Archive for Juni, 2009

Findung

Daß ich beim Laufen bleiben möchte, habe ich jetzt für mich entschieden. Toller Sport! 😆

Nun weiß ich aber noch nicht so recht, wo ich damit hin will. Ja, ich gehöre zu den Menschen, die feste Ziele (ferne große und kleine schnell erreichbare) brauchen.  Ich habe nicht die Disziplin „einfach nur“ zu laufen.

Im September werde ich geplant operiert und darf danach mal sicher zwei Monate nicht laufen.  Das wird die erste Bewährungsprobe für die frische Beziehung Evchen & Laufen.

Die Zeit bis dahin möchte ich nutzen, um mir darüber klar zu werden, ob ich Hobbyläufer bleibe und vielleicht mal den ein oder anderen Volkslauf mitmache, oder ob ich z.B. der Begeisterung meines Nachbarn (der auch beim Deichlauf dabei war) folge und irgendwann mal sogar einen Halbmarathon laufe. Große Töne, ich weiß. Aber das sind bloß Überlegungen…

Im Moment macht es mir Spaß und ich genieße zu sehen, wie sich mein Körper positiv verändert, daß ich länger Luft habe, weiter laufen kann, etc. Aber wenn ich im Winter wieder laufen möchte, brauche ich einen Aufhänger. Mal sehen…. 🙂

Mo was Anneres

Ich mag Worte: gedacht, gesprochen, geschrieben. Es ist m.E. nach zwar wichtig, richtig und sinnvoll hochdeutsch zu beherrschen, aber was wäre unser schönes Deutschland ohne seine Dialekte? Die schönen und die weniger schönen genauso.

In diesem Sinne, mein Lauf gestern:

Als ich vunn de Arwed hemmkomm bin, hann ich jo seerschd iwalehd, ob ich schunn widda laafe gehn solld. Awwa ich hann mich nur kurz hiengehuggd, do hads mich dermaße in de Been gejuggd, es ging ewe nimmi annerschd. Ferdich! Do hann ich mich dann ewe umgezoh, die zarde 44,5er Schiehcha an, die Dier uff unn ford war se.

Mo newebei: es is schunn grausam, daß ma die Greeß nid aus de Schuh erausschnibbele kann odda? Das siehd jo so grußlich aus! E Fra mit Schuh in 44! *pff*

Also daggel ich dann so durch die Gechend. Zard mache, winnich mache, brav bleiwe…jo jo. Daggel als weida. Irchendwann kummd mei 7km-Teerkand(also die Hälfd, 3,5km), ich laaf weida. Mei 10km-Schdromheisje a, es Eva laafd immer noch weida. E Schdiggche noch, nur noch e Schdiggche.  Ich dreh dann awwa irchendwann doch e mol um. Ich muß eigendlich a mol wohien.

Es had ma so e Schpaß gemachd! *schwärm* Se Enn hann ich dann also 11,22km uff em Tacho unn war 84 Minudde unnerweh. Mir dudd a heid nix weh, veschbroch! *strahlüberbeidebacken* Nur die Kniekehle jugge ma manchmo so enn-zwee Schdunn nohm Laafe.

Na, wer errät`s? 😉

By the way: Irgendetwas hat sich verändert. Ich nehme schon seit dem Deichlauf an mir wahr, daß ich mich irgendwie anders bewege. Ich bin leiser und mein Oberkörper fühlt sich…hm… lockerer (?) an? Komisch, weil ich das nicht bewußt mache, aber dennoch feststelle. Ich deute es mal positiv, da mir mein Laufen insgesamt „runder“ vorkommt. 🙂

Ist das schwer…

…die Sache mit dem Vernünftigsein. Gerade im Moment bin ich ziemlich angefressen, weil ich mich zurücknehmen muß. Ich weiß, daß mein Körper etwas Entspannung nach dem Lauf braucht und war auch seit Freitag nur zwei Mal brav ganz langsame 5km laufen. Aber heute ist es verdammt schwer, nix zu tun.  Ich tigere hier durch die Wohnung  und über den Balkon, gehe meinem Freund tierisch auf die Nerven, hab schon mal vor lauter Unruhe den Wocheneinkauf gemacht, schreibe jetzt hier im Blog; alles,  um mich irgendwie abzulenken. Mir ist ja bewußt, daß ich emotional total gepusht bin vom Deichlauf und es wirklich nicht sinnvoll wäre dem nachzugeben. Und meine Beine und mein Magen (Warum eigentlich der Magen???) sind noch,hm, neudeutsch: suboptimal. Aber… *seufz*

Ich werde jetzt noch unter der Woche galama machen und als Belohnung gibt es dafür am Wochenende eine neue Strecke am Rhein und an zwei Seen entlang. Darauf freu ich mich. *auja*

Da fällt mir gerade ein: Kennt das einer von euch, daß man nach einem anstrengenden Lauf schlecht schläft? Üblicherweise schlafe ich durch das Laufen wie ein Stein.