läuferische Highlights (jetzt halt noch nicht), sondern – wie im letzten Posting erwähnt – deine Art zu schreiben, die hat was! Wie du schreibst gefällt mir! Genauso wie dies auch bei etlichen anderen Bloggern der Fall ist, die ich aus unterschiedlichen Gründen lese. Einige Einteilungen wurden hier ja bereits getroffen. Was ich nicht lese bzw mir weniger gefällt, sind tägliche Statistiken, oder Geschichten über mutwillig und bewusst erzwungene Verletzungen!
Ich schreibe über Dinge die mich bewegen, die ich loswerden muss und das hat mir in vielen Dingen auch geholfen. Punkt! Ich selbst schreibe daher auch verhältnismäßig wenig und kommentiere noch weniger (jetzt im Urlaub mehr), lese aber viel, werde selbst wahrscheinlich mäßig gelesen. Einige, der von mir geschätzten Blogger finde ich einfach genial in ihrer Art und ihren Themen. “Schleimerei” finde ich genauso wenig angebracht, wie Beleidigungen, was bei den “Profis” eh nicht der Fall ist. Blogs, die nicht gefallen, können daher locker aus dem Reader entfernt werden, was ich auch getan habe und viele auch tun!
Was die Zukunft bringt, ist schwer zu sagen, da Beruf und Familie – und natürlich das Laufen! – Vorrang haben. Auch, ob sich Bloggerei zeitlich ausgeht, oder nicht, ist immer wieder ein Thema. Logisch! Vermissen würde ich derzeit allerdings viele, meiner virtuellen Freunde nur ungern! That’s it – Reinhard
Evchen Antwort vom Januar 2nd, 2010 14:54:
Eigentlich habe ich nicht mit dem Bloggen angefangen, um “ernste” Themen anzuschneiden. Deshalb habe ich mich auch lange vor konkreten Gedanken in diese Richtung gescheut. Aber, wenn meine liebgewonnenen Blogs anfangen darunter zu leiden, daß ich überall gewesen sein “will”, dann muß ich für mich eine Grenze ziehen. Und es war, gerade jetzt in der Jahresendblogpanik
überdeutlich, daß es an der Zeit war.
Trotz dieses Posts mag ich einmal ganz deutlich schreiben: Bloggen (lesen und gelesen werden) macht Spaß! Und Du mir auch. *schelm*
huobaere Antwort vom Januar 2nd, 2010 16:02:
Evchen, gerade deshalb lese ich ja deine Themen und Kommentare so gerne, weil sie eben ein wenig anders sind. Das ist gut so! Und dass man nach einer gewissen Zeit eine “Zwischenbilanz” ziehen soll, ist nicht nur zum Jahreswechsel angebracht! Schreib so oft es Zeit und Spaß zulassen – ich bin dabei !!
Evchen Antwort vom Januar 2nd, 2010 18:10:
Weißt Du, Du wirst mir ziemlich schnell sehr sympathisch. *schmunzel*
Uff, ja und nicht ganz nein.
Ich bin der Meinung das 99,9% einen Blog schreiben damit dieser auch gelesen wird – so sind die Menschen und das finde ich völlig legitim. Anerkennung, Zustimmung, konstruktive Kritik, andere Blickwinkel etc. per Kommentar zu erhalten tut einfach nur gut und ist sicher oft sehr hilfreich!
Zu diesem muss-man-alles-kommentieren oder nicht, das mag jeder für sich entscheiden. Wenn wer liest, aber nicht zu jedem Pubs seinen Senf schreiben will dann finde ich das völlig in Ordnung – ich für mich habe aber entschieden das wenn ich etwas gelesen habe, ich dem anderen gerne und sei es auch nur ein ganz kurzes Kommentar hinterlasse, so nach dem Motto ich-habs-gelesen … mögen viele als überflüssig empfinden, joahh, ich aber nicht
Blogroll, joahhh da bin ich auch immer wieder am überlegen …. im Reader sind mehr Blogs, manche gehören eigentlich auch in den Blogroll und vielleicht würde einer aus dem Blogroll gelöscht werden können …. irgendwann nehm ich das für mich mal in Angriff.
