Archive for August, 2009

Eigenlob stinkt nicht (immer)

Ausnahmsweise poste ich mal einen Monatsrückblick, weil ich finde, der August war mein Monat.

die persönlichen „Rekorde“ in Zahlen:

gelaufene km: 138,33

längste Distanz: 20,12 km

schnellster km: 4:55 min.

Für mich als Anfänger war das eine ganze Menge und ich freue mich darüber. Was mich noch mehr freut ist, daß es mir gut geht. 🙂

Mit Kai habe ich mir eine kleine Challenge geliefert. Wir wollten mal sehen, wer von uns mehr Kilometer schrubbt.

evavskai1

Kai ist ganze 165,651 km gelaufen, ich hinke mit meinen 138,33 doch ein Stück hinterher, um genau zu sein  27,321 km.

Lieber Kai, an dieser Stelle herzlichen Glückwunsch! 😀 😀 😀

Du hast Dir den Sieg ehrlich erkämpft. Sei stolz auf Dich, auch wenn Du gegen ein Mädchen gewonnen hast. Aber das Mädchen ist ein Monster, also zählt das. *breitgrins*

Und ich möchte Dir danken. Durch Dich habe ich mich noch einmal deutlicher hinterfragt, ob ich gerade nicht laufen kann oder nicht möchte und ich kann behaupten, im August nie faul gewesen zu sein.

Den ein oder anderen Kilometer kann ich ganz Dir zuschreiben. 😉

Trotzdem empfinde ich Deinen Sieg nicht als Niederlage für mich.

Ich bin mehr in einem Monat gelaufen als bisher und bin bis an meine (gesunden) Grenzen gegangen. Das hat Spaß gemacht! 😆

Also: Danke!

Dann habe ich noch eine Frage an euch, die mir seit längerem unter den Nägeln brennt.

Was macht einen Läufer aus oder wann ist man Läufer?

runner`s paradise

Seit ein paar Wochen habe ich überlegt, ob ich heute nochmal an einem offiziellen 10er (ich scheue das Wort Wettkampf bei meiner Durchschnittsgeschwindigkeit ;-)) teilnehme. Daß ich die 5km sub 30 laufe, war ein gutes Indiz in die Richtung, daß ich mich auch auf 10km ein wenig verbessert haben könnte. Aber -Kurzfassung- ich habe mich einfach nicht danach gefühlt.

Laufen wollte ich natürlich trotzdem und da mein Menne heute arbeiten mußte, war ich eh früh auf.

Um 8 Uhr ging es ab auf die Piste, mal wieder am herrlichen Rhein entlang. Mein Ziel war: einfach mal so lange, wie geht.

Es ist mäßig bewölkt, der Wind weht frisch, es kommt mir fast schon kühl vor. Die ersten 2km sind langweiliges Aus-der-Stadt-Rauskommen. Dann überquere ich unseren Deich und bin an der Rheinpromenade. Hier ist die Strecke einfach nur wunderschön. Der Rhein, frisch gemähtes Gras, Pfauen, Trauerweiden, andere Läufer…

Ein paar Angler stehen mitten im Rhein. Das sieht schon sehr drollig aus, weil sie wie abgeschnitten wirken. Nach ca. 10km drehe ich um und laufe die selbe Strecke zurück. Ich traue mich nicht, eine Tour ins Blaue zu unternehmen. So kann ich immer in etwa abschätzen,wo ich bin und wie weit ich es bis nach Hause habe.

Zwischenzeitlich denke ich, wie schön es jetzt wäre, wenn ihr das sehen könntet. Es wäre für jeden von euch etwas dabei. Guckt mal das silberne Wasser. Guckt mal die Sonne. Guckt mal den riiiiesigen Käfer. Guckt mal die anderen Läufer; der Anfänger in Jogginghose und weißem T-Shirt, der jetzt schon nicht mehr kann. Die südländisch wirkende alte Frau, die mir gerade bis zur Brust reicht, aber ihre Strecke rockt. Der beleidigte Schnösel, dem ich nicht schnell genug Platz mache, weil er ja ach so wichtig ist. Die Stöckchenfrau, die ohne einen Blick ganz hektisch von dannen klackert. Das Mädel, das freundlich grüßt mit Verstehen im Blick. Die Herrschaften vom Lauftreff, die erstmal noch quatschen, bevor sie loslaufen. Guckt mal…ich.

Ich fühle mich richtig wohl und irgendwann vergesse ich wohl unbewußt, mich gegen mich zu wehren.

