Archive for Dezember, 2010

previously on the monster diaries

Auch in meinem zweiten Laufjahr lege ich keinen gesteigerten Wert auf das Zerpflücken vergangener Tage. Ein Zurückblicken aber macht durchaus Freude.

Die menschlichen und läuferischen Highlights habe ich in vollen Zügen genossen, erlebt und als Gedankenphotos in meinem Hinterstübchen abgelegt.

Die Bauchlandungen auch.

Insgesamt kann ich zusammenfassen, daß ich mich mit dem Laufen wohl gar nicht allzu dämlich anstelle und es mir eine Menge wenn auch nicht immer Spaß macht.

Seelische oder körperliche Verletzungen konnte ich größtenteils vermeiden und wenn nicht, so habe ich immerhin als Lehre daraus gezogen, daß man üben muß, um schneller zu laufen und Umknicken auf  Schnellstraßen selbst für mich eine saublöde Idee ist.

Eine neu entdeckte Leidenschaft gilt den Intervallen und Tempodauerläufen. Gerade jetzt im fiesen Dunkel ist es eine herrliche Abwechslung, sich Zahlenspielereien hinzugeben und gefühlt über den Boden zu schweben. Das mit dem Kniehub lasse ich allerdings wohl lieber noch eine Weile. Der Muskelkater danach war allerliebst. *flöt*

Der Winterblues hat mich bisher auch nicht gänzlich kleingekriegt, was ich zu einem Großteil meinem „Trainer“ zu verdanken habe. Ich lasse vielleicht mal den ein oder anderen Lauf ausfallen, aber ich laufe regelmäßig. Das ist schon mal ein Riesenfortschritt im Vergleich zum Vorjahr.

Jetzt ertrinke ich im Jahresendgeschäft ziehe ich mich blogtechnisch für den Rest des Jahres in meine Monsterhöhle zurück.

Ich wünsche euch allen ein schönes Weihnachtsfest und kommt gut ins neue Jahr! Wir haben viel vor.

Mein Jahreshauptziel in 2011 ist es, Hannes bei einem gemeinsamen Lauf ins Schwitzen zu bringen (GA2).

Sollte ich das erreichen, dürfte sich automatisch die ein oder andere Bestzeit einstellen.  😉

Schön, daß es euch gibt!

Wasserwege

Wäre ich motorisch ein klein wenig begabter, könnte ich vielleicht auf Kanu oder Wasserski/Ski umsteigen.

Da ich aber nur gerade so einen Fuß vor den anderen setzen kann, bleibe ich wohl besser beim Laufen.  😉

Da könnte man am Wochenende endlich mal bei Tageslicht laufen und dann entscheidet sich die Sonne, sich hinter dicker Suppe zu verstecken. Loslaufen hat keinen Spaß gemacht, aber hinterher ging es mir, wie immer, besser als zuvor.

carpe diem

Oder eben das, was davon im Winter so übrig bleibt.

In der dunklen Jahreszeit überfällt mich meist eine bleierne Schwere, sobald ich es von der Arbeit aus nach Hause geschafft habe. Kopf und Körper fahren auf ein Minimum herunter, das gerade noch ausreicht, um zu kochen, niedere Arbeiten zu verrichten und „Mmpf“ in verschiedenen Betonungen als Universalantwort zu grunzen. Praktisch verwendbar ist noch die in unbegrenzter Anzahl zur Verfügung stehende Funktion „Fläzen„.  Essen-Fläzen-Küche aufräumen-Fläzen-Arbeitsklamotten und Verpflegung richten-schnell wieder Fläzen.

Daß das so nichts mit dem Laufen gibt, könnt ihr euch sicher denken. Also veräppele ich mich selbst, gebe dem Drang nach komatösem Winterschlaf nach und haue mich zumindest ein bißchen früher als üblich auf`s Ohr. Dann fällt es auch nicht so schwer, wenn der Wecker vier Stunden vor der Arbeit klingelt. Tatsächlich ist das leichter für mich, als mich abends noch aufzurappeln, wenn doch auch noch sooo viele andere Dinge zu erledigen wären. Morgens in aller Früh komme ich aber nie auf den Gedanken, daß ich statt Laufen jetzt auch Staubsaugen könnte.

Nach meinem Wachwerdprocedere erwartet mich dann die Piste.


Die Bäume, die Vögel, die Natur, all die satten Farben…nix, nur dunkel is es. Gut, einen Vogel sehe ich. Den zeige ich mir selbst.

Und euch meine herrliche Aussicht am Morgen.


Schlammschlacht

Leider hat uns der Winter ein Sch(n)ippchen geschlagen und sich früher hierzulande ausgebreitet, als erwartet.

Die Schlammschlacht war eigentlich für den vermatschten, nassen, fiesen Novemberrain gedacht, damit man auch so richtig schön Gelegenheit zum Einsauen hat. Und jetzt grinst uns arrogant diese Zuckerwatte entgegen. Täh!

Daher sind es leider nur eine Handvoll Wagemutige geworden, die sich noch rechtzeitig über den Boden robben konnten, ohne daran festzubacken. Aber diese wenigen haben alles gegeben! Seht selbst:


Das habt ihr alle ganz prima gemacht und ich bin mächtig stolz auf euch, aber irgendjemand hat da wohl was falsch verstanden. Öhm.

😳