Archive for März, 2010

ein Vollhorst und ein echter Horst

Das Wetter war wider Erwarten toll. Ab nachmittags vertrieben die Sonne und ein starker Wind die Wolken.

Mein Adrenalin war schon um kurz nach elf Uhr morgens aufgebraucht, also ging es mir ab da etwas besser.

Start ist um 15:30 Uhr. Wir kommen entspannt und frühzeitig an, holen unsere Startunterlagen ab und treffen uns mit meinem Laufvater Albert und ich laufe mich gemütlich mit ihm ein.

Meine Anspannung ist mäßig und erträglich (was sie in den Tagen zuvor nicht war).

Als wir uns für den Start einreihen, meint Albert:“Nix hinten anstellen. Das kostet wertvolle Sekunden. Wir gehen in die Mitte. Die Straße ist breit genug, daß sich auch Überholende nicht dadurch gestört fühlen.“

Gesagt, getan und „Peng“, ein unromantischer, aber pünktlicher Startschuß. Nur 8 Sekunden später sind wir über die Ziellinie.

Geplant war, daß ich es ruhig angehen lasse (also über 6min.), aber bereits den ersten Kilometer drücke ich mit 5:52 min. ab. Keine Panik, Eva, es läuft doch gut. Du atmest gleichmäßig und fühlst Dich wohl. Nächster 5:51, dann 5:49, 5:40…

An jeder einzelnen Steigung kann ich in konstantem Tempo und ohne merklich mehr Anstrengung hoch und kassiere dabei jedes Mal 5-10 Läufer ein. That`s fun und es hat Tetrischarme! Dazwischen klebe ich mich immer an irgendeine Ferse. Es war die richtige Entscheidung, spontan doch nur im T-Shirt und 3/4-Hose zu laufen.

Ungefähr bei Kilometer 4 muß ich mit ansehen, wie welche, von den Streckenposten unbemerkt, abkürzen, weil die Chips nur im Start und im Ziel gelesen werden. Naja, ich habe keine Muse, mir da jetzt Gedanken drüber zu machen, aber arschig finde ich das schon.

Kilometer 6 bricht an und ich grinse in mich hinein. Es läuft super! Mein Tempo ist besser als gedacht, die Sonne lacht und ich habe schon mehr als die Hälfte geschafft und plötzlich: „Pauz“! Mein Bauch fängt Feuer!

Der Schmerz ist annähernd höllisch (Wie ich mittlerweile weiß, war es einfach nur Seitenstechen deluxe.) und ich habe spontan Angst (weil gerade an der Stelle vorbelastet). Trotzdem bleibe ich ruhig, mache ein wenig langsamer, atme flacher und nur aus oder ein (vergessen, wie herum), wenn ich mit dem Bein der anderen Körperseite auftrete. Es nützt nix und ich bleibe stehen, halte mir fest den Bauch. Nach den fiesesten Sekunden gehe ich langsam weiter. Es wird aber nicht besser. Damn!! Ruhig atmen, ruhig…. nützt nix, also probiere ich nochmal zu laufen. Es tut genauso weh, aber nach ein paar Sekunden wird es zumindest um so viel leichter, daß ich langsam traben kann. Ein Kilometer in weit über 7 min. Ich könnte heulen und würde am liebsten stehenbleiben. Meine Motivation ist im Keller und als ich dann vor der nächsten Steigung bin, treibt mich blanke Sturheit hinauf. Auf einmal ist ein Läufer neben mir und ich höre ihn etwas sagen und frage mich: „Hat er gerade `Bravo!´gesagt?“ Ich nicke ihm unverbindlich zu, weil es auch einfach ein Gruß hat sein können.

Auf der folgenden Ebene gibt mir der Gegenwind den Rest und ich komme gefühlt gar nicht mehr voran. Der Herr setzt sich vor mich und sagt, diesmal laut und deutlich etwas wie: „Du schaffst das. Schau auf meine Füße. Ich zieh Dich.“