Und dann…. irgendwo, ich laufe ruhig und langsam, steigt mir beim Ausatmen ein Lachen in der Brust auf. Ich bin tatsächlich, ganz plötzlich und unerwartet am Lachen! Beim nächsten Atemzug schießt mir das Wasser in die Augen. Einen kurzen Moment frage ich mich, ob ich gerade abdrehe. 😉 Nein, nicht wirklich. Eigentlich frage ich mich gar nichts. Die nächsten Kilometer nehme ich gar nicht richtig wahr. Ich fühle meine Beine nicht und habe ehrlich das Gefühl zu schweben.

Die letzten zwei Kilometer sind nochmal Plackerei, weil die Landschaft wieder unattraktiver wird und ich jetzt einfach keine Lust mehr habe. Ich habe Durst, bin salzverkrustet, in meinem Bauch ist ein großes Loch.

Nach exakt 2 Stunden, 22 Minuten und 5 Sekunden stehe ich wieder vor der Haustür. 20,12km bin ich gelaufen.

Diesen Lauf habe ich mir selbst zum Geschenk gemacht.

Stellenangebote der Miss Monster AG

Der ewige Anfänger  machte unlängst eine Unpäßlichkeit von mir zum Thema in seinem Blog.

Sein Artikel sagt eigentlich alles, also werde ich hier nicht mehr viele Worte darüber verlieren.

Im Kurzen: Ich bin gestern das erste Mal 5km in sub 30 gelaufen.

Erreichen konnte ich das nur, weil ich ganz dringend mal wohin mußte.

Lars aka Semper Tiro hatte daraufhin die glänzende Idee des „Eigenurindopings“. Das scheint mir eine Marktlücke zu sein und ich überlege, künftig „Trainings“ dafür anzubieten.

Lieber fieser Lars, übernimmst Du das Management und die Koordinative? Schreibst Trainings- und Zufuhrpläne?

Was brauchen wir noch und wer bewirbt sich?

 

 

 

😈

Was der Körper braucht

Ernährung ist für mich ein wichtiges Thema. Daß ich mich viel damit beschäftige, kommt natürlich erstmal von meiner Abnehmerei und es wird auch immer etwas sein, daß ich mir bewußt machen muß.

Mein „Rezept“ ist allerdings recht einfach. Abwechslungsreich und orientiert an der Ernährungspyramide essen. Nichts ist verboten, aber bei manchen Lebensmitteln darf/sollte man eben häufiger zugreifen. Ich vermute mal, daß das für niemanden von euch etwas völlig Neues ist.

Meine goldene Regel sozusagen ist allerdings: Essen, worauf man Lust hat.

Klar muß ich mir Gedanken über die Menge machen, aber ich esse tatsächlich, worauf ich gerade Gims (~Gier) habe.  Und ich bilde mir ein, daß ich damit auch sehr gut fahre. Wenn man auf seinen Körper hört und sich grundsätzlich ausgewogen ernährt, kann so m.E. kein Mangel an irgendetwas entstehen. Extremsport etc. lasse ich hier mal außen vor.

Durch mein langes Couchpotatoe-Dasein sind meine Muskeln etwas in Hintertreff geraten und ich brauchte oft Magnesium als Ergänzung. Heute scheint sich mein Körper allmählich an Bewegung gewöhnt zu haben.

Ich war schon immer ein guter Fleischverwerter. Nach zwei Tagen ohne lechze ich schon wieder danach. 

 

Aber seit ich laufe…ojoijoi!

Ich bin zur Nudel- und Marmeladenvernichtungsmaschine mutiert!

Mit Süßkram konnte ich bisher nie viel anfangen, aber im Moment lasse ich beim ausgiebigen Sonntagsfrühstück gern mal den Käse liegen und schmiere mir ein Marmeladenbrötchen.

Nudeln könnte ich trocken verputzen und Laugenbrezeln sind mir allerliebst.

Dem gebe ich aber auch nach und ich fühle mich gut damit. Seit ich auch nicht mehr das Gesicht verziehe, wenn ich lieber den süßen Brotaufstrich wähle, glaube ich auch, das Laufen besser „wegzustecken“.

Ganz abgesehen davon kann man, wenn man läuft einfach mehr futtern und das macht mir nochmal mehr  Spaß. :mrgreen:

Wie haltet ihr das? Ernährt ihr euch anders, seit ihr lauft oder nehmt ihr Ergänzungen zu euch? Spürt ihr einen Unterschied?