Die Zeit ist ein nicht unerheblicher Faktor, weil alles bloggen, lesen und kommentieren einfach Zeit kostet und so lange diese da ist, passt es wenn nicht dann müssen eben Prioritäten gesetzt werden. Es gibt ein RealLife und das sollte immer einen höheren Stellenwert haben!
Süße, ich drück Dich lieb!!
Evchen Antwort vom Januar 2nd, 2010 14:59:
Genau da setzt es bei mir an. Ein paar Blogger mögen es, wenn man auch nur ein “gelesen und für gut befunden, aber nichts hinzuzufügen” da läßt und dort tue ich das auch gern weiterhin. Aber es gibt auch welche, wo das nicht der Fall ist und dann lasse ich es.
Du kennst mich und das ist mir nicht leicht gefallen, auch wenn es mich jetzt errrleichtert.
Ich drück Dich, Liebes!! *knutsch*
Blogroll-Gedanken.
Jetzt lässt es mich wieder nicht mehr in Ruhe … oft habe ich das Gefühl das es so ein Dich-hab-ich-gern-Du-kommt-in-den-Blogroll-Ding gibt (und von dem kann ich mich auch nicht gänzlich frei sprechen bzw. wen dort raus zunehmen …) Aber gut, ich bin da sehr pienznäschenlike und möchte das sich alle gern haben – naiv, joahhh, dann bin ich eben mit einem zwinkernden Auge naiv
Evchen Antwort vom Januar 2nd, 2010 15:01:
So ging es mir mit Svens Post. Er ließ mich nicht mehr in Ruhe. Und das mußte ich jetzt einmal auf den Tisch hauend für mich zerkauen. Du bist genauso wenig naiv wie ich. Wir haben nur nicht gern Aneckthemen.
Ach ja, wieder mal ein Thema, das man erst mal sacken lassen muss.
Zum ersten finde ich es vermessen, Menschen zu be- bzw zu verurteilen, weil sie aus ihrer Sicht nicht dem erwünschten Niveau entsprechen. Kein Grund, sie nieder zu machen, gleiches Recht für alle. Blogs sind für alle da, und jeder der Gefallen daran findet, bitte schön.
Mir persönlich sind Blogs, hinter denen (man spürt es ) Menschlichkeit steckt, tausendmal lieber als Blogs von vermeintlichen Genial-Schreibern, die sich damit hervorheben, andere, ihnen angeblich nicht das Wasser reichen Könnenden, am liebsten aus der Szene verbannen zu wollen.
Nicht jeder glänzt mit schriftstellerischen Glanzleistungen und/oder – wie in unserem konkreten Falle mit sportlichen Hochleistungen, bringt in meinen Augen jedoch Freundlichkeit und Herz zum Ausdruck, was für mich Anlass genug ist,auch dort zu kommentieren, weil auch dort mein Kommentar zur Kenntnis und freundlich beantwortet wird.
Ansonsten bleibt es jedem überlassen, seinen Senf hier oder da abzugeben.
Wenn ich kommentiere, dann tue ich es gerne und belasse es nicht beim Bla, Bla, sondern versuche auf den Schreibenden und seinen Text einzugehen.
Was mir überhaupt nicht gefällt, wenn ich mich auf einem Blog äußere und mein Kommentar schlichtweg übergangen bzw. nicht gelesen wird – auch eine Frage des Benehmens – vom geistigem Niveau des Blog-Schreibers unabhängig.
Es ist für mich wie im richtigen Leben – ich fühle mich zu Menschen hingezogen, die menscheln, Herz zeigen, nicht überheblich sind und durchaus Kritik freudig sein können, davon habe ich eine ganze nette Truppe hier im Netz gefunden, bei ihnen kommentiere ich von Herzen gerne, es bedeutet mir Freude, und es beruht anscheinend auch auf Gegenseitigkeit.