Völlig geplättet tue ich genau das. Die nächste Steigung naht, er winkt mich links an sich vorbei, damit ich die kürzeste Kurvenlinie laufen kann und fällt selbst zurück mit dem Kommentar: „Ich habe Schmerzen in der Achillessehne. Ich kann heut nid so. Du kannst die Stunde noch schaffen. Lauf!“ Und das „Lauf“ ruft er mir auch noch hinterher, als ich schon zweihundert Meter weiter bin. Ich bin fix und alle und frage mich bei jedem dritten Schritt, wie ich noch den nächsten schaffen soll. Aber ich laufe, irgendwie. Die letzten paar hundert Meter herrscht noch einmal Verwirrung, weil ich ganz allein bin und das Gefühl habe, parallel zum Ziel zu laufen und dann vor Stotter und Haspel nochmal ins Gehen verfalle. Wie aus dem Nichts heraus ist eine Bekannte neben mir und ich sehe das Ziel. Ich fange nochmal an zu laufen und wir laufen zu zweit nebeneinander über die Ziellinie. Vom Fotografen oder Veranstalter darf sie sich prompt einen Anschiß abholen, weil sie ohne Startnummer über die Ziellinie läuft.  Ups.

Wenige Sekunden später kommt mein Retter auch an und ich falle ihm ohne irgendeine Scheu um den Hals und bedanke mich herzlich!

Horst heißt er und beim Deichlauf im Mai wollen wir es beide besser machen.;-)

Ich bin ein bißchen sehr böse mit mir, weil ich mir den Lauf einfach falsch eingeteilt habe. Insgesamt bin ich aber fast 2 min. schneller gelaufen, als beim letzten Zehner und um einige ganz wichtige unangenehme und angenehme Erfahrungen reicher.

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Meine Aktivitäten 27.03.2010, Tempo - Distanz

Glückwunsch auf diesem Wege noch an meinen ♥-Sinusläufer! Er hat heute erfolgreich debüttiert.

geheim, geheim, nimmer geheim

Lars (Ich schreibe jetzt nichts weiter dazu, außer daß ich Dich in der Blogosphäre schmerzlich vermisse.) hat mich vor ein paar Monden von ihm unbeabsichtigt auf eine ganz feine Sache aufmerksam gemacht.

In 2010 möchte ich mindestens 1000 Kilometer laufen, aber von April 2009-April 2010 schon 1000 Kilometer für das erste Läuferjahr voll zu haben wären mir eine besondere Egopraline.

Ob ich das schaffe? Keine Ahnung. Das ist schon an der Grenze zu dem, was ich aktuell kann.

957, 58 km wären für das erste Jahr auch nett, aber eben nicht so schön rund. 😉

Drückt mir die Daumen. Vielleicht, mit viel Spucke und ein bißchen Glück….


Rmpf! Rmpf? Hmpf.

Gerade in der Sekunde bin ich ziemlich angesickt.

Die Sonne scheint!

Das sollte mich eigentlich freuen, aber heute morgen waren Daniela und ich um 8 Uhr für 20km verabredet. Ich hatte uns eine schöne, flache Strecke (für mich) und etwa die Hälfte davon Feldweg/Waldweg (für Daniela) zusammengewurschdelt und was ist? Als ich um kurz nach 7 Uhr aus dem Fenster schaue, regnet es, was das Zeug hält. Die sms von Daniela, ob wir das Laufen, auf besseres Wetter hoffend, um eine Stunde verschieben wollen, läßt nicht lange auf sich warten.

Kurzes hin- und her, ein Anruf und wir entscheiden uns, daß heute mal jeder allein sein Glück versucht.

Ich tingel also auf`s Laufband, weil ich so kurz vorm Engerser Volkslauf auf weitere Blasen durch nasse Füße gern verzichte und als ich wieder zuhause bin-SONNE!

Das war somit die Weicheiquittung. 😉 Haken dran.

Abgesehen davon, durfte ich heute meine neuen Schühchen testen. Sie waren gestern ein spontanes Schnäppchen und ich bin ganz entzückt.

New Balance MR 757

New Balance MR 757

Die ersten 14km Einlaufen fühlen sie sich wunderbar an! Nichts drückt und nach 5km laufe ich auch schon rund darin.

Gestern habe ich das letzte Mal vor`m 10er nächsten Samstag Gas gegeben und bin eine Pyramide gelaufen. 2,5 km ganz lockeres Einlaufen und dann 4km in 21:26 min. Das ist für mich verdammt schnell und es macht mich zuversichtlich(er) für nächste Woche.

Meine Beine können sub 60, nur ich darf nicht den Mut verlieren. Haha.

Tips nehme ich gern entgegen. *angst*

Wir werden sehen. *nervöstippel*

Meine vegetarische Woche endet heute und ich kann körperlich keine Veränderung feststellen. Aber es hat Spaß gemacht, sich über Neues auf dem Teller Gedanken zu machen und ich möchte es definitiv beibehalten, nicht mehr ganz so viel Fleischgerichte zu kochen.

