Marathönnchen gets Halbmarathoninja

Da bin ich mal wieder.

Auch, wenn ich die meisten schon anderweitig gesehen, gehört, gelesen habe zum Jahreswechsel, so möchte ich doch auch hier noch ein “Frohes neues Jahr” lassen.

Resumees liegen mir nicht sonderlich, wie ihr wißt. Ich finde rückblickend jedes Jahr toll. Das liegt nicht daran, daß alles auch wirklich schön war, aber es ist das, was in meiner Erinnerung hängen bleibt.

Wenn ich an meinen verkatzten Marathon denke, strahle ich immer noch über beide Ohren.

Es sind die Gesichter und Gefühle, die bleiben. Oder wie Martin es ausdrückt: die Bilder.

Da sind also Bilder von ToiToi-Umarmungen, die einen Ehrenplatz haben, sechs Meter großén und 21,1km langen Mäusen, pienzigen Krümeln, kunterbunten Puschelschwingern, laufenden Tanzwaden, Leistenbrüchen, die endlich wieder halbmarathonen, freundschaftlich geteilten Trinkrucksäcken, tapferen Churfrankenbezwingern, Neuwiedropolisrockern, ich könnte eine ganze Weile so weitermachen…

Die Scherereien der letzten Wochen werden auch schon wieder durch kräftige Muskelkater und Lungenbrennen aus dem Gedächtnis kauterisiert.

In vier Wochen startet mein neuer Trainingsplan für Sabas Halbmarathondebüt und bis dahin heißt es: Grundlagen schaffen. Der Trainingsplan ist diesmal eher als Terminplan gedacht und wird neben den Lernplan an die Küchentür gepappt. Die zur Verfügung stehende Zeit will ja auch genutzt sein.


So viel zu mir. Und ihr so?

Sendestörung

Nein, nicht Sendepause, nur -störung.

Es geht mir gut. Eva besteht zum Glück nicht nur aus Laufen, Miss Monster allerdings schon. Da es mir nicht liegt, mehrfach aneinanderzureihen, warum ich immer noch nicht laufen kann, schreibe ich halt nix.

Das Leben ist bunt wie immer und gerade noch kunter dazu. Die meisten meiner lieben Pappenheimer wissen Bescheid.

Die Hauptaufmerksamkeit der nächsten Monate liegt auf einem anderen “L” als Laufen, nämlich …Büffeln, genau.

Im Frühjahr lege ich die Prüfung für eine berufliche Qualifikation ab und da ich neben der regulären 40-Stunden-Woche lerne, müssen andere Freizeitvergnügen, wie das web 2.0, einfach Platz machen.

Ich bin also nicht weg, nur stiller.

Das nächste Laufziel ist dennoch gefaßt und ich freue mich wie Bolle, bin stolz, ergriffen und hibbelig, denn ich darf das Sabakind bei ihrem ersten Halbmarathon in  Hannover begleiten!

Nachholbedarf

Das ganze Jahr war ich nicht krank. Eine Schnupfnase hier und mal Bauchweh da, aber nichts, das mich zu einer längeren Laufpause gezwungen hätte. Gerade halte ich schon das dritte Mal in vier Wochen die Füße still. Die fette Nachmarathonerkältung, ein verstauchter Fuß und jetzt eine Blasenentzündung, die nur durch Voodoo so schnell herbeigezaubert worden sein kann und gegen die nur Antibiotika ankommt. Nächste Woche habe ich den alljährlichen Muttermalwegschnibbelkontrolltermin und bin mir ziemlich sicher, daß mir mindestens ein solches zwischen den Zehen weggenommen werden muß (Die Muttermale und ich, das ist so eine Sache.). Dann darf ich mir wieder eine Standpauke anhören, daß es häßliche Narben gibt, wenn ich zu früh und mit Fäden Sport mache…und laufe frühestens nach vier Tagen wieder nicht.

Um ehrlich zu sein, nehme ich es gelassen. Letztes Jahr noch hätte mir das Angst gemacht, daß danach die Lauflust flöten ist, aber der Kopf ist gut, ich bastele freudig an Überlegungen, wie das nächste Laufjahr aussehen könnte und kuriere mich brav aus.

Ich hatte dieses Jahr solches Glück und wieder so schöne Läufe, bin Marathon gelaufen- ja, ich glaube, meine Einstellung zu mir hat sich ein wenig geändert. Ich bin sozusagen laufstabiler geworden.

Ich werde einen Teufel tun und jetzt an eine Pechsträhne glauben, auch wenn ich es heute in der Küche geschafft habe, mich mit einer Gabel zu stechen, nachdem ich mir die Finger verbrannt habe, direkt nachdem ich mir in den kleinen Finger geschnitten hatte, nein nein.

Vorsicht….

…ist besser als Nachsicht.

Die ersten braven Postmarathonlaufversuche wurden nur unterbrochen von eeeeeinem klitzekleinen Unvernunftsausbruch, der mir prompt einen verstauchten Fuß bescherte. Das Umknicken war nicht mal so schlimm, aber die Gelenke, Bänder etc. nach den Anstrengungen der letzten Wochen wohl doch empfindlicher als sonst eh schon.

Selbst blöd.

Also habe ich brav gekühlt, hochgelegt, geschont….mich gelauflangweilt und mich  gestern endlich wieder auf eine zögerliche Testrunde gewagt.

Das tückische an solchen Verletzungen ist ja, daß es oft unter Belastung erstmal besser wird und man hinterher den Spaß hat. Um mich also zu bremsen und zart zu machen, habe ich einen Trick von Claudi angewandt und nach jedem Kilometer eine Dehn- und in-mich-hineinhorch-Pause eingelegt. In der strahlenden Herbstsonne hat das richtig Spaß gemacht und ich nehme mir jetzt einen kurzen Lauf die Woche vor, den ich nur dem “Dehn-Dich-Pfad” widme. Das ist irgendwie spannender als zuhause auf der Matte.

Das Gute an der einwöchigen Pause war, daß ich Zeit hatte, in meine Marathonbelohnung zu versinken: Jack Daniels` Laufformel.

Wer Zahlenspielereien mag und gern ein wenig verstehen möchte, warum es Sinn macht, seinen Lauf eben nicht mal eben schneller zu laufen, nur weil man es kann, dem wird das Buch wohl gefallen.

Und da “Vorsicht die Einstellung ist, die das Leben sicher, aber selten glücklich macht“, liebäugele ich natürlich schon mit den nächsten Schandtaten im Frühjahr.

So ein schöner Halbmarathon in Dresden würde mich schon reizen. Oder tanze ich mal meinen Namen (-svetter)?

Die nächsten Monate werden zeigen, was mir gut tut und worauf ich Lust habe.

In anderen Blogs wird tatsächlich schon fleißig für den Winter geworben. Erdrückende Beweise gibt es da und da. ;-)

Da der Winter bekanntlich meine ungeliebte Jahreszeit ist, habe ich mir aus Motivationspräventionszwecken vorgenommen, den Fokus mal auf  “Multisport” zu legen, also neben Laufen auch mal andere sportliche Dinge zu probieren. Mir schwirren da Tanzen und Pilates im Kopf herum, was sicherlich als Ergänzung nicht schaden kann und für einige Lacher sorgt.  Ich seh schon Überschriften wie: “Das Monster, das seine eigenen Zehen aufaß….” -to be announced-

AufLAUF- ran an die Kochlöffel!

Also, mit dabei sind:

Frollein Holle

Heiko-Laufe Marathon

Laufline

Marcus Krüger Das ist kein Elch, das ist ein Hüpfhörn.

Feuerpferdle

Regenrenner

Innererschweinehundbesieger

Tüpfel

Blumenmond

Christian-42195

Miss Monster

Ich mag gar nicht so sehr vorgeben, wie ihr das für euch umsetzt. Jeder hat andere Ideen.

Wichtig finde ich nur, daß Fotos und nachvollziehbare Rezepte dabei sind.

Ob ihr einen einzelnen, ein paar oder täglich einen Post darüber macht, ist ebenfalls frei nach eurem Gusto.

Jeder ist eine komplette Woche dran.

Tragt euch doch bitte per Kommentar ein, wer welche Woche übernehmen möchte (nach Möglichkeit bitte nahtlos nacheinander).


Also, wer fängt an? :-)

Fußgepimpe

Es zwackt immer mal irgendwo, wenn ich mich (über-)an(ge)strengt habe, aber wenn die Füße mal mucken, habe ich in der Regel ein wenig länger damit zu tun.

Zum allergrößten Teil liegt das wohl ganz simpel daran, daß sie völlig verweichlicht sind.  Mein früh(er)es Übergewicht, wenig Bewegung, die falschen Schuhe…die üblichen Verdächtigen eben.

Aktuell habe ich festgestellt, daß an meinem linken Fuß die Zehe neben der kleinen vollständig steif ist. Es tut nicht wirklich weh, aber der Fuß fühlt sich oft an wie kurz vor einem Krampf.

Seit einiger Zeit steuere ich bewußt gegen, lasse meine Füße professionell pflegen, laufe barfuß, wo es nur geht, mache Zehengreifspielchen etc.

Und zusätzlich habe ich mich jetzt entschieden, mich mal auf dem Laufband begutachten zu lassen.

Mir wurden beim letzten Einlagencheck sogenannte sensomotorische Einlagen empfohlen.

Im Gegensatz zu den “steifen” Einlagen, die ich bisher trage,  sollen diese die Fußmuskulatur aktiv unterstützen und auch sonst allerhand Zauberdinge bewirken. Bestimmt werden meine Füße dann von ganz allein hübscher, stärker und gesünder.

Im Ernst erhoffe ich mir einfach besser sitzende, genau vermessene Einlagen, an denen ich mir nicht so schnell Blasen laufe wie bisher und zumindest ein Halten des Fußzustands. Daß die Füße besser werden, erreiche ich meiner Meinung nach nur durch “Training”.


Gestern wollte ich ganz ruhig und etwas länger laufen. Ich hatte mir das erste Mal ein Hörbuch auf die Stöpsel gepackt und ich war von Anfang an gefesselt, das Wetter perfekt, weil sonnig,windig, kühl.

Es zockelt so vor sich hin und wäre ich einfach eine meiner bekannten Runden gelaufen, wäre alles gut.

Warum genau mußte ich links abbiegen? Na, weil halt. Weil ich ein Klutzkobb (~Sturkopf) bin und mir langweilig war und ich die Strecke so in- und auswendig kenne und DER Weg da jetzt eben interessanter aussah.

Irgendwann muß ich wohl festgestellt haben, daß der Lauf mit locker und leicht nix mehr zu tun hat. Ich keuche und zwar ordentlich. Warum genau gucke ich eigentlich ständig auf den Boden? Asu, weil es steiler geworden ist. Logisch. Ich schaue auf und da steht ein Schild mit “Rheinsteig” (Ja, da war noch was. ;-) )und die Restluft in meinen Lungen entweicht in einem erschrockenen “Uffz”.

Leise frage ich mich, wo ich denn hier gerade bin und es dauert noch einige Meter, bis ich etwa eine Zuordnung habe.

Zurück will ich nicht, also trabe ich noch etwas weiter den Berg hoch, leicht rechts und in den Wald hinein. Und da sind sie. Die Bremsen! *weißerHaimusik*

Wie ich von Martin weiß *wink*, habe ich jetzt zwei Möglichkeiten: so langsam bleiben und mich bei lebendigem Leibe verspeisen lassen oder Gummi geben und die Viehcher abhängen. Nach dem ersten schmerzhaften Biß/Stich (?) gebe ich natürlich Gas.

Ich will nicht zu ausführlich werden, nur so viel: mir tut heute ordentlich das Hinterteil weh.

Als Entschädigung stehe ich irgendwann vor einem gigantischen Baum! Das Teil ist so riesig, daß ich die Krone gar nicht sehen kann. Ich bin so fasziniert, daß ich hingehe, ihn anfasse und umfasse, um die Größe begreifen zu können. Nützt aber nix. Staunend laufe ich weiter und drehe mich immer nochmal nach dem Koloss um.