Toleranz heißt das Zauberwort.
Und wenn ich nicht kommentieren möchte,
dann lasse ich es bleiben.
Evchen Antwort vom Januar 2nd, 2010 15:41:
Genau, man spürt es, ob ein gegenseitiges Interesse besteht. Meine Liebe, mehr möchte ich Deinem Kommentar nicht hinzufügen, weil ich finde, Du hast alles dazu geschrieben und in Vielem stimme ich Dir zu.
Und worin nicht ?
Evchen Antwort vom Januar 2nd, 2010 17:59:
Ich hätte ja wissen müssen, daß es bei Dir kein Rauswurschdeln gibt.
Bissig, zynisch oder unhöflich ist nicht meine Art, aber ab und an finde ich sachlich harte Worte zu Unfug, der z.B. Laufanfängern Stuß vermitteln könnte oder ein ehrliches Wort, zu jemandem, der nur rumheult, warum er nicht laufen “kann”, durchaus sinnvoll.
Näher möchte ich jetzt hier aber nicht ausführen, was ich wie meine, denn dann müßte ich Beispiele anführen und es ist ja gerade nicht meine Absicht, einzelne “anzuprangern”. Ok?
die Zahl der Laufblogs ist in der Vergangenheit schon ziemlich angestiegen, dadurch hat natürlich die Qualität nicht unbedingt zugenommen. WIe so vieles um Leben kommen und gehen die Dinge. Am Anfang ist es neu und toll, alle haben sich lieb. Mehr Leute kommen hinzu und die ersten Grüppchen bilden sich. Kategorien werden eingerichtet, vermeintliche Eliten entstehen. Anbiederung und Ausgrenzung. Wer dies oder das tut oder eben nicht, der gehört dazu oder dorthin. Das erste Opfer einer Gruppierung ist die Freiheit.
Fast jede Gruppe hat die gleichen Charaktere, so kommen auch in der Laufblogszene die Individualisten, die Konformisten, die Harmoniesuchenden, die Stänkerer, die Hardliner etc zusammen. Im Moment befinden wir uns in einer Phase des Zusammenrückens, reale Kontakte werden geknüpft, Treffen werden geplant. Logischerweise kommen sofort die ersten lauten Gegenstimmen hinzu, gepaart mit Neid und Missgunst wird der Stern der Laufblogszene wieder sinken. Am Ende werden die meisten sich neue Betätigungsfelder suchen, einige wenige werden zurückbleiben und einfach das tun, was ihnen Spaß macht. Man darf ihn sich jetzt nur nicht verderben lassen. Genau das wünsche ich Dir für 2010. Nimm Dir nicht zuviel zu Herzen und laufe Deinen Weg.
Evchen Antwort vom Januar 2nd, 2010 18:05:
Du bist ein ganz seltsamer Kandidat und das mag ich sehr an Dir.
Ich habe das Gefühl, Du hast auf Satz und Komma verstanden, wie ich meinen Post meine; ehrlich haargenau. Und vor allem, daß ich damit nicht “rumkotzen” wollte, sondern mir Platz mache, um weiter Spaß zu haben. Danke, mein Lieber. Allein schon dafür tut Bloggen gut und ich wünsche Dir aufrichtig das gleiche.
Liebes Evchen,
es wurde schon so unheimlich viel darüber geschrieben und jeder hat ganz bestimmt auf seine Weise recht.
