O Du Fröhliche
Posted By admin on 10. Dezember 2009
Manchmal denke ich gar nicht groß über das Laufen nach, plane es fest in den Tag mit ein und laufe. Fertig.
Ein anderes Mal freue ich mich schon vorher auf`s Laufen, nehme mir Strecke oder Zeit x vor und es kommt anders. Dann bin ich enttäuscht, verbuche es aber schnell unter: Du warst aber laufen!
Ab und an habe ich gar keinen Elan, mich rauszuquälen und stelle aber währenddessen fest, daß es richtig Spaß macht; mache mehr als gedacht oder erlebe den Lauf viel intensiver als erwartet. Das sind die allerschönsten Läufe für mich, weil unverhofft großartig.
Und dann gibt es noch die Läufe, die man sich zwar vornimmt, aber selbst mittendrin noch nicht daran glaubt, daß man das heute schafft und hinterher ganz erstaunt ist, daß es doch irgendwie geklappt hat.
Letzteres hatte ich heute.
Da ich meist einmal die Woche später anfange zu arbeiten, habe ich die Gelegenheit im Hellen vor die Tür zu kommen. Natürlich gehe ich dann laufen!
Der Knackpunkt ist dabei nur, daß es ja schon ein geplanter Lauf ist.
Also bin ich morgens immer ein bißchen maulig, weil ich ja muß und nicht darf. Totaler Käse. *augenroll*
Heute Morgen bin ich müde, die Glieder sind schwer und ich würde am liebsten nochmal ins Bett. Allerdings trickse ich und schlüpfe direkt in die bereitgelegten Laufklamotten und gehe dann erst mit einer Tasse Kaffee bewaffnet auf den Balkon. Und was muß ich sehen? Regen! Und ein paar von euch dürften schon erkannt haben, daß ich den Regen nicht gerade liebe.
Eine Viertelstunde später geht es dennoch los und immerhin regnet es im Moment mal nicht. Es ist noch dämmrig, die Straßen naß, ich laufe Slalom um Eltern, die ihre Kinder zum Kindergarten bringen.
Als ich es endlich aus der Stadt raus geschafft habe, werden die Beine schon etwas leichter und es wird heller. Auf einmal ist der Himmel nur noch mit süßen Schäfchenwolken bedeckt, die von der Sonne in rosa getunkt werden. Das entlockt mir doch glatt ein Lächeln und Laufen macht plötzlich Laune. Natürlich, das passiert mir oft, wenn ich gerade so richtig gut gelaunt bin, werde ich zu schnell. Als ich irgendwann ein bißchen keuche, bremse ich mich wieder und muß mal die Augen verdrehen, die Zunge raushängen lassen und mich über mich selbst beäumeln.
Wankelmütig, wie ich bin, gefällt es mir dann auf einmal doch so gut, daß ich am liebsten noch einen Margitta-mäßigen “Schlenker” dranhängen würde, aber die Zeit reicht leider nicht. *seufz*
Also trete ich den Heimweg an. Wieder in der Stadt, steht da völlig überraschend ein großer, schlanker, unglaublich attraktiver junger Mann am Wegesrand und schaut mir schmunzelnd entgegen. Es ist natürlich mein Freund, der zufällig gerade in der Straße einen Kundenauftrag hat. Ein Lächeln, ein schneller Kuß und weiter…
Ochjoa, das war ein wirklich schöner, wenn auch unspektakulärer Lauf; gespickt mit kleinen Wohlfühlseifenblasen. Bitte mehr davon!


Oha – das klingt ja fast zu kitschig um realistisch zu sein…
Schade, dass Du keinen Photoklick dabei hattest!
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Evchen Antwort vom Dezember 11th, 2009 10:29:
Aber wenn ich Tüddelmachbild dabei gehabt hätte, wäre es für mich nicht ganz so entspannt gewesen. Gä? Liest sich wie es in `ner Schneekugel aussieht; bissl heile Welt.
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Das klingt so schön entspannend. Ich will auch endlich wieder loslaufen können *neidschgugg*
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Evchen Antwort vom Dezember 11th, 2009 10:29:
Ach Du. Ich kann Dich so gut verstehen. Ich hatte ja jetzt auch mehr als genug Pause. 2010 wird besser für uns!