Nach wenigen Minuten ist die Euphorie verpufft und mir tun nur noch die Beine weh. Kleinlaut rufe ich zuhause an und lasse mich abholen. Natürlich hätte ich es noch bis nach Hause geschafft, aber nachdem ich erst ganz kürzlich einen 30er in den Beinen habe, fand ich es irgendwie vernünftiger, nicht mit Weh weiterzulaufen.

Fein war`s! :-)

Samma, geht`s noch?

Kennt ihr das, daß man auf sich selbst am  aller  pissigsten wütendsten sein kann?

In mir tobt gerade der Bär, wenn ich über meine eigene Dämlichkeit nachdenke und die Überschrift verbinde ich mit einer wilden Geste gegen mich selbst in Richtung Stirn.

Laufen nach der Arbeit und wie so oft habe ich zwar Lust zu laufen, aber wenn ich an die achzu bekannten Hausstrecken denke, bei denen ich jeden Schotterstein kenne, fange ich an zu knöddern.

Nach etwa einem Kilometer biege ich einmal an einem anderen Feldweg ab. Knappe 2km lang bekomme ich neue Wege, ein bißchen Wellengang und einen wunderschönen Blick über die Stadt geschenkt. Doch dann ist Ende und ich stehe vor einer vielbefahrenen Umgehungsstraße.

Natürlich wäre es schlau gewesen, umzukehren und den gleichen Weg zurück zu nehmen.

Wenn ich aber da hinten über die Hügel gucke und da do hinne längs rechts e nunna…. naja, es braut sich in meiner Birne zusammen, daß ich aber noch mehr und wieder hübsche neue Strecke haben kann, wenn ich nur ein paar hundert Meter auf der Umgehung laufe bis zum nächsten Abzweig. Die Füße sind schon unterwegs, während ich noch nachdenke, ob das wirklich so sinnig ist.

Keine 100 Meter und 15 vorbeifahrende Autos später plötzlich: kratsch!

Ich knicke auf der Teerkante weg. Ich glaube, nur das plötzlich in Überfülle zur Verfügung stehende Adrenalin hat mich noch rechtzeitig nach der Leitplanke fassen lassen, sonst wäre ich mitten auf der Straße hingeknallt. Irgendwie bekomme ich die Kurve, doch nicht hinzufallen und hüpfe ein paar Schritte auf einem Bein weiter und verfalle auch direkt wieder in Laufschritt; aus Panik.

Nach einem erschrockenen Moment erreiche ich die Abzweigung und bleibe erstmal erleichtert stehen. Bestandsaufnahme.

Noch alles dran, der Knöchel zwackt ein bißchen arg, die Pumpe geht. Das Handy hab ich zuhaus gelassen. War ja klar.

Also brauche ich gar nicht weiter darüber nachzudenken, ob ich jetzt weiterlaufen möchte oder kann. Nützt ja nichts.

Daß der Knöchel ein bißchen weh tut, macht mir gerade Spaß und ich trampele bei jedem Schritt absichtlich fest auf dem Fuß rum.

Das tut gut und nach einer Weile ohne Autos habe ich mich beruhigt und genieße den Lauf sogar wieder.

Ausgepackt sieht der Fuß auch heile aus, also habe ich wohl Glück gehabt. Aber das war mir eine Lehre! Amen.

Marvin

Marvin, ich bin in Dich verliebt!


Dein Monster

Wer von euch mir als Erste(r) im Kommentar schreibt, wer Marvin ist, gewinnt eine Reise.

Wohin die Reise geht, erfahrt ihr dann ein ander Mal.

Und wer jetzt ernstlich glaubt, ich zahle eine AIDA-Tour aus der Laufschuhkasse, der ist herzlich zur anschließenden Gesprächsrunde eingeladen (ballaballa)…ach, der soll doch glauben, was er will.


Marvin stellt sich vor

Ausnahmsweise möchte ich auf meinem Blog einmal Werbung machen.

Für Marvin.

Wer gern Bücher liest, sollte sich mal ein paar Minuten Zeit nehmen.

In Buchvorstellungen war ich in der Schule grottenschlecht, weil ich nie zum Punkt kam. Entweder fand ich das vorgestellte Buch zu langweilig, um irgendetwas Interessantes darüber zu sagen und schwafelte inhaltlos vor mich hin oder ich fand es derart spannend, daß ich in einer Viertelstunde am liebsten jedes Detail haarklein dargelegt hätte.

Ich tauge wohl eher für`s Buch lesen.

Aber jetzt bin ich auf ein Kleinod gestoßen, daß ich euch nicht vorenthalten kann.

Ein kleiner Auszug:

” Ich bin ein Schweinehund. Und das ist gut so. Jedenfalls war es das bis vor einiger Zeit. Aber jetzt ist alles anders. Jetzt liege ich auf der Couch. >Narrative Therapie< nennt es der Doc. Das beste Mittel gegen posttraumatische Belastungsstörung. “Wieso posttraumatisch?”, habe ich gefragt. “Ich stecke doch noch mitten drin.” “Aha”, meinte er nur. “Fang` trotzdem an.” Ich weiß sehr genau, wo ich anfangen muss. Aber zuerst werde ich mich wohl oder übel vorstellen müssen. Das tue ich sowohl selten als auch ungern, denn wem bin ich schon willkommen? Außerdem ist >innerer Schweinehund< eine wirklich widerliche Wortschöpfung. >Dirigent< hieße ich gern, >Bonvivant< oder meinetwegen auch >Dr. Feelgood<. Ganz notfalls auch einfach >Es<, so wie durch Doc Freud geprägt. Mein Herrchen und Auslöser dieser ganzen Misere nennt mich >Marvin< , in Anlehnung an den depressiven, kleinen Roboter aus der Romanserie von Douglas Adams.

Also gut, dann: Ich bin Marvin. >Es<, Schweinehund, innerer, gefangener, getretener, mit Füßen, die in Laufschuhen stecken. Nun ist es raus. Und ich kann anfangen…. “

Das Büchlein ist der Brüller! Marvin hat so manches (Lauf-)Abenteuer zu bestehen.

Vorwitzig? Haben will?

Da: Bestellen könnt ihr es über die Seite: http://marvinrunning.blogspot.com/

SemperTiro hat soeben ein Exemplar gewonnen. Glückwunsch und viel Spaß damit.

Lars, ich bin mal gespannt, ob es Deiner Kritik standhält.

schöne Zeiten

Gestern stand in unserer Stadt der Bahnlauf an.

5km auf der Bahn und das gestaffelt in Zielzeiten. 1. Lauf über 23 Minuten, 2. Lauf 23-21 Minuten, 3. Lauf 21-19 Minuten, 4. Lauf 19-17 Minuten, 5. Lauf unter 17 Minuten.

Ich habe nicht teilgenommen, weil ich das meinem Fuß nach dem Umknicken letzte Woche noch nicht wieder zumuten wollte und vor Allem, weil ich Panik bei dem Gedanken daran bekomme, volle 5km auf dem Präsentierteller zu sein. Das hielt mich aber nicht vom Begroupen ab und diesmal hatte ich nicht nur meinen Freund anzufeuern, sondern auch unsere Rennsau Hannes!

Hannes war extra angereist, um uns kennenzulernen und sich mal bei 5km auf der Bahn zu erproben.

Über die Läufe möchte ich gar nicht zu ausführlich berichten. Das werden die beiden Jungs in ihren Blogs sicherlich noch spannend genug tun.

Was ich aber verraten darf ist, daß sie beide ihre bisherigen Bestzeiten pulverisiert haben!

Christian lief mit 27:54 min. über eine halbe Minute schneller als letztes Jahr.

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Hannes unterbot mit 17:47 min. seine bisherige Marke um fast eine Minute!


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Jungs, ich bin stolz auf euch!

An dem Lauf nahm auch eine Dame teil, die mir letztes Jahr schon aufgefallen war und dieses Mal habe ich mich getraut, sie anzusprechen und ihr persönlich zu gratulieren. Sie läuft erst seit sie 46 Jahre war und räumt seither auf verschiedenen Distanzen bis Marathon einen Altersklassensieg nach dem Anderen ab. Sogar Cross läuft sie noch (u. A. in Kanada ;-) )! Sie erlaubt mir fast schon schüchtern, ein Foto von ihr zu machen und merkt aber leise an, daß das ja nichts Besonderes wäre und sie ja so langsam wäre und ach und überhaupt.

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Sie wird dieses Jahr 81!

Heute wollten wir Hannes ein bißchen was von Neuwied zeigen. Der Sommer hat sich spontan entschieden, nochmal hinter den Wolken hervorzusplinsen, also schwingen wir uns auf die Räder.

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Hannes, mein Lieber, Du bist hier jederzeit wieder willkommen, wenn Du das nächste Mal auch was vom Eis abgibst. :-P

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AufLAUF 3. Runde (Marcus Krüger)

Diese Woche ist Marcus Krüger mit AufLAUF dran und da er kein eigenes Blog hat, stelle ich ihm meins zur Verfügung.

Wie es dann aber manchmal so ist, hatte er nicht viel Zeit, von daher nur eine kurze Zusammenfassung, was er so ißt:


Hier mal mein Essprotokoll. Soweit.

Ich habe diese Woche wirklich einen kargen Speiseplan. Nun sollten aber nicht nur die achsotollen Foodblogs veröffentlicht werden, sondern auch die einfachen und schnell mal essen müssen Beiträge. Zum Kochen habe ich bisher keine Zeit und keine Lust. Außer meine Bloody Pasta, da hab ich aber keine Fotos gemacht, weil ich mich dabei mit Kollegen unterhalten habe.

In den nächsten Tagen wird das auch nicht besser. Vielleicht nächste Woche – da habe ich richtige Regeneration und Speicher leeren und wieder auffüllen.

Erstmal mein Protokoll in Stichpunkten.

Montag: Heute ist Ruhetag.
Als erstes Frühstück gab es 2 Toasts mit Honig und aufschnitt. Dazu viel Tee getrunken.
Später gab es gebratene Champignons mit Spiegeleiern. Dazu wieder viel Tee.
abends Obst.

Dienstag
Morgens 2 Brötchen mit Marmelade
Zum Mittag 2 Bananen-Honig-Klapptoasts

Nachmittags 3 Nektarinen

Spät abends einen Dürum Döner

Gelaufen: 24 km

Mittwoch
2 Brötchen mit Aufschnitt
2 Bagels mit Frischkäse
2 Bananen-Honig-Toast

was Französisches mit Artischocken, Schinken und Bechamelsauce.

Weintrauben, Pistazien

Gelaufen: nix

Donnerstag
Honig-Bananen-Toast
Kanne Tee

2  Teller Bloody Pasta (Sauce aus Butter, Salbei, Tomatenmark, Parmesan und Wodka)

Gelaufen: 25 km

Bis denn

marcus

never ending (love) story

Heute Morgen klingelt der freundliche Paketdienstmann an meiner Tür. Eine Sendung  für mich. Endlich! Sehnsüchtig und ungeduldig habe ich es erwartet (die Lieferung dauerte einen Werktag).

Jetzt bloß nicht hektisch werden, Eva! Vorsichtig, um den Inhalt nicht zu verletzen, halte ich den Karton in der Waage, trage es zur Küche, wo dann, mit einem skalpellscharfen Messer unsagbar zart das Klebeband durchtrennt wird. In einer flehenden, fast schon demütig bittenden Geste strecke ich meine Hände aus, halte die Luft an und öffne den Deckel.

Etwas…atmet. Ich kann es fühlen!


Doch von vorn.

Im Juli habe ich auf dem New Balance Blog ein Paar Trailschuhe gewonnen.