Ich fasse mich kurz, nenne nur das Wichtigste und lasse 100mal genanntes, was ich zwar auch denke, weg:
Ich lese andere Blogs weil:
- ich dadurch zum Teil wahnsinnig nette Leute kennenlernen kann
- weil es mich freut den Fortschritt Anderer zu sehen
- weil man überall etwas lernen kann
- weil mir das zeigt das andere auch Fehler machen
- weil ich gerne mit auf die Reise gehe (ich hoffe Du weißt was ich meine)
- weil mich so mancher Beitrag sehr zum Nachdenken anregt
- weil ich gerne etwas über andere Denkweisen erfahren möchte
- weil mich so mancher Blog inspiriert
- weil man woanders über tolle Laufveranstaltungen lesen kann, die man dann selbst auch einmal besuchen möchte
Ich kommentiere bei anderen auch deshalb weil:
- ich Andere damit motivieren möchte
- ihnen vielleicht einen guten Tipp geben kann
- weil ich manchen einfach trösten möchte
- weil mich der Bericht einfach sehr ergriffen hat
- weil ich das Gesagte vielleicht ergänzen möchte
Ich blogge selbst weil:
- ich meine Erfahrungen weiter geben möchte
- weil ich anderen zeigen will was man alles erreichen kann wenn man nur will
- weil ich Andere Informieren möchte
- es mein persönliches Trainingstagebuch ist
- weil ich Andere motivieren möchte
- weil ich in Zukunft damit einen guten Zweck verfolge
- weil ich andere bei bestimmten Läufen mit auf die Reise nehmen will
- weil ich manchmal die Emotionen rauslassen muss
Ich freue mich über Kommentare weil:
- es Menschen gibt, dessen kommentare mir etwas bedeuten
- weil ich mich über Hilfe freue
- weil ich manchmal tröstende Worte brauche
- weil ich manchmal aber auch gerne gelobt werden will
- ich gerne Kritik annehme
- weil mir so mancher Blogger am Herz liegt und ich seine Meinung sehr schätze
Was ich nicht mache:
- kommentieren nach dem Motto: Hauptsache was geschrieben
- andere Beiträge nur überfliegen
- etwas zu schrieben nur um den Anderen zu schmeicheln
- etwas schreiben, was nicht aus meinem Hertzen kommt
- lügen
Das einzige Problem: Zu wenig Zeit.
Ich könnte noch 1000000 Dinge schreiben, möchte es aber hierbei belassen und hoffe nichts wichtiges vergessen zu haben.
Sei mir ganz lieb gerüßt und gedrückt,
Steffen
Evchen Antwort vom Januar 2nd, 2010 18:40:
Und jetzt, mein lieber Steffen, schau mal in meine “Kategorien” und rate, zu welcher ihr Freakhörnchen für mich zählt, hm?
Und jetzt muß ich Melanie trösten…. *rüberhusch*
Schwitz…
Dann hoffe ich mal, dass ich bei den ersten Beiden durchgehe.
Würdest mir schon fehlen!
Evchen Antwort vom Januar 2nd, 2010 18:47:
Gerd, Du bist ein Gnom! *schallendlach*
Hm, also ich bin da ja ganz faul – da ich mehr Schreiber als Leser bin, komm´ ich von allein bei gar keinen neuen Blogs vorbei – ich schau nur bei Bloggern rein, die mich verlinken und/oder bei mir vorstellig geworden sind, und zwar ausdauernd genug, dass ich es auch registriere und das Gefühl hab´, einen Rückbesuch starten zu müssen.
Das klappt manchmal und man bleibt sich treu (eine Weile, oder auch länger…), und manchmal auch nicht.
Liegt allerdings auch daran, dass ich vielen klassischen “Laufblogthemen”, die besonders gerne verwurstet werden, nichts abgewinnen kann (Gesundheit & Ernährung, Tempotrainings, Wettbewerbe und natürlich vor allem Equipment – alles nicht meine Welt) und viele Blogs dementsprechend schlichtweg an meiner Interessenlage vorbei gehen. Und an die große, glückliche Gemeinschaft aller Laufblogger glaub´ ich eh nicht (und find´s immer wieder mal befremdlich, wenn diese Idee in irgendeiner Form aufkommt, so nach dem Motto “und dann treffen wir uns alle auf einmal und haben Spaß zusammen”. Brrr, weird…) – nur weil irgendjemand rennt und im Internet drüber schreibt, müssen wir nicht automatisch beste Freunde oder auch nur Bekannte sein…
Von daher kann ich deine Überlegungen bestens nachvollziehen und find´ sie vollkommen in Ordnung, zumal ich da noch wesentlich reservierter und eigenbrötlerischer bin und noch wesentlich eingeschränkter als du in der Laufblogosphäre unterwegs bin (aber ich bin ja auch ein misanthropisches arrogantes Aas)…
Evchen Antwort vom Januar 3rd, 2010 20:38:
Das wird ja immer doller! Du glaubst nicht an den Läufergott, Du glaubst nicht an den Weihnachtsmann, Du glaubst nicht an die große, glückliche Gemeinschaft aller Laufblogger…. Weißt Du, Menschen, die an nichts glauben, sind extraspecial gefährlich. Am Ende erzählst Du mir noch, Du glaubst nicht an die Macht. Oh man, diesen schwarzen Tag möchte ich nicht erleben müssen.
