Archive for Februar, 2010

Läuferfrühstück

Hach, ich mag die Kringelchen von LÄuferfrÜhstÜck. 😛

Nachdem Daniela und ich uns heute Morgen gute 12km durch Schlamm gewühlt haben, Eis (Argh!) ausgewichen sind und somit ungeplant zum Kleinrundenlaufen verdonnert wurden, warf die Dame mich auf dem Nachhauseweg vor unserer Bäckerei aus ihrem quietschgelben TeufTeuf. Wenn ich ja schon auf bin, kann ich auch gleich noch das Frühstück organisieren für den Monsterhunger im Hause Sinusläufer.

Die Schlange stehende Kundschaft beäugt mich kritisch, bin ich doch noch in voller Läufermontur und ordentlich eingesaut.


Frühlingseinsauen

Frühlingseinsauen


Frau Chefbäckerin(sie und ihr Mann laufen auch)bedient mich; freundlich wie immer, flink wie immer und ich tingel mit meinen zwei Tüten nach Hause.

Wir wohnen Hochparterre, also ist unser Balkon ca. 1,5m hoch. Und da ich die Schuhe so eingewutzt habe, daß es schon an ein Wunder grenzt, daß ich Danielas qualitativ hochwertigen Hochflor im Auto nicht ruiniert habe, will ich mein Glück nicht überstrapazieren und wähle diesen „Eingang“.

Kurz darauf öffne ich die Leckereientüte

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und hervor lugen natürlich die Sachen, die ich gekauft habe und irgendein Zettel. Hääää?


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So ein listiges Völkchen, diese Bäcker, aber ich beäumel mich und freue mich über diesen nachbarschaftlich-läuferischen Humor. 😉

Und klar bin ich dabei! War ja eh geplant! Ha! Hahaha!

mit der Zehenspitze zuerst

Was macht man, wenn man körperlich noch nicht so wirklich an seine Grenzen gehen kann/sollte?

Man bastelt sich welche,  seien sie auch noch so schwachdelfugig.

Heute geht es um die Zeit, genauer die Uhrzeit.

Daniela, die bekloppte Nudel, fragt mich, ob ich mit ihr mal morgens um 5 Uhr auf dem Laufband laufen würde. Womit sie wohl nicht gerechnet hat ist, daß ich das bejahe.

Margitta, um Deinen Satz von gestern aufzugreifen: Wer morgens um 5 Uhr einen Lauftreff auf dem Laufband veranstaltet, meint es nicht ernst! *lach*

5  Uhr ist jetzt für einige wohl keine so ungewöhnliche Zeit. Für mich allerdings schon, erst recht, wenn ich vor der Arbeit sporteln soll. Gestern Abend konnte ich mich nicht wirklich gut leiden, wie ich so über den Schlamassel nachdenke, in den ich mich da freiwillig manövriert habe.

Irgendwie hatte ich dann aber doch erwartet, daß es ein größerer Kampf würde. Nachdem ich allerdings erstmal die Ungerechtigkeit des Aufstehens ansich überwunden hatte und auf dem Laufband stand, war es wie zu jeder anderen Uhrzeit auch. Daniela war etwas pünktlicher als ich*räusper* und war schon fleißig am tackern, als ich mich am Tatort einfand. Wie die Frau es schafft, mehrere km lang ein Tempo auf dem Ding durchzulaufen, ist mir ein Rätsel. Erstmal wird mir dann langweilig und zum Zweiten, muß ich immer an Knöpfchen rumspielen, wenn da welche sind („Ich drück de Knöpje!“). Deshalb habe ich wohl ein Handy mit ohne Knöpfe. 😛

Ich muß erst um 9 Uhr arbeiten, also habe ich doch etwas Luft, um nach dem Laufen auch noch  mein Gerätewackelprogramm durchzuziehen und zwischendrin mit der Haupttäterin ein Käffchen zu trinken, bevor sie sich ihrerseits zur Schaffe aufmacht.

Verwirrend, unspektakulärer als gedacht und doch irgendwie witzig; im Nachhinein. 😎

Hat noch jemand beknackte Laufideen, die man unbedingt einmal probiert haben sollte?

out of time

Die 15 km K(r)ampf von Sonntag spüre ich noch deutlich in den Knochen. Nicht schmerzhaft, nur beansprucht.