Nach etwa einer Woche erhalte ich eine liebe Mail von Tim, der mir darin mitteilt, daß diese Schuhe leider gerade nicht am Lager sind. Er hätte aber natürlich Alternative A oder B für mich. Ich entscheide mich für A.

Als ich mich online schlau mache, welche Größe ich am Besten angebe, komme ich ins Straucheln. Auf der einen Internetseite bräuchte ich 9.5, auf der nächsten 10.5. Ich bin verunsichert und frage Tim, welche Größe die richtige für mich ist.

In der von mir benötigten 10.5 ist Schuh A dann aber auch wieder nicht lieferbar, also schwenken wir über zu Alternative C. Schuh C ist auch nach nur zwei Werktagen da. Allerdings in Größe 8.5. Und damit viel zu klein. Ich komme mir schon doof vor, bei einem quasi “geschenkten” Schuh zu reklamieren, traue mich aber dennoch, Tim erneut eine Mail zu senden. Er schickt mir sofort den Schuh erneut raus, in 10.5.

Wieder nur zwei Tage später erhalte ich freudig hibbelig meinen zweiten Schuh-in Größe 8.5. Äh?

Bei genauerer Packungsbetrachtung findete sich dann doch der Fehler. US-Größe 10.5/UK 8.5/EU42.5.  Heureka!

Ein letztes Mal traue ich mich an New Balance zu mailen, weil zwei Paar Laufschuhe möchte ich jetzt auch nicht zum Einstauben hier rumstehen haben. Tim ist mittlerweile im Urlaub. Den hat er sich aber auch redlich verdient, nachdem ich ihn so drangsaliert habe. *flöt* Aber Cathleen ist seine Vertretung. Ihr leite ich die Mail weiter und da ich es ziemlich kompliziert finde, einem Dritten per Mail zu erklären, was jetzt wie schiefging und warum ich zwei Paar Laufschuhe von ihnen zuhause rumstehen habe, rufe ich sie unter ihrer angegebenen Handynummer an.

Die absolut bezaubernde Cathleen überlegt kurz mit mir hin und her und meint dann: “Kennst Du unsere grün & giftig-Aktion? Ich hätte den 905er davon in Deiner Größe da.”  Nebenbei erwähnt (der ein oder andere weiß es schon), meine Lieblingsfarbe ist grün und ja kenne ich den Schuh vom Anschmachten, aber wozu brauche ich Laufei ein solches Leichtgewicht? Weil ich`s kann. So!

Ich schicke die zwei zu kleinen Schuhe zurück, erhalte als Dankeschön für die Versandkosten, die mir entstanden sind, auch noch ein Shirt und eine Laufweste und… genau. Ein Paar Schuhe.

Völlig entzückt halte ich sie in Händen. Sehen die verschürft aus! Mein Herz schlägt höher.

Ich schlüpfe hinein; sie passen. Die ersten zögerlichen Schritte auf Balkonien und ich bilde mir ein, sie leise und vor Erwartung knurren zu hören.

Ob wir uns wohl mögen werden?

Wir werden sehen. Heute ist eigentlich lauffrei und wenn ich schon laufe sollte es eher eine gemütliche Runde sein, aber ICH KANN JETZT NICHT LANGSAM LAUFEN! Das lassen diese Schuhe einfach nicht zu und hallo?, was wäre das denn für ein Willkommen im Hause Monster?

Wir fliegen nur so dahin, das anfängliche Knurren wird zu einem angenehmen Summton und ich durchbreche gefühlt die Schallmauer. Hinterher zeigt mir das Forerünnerchen an, daß ich kurzfristig mit 2:14 min/km gekaufen bin. Ok, der Forerunner ist manchmal doof, aber schnell war ich.

Der Egodrache schnurrt und diese Schuhe sind absolut monsterlike!

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Danke, New Balance! Was Service angeht, können sich einige noch ein Scheibchen bei euch abschneiden.

nur Fliegen ist schöner

Stimmt.

Heute konnte ich endlich mein Weihnachtsgeschenk einlösen. Ein Schnupperflug!

Schnuppern heißt nicht nur rundfliegen, sondern auch ein bißchen die Maschine verstehen uuuund selber machen.

Also gleich vorweg; wäre das Fahren auf der gelben Linie mit dem Flugzeug ein Alkoholtest gewesen, ich würde nie wieder einen Führerschein besitzen. :oops:

Ein Flugzeug lenkt sich dann eben doch etwas anders, als ein Auto. Aber nur ein bissl. ;-)

Das war ja noch spaßig, aber als der Pilot in der Luft bei hunderten Metern über der Erde und ordentlich Thermik (also Hin- und Hergewackel) das Steuer losläßt und lapidar sagt: “Mach Du.”, wurde mir schon anders.

Wirklich wagemutig war ich nicht, aber immerhin konnte ich die Flugzeugnase etwa auf der Horizontlinie halten und nach links und rechts schippern.

Wahnsinn, ich hatte ein Flugzeug in der Hand! Irre, wenn ich gerade drüber nachdenke.

Da ging heute definitiv ein Erwachsenentraum in Erfüllung und das Kind in mir hat immer noch nicht wieder aufgehört schallend zu lachen.

ausgetrödelt

Seit Juli trainiere ich nach Trainingsplan auf den 1. Deich-Halbmarathon in Neuwied hin.

Das entlockt vielen von euch wahrscheinlich nur noch ein müdes Gähnen, aber für mich ist das eine Premiere, habe ich mich doch bisher gegen den “Zwang” eines festen Planes  gewehrt.

Tjoa und jetzt nach ein paar Wochen muß mag ich zugeben: das fetzt!

Mein ganz großer Vorteil ist, daß ich keinen starren Plan verfolge, sondern einen blogerfahrenen Läufer oder lauferfahrenen Blogger überrumpeln und zum Coach gewinnen konnte. Mittlerweile dürfte er es bereuen. *flöt*

Dafür bin ich sehr dankbar und ich habe jetzt schon das Gefühl, daß mir das sehr viel bringt.

Nicht nur in Bezug auf eine Verbesserung,  sondern auch, was eine geregelte und durchdachte Belastung angeht. Das tut meinen Haxen gut und selbst das ungewohnte, flotte Laufen stecke ich zwar nicht unbedingt schmerzfrei ;-) , aber doch gut weg.

Und daß Intervalltraining sogar Spaß machen kann, hat mich aus den Socken gehauen!

Jedes Mal denke ich wieder:  “Das schaffst Du nicht. Niemals!” Bisher habe ich es allerdings jedes Mal geschafft und bin danach unerträglich und nervtötend gut gelaunt.

Als Fan von Trainingsplänen sehe ich mich jetzt nicht, aber Struktur gibt Sicherheit und im Moment macht es mir Spaß, diebischen Spaß.

Hab ich schon mal erwähnt, daß ich mich auf Oktober freue? :mrgreen:

Eddy

Eddy, wie versprochen; der Lauf gestern war für Dich.

Es waren zwar nur 15km und auch kein erwähnenswertes Tempo, aber da es geschüttet hat wie aus Eimern (was ich ja so furchtbar liebe *würg*), der Wind wechselnd aus allen Richtungen kam (hätte ich einen Laufrock angehabt, oh oh) und es einfach nur fies grau und bäh da draußen war (Ich sach nur:ABS-Socken, Decke, Buch, Kaffee!), wäre ich sicherlich keine 15km gelaufen, wenn ich nicht an Dich und das Thema Motivation gedacht hätte.


Also: Danke zurück. :-D

Wer suchet, der findet?

Anke hat mal wieder die Suchbegriffe für ihren Blog zusammengestellt und da kommt doch immer wieder einiges an Drolligem bei rum, so daß ich auch nochmal vorwitzig bei mir gesplinst habe.

Wir hätten im Angebot:

-Fußtypen


-muskulöse Frauenwaden


-barfuß Wald gefesselt


-ein Monster auf dem Baum


-Margitta weise in High Heels


-posttraumatische Belastungsstörung


-Rezept für Blubberblasen

Wusch oder Klatsch?

Zu Teenietagen habe ich mal ein Buch von Wolfgang Hohlbein verschlungen, wie fast jedes Buch gelesen.

“13″

Darin gibt es eine sprechende Fledermaus, die in einem großen Haus lebt.

Diese Fledermaus gab sich selbst den Namen “Wusch”, weil das dem Geräusch ihrer Flügel entspricht, wenn sie wie ein Wirbelwind und  in Höchstgeschwindigkeit durch die Gegend saust.

Ihre Freunde nennen sie allerdings “Klatsch”, weil aufgrund des ungebremsten Flugtempos die Bremsen versagen und sie ständig an Wände und Türen klatscht.

Jetzt wißt ihr Bescheid. ;-)

für die Ablage

In meinem Kopf gibt es so einige Schächtelchen, die mit hübschem Plunder gefüllt werden möchten. Sozusagen eine To Do-Liste.

Einer dieser Puddingplunder waren die sub 60 auf 10km. Mit denen hatte ich noch eine Rechnung offen. Und heute war Zahltag.

Der 4. Lauf des Rhein-Wied-Cup, der 6. Andernacher Rasselsteinlauf, stand an.

Mein Trainer bezeichnete meinen letzten Lauf am Donnerstag als sinnfrei, weil ich auf 10km mal sehen wollte, was ich so mit mittlerer Anstregnung kann.

Trainingstechnisch war er auch genau das, aber er war ganz wichtig für meinen Kopf. Der Knacks von März, sich zu überschätzen und dann mitten auf der Strecke zu krepieren, saß tief und mein Selbstvertrauen war niedrig angesiedelt. Der Donnerstag half, mich heute überhaupt antreten zu lassen.

Über den Lauf gibt es echt nicht viel Besonderes zu erzählen und das finde ich persönlich das Schönste daran, denn ich habe mich:

-nicht verrückt machen lassen

-bin konstant mein Tempo gelaufen

-am Schluß einen Schritt zugelegt

-als Bonus zumindest noch einen kleinen Teil Läufer hinter mich gebracht

-die letzten 500 Meter voll weggerotzt im 4er Schnitt

Das bescherte mir für meine Verhältnisse eine unfaßbare Bruttozeit von 58:57min. und netto abgedrückte 58:51min..

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Als ich frage, wo ich mir meine Urkunde abholen darf (Denn dafür mache ich das ja. Weil ich eeeeein Mal offiziell auf Papier stehen haben mag, daß ich 10km unter einer Stunde gelaufen bin.), sagt der freundliche Herr, daß ich die schon gleich bekomme.

Um es kurz zu halten: ich habe in meiner AK doch tatsächlich den 3. Platz belegt und durfte meinen allerersten, häßlichen, unnützen, liebenswerten, Staub anziehenden …. Pokal mit nach Hause nehmen!

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Und wie geht`s mir jetzt?

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Wer bin ich und wo ist mein Puls hin?

Ein Teil meines Plans sah heute Morgen vor: Puls 155-170. Gefühlt nicht mehr locker, aber auch nicht auf Anschlag.

Beim 10er letzten Sonntag konnte ich mit Puls Ø 170 so um die 6min/km laufen, also dachte ich für heute Morgen an, leicht darunter zu bleiben und bei vielleicht 165Puls  zu laufen.

War aber nicht. Ich werde flotter, aber mein Puls kommt nur ganz allmählich über die 150 hinaus und dann ganz zäh auf 155. Ich denke, das ist zu langsam, Du mußt schneller werden, aber wenn ich etwas aufdrehe, werden meine Beine schwerer und es fühlt sich an, als müßte ich mich durch Schnee kämpfen.

Ich führe es darauf zurück, daß ich gestern beim Doc in die Pedale hauen durfte und meine Beine das Radfahren nicht gewöhnt sind.

Ich kann den Puls gegen Ende gerade noch so auf 160 Schläge bringen, aber das war`s.

Naja, denke ich, wird schon recht sein. Nichts erzwingen.

Als ich zuhause allerdings meinen Lauf auswerte, falle ich fast von der Couch!