matbs Antwort vom Januar 3rd, 2010 23:41:
Mein Glaube an die Macht ist leise wimmernd in einem dunklen Kinosaal verendet, als ich zum ersten Mal das Wort “Midiclorianer” gehört habe…
Thanks a lot, George!
Irgendwie ist die Stimmung in der “Laufblogszene” derzeit etwas seltsam.
Warum auch immer. Ich finde es schade.
Aber jetzt mich bitte nicht bauchpinseln..
PS: “ultraistgut” hat es meiner Meinung nach auf den Punkt gebracht.
Evchen Antwort vom Januar 3rd, 2010 20:42:
Also, ich kann nur für mich sprechen und ich blogge gern und empfange keine komischen Stimmungen. Aber ab und an muß man auch mal unangenehme Themen ansprechen, wenn sie einen drücken. Daß bei Dir und Lars eine Unverträglichkeit besteht, hat nichts mit meinem Post zu tun.
Brennr.de Antwort vom Januar 3rd, 2010 23:37:
Es ist einfach nur so ein Gefühl, dass das Laufen an sich immer öfter zur Nebensache wird. Aber das liegt wohl auch daran, dass wir nicht nur laufen, sondern eben auch bloggen. Mehr möchte ich dazu aber auch nicht mehr sagen, denn es wurde bereits genug geschrieben.
PS: Bei diesem Artikel fiel mir auf, dass ich Dich noch gar nicht in meinem Feedreader hatte.
Hallo Eva,
so viele Kommentare und eigentlich wurde alles schon gesagt. Ich habe mit dem Bloggen angefangen, um a) meinen persönlichen Fortschritt zu dokumentieren und b) um anderen Anfängern vielleicht bei der einen oder anderem Frage helfen zu können. Mir ist durchaus bewusst, dass ich damit nichts Neues mache.
Natürlich freue ich mich über Kommentare, insbesondere von fortgeschrittenen Läufern, die mir den einen oder anderem Tipp geben können. Dennoch erwarte ich nichts. Wenn ich Leser verliere, dann ist das nunmal so. Man sollte das Bloggen nicht so verbissen sehen und keine hohen Erwartungen haben.
Ich weiß jetzt gar nicht, in welche der genannten Kategorien ich gehöre, vermutlich eher in die dritte. Ich lese Deinen Blog weiter, auch wenn ich nicht kommentiere
Viele Grüße,
Kai
So, liebe Eva,
.
jetzt muss ich auch einmal meinen Senf dazu geben:
Die Diskussion hier finde ich sehr interessant. Sie spiegelt so völlig unterschiedliche Einstellungen und Ansichten wieder, wobei ich mich an der einen oder anderen Stelle wiedererkannt habe (und komischerweise waren davon einzelne in meiner Blogroll…
Meine Blogroll ist nur recht kurz, spiegelt sozusagen meine “Lieblingsblogs” wieder, und das heißt bei mir eigentlich nur, dass das Menschen sind die mir persönlich sympathisch sind und die ich auch vielleicht gern persönlich kennen würde.