Heute gibt es als Abschluß dann Dibbekoche mit ohne Wurst und Schinken. 😉

Training ohne Ziel und ohne Sinn?

Nö, nur ohne Puls und ohne Plan.

Frau Laufsachen versucht sich aktuell sowohl  am Training nach Puls als auch nach Plan und hält uns auf ihrem Blog darüber auf dem Laufenden, wie sie damit zurechtkommt und welche Fortschritte sie macht.

Der klare Vorteil daran  ist natürlich das Mehr an allerliebsthübschen Zahlen, mit denen mal spielen die man auswerten/vergleichen kann und der Weg als Ziel und somit als Motivation.

Das finde ich sehr spannend, weiß aber auch gleichzeitig, daß ich bei einem Trainingsplan schnell die Lust verlieren würde. Feste Vorgaben mochte ich noch nie. Ich gebe lieber von mir aus, was ich kann.

Daß ich ein Ehrgeiztierchen bin und gern auf ein Ziel hinarbeite, hatten wir ja schon festgestellt.

Aber so wirklich um das Letzte, was ich geben könnte, mag ich auch (zumindest bisher) nicht kämpfen. Ich habe ja durchaus noch einen Riesenspielraum nach oben, was Verbesserungen angeht. *räusper*

Trainingspläne, Pulskontrolle-das läßt mir allein schon beim Gedanken daran ein enges Gefühl in der Brust entstehen (nicht zu Verwechseln mit dem gelegentlichen Rumprobieren).

Natürlich finde ich verschiedene Trainingsmethoden interessant und orientiere mich auch grob daran. Aber ich könnte nur schwerlich jetzt genau nur 45 Minuten langsam laufen, wenn ich doch Bock auf 90 min.  in meinem Wohlfühltempo habe.

Ich laufe also völlig  nach Gefühl und höre auf meine Atmung. Somit bilde ich wohl das Pendant zu Frau Laufsachen.

-3-4 x Keuch ist wie Spazierengehen

-2 x Keuch ist toll. Da könnte ich bis an die Ostsee oder bis nach Wiesbaden laufen (und denke währenddessen auch oft darüber nach) und es fühlt sich nach Laufen an

-1 x Keuch zeigt mir schnell, wo die Lungen hängen (Das war kein Hügel, das war eine Skischanze! Waha!)


Meine groben Vorgaben sind im Moment  in der Woche nicht unter 30km zu laufen. Wenn ich mal 40km die Woche laufe, merke ich das auch direkt und brauche entsprechend Erholung.

So z.B. diese Woche. Die letzte Woche hängt mir noch im Gebälk und ich konnte mich bisher nur zu einer kleinen Runde und ein Mal Kraft Anfang der Woche aufraffen. Danach fühlte ich mich aber platt und nicht angenehm frisch. Heute juckt es mich wieder in den Beinen.

Ab und an  laufe ich auch, obwohl ich es besser nicht sollte und ab und an habe ich auch mal keine Lust, wo ich aber durchaus raus gekonnt hätte. *schulterzuck*

Im Allgemeinen kann ich aber sagen, daß ich voran komme, schneller werde und vor allem weiter laufen kann. Nach meiner Zwangspause bis November konnte ich gerade mal wieder 5km am Stück  und das in einem ~7:30er Schnitt laufen und letzten Samstag bin ich schon wieder 17km in~6:40 gelaufen.  Nicht der Brüller (für mich allerdings schon), aber dafür gesund und (meistens;-)) mit Spaß!

Wenn ich mal Lust dazu habe, mich zu quälen und völlig zu verausgaben, laufe ich auch schon mal auf dem Laufband eine Pyramide. Letzte Woche bin ich dabei „verreckt“. Ich mußte also zwischendurch ganz vom Laufband runter und gehend durchatmen. Das kann ich so natürlich nicht auf mir sitzen lassen und bin heiß darauf, die Pyramide doch noch zu schaffen.

Und ab nächste Woche heißt es: Füße stillhalten und mal sehen, was ich Samstag so auf die Straße bringen kann beim ersten offiziellen Lauf für dieses Jahr.*trippel*

Natürlich schlägt mir das Herz vor Furcht und Vorfreude bis zum Hals, wenn ich daran denke. 😈