5:48, 5:40, 5:30…

Es en äh waaaa???? Uffz!

Zeiten unter 6 min/km sind mir bisher eher zufällig und vielleicht mal für 200 Meter “passiert”. Ganz ganz ganz allmählich fange ich an, mich mit der 5 anzufreunden. :oops:




Gerd hat es aktuell einmal mehr angemerkt: Vielen von uns Hobbyläufern schmeckt der Begriff “Wettkampf” einfach nicht. Klar, wir kämpfen darum, uns einmal mehr zu überwinden, uns zu verbessern, durchzuhalten, zu beißen. Aber wir kämpfen nicht gegen andere. Es seie denn, es ergibt sich spontan die Gelegenheit, noch jemanden hinter sich zu lassen.

Und dann wird meist versucht, umzuformulieren in die wenig elegante Bezeichnung “ein offizieller Lauf” oder “ich nehme am xy teil”.

Da muß es doch was Hübscheres geben!

Was kommt euch an alternativen Begriffen in den Sinn?

die Sache mit der Maus

Mich hat gestern eine Maus angefallen.


-Pause-


Ausgelacht?


Als ich mitten in der Pampa vor mich hin tackere, sitzt da auf einmal eine auffällige Maus  midde uff de Gaß. Auffällig deshalb, weil sie ziemlich groß, oben samtig-schwarz und am Bauch creme-beige ist. Das Beige zieht sich noch in einem Streifen bis über die Backen. Vielleicht war das ein entflohener Hamster?

Mein Weg führt mich automatisch auf sie zu und ich erwarte die mausübliche Reaktion: nah an den Boden ducken und Fersengeld geben.

Pustekuchen!

Dieses Tierchen richtet sich auf die Hinterbeine auf, schaut mich mit den schwarzen Knopfaugen an -Dramaabsatz-und springt hoch!

Ich kann gerade noch eine Kurve schlagen, laufe knapp an ihr vorbei und sie fiepst und springt noch ein weiteres Mal hoch.

Ich bin so verdutzt, daß mir echt der Mund offen steht. Leider auch zu verdutzt, um ein Foto zu machen.

Ich bin nämlich schon 100 Meter weiter und die Maus sitzt immer noch empört an Ort und Stelle.

…nicht immer…

Warum sollte etwas für mich gut sein, wenn es mir nicht angenehm ist?

Die 100kg-Eva sitzt auf der Couch, stopft nach einem üppigen, sahnigen Abendessen noch eine Dose Nüsse hinterher, quakt zufrieden und zieht sich irgendeinen TV-Brei rein. Das Leben kann so schön sein!

Wenn ich heute darüber nachdenke, bin ich von mir selbst angewidert. Nicht, weil ich auf der Couch sitze, Fernsehgucke und mir Knabberkram reinpfeife (das kommt auch durchaus heute noch vor), sondern, weil ich das einmal als das Nonplusultra an Entspannung und Wohlbefinden (!) gesehen habe.

Ist es aber heute, 35kg leichter, tatsächlich ein Mehr an Wohlbefinden, daß ich eine Treppe hochkomme, ohne hinterher zu keuchen, daß ich statt Größe48 Größe 38 trage, wenn ich dafür abends auf der Couch “nur” Äpfelchen und Möhrchen knabbern darf?

Nicht immer.

Einen Cooper-Test in der Schule, also lediglich 12 Minuten am Stück Laufen, habe ich abgebrochen. Nicht, weil ich es nicht gekonnt hätte, aber es wäre so anstrengend geworden und niemand erwartet wirklich von einem so dicken Kind, daß es das schafft. Situation gerettet: ich sitze schon fünf Minuten früher als die anderen auf der Wiese und kann durchatmen.

Das ist nur ein harmloses Beispiel für unzählige Prüfungen, die ich nicht nur nicht bestanden habe, sondern innerlich erst gar nicht angetreten bin.

Fühle ich mich heute stärker, weil ich weiß, daß ich soundsoviele Kilometer am Stück laufen kann, wenn ich frühmorgens vor der Spätschicht laufen “muß” und es gießt wie aus Kübeln und ich einfach nur wieder ins warme Bett möchte?

Nicht immer.

Und warum kaue ich gerade dennoch Vollkornbrot?

Und warum war ich gestern im ätzendsten, kalten Regen (mein persönliches Lauf-Nogo)dennoch laufen?

Weil gut nicht immer angenehm ist!

Marvin`s Herrchen hat mir diesen Satz freundlicherweise als Dauerleihgabe und Blogmantra überlassen. Wenn man selbst keine Worte hat… Danke!

monster`s fairytale


Wie es auch der unschöne Zufall manchmal will, kann ich euch nun doch das Bild einer Maus zeigen, die so aussieht, wie die, die mich angesprungen hat. Unsere Katze Karla hat sie mir heute Morgen als “Geschenk” mitgebracht. :-(

Nachtrag: Es ist ein Gartenschläfer, keine Maus! Danke, my genius Lady!

Monsterjob

Vor einigen Monaten erhalte ich eine unerwartete, überraschende und damals geradezu schockierende Mail.

Jemand möchte mich zur Unterstütung eines gut laufenden, jungen, dynamischen Teams anwerben.

Statt mich zu freuen und mir zu überlegen, ob das eine Chance zur Weiterentwicklung ist, ist meine erste Reaktion Panik. Nein, das kann ich nicht, das bin ich nicht, ich erfülle die Anforderungen nicht im Geringsten!

Das ist typisch Eva. Natürlich bedanke ich mich herzlich für das Angebot und sage höflich ab. Ich Idiot ich! *augenroll*

In der Zwischenzeit ist sicherlich nicht alles, aber doch viel Wasser den Rhein heruntergelaufen und ich habe immer wieder heimlich über das Angebot nachgedacht, es aber auch genauso wieder verworfen.

Trotzdem ließ es mir keine Ruhe. Ist da nicht noch mehr? Kann ich nicht mehr, als ich mir selbst zutraue, ich MiMoSe?

Alle Grübeleien brachten nur eines zu Tage: ich werde es nicht herausfinden, wenn ich es nicht versuche. So schrecklich einfach ist das.

Als würde mir jemand ein Kommando zubrüllen, kratze ich irgendwann mein Bißchen Mut zusammen und schreibe (Merke: Monate später) eine erneute Mail mit der Frage, ob das Angebot vielleicht ganz vielleicht, vielleicht aber auch nicht noch besteht.

Drei lange Tage erhalte ich keine Antwort. Nichts.

Und plötzlich steht da, unscheinbar in schwarzen Lettern, daß sie sich freuen, mich in ihren Reihen aufzunehmen. Doppeluffz!

Ich bin immer noch fassungs-, mittlerweile aber immerhin nicht mehr sprachlos und kann euch mit flammendroten Wangen und Stolz

erzählen:  Ich bin jetzt ein Laufmonster!


Gnädigerweise wird mir eine ordentliche Einarbeitungszeit gewährt. ;-)


Einatmen, Ausatmen

Das schafft sie nicht. Die doch nicht!


Ab Kilometer 8 tut irgendetwas weh, das noch nie wehgetan hat. Statt zu kämpfen, weint sie und steigt aus.


Sie rennt viel zu schnell los, krepiert bei km 10 und zieht aus Scham nie wieder die Laufschuhe an.


Sie fällt hin. Auf`s Knie. Sie fällt nicht heldenhaft dramatisch, sondern so, wie das dicke Kind aus der Schule hingefallen ist. Sie könnte weiterlaufen, aber die Laufhose ist bis zum Schritt aufgerissen. DNF wegen kaputter Hose und Weibergeniererei!


Ab km 18 muß sie ganz dringend wohin. Die gewünschte Zielzeit ist knapp machbar, aber zum Greifen nahe. Sie zieht durch, schwitzt aus allen Poren und macht sich bei km 21 (mittlerweile gehend) in die Hose. Zwei Wochen später zieht sie in eine andere Stadt, wo sie niemand kennt.


Sie startet gar nicht erst.

BULLSHIT!

Ich habe geübt, ich kann das, das wird eine Riesengaudi und eine Bestzeit wird es sowieso!

Nächste Woche Samstag laufe ich mir endgültig den letzten Rest Angsthase und Drückeberger weg und gut. Danke, das mußte raus.

Einatmen, Ausatmen.

AufLAUF Tag 1

Södale, diese Woche bin ich also mit Auflaufen dran.

Übrigens, es hat sich noch jemand eingeklinkt, der nächste Woche sein Essen bloggen wird: Patrick.


Als Basis für jeden, jeden, jeeeden Tag gibt es viel Wasser, viel Kaffee und viel Obst.


Frühstück

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Obst und ein Roggenbrötchen mit Light-Käse und Gemüsemeerrettich.

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Zwiebelkuchen frisch für uns vom Kollega RunningMeuer gebacken und nicht geplant

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Und nochmal ein Roggenbrötchen, diesmal mit Currypaste und Käse.


Abendessen

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Hirse, Tofu Rosso, Paprika, Zucchini, getrocknete Tomaten. Das Gemüse, den Tofu und einen EL Tomatenmark anbraten, mit einem Klacks Schlotz (diesmal zufällig Reissahne) und ein bißchen Gemüsebrühe binden, würzen, ferdich.

Danach gab es nochmal Obst und nein, die Portion hätte ich vielleicht gern geschafft, hab ich aber nüsch.

AufLAUF Tag 2+3

Und schon komme ich ins Straucheln. Andererseits dürfte es keinem von euch fremd sein, daß man manchmal einfach keine Zeit hat, aufwändig oder überhaupt zu kochen und wenn doch, der Magen schon derart am Boden hängt, daß einfach JETZT und SOFORT etwas zwischen die Kiemen muß.

Die letzten beiden Tage gab es über den Tag  je drei Scheiben Vollkornbrot (von denen ich zeitlich nur zwei geschafft habe).

Gestern mit Käse+Ananascreme und Frischkäse. Heute ebenfalls mit Käse und Erdnußbutter+Marmelade. Dazu ein Joghurt.

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Gestern Abend hatte ich zu Nudeln eine Gemüsesauce aus TK-Erbsen und Möhren, frischer Avocado, Tomatenmark und Schmelzkäse gebastelt, abgeschmeckt und festgestellt, daß ich da jetzt gerade so überhaupt keine Lust zu habe. Also habe ich mir Pesto Rosso mit einem Spritzer Milch gestreckt, weil die Muschelnudeln nicht so pestokompatibel sind und ordentlich Parmesan dazu gehobelt.

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An Obst gab es drei Sorten Äpfel,  Birne, Nektarinen.

Heute war ich erst gegen 20 Uhr zuhause, weil Einkaufen, Rumwuseln, Huddeln, also gab es nur fertigen Salat vom Feinkoststand.

Zwischendurch habe ich noch eine Viertelscheibe Käse (um ein Stück Trockentomate gerollt) genascht.

Spaghettisalat mit Öl, Lauch, grünen und schwarzen Oliven und Paprika

Eiersalat mit Spargel und Dill

Bulgur

und ein Ciabattabrötchen

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*schweißabwisch*

Puh.

AufLAUF Tag 4 + Bonusmeilen

Heute gab es ein Sesambrötchen mit Erdnusbutter und Marmelade, ein Kümmelbrötchen mit Tofu und eins mit Käse.

Und heute Abend gibt es Belohnung, nämlich eine Pizza mit Lachs+Spinat.

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Warum? Weil ich mein Jahreslaufziel von 1000 Kilometern geschafft habe! Da ausformuliert: Die Sache mit dem Druck.

Daß ich das volle drei Monate früher als geplant laufen konnte, zeigt mir, daß ich scheinbar ganz vernünftig mit mir haushalte, was die Vermeidung von absoluter Demotivation (temporäre zähle ich nicht), Verletzungen und Überlastungen angeht.

Das deute ich jetzt einfach mal als gutes Omen für mein Halbmarathondebüt am Samstag.