In meinem Feedreader sind noch dutzende andere Blogs, die ich regelmäßig lese und auch kommentiere, wenn ich Artikel interessant finde, mir Bilder gefallen oder ich Fragen habe. Aus reiner Nettigkeit würde ich nicht kommentieren, vielleicht ab und an mal, wenn ich grad viel Zeit habe (weil ich halt so nett BIN *gg*), ansonsten fehlt mir einfach die Zeit für Nettigkeitskommentiererei…
Das erwarte ich auch überhaupt gar nicht. Wer meinen Blog liest, soll das völlig ohne “Zurück-Besuche”, Nettigkeitskommentare oder Einheitsgesäusel tun, sondern weil sie/er Interesse hat an meinem Alltag und daher vielleicht auch an mir.
Irgendwie passte dein Beitrag gerade zu meiner Blogpause, in der ich mir etwas mehr Real-Life und PC-Abstinenz verordnet habe. Aber nu’ bin ich grade vorbei gekommen, lese so ersthafte Kommentare und kann es nicht dabei belassen, nur “Aha – ja gut, stimmt.” zu sagen -
was es auch auf den Punkt getroffen hatte.
So, nun grüble ich weiter über deine Kategorien… *grins*
Ganz lieber Gruß,
ich wünsche Dir und Christian einen tollen Start in ein erfolgreiches 2010 mit viel Spaß beim Laufen, Bloggen, Twittern… und im RL.
Evchen Antwort vom Januar 3rd, 2010 20:52:
Und genau das habe ich getan: aus reiner Nettigkeit heraus kommentiert und weil ich mich zukünftig wirklich nur auf die Blogs konzentrieren möchte, die mir auch am Herzen liegen…
Ach, es mußte eben mal raus. Heute sehe ich das schon wieder…entspannter.
Dein Blog ist definitiv zweigeteilt, was die Kategorien angelangt. AIDA muß ich unabhängig vom Rest als Informationsquelle sehen. *hehe*
Danke, Du Knuddel und das wünschen wir Dir ebenfalls. Darf ich Dich jetzt mit Laufen placken, weil Januar ist und so? Hm? Hm? Hm? Sach mal? Hm? *nerrrv*
Leck mich fett – 48 Comments…uiuiui..
brisantes Thema also (sorry, aber ich lese nicht jeden Kommentar – denn DAS ist mir zu langweilig
)
Hoffe mal, dass ich in erste und nicht in die dritte Kategorie falle…;-)
Ich hab meistens ein einfaches Problem: ich bin zwar in Köln geboren und somit Rheinländer, jedoch ist meine Natur etwas konträr dazu – der Rheinländer hat zigtausend Bekannte, aber wenige Freunde…Wenige freunde habe ich auch nur, aber ich begrenze die Anzahl der Bekannten – nur loses Blabla ist mir zu zeitintensiv und wie Eckhardt von Hirschhausen sagt: oftmals kommen die lieben Menschen zu kurz, da man diesen absagt, da man weiß, dass genau die es sind, die einem das verzeihen würden – die, die die man nur pflichtgemäß trifft sind oft auch die, die man nicht 100%ig um sich haben will – so halte ich es auch mit Blogs: einige Blogs, die ich früher täglich gelesen habe, besuche ich heute kaum mehr – sie wurden langweilig oder rezten nicht mehr, die leute wurden komisch oder man hatte das gefühl vertaner Zeit…
ich denke, dass bloggen für jeden sinnvoll ist, denn man möchte sich ausrücken wie ein “richtiger Autor”, nur sollte man nicht immer auf das Publikum hoffen, die immer und immer da sind und kommentieren.
Aber das publikum und deren Reaktion kann man ja nicht beeinflussen und Sven wird ja hoffentlich nicht die Schriftstellerei als unnütz hinstellen, nur wiel z.B. Dan Brown immer von irgendwelchen Geheimbünden schreibt (jaja, meteor ist da nicht ganz dabei) und es immer die gleichen Leute lesen und die Kritiken immer gleich ausfallen???
