Archive for Juli, 2011

eine furchtbar Nette

Die Nette ist ein Bach. Schön, verwunschen, idyllisch, aber den Namen Fluß hat sie m.E. nicht verdient.

Allerdings kann sie mit einem kleinen Wasserfall aufwarten.

An einem Teil der Nette gibt es einen etwas über acht Kilometer langen Rundweg, den ich mir schon länger mal ausgeguckt hatte. Heute war es soweit und ich durfte sogar gleich drei Mal alles bestaunen.

Die Anzahl an Wegweisern ist vorbildlich, allerdings viel häufiger auf gerader Strecke anzutreffen, als an Weggabelungen. Gut, macht ja auch Sinn.

Höhlen gibt es auch am Wegeswand.

Eine davon sogar bewohnt.

Neben schönen Feldwegen und einem kurzen Teil durch Wohngebiete geht der Rundweg auch ein gutes Stück nur über Trampelpfade.

An einer Sache konnte ich nicht einfach so vorbeiziehen. Schon in der ersten Runde mußte ich in mich hineinschmunzeln. In der zweiten Runde gab es Zuschauer, aber in der letzten Runde…. das war heute meine Belohnung.

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Tackern

Ich mag das Wort „tackern „. Es klingt für mich zugleich verspielt und uhrwerkartig und beschreibt sehr gut, was Laufen gerade für mich ist.

Tacker, tacker, tick, tack, nani, nani….

Mit heute bin ich innerhalb eines Monats weiter gelaufen als je zuvor und der Monat ist noch nicht mal um.

Das fühlt sich für mich Zahlensympathisant sehr gut an und noch besser, wenn ich bedenke, daß ich es gut wegstecke.

Es macht manchmal keinen Spaß, mir gegenüber kompromißlos zu sein und auch mal unter der Woche nach der Arbeit zu laufen, wenn ich mich lieber mit einem Buch auf Balkonien (ganz nach aktueller Jahreszeit auch mit Decke auf dem Lesesessel) einigeln würde. Der unbestreitbar positive Effekt ist aber, daß mir die schönen Läufe am Wochenende umso leichter fallen und mehr fetzen.

Mein Puls bewegt sich mittlerweile in fremden Unterwelten, die nie ein Monster zuvor gesehen hat. Ein Zipperlein mahnt mich, Kraft und Dehnen nicht zu vernachlässigen und ich komme dem brav nach. Trinken klappt mittlerweile gut. Essen ist und bleibt Thema.

Es ist nicht alles rosarot, aber grün.

T-Minus 68 Tage.

Darf`s auch eine Runde mehr sein?

Allmählich werden die Läufe etwas länger.

Meiner Meinung nach gibt es zwei Arten, eine solche (für mich) „lange Kante“ anzugehen. Da wäre zum Einen die einsamer-Wolf-Nummer. Solch ein Lauf ist zum Heulen, zäh und bringt unglaublich viel für den Kopf. Er macht stark und zeigt einem, daß man beißen kann, wenn es darauf ankommt.

Dann gibt es zum Anderen die Kindergeburtstage. Nein, nicht, weil sie leicht wären, aber weil man sie spielerisch und zusammen mit anderen angeht.

Und welcher Spielplatz wäre wohl geeigneter als ein 24h-Lauf?

So kam es, daß Sina und ich uns gestern für ein paar gemeinsame Runden in Breitscheid verabredet hatten.

Mit nur einer guten Stunde Anreise und geplanter Startzeit um 9 Uhr fängt der Tag recht entspannt an.

Es ist mild, milchig bewölkt und leicht windig. Später sollte sich noch die Sonne hervorkämpfen. Für meinen Geschmack perfektes Laufwetter.

Das Laufen wird zur Nebensache. Man kann Dinge wie Trinken, Essen und für die Kamera lächeln üben, hat Zeit zu schnacken und sich abenteuerliche und wundervolle Geschichten der Ultras anzuhören und natürlich auch simple und doch so nützliche Tips im Hinterkopf abzuspeichern.

So eine Veranstaltung, gerade, wenn Runden gelaufen werden, hat schon etwas sehr Persönliches und Privates. Probiert es ruhig mal aus, wenn ihr Lust auf ein wenig Unterhaltung und/oder Gesellschaft beim Laufen habt. Die Ultras sind auch ganz zahm und tun einem nix. 😉

Schön war`s. Mehr davon, bitte!

Pimp my Ripuarisch

Da ich des Ripuarischen nicht mächtig bin (Star Wars op Kölsch allerdings durchaus erheiternd finde), habe ich mir die bestmögliche, sprachliche Unterstützung für meinen Marathon in Köln zur Seite gestellt: einen echten Kölsch.

Nein, das ist kein Grammatikfehler.

Der liebe Martin, euch auch bekannt als Pfälzerwaldläufer, wird mich als Hase begleiten.

Also, ich finde, er sieht fit für die Aufgabe aus. Was meint ihr? 😉

Gut, dieser Blogpost ist ein kleiner Insider, also zur Erklärung für die, die es nicht wissen:  für Martin ist „Marathon op Kölsch“ Pflicht. Der Name verbindet.  Er spricht allerdings kein Kölsch, sondern hoch kultiviertes Pälzisch und meine Wurzeln sind Saarländisch mit starken Pfälzer Einfleckungen. Die kommen allerdings nur noch in Gesellschaft ebensolcher „Volkszugehöriger“ zum Tragen.

Egal, in welcher Sprache: ich frei mich druff!