Kann`s jetzt bitte endlich losgehen? *quängel*

1. Deich-Halbmarathon Neuwied

Wo fange ich bloß an?

Halbmarathondebüt. Mal wieder ein tolles Wort für das Spiel Galgenmännchen.

Meine bessere Hälfte möchte gern über das Vorher und Nachher schreiben, also belasse ich es beim reinen Laufbericht.

Gerd und Steffen begleiten mich bei meinem ersten offiziellen Halbmarathon. Nach einem gemütlichen Spätstück machen wir uns zusammen mit unserem Groupkommando auf zum nur wenige hundert Meter entfernten Start. Ein bißchen Schwätzen da, ein bißchen Einlaufen dort.

Die Startnummer zu befestigen ist wieder eine ganz eigene Herausforderung. *schlotter*

Wenn ich auf meinen Puls sehe, kann ich nur mit den Augen rollen. Maximalpulsbestimmung, WÄHREND des Laufens? Das geht auch vorher! Einfach anmelden. Reicht.

Dann ist es endlich so weit und wir gehen in Richtung Start. In der Sekunde möchte ich gerade überall sonst sein.

Meine Begleiter murmeln beruhigend auf mich ein. Sie werden bestimmt etwas gesagt haben wie: “Locker bleiben. Nicht zu schnell starten. Lauf einfach. Wir sagen nur was, wenn Du zu schnell bist.” , aber ich weiß es nicht mehr genau. Ich höre nur mein Blut in den Ohren rauschen.

Startschuß! Trippel, trappel, Kurve, Enge, Fuß an Fuß.

Die Kurve genommen und wir können laufen. Tempo finden, Eva! Ruhig!

Der erste Kilometer in ~6:20min. Nicht zu schnell, gut so.

Der Anfang hat schon mal ganz gut geklappt. Schneller werden kann ich immer noch.

Unser Tempo pendelt sich bei etwa 6:17-6:20 ein. Eigentlich wollte ich einen Tacken schneller laufen, aber es läuft gut so, wie es ist und ich traue mich nicht mehr. Laufen lassen….

Jetzt nehme ich allmählich meine Umgebung wahr, kann über das lachen, was die beiden Jungs an meiner Seite so von sich geben. Schnell ist klar, daß Gerd mein Ruhepol ist. Seine Schritte fallen neben meinen nicht auf, er redet ruhig, lieb, ablenkend. Steffen hingegen hüpft mal eben 21km, statt sie zu laufen.

Er springt um uns herum, macht Fotos, Videos, erzählt, lacht, quatscht mit jedem an der Strecke, fotografiert die Fotografen… Ein Energiebündel! Ich glaube, er könnte nicht mal stillstehen, wenn er es wollte.

Für mich ist das die perfekte Mischung und ich fühle mich pudelwohl zwischen den beiden. Es fängt an, Spaß zu machen. Da ein Schloß, da der Rhein, DA ein Teil meiner Hausstrecke. Ich bin zuhause; ganz bei mir.

Alle paar hundert Meter schaue ich kurz auf das Forerunnerchen, Gerd fragt: “Alles gut?”. Ich nicke.

Steffen greift sich an jeder Versorgungsstelle Wasser für mich (Nach dem ersten Verschlucken gehe ich allerdings lieber ein paar Schritte, während ich trinke.) und trägt sogar Becher ein paar km mit, um sie mir dosiert zu übergeben.

Kann man es besser haben als Debütantin?

Halbzeit nach ca. 1:06h! Läuft doch gut, wir sind gleich schon am Wendepunkt der Strecke und laufen direkt am Rhein zurück.

Meine Zeit rechne ich nur noch grob nach und als es ab km 15 allmählich anstrengend wird, blende ich sie aus.

Irgendwo zwischen km 18 und 19 habe ich einen kurzen Punkt, an dem ich denke, es geht nichts mehr; ganz plötzlich. Das verkünde ich auch laut, werde aber zweistimmig darüber aufgeklärt, daß dem nicht so ist. Ok, dann eben weiter. Die zwei wissen es sicher besser. Eigentlich wollte ich spätestens jetzt schneller machen, um noch unter 2:10h ins Ziel zu kommen, aber als ich es versuche, macht die linke Wade dicht und ich muß manchmal einige Schritte gehhinken. Oh, Himmel, kann das piesacken!

Ich weiß, daß ich ankommen werde, aber es wäre schön, wenn es jetzt vorbei sein könnte. Bitte.

Noch ein guter Kilometer und ich sehe Hannes am Straßenrand stehen. Er gesellt sich zu uns und einige herrliche Sekunden lang bin ich abgelenkt, weil wir ihm laut johlend zu seiner Fabelzeit gratulieren!

Er flankiert uns und die letzten paar hundert Meter sind nur noch ein Klacks.

Die letzte Kehre folgt und ich sehe das Ziel, strahle, beiße, ziehe an; DURCH: 2:13:20h brutto

Atmen, geschafft, toll, cool, ei, wie fein…

Ich gehe noch ein paar Schritte und mit den ersten entspannten, tiefen Atemzügen kommt es plötzlich: Beim Ausatmen wogt ein Gefühl heran… nochmal tief ausatmen…. Steffen nimmt mich gerade in die Arme, als die Dämme brechen und ich schluchze, was das Zeug hält an seiner Schulter und nicht das letzte Mal für heute.

GESCHAFFT! F***! Was? Keine Ahnung, aber ich will mehr und es fühlt sich gut an!


Lieber Gerd,

Lieber Steffen,

es macht mich glücklich und unglaublich dankbar, euch an meiner Seite gehabt zu haben!

Lieber Trainer,

yippie ya yeah, Schweinebacke! Nochmaaal!

Liebes Groupteam,

ohne euch ist grün nur grau. ♥


Und morgen, ja morgen erzähle ich euch, wie mein erster Besuch bei den Laufmonstern war….

Laufmonsterhausen

Nach dem Halbmarathon am Samstag fuhren Hannes und ich Sonntag nach Köln, um uns dort den Marathon zusammen mit Melanie anzusehen, Steffen und Marco bei ihrem Marathon innerhalb der gesamt 73 km (erst 10km, dann Halbmarathon, dann Marathon), die sie laufen wollen, zu begroupen und die Laufmonster endlich einmal zu treffen.

Hannes und ich sind aufgrund des Vortages ein wenig skeptisch, wie wir den Tag auf den Beinen wohl überstehen werden, aber guten Mutes. Während der Zugfahrt haben wir immerhin ausreichend Zeit, den Schmerz in den Beinen exakt bis in die Zehenspitzen zu beschreiben und ein klitzekleinwenig zu jammern. ;-)

In Köln angekommen, treffen wir uns auch direkt mit Melanie, und gerüstet mit einem Stadtplan versuchen wir zum ausgemachten Monstertreffpunkt zu gelangen. Ganz grob habe ich einen Überblick von Köln, aber wir hatten die Rechnung ohne die umfangreichen Verkehrs-, Straßenbahn- und Straßensperrungen gemacht. Die Beine mucken, aber es ist schön, direkt an der Marathonstrecke die Stimmung einzufangen und den Läufern zuzusehen. Nach viel Rumgefrage und noch mehr Lauferei sind wir endlich in der richtigen Straße und prompt bin ich nervös. Wie die wohl so sind, die Laufmonster?

Die Frage sollte ich bald beantwortet bekommen:

Wir werden warm und herzlich empfangen und die Nervosität legt sich schnell (Das könnte vielleicht auch an dem dargebotenen Kölsch liegen, was ca. der zweite Schluck Alkohol für dieses Jahr für mich war ;-) ). Respekt darf man durchaus haben vor dem, was die Laufmonster so alles wegbolzen, aber Hemmungen oder Scheu sind völlig unbegründet.

Viel zu schnell müssen wir uns schon wieder auf den Rückweg begeben, um noch die beiden anderen Helden des Tages zu erwischen und dann auch schon die Heimreise anzutreten. Leider haben wir Steffen und Marco dann doch nicht mehr sehen können. Das Gewusel war zu groß und die Zeit zu knapp, um sie zu suchen.

Als Erinnerung an diesen Tag haben mir die Laufmonster eine Finishermedaille und das Versprechen geschenkt, mich zu unterstützen und zu begleiten, wenn ich meinen ersten Marathon laufe.

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Jungs, danke für die tolle Begrüßung in euren Reihen!

Nächstes Jahr hole ich mir meine eigene Finishermedaille und zwar in Köln!

Margitta: Na, ein Marathon. ;-)

Ich hann do was im Rischbel.

Meine Jahreslaufziele, 1000 Kilometer zu sammeln und einen Halbmarathon zu finishen, habe ich abgegrast.

Das fühlt sich gut an und gibt Sicherheit, sich ein Quäntchen mehr zuzutrauen.

Mit meiner moderaten Planung fahre ich bisher gut, also möchte ich nicht zu sehr auf den Putz hauen. Mehr kann ich immer noch.

Doch Ziele tun mir gut und motivieren mich.

Und aufgeschrieben, sprich gebloggt, sind sie verbindlich(er).

Dieses Jahr möchte ich noch an ein-zwei Läufen teilnehmen (10km? 15km?); einfach, um Spaß und etwas vorzu-haben.

Für nächstes Jahr, habe ich eine Bestellung aufgegeben für:

-1500 Kilometer

-im Frühjahr ein Halbmarathon

-eventuell ein Intermezzo mit Schlammpackung?

-im Herbst (Köln-)Marathon


Welcher Halbmarathon es werden wird, weiß ich noch nicht. Ich nehme also gerne Vorschläge und Tips an.

Wo is `en des Loch?

Das Loch im Käse? Nö. Mit dem spiele ich nur des Öfteren “schwarzes Loch”.  Die Materie vom Rand wird eingesaugt und vernichtet oder so ähnlich.

Ich suche das (Halb-)Marathonloch und kann es einfach nicht finden!

Eigentlich dachte ich, ich kenne mich ganz gut, aber scheinbar kann ich mich ab und an auch selbst überraschen.

Damit meine ich nicht das Aufwachen mit dem Kopf am Fußende.

Ich war so felsenfest davon überzeugt, daß spätestens, wenn ich meinen ersten Halbmarathon gelaufen bin, das Motivationstief stante pede folgt.

Die einzige Nachwirkung ist, daß mein linkes Bein noch ein seltsames Eigenleben führt, aber von Laufunlust keine Spur.

Das ist ja nü eigentlich eine schöne Sache, denkt ihr jetzt wahrscheinlich, und grundsätzlich gebe ich euch recht. Aber ich lausche ständig in mich hinein und löchere mich mit den elenden Fragen, wo denn bitteschön meine Angsthasen, Stolpersteine, Lustnixe, Gehtnixe, Kannixe, Willnixe…Traunixe hin sind.

Wie soll ich mich denn auf jemanden verlassen können , d e n  i c h  g a r  n i c h t  k e n n e?

Ich glaube, ich warte einfach mal den Winter ab. Der bringt mich ganz bestimmt zurück.

2. Monster(waden)party-die Einladung

Auftakt zur 2. Monsterwadenparty!

Zur Auffrischung und für die Neuen noch einmal kurz:

Wir wollen eure Waden sehen und die schönsten zur Monsterwade küren.

Aktuell hält den Titel Pienznäschen!

Das letzte Jahr zum Nachlesen: :arrow:

Dieses Mal gibt es leicht verschärfte Bedingungen.

Jeder, der an der Wahl zur Monsterwade teilnehmen möchte, schickt mir bitte ZWEI Fotos von seiner Wade (eines von hinten und eines von der Seite) per Mail an monsterwadenatmissmonster.de

Möglichst bitte ohne verräterische Hintergründe, Kleidung, Gesichter.

Die Bilder werden anonym veröffentlicht und jeder darf eine Stimme abgeben, nicht aber für sich selbst.

Einsendeschluß ist der 01.11.2010 0:00 Uhr!

