Archive for November, 2010

Schlammschlacht

Das Jahresende naht.

Die Wettkampfsaison ist vorüber, die Motivation sinkt additional mit der Anzahl der Tageslichtstunden man läßt es einfach mal laufen, sucht vielleicht neue Wege… und es ist Zeit für Spökes!

Ich komme gleich zur Sache:

Wer von euch traut sich, sich einmal so richtig einzusauen?

Beweisfotos bis 06.12.2010 an liebesbrief{klammeraffe}missmonster{punkt}de.

Natürlich bekommt die Bilder hier jeder zu sehen.

In Troisdorf geht zwar nicht die Sonne auf…

…dafür aber das Herz.

Ich bekam die wundervolle Gelegenheit, ein bißchen „mithoppeln“ zu dürfen und dafür möchte ich mich noch einmal ganz herzlich bei den Veranstaltern des 10. Troisdorfer 6h-Laufes, insbesondere Michael Irrgang, bedanken.

Die Fotos darf ich mit freundlicher Genehmigung veröffentlichen.

Morgens um 9 Uhr angekommen, sehe ich schon direkt Melanie, Steffen und Martin (Sehen ist nicht gleich gesehen werden, gell Maddin? ;-)). Vor der Startnummernausgabe lerne ich auch endlich mal meinen Fastnachbarn Thomas Eller kennen.

Es war nicht ganz klar, ob ich ein Stück mitlaufen darf und so hatte ich mich mit meinem übergroßen Banner darauf eingestellt, die Läuferschar zusammen mit Frau Blumenmond anzufeuern. Doch kaum in der Turnhalle angekommen, sehe ich mich mit einer Startnummer in der Hand und von liebevoll-gehässig grinsenden Gesichtern umringt. Öhm. Ich bin ein bißchen überrumpelt und es kommt kurz Panik auf. Wieviel Zeit ist noch bis Start? Ganz allein da mitlaufen?

Doch Thomas aka Tom schlägt mir vor, ganz entspannt an seiner Seite zu laufen.  Er möchte heute das erste Mal nach seiner Zwangspause wieder laufen und hat keine Ambitionen, km X zu schaffen. Was er allerdings als entspannt bezeichnet ist für mich ordentliche Keucharbeit.

Das Umziehen ist nochmal ein Abenteuer. Ich schnappe mir meinen vorsorglich mit Laufsachen bestückten Rucksack und eile zum Aufenthaltsraum an der Strecke. Ungestört umziehen ist da nicht und ich muß mich komplett umblättern, also husche ich in einen Nebenraum, der sich als Küche herausstellt. In diesem Raum werden zwei weitere Menschen erfahren, wo ich überall Muttermale habe. 😳

Raus, Streßpipi und ab an den Start. Die 15km, die ich Tom begleite, vergehen wie im Flug. Er hat so viel Spannendes zu erzählen und weiß zu fast jedem Läufer auf der Strecke den Namen und mindestens eine kleine Geschichte. Danach lasse ich ihn in seinem Tempo weiterziehen und hänge noch 5km für mich dran. Tom, es war sehr schön, mit Dir zu laufen und Du bist ein charmanter, angenehmer Zeitgenosse.

Es ist unfaßbar, was die Helfer von Troisdorf alles leisten. Das Wetter ist ein einziger Graus und der unbefestigte Teil der Strecke steht durch den Dauerregen schnell unter Wasser. Bei einer meiner Runden sehe ich eine Frau mit Besen (!) bewaffnet die Pfützen vor uns wegkehren. An der Verpflegungsstelle erwarten einen immer warme Getränke (Margitta, ich mußte an Dich denken wegen der warmen Cola! :-)) und warm lächelnde Gesichter. Die Musik im Stadion motiviert, jede 400-Meter-Runde mit Tribünenschritt zu absolvieren. Die Streckenposten lassen es sich nicht nehmen, viele der Läufer mit Namen anzusprechen, zu beklatschen und ihnen zu versichern, daß sie noch gut aussehen. Zwei Läufer trällern mir im Vorbeitackern ein Ständchen auf mein Laufshirt.

Recht schnell überrundet uns Steffen fliegenderweise. Auf dem Video ist wegen des Windes leider kaum ein Wort zu verstehen.

[youtube X1DanjBachc]

Nach 20km ist für mich Schluß. Ich hätte gern noch ein paar Runden drangehangen, aber die Vernunft siegt. Die ersten 15km waren schon zu flott, um gemütlich zu sein. Schnell UND weit sind noch zu viel für die MiMoSe.

[youtube birL7bXySqE]

In Troisdorf spürt man direkt, daß jeder mit dem Herzen dabei ist. Die lieben Worte und das warme Wasser danach werden sicher nicht nur für mich Balsam gewesen sein.

Klitschnaß, sockenlos und fröhlich pfeifend fahre ich nach Hause und stelle mir vor, wie es den anderen ergeht, die jetzt noch drei Stunden vor sich haben.

Troisdorf, ich komme wieder und dann mit Anlauf!

Monsterwaden

Nur allzu gerne gebe ich meinen 200. Blogpost her, um euch die diesjährigen, von euch gewählten, Gewinner der Monsterwadenparty zu nennen.

Frau Monsterwade 2010 ist Laufline:


Herr Monsterwade 2010 ist Calceola:


Herzlichen Glückwunsch, ihr zwei!

Danke auch allen anderen, die ihre hübschen Läuferhaxen vor die Linse gehalten haben!

Laufen ist bunt!

Also, ich besitze mittlerweile fünf Paar Laufschuhe.

Als da wären:

ein grüner Flitzer

-ein weißer Schuh mit roten Streifen

-ein weißer Schuh mit blauen Streifen

-ein grauer Schuh mit roten Streifen

und, oh Wunder

-noch ein weißer Schuh mit roten Streifen

mein Freund hat drei Paar:

-ein weißer Schuh mit roten Streifen

*gähn*

-ein weißer Schuh mit gelben Streifen

-ein weißer Schuh mit blauen Streifen

Langweilig!

Margitta schreibt es immer wieder und bekommt großen Zuspruch, daß doch die meisten sich mehr Farbe an den so oft getragenen Tretern wünschen oder zumindest keine Einwände hätten.

Sicher, es gibt einige hübsche Wettkampfschuhe, die längst Farbe bekennen, aber was den Alltagslaufschuh angeht, kann man in der Regel höchstens mal mit Pastellvariationen bei den Damen rechnen. Natürlich brauchen wir Läuferinnen den blassen Abklatsch, weil wir ja ach so zart sind. 😉

Das web 2.0 und die geballte (Lauf-)Bloggerkraft muß es doch möglich machen, die Laufschuhhersteller zumindest einmal deutlich darauf aufmerksam zu machen.

Wer von euch das genauso sieht und darauf hinweisen möchte, postet bitte einen Beitrag mit Titel „Laufen ist bunt!“ in seinem Blog (gern mit eigenen Worten ergänzt), per Twitter, per Facebook…  und hinterläßt mir den Link hier in den Kommentaren.

Diese Links werde ich fleißig sammeln und einfach mal kackfrech an einige Hersteller weiterleiten.

Mal sehen, was wir als Antwort bekommen.