Archive for Februar, 2010

(Lauf-)Leidenschaften

Mit meinem letzten Beitrag habe ich schon den halbherzigen Versuch unternommen, mich zu „outen“. Aufgrund der Reaktionen darauf habe ich aber gemerkt, daß das so nicht ankam.

Eigentlich weiß ich schon seit Beginn meiner Lauferei, wie ich ticke. Ich kenne mich ja mittlerweile ein bißchen. 😉

Ich bin ein Ehrgeiztierchen!

Wie sonst hätte es passieren können, daß ich mich bereits nach wenigen Tagen von meinem Laufvater anstecken lasse, an einem 10km-Lauf teilzunehmen?

Ich stand nach nur sieben Wochen Laufen überhaupt am Start und bibberte mir einen zurecht, aber ich stand am Start.

Danach hatte ich erst recht Blut geleckt.

Recht schnell fing ich an, mich bei 1-2-sports in Wettbewerben mit anderen zu messen und habe sicherlich den ein oder anderen Kilometer ausschließlich wegen einer besseren Platzierung noch drangehangen.

Würde jemand neben mir herlaufen und mich anschreien, ich soll schneller laufen, ich würde vor Gift heulen und mit den Zähnen knirschen, aber ich wäre schneller.

Seit November tigere ich unruhig umher, weil der Winter mich dazu zwingt, so zu laufen, wie es mir das Wetter vorgibt und nicht, wie ich es möchte.

Den nächsten offiziellen Lauf kann ich kaum erwarten, weil ich wissen will, ob ich mich verbessert habe und bis März ist mir eigentlich schon viel zu lange hin.

Der Schweinehund erwischt mich nur, wenn ich keine Ziele habe.

Das hat aber nichts mit Verrennnen, Überehrgeiz oder sonst negativen Beigeschmäckern zu tun und ich wehre mich dagegen, daß ich weniger Freude am Laufen haben soll als ein reiner Genußläufer.

Ich horche in mich hinein, mache nur das, was ich mir zumuten kann (das verläßliche Urteilsvermögen darüber muß wohl noch genauso wachsen wie die Umfänge. ;-))und ab und an bin ich eben auch ein hibbeliger Spring-ins-Feld, wie Margitta es nennen würde.

Und im Übrigen reden wir hier ja nicht über sportliche Höchstleistungen, sondern über das, was ich (vielleicht) kann.

So bin ich und so laufe ich und ich habe Spaß daran!




Status abzugeben

Beflügelt von meiner sub 60 bin ich jetzt mal mutig und setze mich einmal mehr ein wenig unter Druck.

Ja, ich steh` auf  einen gewissen Druck, weil es dem Monster Feuer unter`m Hintern macht.

Daß ich bisher „nur“ ein Greenhorn bin, nehme ich innerlich nämlich schon mal ganz gerne als Ausrede für weniger Kilometer, weniger Läufe, weniger Motivation.

Gut, in der Konsequenz trete ich mir schlußendlich doch immer wieder selbst in den Bobbes, mal mehr und mal weniger lustig. Trotzdem…

Mir fleucht da nämlich so ein klitzekleines Geheimziel im Kopf herum, und um das zu erreichen, muß ich ein paar Weichheiten und vor allem den Welpenschutz loswerden.

Bisher bin ich voll auf Kurs und meine Haxen halten. *aufholzklopf*

Und wenn ich das kleine Ziel geschafft habe, kommt ein anderes, aber… mehr dazu, wenn es so weit ist.

Ich möchte also meinen Laufkükenstatus abgeben.

Wer mag? 🙂

sub 60 (etwas ausführlicher )

10km in unter 60 Min. sind für mich eine magische Zahl.

Als ich letztes Jahr mit Laufen anfing, hatte ich mich sehr schnell (nach sieben Wochen) von meinem Laufvater dazu überreden lassen, an einem Volkslauf über 10km teilzunehmen. Unerfahren, wie ich war (und bin), dachte ich mir so, daß ich nur teilnehme, wenn ich vorher schon die 10km unter 60min. laufen kann. Nach ganz kurzer Zeit mußte ich allerdings korrigieren und feststellen, daß das ein bißchen arg hoch gegriffen war. Ankommen war also die Devise und mit 63min. war ich sehr zufrieden und überglücklich, es geschafft zu haben. Das war meine bisher schnellste Zeit auf diese Distanz.


Heute Morgen ziehe ich den Rolladen hoch und sehe die Bescherung: erneut eine geschlossene Schneedecke. *augenroll*

Mein Freund mag eh ins Studio zum Gerätewackeln, also schwinge ich mich auf`s Laufband. Auch wenn das Teil ansich sehr uncharmant und extrem langweilig daherkommt, bin ich froh, daß ich in kurzen Sachen laufen kann und mal wieder so richtig schön dredschnaß geschwitzt bin.

Die ersten 2km laufe ich mich in 8km/h ein. Dann geh ich mal für 1 km auf 10km/h, dann auf 10,5, 11, 11,5…wieder 8, 10, 10,5… irgendwann fange ich an zu rechnen und der leise Gedanke wird wach, daß ich ja mal probieren könnte, was da so geht.

Ich laufe also äh,  ca. ab km7  10,7 km/h bis km 9,5 und dann dängel ich die Anzeige hoch, hoch, hoch und die Sekunden fliegen neben den Metern dahin. Das wird eng, aber ich bin jetzt soooo kurz davor. *grrr*  Also dängel ich das Teil nochmal hoch (ich glaube, bis 17km/h ganz am Schluß) und zack: da stehen sie, die hübschesten Zahlen, die ich bisher selbst fabrizieren durfte: 10km und 59,57min.

Ich weiß, das Laufband ist nicht mit den echten Bedingungen vor der Tür zu vergleichen, aber ich bin immer mit 2% Steigung und immerhin ohne den Druck oder die Euphorie einer offiziellen Veranstaltung gelaufen. Von daher zählt das für mich.

So richtig fassen kann ich es allerdings immer noch nicht. Ich habe in den letzten Wochen trotz häufiger Unlust wegen des Wetters gemerkt, daß ich wieder einen Schub nach vorne gemacht habe, ein wenig schneller regeneriere, länger Puste habe, es einfach leichter läuft, aber DAS hätte ich nicht gedacht.

Mal sehen, was das (Lauf-)Jahr so bringt. Ich freu mich drauf. 😀

unfaßbar

Irgendjemand ist heute vor lauter Gift auf den erneuten Schnee in die 3/4-Hose ( Gell, Margitta? ;-)) gestiegen, auf`s Laufband und nach 10km in 59:57 min wieder runter. Das kann doch nicht ich gewesen sein…