Wenn mehr als drei Bilder von jedem Geschlecht eingehen, gibt es eine separate Wertung zur Missus Monsterwade und zum Mister Monsterwade.

zweites Standbein

Wer sich einmal die ersten Kilometer selbst verdient hat, möchte immer mehr. Es ist wie eine Sucht! Mal verschleudert man sie gedankenlos, mal ganz bewußt für etwas, das einem viel bedeutet, mal vertrödelt man sie und mal sind sie schneller weg, als man gucken kann.

Unlängst geriet ich aber in gewisse Liquiditätsprobleme (also, mein linkes Standbein), sodaß ich mich veranlaßt sah, nach einer Nebenbeschäftigung Ausschau zu halten.

Nun ist der Markt ja nicht gerade überschwemmt mit abwechslungsreichen, spannenden Möglichkeiten, also hatte ich nach kürzester Zeit einen verzweifelten Vorstellungstermin bei Herrn Dehnen.

Der Kerl ist so unsympathisch, steif,  unlustig und erinnert mich auch noch an meinen früheren Sportlehrer. Ganz in Kindheitstage zurückversetzt, würde ich mir am liebsten den Finger in den Hals stecken, um symbolisch zu zeigen, wie begeistert ich bin.

Aber es nützt ja nix.

Wer schön sein will, muß leiden, äh… Wer Kilometer haben will, muß dafür arbeiten.

Das erste Probearbeiten lief wider Erwarten ganz gut, also habe ich angefangen, mich mit der Tätigkeit auseinanderzusetzen. Noch fällt mir die ungewohnte Belastung schwer, aber immerhin kann ich von zuhause aus agieren.

Mein Traumjob wird es sicherlich nicht werden, aber solange ich immer genug Kilometer zum Ausgeben habe…

Vertrauen

Wenn man das Wort “Vertrauen” googelt, spuckt einem das Internet u.A. unromantische Beschreibungen wie “riskante Vorleistung” aus.

Der Zyniker in mir kringelt sich.

Es gibt aber auch (und diese überwiegen) die schönen, die ideellen, die emotionalen Sätze.

“Vertrauen zu genießen ist ein größeres Kompliment als geliebt zu werden.”

“Man kann meist viel mehr tun, als man sich gemeinhin zutraut.”

“Geduld ist das Vertrauen, daß alles kommt, wenn die Zeit dafür reif ist.”

Drissejal, was irgendwer darüber denkt oder schreibt oder analysiert….

Was zählt:

Ich habe Vertrauen in Dich!

Außer, was das Duschgel angeht. ;-)

Umkehrprinzip

Stillhalten, wenn es weh tut. *Vogelzeig*

Das wird in Zukunft meine LETZTE Wahl sein.

Eine Weile vor meinem Halbmarathon und danach habe ich das Krafttraining ausgesetzt, weil ich dachte, der Laufplan fordert mich schon genug und das ungewohnte Tempotraining bescherte mir seit Juli einen gefühlten Dauermuskelkater im Allerwertesten.

Nach dem Halbmarathon mache ich natürlich langsam und ganz wenig, weil man das eben so macht. Erst vier Tage danach schnüre ich das erste Mal wieder für eine kleine 7km-Runde die Schuhe.  Ich laufe nicht über eine Stunde am Stück und ganz ganz langsam.

Eineinhalb Wochen später sind der Muskelkater und das Geknarze weg, aber ein komisches Gefühl im Knie bleibt. Ich mache weiterhin nur Läufe von 5-8 km und nur 2-3  Mal die Woche. Das entspricht etwa einem Drittel meines üblichen Wochenpensums.

Mittlerweile zieht “das Knie” bis in den Oberschenkel. Es schmerzt nicht, fühlt sich aber dauerhaft so an, wie wenn man sich den Musikantenknochen gestoßen hat.

Ich fange an zu dehnen, was sich gut anfühlt, die Beschwerden aber auch nicht dauerhaft fernhält.

Da ich nicht unvernünftig sein möchte, versuche ich es schweren Herzens und giftspeienden Gemüts auch einmal mit einer völligen Laufpause und halte eine Woche lang die Füße still, obwohl ich so gern laufen möchte und die Hufe scharren.

Es wird dennoch nicht besser und ich wechsele selbst auf der Arbeit ständig die Bürostuhlposition, weil das Sitzen unangenehm ist.

Etwas verunsichert, wie ich mich jetzt weiter verhalten soll, mache ich einen Termin beim Orthopäden.

Der untersucht mein Fahrgestell genauestens und kann mir zumindest versichern, daß es keine Sehne, kein Knochen, kein Gelenk und kein Riß ist. Das reicht mir, um endlich das zu tun, wonach ich mich fühle: Laufen!

Alle Tempi, die ich zur Verfügung habe, laufprobiere ich durch, also von 8min/km bis 5min/km. Währenddessen merke ich gar nichts von dem Bein. Null! Danach ist es weder besser noch schlechter.

Am nächsten Tag wage ich mich das erste Mal wieder ins Fitnesstudio. Und siehe da, nach dem Kraftprogramm für die Beine ist das Bein nur noch mein linkes Bein und kein Störenfried mehr; ganz plötzlich. Auch zwei Tage und ein weiterer Lauf danach-alles gut.

Diese ganze “Aktion” zeigt mir doch ganz eindeutig, daß mir mein Körper vorgibt, was er für angebracht hält.

Wenn ich mich einmal so gar nicht aufraffen kann, dann sollte ich es auch lassen. Es hat sich bisher meistens gezeigt, daß es nicht allein Lustlosigkeit war, sondern ich brauchte Ruhe. Umgekehrt heißt das für mich aber auch, daß ich mir ruhig vertrauen kann, wenn jede Faser in mir laufen möchte.

Und deshalb werden morgen endlich mal wieder meine grünen Flitzer ausgeführt, weil ich da sowas von Bock drauf habe! :-D

Amen

Der Wecker klingelt um 5:15 Uhr. Aufstehen klappt noch ganz gut, Kaffee andrücken, die Laufklamotten liegen schon strategisch neben dem Bett bereit. Erst unnerum, dann Zähneputzen und Haare zusammenknuddeln, dann owwerum anziehen. Der erste Schluck Lebenselixier schmeckt wie immer köstlich bitter, belebt heute aber nicht wirklich. Ich bin so müde!

Ich bin ernstlich versucht, mich noch einmal auf`s Ohr zu hauen. Die einzigen Dinge, die mich davon abhalten, sind das Wissen, daß ich auch ohne Schwitzen vor der Arbeit duschen muß und ich nach dem Laufen wacher sein werde.

Also Käffchen ausschlürfen, Guten-Morgen-Musik auf die Lauscher und ab vor die Tür.

Nach wenigen Minuten bin ich frisch, die Sinne sind hellwach. Es läuft.

Ein paar Minuten später ist allerdings auch mein Körper wach und fordert plötzlich dringend Erleichterung.

Ich bin nicht so schamhaft, daß ich mich nicht einfach an den Wegesrand verdrücken könnte. Aber gerade im Dunkeln bin ich zwar nicht überängstlich, doch stehenbleiben ist mir schon unangenehm.

Zum Glück hat mich meine bessere Hälfte im Sommer (als ich ganz ähnlich gehandicapt war) auf ein unersetzliches Kleinod aufmerksam gemacht; einen Friedhof am Rande eines nahegelegenen Stadtteiles.

Bis dahin ist es noch gut ein Kilometer, aber es lohnt sich, die Zähne zusammenzubeißen, denn auf diesem Friedhof gibt es eine Toilette, die immer geöffnet ist!

Halleluja! Ich kann entspannt nach Hause traben.

Es erstaunt und freut mich über die Maßen, daß es tatsächlich noch öffentliche Dinge/Stellen/Gegenstände gibt, die nicht entweder völlig verdreckt und verwahrlost und damit quasi unbenutzbar oder abgeschlossen sind.


2. Monster(waden)party

Es geht los!

Erneut habe ich ein paar wunderhübsche Läuferwaden für euch eingesammelt und ihr dürft abstimmen, welche ihr am schönsten findet!

Jeder hat je eine Stimme für die Damen und eine Stimme für die Herren. Für euch selbst voten wäre uncool, aber das macht ihr ja eh nicht, also brauche ich es auch nicht zu verbieten. Die Abstimmung läuft bis zum 10. November 2010.

Diesmal waren die Mädels mutiger und deshalb gibt es eine Frauen- und Männerwertung. Natürlich erhalten die Siegerin und der Sieger wieder eine Kleinigkeit.

Letztes Jahr wurde geknöddert, daß die Gastgeberin ihre Waden nicht zeigt. Zur Wahl stehen sie auch weiterhin nicht, aber ihr dürft gern das Rezept für die braune Sütsche haben. Die Pflicht:

gastgeberwaden

die Kür:

Windfänger


„Man liebt das, wofür man sich müht, und man müht sich für das, was man liebt.“ -Erich Fromm-

Manchmal mühe ich mich und manchmal liebe ich es-das Laufen.

Heute Morgen war es Letzteres.

Die Bedingungen sind nicht optimal. Ich bin leicht erkältet, dadurch ist der Puls zu hoch und ich Dämel hab mich bei sommerlichen 19° im Langarmshirt vor die Tür bugsiert.

Trotzdem kann ich leichten Fußes den angedachten Tempodauerlauf einhalten und muß mich sogar beherrschen, nicht zu sehr über`s  Ziel hinauszuschießen. Es ist ein schönes Gefühl, wenn all die kleinen flotten Minütchen allmählich zu einem Ganzen zusammenwachsen und man spürt, daß der Körper an Kraft gewinnt.

Der Wind hat mich heute herausgefordert und ich habe gewonnen.  ;-)

26. Herbstlauf Bad Godesberg

Gerade sitze ich, zufrieden in eine Wolldecke eingemummelt, mit dem Laptop auf dem Schoß, auf Couchanien und die Jungs (Hannes und mein Freund) vertreiben sich die Zeit mit Bowlen an der Spielekonsole, während ich euch von heute berichte.

Eigentlich wollte ich die 15km beim Bad Godesberger Herbstlauf nutzen, um gefordert, aber gemütlich quatschend mit Hannes meine neuen Fix Points auszuprobieren.

Eigentlich….

Der Tag fängt entspannt mit Früchstück, Plaudern, Frotzeln und Vorfreude an.

In Bonn erwartet uns ein kleiner, gemütlicher, fast schon familiär organisierter Lauf auf drei Runden durch den Bonn- Bad Godesberger Wald.

Vorgenommen habe ich mir nichts. Unter 100 Minuten anzukommen, wäre fein, aber sonst… Der Lauf war nur zum Motivationserhalt nach dem Halbmarathon geplant und das hat ja prima geklappt.

Beim Einlaufen schon denke ich, daß es sich heute irgendwie locker anfühlt. Das heißt aber nichts, denn 15km wollen erstmal gelaufen sein (was ich seit dem HM im Oktober nicht mehr getan habe).

Herrlich unaufgeregt hören wir den Startschuß und traben los. Nach ein paar Metern dürfen wir noch einen Traktor umkurven, der mitten auf unserer Laufstrecke steht und nur ein Nadelöhr Platz läßt. Der erste Kilometer endet, Hannes und ich schauen kontrollierend auf unsere Forerunner und…hups! 5:56? Bißchen flott. Hannes hatte ich verkündet, so mit ~6:20min/km starten zu wollen. Ich schaue auf meinen Puls, horche in mich hinein. Nö, es hat sich auch eher nach 6:20 angefühlt. Ich habe nichts zu verlieren und kann immer noch langsamer machen, wenn ich nicht mehr kann, also halten wir weiter das Tempo, quatschen mit anderen Daherlaufenden, staunen über den quietschbunten Wald und sauen uns so richtig schön mit dem auffliegenden Schlamm ein. *jummie*

Die erste Runde und Kilometer 5 enden am ersten Versorgungspunkt in ~29:30min.. Beim Trinken gönne ich mir je eine Gehpause.