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Liebes Evchen,
also wenn das kein perfekter Start in den Tag ist, dann weiß ich es auch nicht! Und wenn man nicht nur von der Sonne, sondern auch noch von einem Traumprinzen “wachgeküsst” wird….schöner geht´s nimmer!
Das glaube ich, solche Läufe könnte man ständig haben, gelle?
Und ich wünsche Dir mehr davon, und wie!!!!
Sei gaaanz lieb gegrüßt,
Steffen
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Evchen Antwort vom Dezember 11th, 2009 10:37:
Naja, perfekt war der Start noch nicht, aber das Fazit war positiv.
Die Abwechslung macht es und ich ( so dramatisch das jetzt auch klingt) wachse auch an den schwierigen Läiufen, hinterher.
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Das ist ja schon beinahe drehbuchreif.
Nicht “Lola rennt”, sondern “Evchen läuft”.
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Evchen Antwort vom Dezember 11th, 2009 10:43:
Och, wenn ich das so lese…Gar nich so übel der Vergleich, auch wenn ich ein bißchen moderater agiere, was die Haarfarbe angeht.
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Liebes Evchen,
komme gerade nach Hause mit dem Schirm über meinem Haupt, zwar nicht laufend, aber immerhin gehend unterwegs und lese über deine Lauffreude, die mein Herz höher springen lässt. Unser kleines Evchen läuft bei Regen am frühen morgen, halb wach, halb schlafend und empfindet nach und nach Freude, ich finde das einfach nur super schön und freue mich für dich und mit dir..
Hier ein Zitat aus dem Buch ” Die Seele läuft mit ” von Frater Michael Bauer:
” Die Grenzen von innen und außen verschwimmen. Sie vergessen Raum und Zeit und sind dennoch voll präsent, ganz in der Gegenwart. Es ist, als würden Sie mit der Ewigkeit tanzen. Eine wohlige Wärme breitet sich in Ihnen aus, erfasst Leib und Seele. Sie fühlen sich umarmt von grenzenloser Geborgenheit und Lebensfreude. Ein sensationell mystisches Abenteuer.
Und das tolle daran: Die Wirkung dieses Lebenshauches, der Sie beim Laufen angeweht und von Ihnen Besitz ergriffen hat, hält auch noch an, wenn sie die Sportschuhe längst abgestreift haben. Ihr Leben beginnt so richtig schön und gut zu laufen. Haben Sie Mut und Zuversicht. Das Leben trägt Sie “.
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Evchen Antwort vom Dezember 11th, 2009 10:51:
Ein herrlicher Ausschnitt aus dem Buch. Danke, liebe Margitta.
Ich sehe es zwar nicht ganz so mythisch wie Bruder Michael, aber wenn man einen schönen Lauf hat, kann man den schon mal etwas verklären; im Nachhinein. Ich lese dann aber doch einen Tacken lieber Deine Worte.
Die sind mir persönlich fantastisch und dadurch motivierend genug. *liebguck*
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Hier hat sich heute die Sonne nicht blicken lassen, stattdessen regnet es ununterbrochen. Da macht es einfach Spaß so etwas fröhliches zu lesen, da läuft man beim Lesen in Gedanken einfach mit.
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Evchen Antwort vom Dezember 11th, 2009 10:52:
Das macht das Bloggen auch aus, gell? Wenn es bei einem selbst mal regnet und bewölkt ist (auch im Kopf), liest man von den schöneren Läufen anderer und erfreut sich daran.
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Ein sehr schöner Post an so einem ekligen verregneten grauen Tag.
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Evchen Antwort vom Dezember 11th, 2009 10:52:
Es freut mich, wenn ich Dich ein klein wenig vom tristen Himmel ablenken konnte.
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Ein schöner, positiver und fröhlicher Bericht!
Schäfchenwolken gab’s hier leider heute nicht. Nur Regen, alles grau in grau. Und als ich Laufen war noch Dunkelheit dazu.
