Archive for Oktober, 2009

Sunflowers…. mal ganz anders

Pienznäschen aka Julia hatte mir in der Vergangenheit bereits als Rettung meiner Pflanzenbesitzerwürde ein wunderhübsches Sonnenblümchen geschickt.

Diese hier hat sie mir persönlich vorbei gebracht. *freufreufreu*

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Und ihren ♥-Mann hatte sie auch gleich noch dabei. 🙂

Bisher stand ich dem realen Kontakteknüpfen über das Internet eher sehr skeptisch gegenüber. Das Bloggen ist für mich eine schöne Möglichkeit, über bestimmte Themen (bei uns hier natürlich im Vordergrund das Laufen) durchaus emotional zu schreiben und sich verstanden zu fühlen, auszutauschen, ach, ihr wißt es ja selbst.

Aber der Großteil dessen, was einen ganzen Charakter ausmacht, bleibt außen vor. Meistens jedenfalls. 😉

Manchmal gefällt das Bißchen, das man über jemanden in den Blogs liest, dann doch so gut, daß man auch nichts gegen eine nennen wir es mal „Erweiterung“ des Bildes hat.

Selbstredend, daß wir uns zuvor auch ein bißchen privater unterhalten hatten, aber jemanden dann in Farbe und bunt gegenüber stehen zu haben, ist noch einmal etwas ganz Anderes.

Doch Julchen ist derart einnehmend-herzlich, daß man seine Bedenken oder Grenzen schnell über Bord wirft! Ihr Bald-Mann steht dem im Übrigen in nichts nach!

An dieser Stelle muß ich Danke sagen:

Danke dafür, liebes Julchen, daß Du meine Ansichten zurechtgerückt und mir gezeigt hast, daß ein anonymes Bloggen durchaus zu sehr persönlichen und wundervollen Kontakten führen kann!

Wir hatten einen sehr schönen Tag und das Wetter war sogar so gnädig,  den Regen kurzfristig auszublenden, damit wir ein wenig raus konnten.

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Wir  Monster`s haben es doch tatsächlich geschafft, nicht ein einziges verwertbares Foto von uns zu knipsen! *lach*

Ich glaube, das ist Pienznäschen`s besser gelungen. 😉

Und hier nun, sagen wir Danke:

Liebe Julia, lieber Dirk,


wir hatten einen wirklich ganz tollen Tag mit euch und haben ihn sehr genossen!

Unsere Erwartungen wurden ja bereits übertroffen, weil ihr so unheimlich sympathisch seid. Daß es auch noch so „paßt“, das hätten wir wirklich nicht gedacht und sind völlig entzückt von euch.

Wir lehnen uns jetzt mal weit aus dem Fenster (weil wir ja nicht restlos sicher sein können, daß ihr das auch so seht) und sagen: Bis zum nächsten Mal! Ihr seid hier jederzeit willkommen. 😀


ganz herzliche Grüße nach Hessen

Christian & Eva

Halbzeit

Die Hälfte meiner Laufpause ist um.  Jetzt kommt der schrecklichere Teil. Bisher war ich einfach froh, allmählich wieder normal beweglich und einigermaßen schmerzfrei zu werden.  Da war nicht groß an Laufen zu denken. Wo ich mich nun aber allmählich besser fühle, kribbelt es natürlich in den Beinen. Nein, ich kann und darf noch nicht, aber mein Kopf denkt da ganz selbständig solche Sachen. Ich nix! 😉


Irgendwie hätte ich gedacht, daß mir das Laufen gar nicht so sehr fehlt, weil ich doch so ein Neuling bin und bisher kaum feste Alltagsrituale mit diesem schönen Sport verbinde.  Falsch gedacht. Mmpf!

Gestern noch habe ich ein wenig mit unserem Nachbarn geschnackt. Er ist am Sonntag beim Kölner Halbmarathon gestartet (M65/Netto 1:59:25 Glückwunsch nochmal an dieser Stelle, Albert! :-)) und hat mal wieder dieses Leuchten in den Augen. Er ist übrigens derjenige, der mich zu meinem ersten Lauf angespornt hat. Dann kam die Frage: „Und Eva, bisde nächstes Jahr dabei?“

Ich habe noch überhaupt keine konkreten Gedanken an einen Halbmarathon und bleibe vorerst bei meiner „Wettkampfplanung 2010“, aber wenn er so euphorisch von seinen Erlebnissen berichtet, oh dann kann ich fast nicht sitzen bleiben. Ich werde sogar regelrecht giftig. Der Puls beschleunigt wie von selbst. Ich will laufen! Grrr!

Ich bin ständig hin- und hergerisssen zwischen Gedanken wie: „Ruhig! Werd gesund, dann darfst Du doch wieder auf die Piste. Gut Ding braucht Weile…. Was bringt es, Dich jetzt selbst zu quälen. Lenk Dich ab. Bald, ganz bald.“

und:  „Jetzt! Sofort! Alles! Laufen, laufen, laufen, bis keine Luft mehr da ist und die Beine abfallen! Ich fühle mich ungerecht behandelt, weil alle laufen, nur ich nicht. Mein Freund kommt freudestrahlend nach seiner Runde nach Hause, berichtet mir stolz, wie weit, wie schnell; wie sich die neuen Laufsachen geben. Ich lächle, freue mich mit ihm. Innerlich bin ich furchtbar neidisch. So!“

Puh, manchmal, muß man sich einfach Luft machen.

Jetzt bin ich wieder brav. 😉