Die zweite Runde…öäh…vergeht wie im Flug. Die ersten Läufer überrunden uns und stürmen, von Applaus unsererseits begleitet, wunderhübsch und bis in die Haarspitzen vermatscht an uns vorbei. Die ersten Beiden leisten sich ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen!

Runde 2 und damit 10km drücke ich in 58:29 ab. Waaaahaaas? Madame, Du weißt schon, daß Deine bisher schnellste 10km Zeit eine halbe Minute darüber liegt? Allmählich realisisiere ich, daß auch eine Zeit unter 1:30 h drin wäre und ich dafür nur das Tempo halten muß. Ich traue mir das noch nicht ganz zu, laufe aber einfach mal brav weiter.  Sollte ich ab km 12 vielleicht ein bißchen schneller werden? Nein, ich warte lieber noch etwas. Km 13? Jetzt? Ich lasse mich zurückfallen und laufe nun hinter meiner lockigen Plaudertasche. Nur halb bewußt werde ich ein klein wenig flotter und tendiere zu 5:40. Mein Begleiter ruft mir vermutlich motivierende Sachen zu, aber ich verstehe nicht die Hälfte. Der letzte km bricht an und eine dick in Strick eingepackte Dame steht mitten im Wald und feuert uns an. Das ist mein Zeichen und jetzt, jetzt, JETZT haue ich alles raus! Nach wenigen hundert Metern ist die Luft am Ende. Sie kommt nicht mehr da an, wo sie hilfreich wäre und ich nehme Gas raus. Das Garminschätzelelein zeigt mir nachher an, daß ich diese Meter in 3:52 gelaufen bin! :shock:

Trotzdem laufe ich noch und das nicht langsam. Vor mir geht doch tatsächlich ein Läufer?! Ich nehme Peilung, er ebenfalls und fängt wieder zu laufen an. Keine Chance, den kralle ich mir. Ich überhole und Hannes brüllt mir über die Schulter hinweg zu: ” Der hinter Dir zieht nochmal an. Du auch?” Aaaaaaaaargh-Ziel-möp-1:27:20h!

Es geht runter wie Öl, als der Mann, den ich zuletzt hinter mir gelassen habe, mir gratuliert und sagt: “Ich kam nimmer ran. Ging nimmer.”

Mein Forerunner zeigt gut 200 Meter weniger Distanz an. Ob jetzt der Forerunner einen Waldwackler hatte oder die Strecke nicht exakt vermessen war, kann ich nicht sagen, is mir aber auch schnurzpiepegal. Der 3. Platz in der AK war noch drin.

Auch jetzt noch bin ich ziemlich verdattert und frage mich, wo die Kraft für diesen Lauf auf einmal herkommt.

Das absolute Highlight der Veranstaltung war der warme, pappig süße Zitronentee direkt im Zielbereich; liebevoll geschöpft…aus Mülleimern. ;-)

Laufen ist bunt!

Also, ich besitze mittlerweile fünf Paar Laufschuhe.

Als da wären:

-ein grüner Flitzer

-ein weißer Schuh mit roten Streifen

-ein weißer Schuh mit blauen Streifen

-ein grauer Schuh mit roten Streifen

und, oh Wunder

-noch ein weißer Schuh mit roten Streifen

mein Freund hat drei Paar:

-ein weißer Schuh mit roten Streifen

*gähn*

-ein weißer Schuh mit gelben Streifen

-ein weißer Schuh mit blauen Streifen

Langweilig!

Margitta schreibt es immer wieder und bekommt großen Zuspruch, daß doch die meisten sich mehr Farbe an den so oft getragenen Tretern wünschen oder zumindest keine Einwände hätten.

Sicher, es gibt einige hübsche Wettkampfschuhe, die längst Farbe bekennen, aber was den Alltagslaufschuh angeht, kann man in der Regel höchstens mal mit Pastellvariationen bei den Damen rechnen. Natürlich brauchen wir Läuferinnen den blassen Abklatsch, weil wir ja ach so zart sind. ;-)

Das web 2.0 und die geballte (Lauf-)Bloggerkraft muß es doch möglich machen, die Laufschuhhersteller zumindest einmal deutlich darauf aufmerksam zu machen.

Wer von euch das genauso sieht und darauf hinweisen möchte, postet bitte einen Beitrag mit Titel “Laufen ist bunt!” in seinem Blog (gern mit eigenen Worten ergänzt), per Twitter, per Facebook…  und hinterläßt mir den Link hier in den Kommentaren.

Diese Links werde ich fleißig sammeln und einfach mal kackfrech an einige Hersteller weiterleiten.

Mal sehen, was wir als Antwort bekommen.

Monsterwaden

Nur allzu gerne gebe ich meinen 200. Blogpost her, um euch die diesjährigen, von euch gewählten, Gewinner der Monsterwadenparty zu nennen.

Frau Monsterwade 2010 ist Laufline:

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Herr Monsterwade 2010 ist Calceola:

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Herzlichen Glückwunsch, ihr zwei!

Danke auch allen anderen, die ihre hübschen Läuferhaxen vor die Linse gehalten haben!

In Troisdorf geht zwar nicht die Sonne auf…

…dafür aber das Herz.

Ich bekam die wundervolle Gelegenheit, ein bißchen “mithoppeln” zu dürfen und dafür möchte ich mich noch einmal ganz herzlich bei den Veranstaltern des 10. Troisdorfer 6h-Laufes, insbesondere Michael Irrgang, bedanken.

Die Fotos darf ich mit freundlicher Genehmigung veröffentlichen.

Morgens um 9 Uhr angekommen, sehe ich schon direkt Melanie, Steffen und Martin (Sehen ist nicht gleich gesehen werden, gell Maddin? ;-) ). Vor der Startnummernausgabe lerne ich auch endlich mal meinen Fastnachbarn Thomas Eller kennen.

Es war nicht ganz klar, ob ich ein Stück mitlaufen darf und so hatte ich mich mit meinem übergroßen Banner darauf eingestellt, die Läuferschar zusammen mit Frau Blumenmond anzufeuern. Doch kaum in der Turnhalle angekommen, sehe ich mich mit einer Startnummer in der Hand und von liebevoll-gehässig grinsenden Gesichtern umringt. Öhm. Ich bin ein bißchen überrumpelt und es kommt kurz Panik auf. Wieviel Zeit ist noch bis Start? Ganz allein da mitlaufen?

Doch Thomas aka Tom schlägt mir vor, ganz entspannt an seiner Seite zu laufen.  Er möchte heute das erste Mal nach seiner Zwangspause wieder laufen und hat keine Ambitionen, km X zu schaffen. Was er allerdings als entspannt bezeichnet ist für mich ordentliche Keucharbeit.

Das Umziehen ist nochmal ein Abenteuer. Ich schnappe mir meinen vorsorglich mit Laufsachen bestückten Rucksack und eile zum Aufenthaltsraum an der Strecke. Ungestört umziehen ist da nicht und ich muß mich komplett umblättern, also husche ich in einen Nebenraum, der sich als Küche herausstellt. In diesem Raum werden zwei weitere Menschen erfahren, wo ich überall Muttermale habe. :oops:

Raus, Streßpipi und ab an den Start. Die 15km, die ich Tom begleite, vergehen wie im Flug. Er hat so viel Spannendes zu erzählen und weiß zu fast jedem Läufer auf der Strecke den Namen und mindestens eine kleine Geschichte. Danach lasse ich ihn in seinem Tempo weiterziehen und hänge noch 5km für mich dran. Tom, es war sehr schön, mit Dir zu laufen und Du bist ein charmanter, angenehmer Zeitgenosse.

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Es ist unfaßbar, was die Helfer von Troisdorf alles leisten. Das Wetter ist ein einziger Graus und der unbefestigte Teil der Strecke steht durch den Dauerregen schnell unter Wasser. Bei einer meiner Runden sehe ich eine Frau mit Besen (!) bewaffnet die Pfützen vor uns wegkehren. An der Verpflegungsstelle erwarten einen immer warme Getränke (Margitta, ich mußte an Dich denken wegen der warmen Cola! :-) ) und warm lächelnde Gesichter. Die Musik im Stadion motiviert, jede 400-Meter-Runde mit Tribünenschritt zu absolvieren. Die Streckenposten lassen es sich nicht nehmen, viele der Läufer mit Namen anzusprechen, zu beklatschen und ihnen zu versichern, daß sie noch gut aussehen. Zwei Läufer trällern mir im Vorbeitackern ein Ständchen auf mein Laufshirt.

Recht schnell überrundet uns Steffen fliegenderweise. Auf dem Video ist wegen des Windes leider kaum ein Wort zu verstehen.

Nach 20km ist für mich Schluß. Ich hätte gern noch ein paar Runden drangehangen, aber die Vernunft siegt. Die ersten 15km waren schon zu flott, um gemütlich zu sein. Schnell UND weit sind noch zu viel für die MiMoSe.

In Troisdorf spürt man direkt, daß jeder mit dem Herzen dabei ist. Die lieben Worte und das warme Wasser danach werden sicher nicht nur für mich Balsam gewesen sein.

Klitschnaß, sockenlos und fröhlich pfeifend fahre ich nach Hause und stelle mir vor, wie es den anderen ergeht, die jetzt noch drei Stunden vor sich haben.

Troisdorf, ich komme wieder und dann mit Anlauf!

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Schlammschlacht

Das Jahresende naht.

Die Wettkampfsaison ist vorüber, die Motivation sinkt additional mit der Anzahl der Tageslichtstunden man läßt es einfach mal laufen, sucht vielleicht neue Wege… und es ist Zeit für Spökes!

Ich komme gleich zur Sache:

Wer von euch traut sich, sich einmal so richtig einzusauen?

Beweisfotos bis 06.12.2010 an liebesbrief{klammeraffe}missmonster{punkt}de.

Natürlich bekommt die Bilder hier jeder zu sehen.

Parole: Frostbeule!

Lange Laufhosen tragen auf, sind unchic,  immer zu kurz oder zu lang, unbequem, umständlich und ich mag sie einfach nicht!  Da bin ich ganz MiMose.

Bevor ich allerdings Gefahr laufe, dem Laufgott irgendwelche Körperteile zu opfern, ziehe ich die Hood`schen Beinlinge doch lieber über.

Allerdings muß es doch möglich sein, sich bis zu einem gewissen Grad (Minus) abzuhärten.

Bei den frühlingshaften Temperaturen zuvor war es kein Problem, noch in kurzen oder 3/4-Hosen zu laufen, aber diese Woche werden selbst wir im Rheinland eine Kostprobe vom Winter erhalten. Ich bleibe erstmal bockig und schaue mir an, wie rot Beine werden können, bevor es ins Blau übergeht.

Mein bisheriger Anreiz war die Anti-lange-Hosen-Wette mit Claudi. Die habe ich aber leider gewonnen. Scheinbar hat die innere Hitze des FEUERpferdles doch nicht ganz gereicht, um gegen 4° Außentemperatur anzudampfen. ;-)

Also teste ich alleine weiter, ab wann es unangenehm wird.

Vielleicht ist ein läuferisches Überwintern ohne lange Hosen auch für die dünnhäutige Fraktion möglich?

Vielleicht packe ich mir aber auch nach einem Lauf in Minusbereichen an den Kopf und vergrabe mich in meinen ABS-Socken.

Ich werde rumheulen berichten, wo meine Schmerzgrenze liegt.

Nachteil ist nur, frau darf nicht mal im Winter das Rasieren vernachlässigen. :oops:

Laufend etwas bewegen

Bis es euch aus den Ohren rauskommt….

Los, Patschehändchen machen.

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Verweigerungen zur Mithilfe werden nur schriftlich und unter Angabe eines wichtigen Grundes angenommen.

Uns hilft alles: Spenden, Weitersagen, Twittern, Facebooken, was euch einfällt.