Also führte ich heute Morgen Selbstgespräche. „Missus, wenn Du jetzt läufst, dann aber laaaangsam oder gar nicht. Klar soweit?“  Ich erwidere ein kleinlautes und dennoch trutziges Ja.

Weil diese Woche ziemlich vollgepackt ist, bleibt mir nichts Anderes übrig als morgens vor der Arbeit zu laufen, wenn ich nicht riskieren will, dann abends doch nicht dazu zu kommen oder weil ich einfach zu platt bin, um mich noch vor die Tür zu wuchten.

Daß ich die Mottenläufe und das Rumgeeiere in der Stadt nicht liebe, wißt ihr ja. Aber heute Morgen war ich ganz woanders.

Als ich gegen 6 Uhr loszockeln will, merke ich, daß mein ipod kurzfristig in Winterschlaf verfallen ist. Gut, dann also ohne Musik, im Dunkeln, in der Stadt, null optischer Reiz… maul, zeter, knurr.

Am Ende meiner Straße angekommen, biege ich spontan mal in eine andere Richtung ab.

Mein Weg führt mich zum (vermutlich) ältesten Stadtteil und schon nach ein paar Metern rieche ich den Regen, fauliges Laub, nasse Steine…. hmjam. Ich habe gar nicht genug Lunge, um das alles aufzusaugen! Zudem liegt kein, aber auch kein Fitzel Schnee mehr und allein darüber freue ich mich schon wie ein Kind, das seinen Willen gekriegt hat.

Dann komme ich an unseren Kirmesplatz und rieche Sägespäne und Tiere. Ah, Zirkus!

Eigentlich wollte ich hier nur einen Schlenker dranhängen und dann zurück zu meiner gewohnten Dunkelstrecke, aber die orange beleuchteten Seitengäßchen locken mich und es sind praktisch noch keine Autos unterwegs, also laufe ich frech mitten auf der Straße und bestaune, was ich sehe.

Erstmal bin ich verwundert, wieviele Menschen um die Uhrzeit schon den Fernseher anhaben. Da hab ich keine Meinung zu, aber ich höre dann lieber Radio.

Klar bin ich schon durch diesen Teil der Stadt gefahren, aber sooo habe ich ihn noch nie gesehen, erst recht nicht laufend. Dann nehme ich allmählich die kleinen Hutzelhäuschen wahr. Überall kleine Gassen, krumme, schiefe, bauchige, bucklige, verwinkelte, verbaute Fachwerkhäuschen so weit das Auge reicht. Hach, sind die hübsch!

Ich hätte euch gerne Fotos mitgebracht, nur das schafft das simple Kameralicht meines Handys nicht, aber irgendwann mach ich das mal.

Ich konnte mich gar nicht satt sehen und wo wir schon beim Thema Essen sind: irgendwann bin ich in der Schmandstraße und es schnuppert so lecker nach Holz aus den Kaminen, da bekomme ich spontan Lust auf Flammkuchen.

Ich bin total zeit- und ziellos, schlendere durch die Gegend und bin für ein paar wunderbare Augenblicke verzaubert.

Auf dem Rückweg holt das Stadtleben mich wieder ein. Weiße Laternen, Arbeitstierchen wie ich in ihren Autos, Durchatmen, Dusche…hallo wach! 😀

Wer hat noch Mützenleichen?

Schwanenteich mit Blubberblasen reloaded

Frisch gebadet, mit nassem Lockenkopf, ABS-Socken und einer heißen Tasse Kaffee sitze ich hier, wohlig meine Knochen räkelnd, an meinem grünen Schläbbi und freue mich diebisch über ganz banale Dinge.

Heute lasse ich also mal Daniela das Wort zum Sonntag(slauf). Sie findet die passenderen Worte für das Wetter. 😉

Wir fürchten weder Tod noch Teufel noch Limbodance!

Wir fürchten weder Tod noch Teufel noch Limbodance!

Eine Frage nur an euch:

Jedes Mal, wenn meine Socken naß werden durch Schnee oder Regen, laufe ich mir Blasen. Habt ihr einen Tip, wie ich das vermeiden kann?