Evchen Antwort vom Januar 3rd, 2010 23:01:
Jajaaaha, aber die Hälfte der Kommentare ist ja schon allein von mir, weil ich doch jetzt diese Antwortfunktion habe.
DAS hast Du sehr sehr schön beschrieben: man vernachlässigt “lieber” die wahren Freunde, weil man ihnen offen sagen kann, wie unn wad unn…
Und Sven wollte im Übrigen auch nich kotzen oder generell schlecht machen, nee nee. Ich könnte ja jetzt sogar so weit gehen und behaupten, er sei ein echt feiner Kerl, aber er hat einen Ruf zu verlieren und müßte mich dann töten.
Wad has `en Du gegen Dan Brown? Ich fand Meteor kurzweilig.
Indy Antwort vom Januar 4th, 2010 08:28:
AAAaaargh…sch..Matheaufgabe!
Okay, dann nochmals:
Dan Brown war nur ein Beispiel, weil der immer über geheimbünder schriebt und Meteor hebelt das ja aus, deswegen die separate Nennung. Hätte auch Hera Lind schreibt nur Frauenbücher it immer gleichen Hauptfiguren, Thomas Harris immer über psychomassenmörder, Akif Pirincci immer über Katzenkrimis…die Liste ist endlos lang..
und Sven wollte ich persönlich überhaupt nix – aber seine These ist imO Mist, denn Bloggen ist eine Kunstform wie das Schreiben, nur dass es keinen verleger braucht, der einem das Buch abkauft, sondern man kann es einfach tun…ist ein bißchen wie Sprayen ohne Talent und Strafverfolgung
Uiuiui – hier ist ja mächtig was los…
Da das meiste schon gesagt wurde fasse ich micht kurz.
Ähnliche Gedanken wie du hatte ich mir auch schon gemacht und mein Kommentierverhalten teilweise schon angepasst.
Ich kommentiere längst nicht alles was ich lese. Entweder weil es zeitlich nicht passt oder schlicht weil ich nichts zu sagen habe. Dann muss man auch mal die Klappe bzw. die Finger still halten können.
Oder weil ich weiss dass keine Reaktion kommt und ich deshalb nicht weiss, ob mein Kommentar überhaupt gelesen wird.
Bei dir kommentiere ich gerne, weil dein Blog einer ist, in dem es “menschelt” und du eine angenehme, dir eigene Schriftsprache hast, die ich mag.
Aber auch hier fühle ich mich nicht verpflichtet, unter jedem Posting meinen Sermon zu hinterlassen. Du kannst aber sicher sein dass ich auch zukünftig hier meine Spuren hinterlasse…
Evchen Antwort vom Januar 4th, 2010 13:31:
Hölle, die Reaktionen hierauf, gell?
Ich habe auch ein paar Kommentare hier unbeantwortet gelassen, wie jetzt auch den Rest des Deinen, weil ich da nichts hinzuzufügen oder zu palawern habe.
Paßt.
Muhi, … ich muss hier gerade auch noch mal etwas sagen.
Oder zumindest ein bisschen bauchpinseln oder streicheln oder …
ach ne, das war nun falsch.
(Wenn ich jetzt in nächster Zeit noch mehr zu diesem Thema höre, ist es für mich inzwischen auch schon “totgeschrieben”. Macht doch wat ihr wuuuuulllt!)
… und wehe du pöhses Monster antwortet hierauf schon wieder, das wäre ja sowas von Bauchpinselei =)
(solch sinnlose Kommentare gebe ich gerne weiterhin ab – es bringt einfach Spaß)
Evchen Antwort vom Januar 4th, 2010 19:07:
Du spinnst, aber ich mag Dich. Gerade deswegen? Hm….
[...] Evchen schreibt darüber [...]
[...] zu reagieren, also zurückzukommentieren. Jüngst wurde diese Forderung zum Beispiel in den Kommentaren bei Miss Monster oder in einem Artikel von Margitta laut. Ein Blogger, so wird unterstellt, der Kommentare nicht [...]