War aber (dank Begleitung) trotzdem nett und ein Lauf aus der gleichen “Kategorie” wie bei dir mit leichter Tendenz zur “Vorher-keine-Lust-Kategorie”. Allerdings ohne “Wohlfühlseifenblasen” (schönes Wort!).
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Evchen Antwort vom Dezember 11th, 2009 10:56:
Ach, das gibt es bei uns ja auch oft genug. Deshalb bin ich ja so euphorisch, wenn auch das Wetter mal gnädig ist.
Ich steh` auf Neologismen (und das Wort mag ich auch!) und manchmal paßt mir keines der bekannten Wörter. Dann müssen halt neue her.*blödel*
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Hallo Evchen,
liest sich sehr locker. Regen ist doch nicht schlimm – richtig schön wird es wenn man innerhalb von 30 Sekunden bis auf die Knochen durch ist, dann überlege ich auch ob einige Kilometer weniger auch reichen…
Schäfchenwolken bekommen ich seit Tagen nicht mehr zu sehen, es ist wolkig, regnerisch oder einfach nur dunkel wenn ich meine Runden drehe. Zur Zeit ist es erfrischend morgens um 5 Uhr durch meine Heimatstadt zu laufen und die ganze Stadt pennt noch, hat was.
Toll finde ich das Du über Dich selber lachen kannst – ist immer ein gutes Zeichen. Weiter so.
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Evchen Antwort vom Dezember 12th, 2009 22:38:
Doch, Regen ist mein persönlicher Schweinehunddoper! Alles andere geht, aber Regen…äh. Jetzt wird es knackekalt und wohl bundesweit mal ansatzweise Sonne geben. *freu*
Ich kann mich nicht immer für voll nehmen, das hast Du richtig erkannt.
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“Müssen” ist immer mistig.
“Morgens Müssen” ist noch viel mistiger.
Wenn´s dann trotzdem was wird – um so besser.
Mitnehmen und aufberwahren, für´s nächstemal wenn wieder alles furchtbar ist…
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Evchen Antwort vom Dezember 12th, 2009 22:39:
Jau, werd ich. Aber morgen wird es hoffentlich erstmal saaaaaugeil! Kalt, neblig, später klar und sonnig. *jippieeee*
Ich hoffe, bei Dir kommt auch was von dem Wetter an!
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Oh toll, ein Muss-Lauf der sich so prima entwickelt!
Beim Lesen denke ich, dass mir so ein Lauf auch mal wieder gut zu Gesicht ständ. Allerdings müsste ich dazu auch erstmal in die Laufklamotten schwingen und vor die Tür…
Ich freu’ mich für dich, dass es so gut geklappt hat, deine Freude liest man da so wunderbar heraus, einfach herrlich!
LG und SchöWo,
Anke
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Evchen Antwort vom Dezember 12th, 2009 22:42:
Ach, die Phasen hat doch jeder mal. Ich kenne mich nur schon (durch das Abnehmen) so gut, daß ich weiß, wenn ich einmal schludere, fange ich gar nicht erst wieder an. Das ist ein großer Motivator, die Laufschuhe nicht allzu lange stehen zu lassen.
Und für Dich kommen auch wieder ruhigere, lauffreudigere Zeiten. Gaaaaanz sicher!
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Finde die läufe am besten zu denen man überhaupt kein Bock hat und die dann doch irgendwie total toll waren – leider weiß man das nicht vorher
Da mein Fuß rumzickt kann ich hier nur Neid empfinden
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Evchen Antwort vom Dezember 12th, 2009 22:44:
Ja, die Läufe bleiben dann sogar als Highlights im Gedächtnis, nä?
Mach jetzt erst mal Weihnachts-Entspannphase und genese, dann wirst Du auch wieder laufen. Weiterhin gute Besserung, auch hier nochmal!
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Wie ich immer sage: “die Lust kommt beim laufen”. <-kurz und knapp, so wie ich halt bin.
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Kurz und knapp hast Du aber recht und Du lebst das Prinzip ja. Denn man kann noch so Frühaufsteher sein: morgens um 5 hat niemand Bock!
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