Tausend Mal berührt….

…tausend und einen Lauf und es hat Möp gemacht.

Bisher durfte ich immer den Forerunner von meiner besseren Hälfte mit benutzen. Das klappt üblicherweise wunderbar, da wir eh meistens zu anderen Zeiten laufen . Er ist Spät- und ich Frühläufer.

Gut, es macht einen Unterschied, ob man sein ganz eigenes Gerät hat, aber nur für “Splien” nochmal so viel Geld hinlegen? Nö.  Da siegt dann doch der Pragmatiker in mir über das Spielkind.

Mein Freund sah wohl am Freitag die Gelegenheit gekommen, mir zu zeigen, daß er das anders sieht. Er möchte seinen Forerunner ganz allein für sich haben und sah die einzige Rettung darin, mir auch einen zu organisieren.

Und da war sie plötzlich! Anmutig in ihrem Pappkästchen platziert strahlt sie mich an. Meine Edda.

Am Wochenende bin ich mit dem liebevoll schrillen “Düdedüdelüd” im Ohr eingeschlafen, nachdem ich sie gefüttert hatte, träumte von individuell erstellten Trainings, Distanzen und Routen, handgestoppten Wunderzeiten, (grünem!) Licht am Ende der Unterführung…





Oh, yesterday came suddenly

Es kommt euch wahrscheinlich auch so vor, als hätten wir erst gestern noch über den Winter gestöhnt.

Und jetzt liegt das weiße Zeug schon wieder überall rum.

Heute Morgen stand der erste richtige Spätschicht-Schneelauf an. Meine Begeisterung hält sich in Grenzen.

Aber es nützt ja nichts und Motivation habe ich genügend an der zur Hand. Meine Edda wird immerhin das erste Mal ausgeführt und ich kann im Matschhalbdämmergrau Hellen laufen.

Ich trete mit der Null-Bock-Ausrüstung vor die Tür: zusammengewürfelte Laufklamotten, laute Musik und ein “Wage es bloß nicht Hallo zu sagen”-Gesicht.

Nach ein paar Minuten bin ich aus der Stadt und aus dem Geschlitter des festgefahrenen Schnees raus.  Is ja doch gar nicht sooooo übel, aber ich bin noch nicht so weit, daß ich mir das zugeben möchte.

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Mein Projekt Frostbeule läuft weiterhin. -2 °C sind schon mal machbar und Hannes hält die Herausforderung.

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Kalt ist mir dennoch und ich gebe den letzten Kilometer ein bißchen mehr Gas.

Dampfend und laut lachend und komme ich vor der Haustüre an. Schön war`s, aber ich bräuchte das jetzt nicht bis März durchgehend. Bitte.

steter Tropfen höhlt den Stein

“Warum läufst Du?”, wurde ich heute gefragt.

Pff…. *Blasebalg*

Die Antwort auf diese Frage ließ mich bis eben nicht mehr los. Doch auf einmal ist der Groschen gefallen. Heureka!

Laufen ist hier durchaus auch metaphorisch für Leben zu verstehen.

Es gibt glücklicherweise Menschen, für die ist Vieles einfach. Es gibt Menschen, die haben kaum Ängste, die sie hemmen. Es gibt Menschen, die sind die meiste Zeit mit sich und ihrem Leben im Reinen.  Es gibt Menschen… wie mich. Für die ist gar nichts einfach, sie haben Tag ein, Tag aus mit ihren Ängsten und Unzulänglichkeiten zu kämpfen und dadurch gerät immer wieder alles aus dem Lot.

Laufen ist für mich fortwährende Anstrengung , Überwindung, K(r)ampf; Fluch und Segen zugleich.

Immer und immer wieder muß ich mich mit mir, meinen Gedanken und meinem Körper auseinandersetzen. Das ist nicht immer schön.

Jetzt kommt das Aber.

Aber ich gewinne. Jedes einzelne Mal, wenn ich mich aufgerafft und die Schuhe geschnürt habe, gewinne ich.

Jedes Mal, wenn ich mich weiter getraut habe, gewinne ich.

Jedes Mal, wenn ich schneller laufen konnte, gewinne ich.

Jedes Mal, wenn ich hinfalle, stehe ich wieder auf und laufe verdammt nochmal weiter!

Was das in der Summe ergibt? Ich gewinne… Stärke.

Stärke gewinnen, das ist es, was das Laufen mir gibt. Ich kann 10km unter 60 Minuten laufen? Hübsche Zahl (und ich finde Zahlen sehr hübsch), aber das ist es nicht, was nach Überqueren der Ziellinie aus mir herausbricht. Eine Angst geht und eine Gewißheit kommt. Deshalb weine ich.

Schmerz ist, wenn Schwäche den Körper verläßt? Ja, es tut weh. Ich lasse Stückchen für Stückchen, wie ein Mosaik das ich nie werde fertigstellen können die Dinge hinter mir, die mich daran hindern, ich zu sein.

Manchmal dann, in seltenen Momenten wie heute, bekomme ich ganz unerwartet einen Augenblick der Schwerelosigkeit.

Es fühlt sich an, als würden all meine Zahnräder im Rhythmus surren; eines greift in das andere über wie selbstverständlich.

Selten und kostbar sind sie mir, diese Läufe. Denn sie lassen mich erahnen, wer ich bin.

Eine Idiotin, die noch bei -7° mit nackischen Waden durch die Gegend rennt.




Schlammschlacht

Leider hat uns der Winter ein Sch(n)ippchen geschlagen und sich früher hierzulande ausgebreitet, als erwartet.

Die Schlammschlacht war eigentlich für den vermatschten, nassen, fiesen Novemberrain gedacht, damit man auch so richtig schön Gelegenheit zum Einsauen hat. Und jetzt grinst uns arrogant diese Zuckerwatte entgegen. Täh!

Daher sind es leider nur eine Handvoll Wagemutige geworden, die sich noch rechtzeitig über den Boden robben konnten, ohne daran festzubacken. Aber diese wenigen haben alles gegeben! Seht selbst:


Das habt ihr alle ganz prima gemacht und ich bin mächtig stolz auf euch, aber irgendjemand hat da wohl was falsch verstanden. Öhm.

:oops:

carpe diem

Oder eben das, was davon im Winter so übrig bleibt.

In der dunklen Jahreszeit überfällt mich meist eine bleierne Schwere, sobald ich es von der Arbeit aus nach Hause geschafft habe. Kopf und Körper fahren auf ein Minimum herunter, das gerade noch ausreicht, um zu kochen, niedere Arbeiten zu verrichten und “Mmpf” in verschiedenen Betonungen als Universalantwort zu grunzen. Praktisch verwendbar ist noch die in unbegrenzter Anzahl zur Verfügung stehende Funktion “Fläzen“.  Essen-Fläzen-Küche aufräumen-Fläzen-Arbeitsklamotten und Verpflegung richten-schnell wieder Fläzen.

Daß das so nichts mit dem Laufen gibt, könnt ihr euch sicher denken. Also veräppele ich mich selbst, gebe dem Drang nach komatösem Winterschlaf nach und haue mich zumindest ein bißchen früher als üblich auf`s Ohr. Dann fällt es auch nicht so schwer, wenn der Wecker vier Stunden vor der Arbeit klingelt. Tatsächlich ist das leichter für mich, als mich abends noch aufzurappeln, wenn doch auch noch sooo viele andere Dinge zu erledigen wären. Morgens in aller Früh komme ich aber nie auf den Gedanken, daß ich statt Laufen jetzt auch Staubsaugen könnte.

Nach meinem Wachwerdprocedere erwartet mich dann die Piste.

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Die Bäume, die Vögel, die Natur, all die satten Farben…nix, nur dunkel is es. Gut, einen Vogel sehe ich. Den zeige ich mir selbst.

Und euch meine herrliche Aussicht am Morgen.


Wasserwege

Wäre ich motorisch ein klein wenig begabter, könnte ich vielleicht auf Kanu oder Wasserski/Ski umsteigen.

Da ich aber nur gerade so einen Fuß vor den anderen setzen kann, bleibe ich wohl besser beim Laufen.  ;-)

Da könnte man am Wochenende endlich mal bei Tageslicht laufen und dann entscheidet sich die Sonne, sich hinter dicker Suppe zu verstecken. Loslaufen hat keinen Spaß gemacht, aber hinterher ging es mir, wie immer, besser als zuvor.

previously on the monster diaries

Auch in meinem zweiten Laufjahr lege ich keinen gesteigerten Wert auf das Zerpflücken vergangener Tage. Ein Zurückblicken aber macht durchaus Freude.

Die menschlichen und läuferischen Highlights habe ich in vollen Zügen genossen, erlebt und als Gedankenphotos in meinem Hinterstübchen abgelegt.

Die Bauchlandungen auch.

Insgesamt kann ich zusammenfassen, daß ich mich mit dem Laufen wohl gar nicht allzu dämlich anstelle und es mir eine Menge wenn auch nicht immer Spaß macht.

Seelische oder körperliche Verletzungen konnte ich größtenteils vermeiden und wenn nicht, so habe ich immerhin als Lehre daraus gezogen, daß man üben muß, um schneller zu laufen und Umknicken auf  Schnellstraßen selbst für mich eine saublöde Idee ist.

Eine neu entdeckte Leidenschaft gilt den Intervallen und Tempodauerläufen. Gerade jetzt im fiesen Dunkel ist es eine herrliche Abwechslung, sich Zahlenspielereien hinzugeben und gefühlt über den Boden zu schweben. Das mit dem Kniehub lasse ich allerdings wohl lieber noch eine Weile. Der Muskelkater danach war allerliebst. *flöt*

Der Winterblues hat mich bisher auch nicht gänzlich kleingekriegt, was ich zu einem Großteil meinem “Trainer” zu verdanken habe. Ich lasse vielleicht mal den ein oder anderen Lauf ausfallen, aber ich laufe regelmäßig. Das ist schon mal ein Riesenfortschritt im Vergleich zum Vorjahr.

Jetzt ertrinke ich im Jahresendgeschäft ziehe ich mich blogtechnisch für den Rest des Jahres in meine Monsterhöhle zurück.

Ich wünsche euch allen ein schönes Weihnachtsfest und kommt gut ins neue Jahr! Wir haben viel vor.

Mein Jahreshauptziel in 2011 ist es, Hannes bei einem gemeinsamen Lauf ins Schwitzen zu bringen (GA2).

Sollte ich das erreichen, dürfte sich automatisch die ein oder andere Bestzeit einstellen.  ;-)

Schön, daß es euch gibt!

Are you ready?

Ich liebe es, einen neuen Block das erste Mal zu bekritzeln, ein Buch das erste Mal aufzuschlagen und das Papier zu riechen, immer wieder die erste Tasse Kaffee am Morgen zu schmecken.

Ich liebe das Gefühl, daß so viel Neues vor uns liegt.

Und jetzt haben wir ein ganz frisches, neues, unbeschriebenes Jahr vor uns. Wow!

Stellt euch mal einen Panoramablick über einen Ort vor, den ihr ganz bezaubernd findet. So schaue ich gerade auf 2011.

Und mit dieser genialen Aussicht im Kopf trete ich für meinen ersten Lauf vor die Tür. Ich war nicht allein. Hannes und seine charmante Eva teilten diesen Moment mit mir und mein Freund knipst die ersten Lauffotos mit seiner neuen Kamera.

Man kann uns vermutlich nicht vorwerfen, wir hätten das neue Jahr nicht gebührend begrüßt.

Ich wünsche euch allen von Herzen, daß ihr gut in das neue Jahr gekommen seid, ihr euch wohlfühlt und ihr es, wie ich, kaum abwarten könnt, was uns so alles an Schandtaten begegnen wird in den kommenden Monaten.

Let`s rock!

Reset

Der liebe Docrunner kam mir zuvor und hat aktuell einen Blogbeitrag “Reset” getauft. Ich denke, es wird ihm allerdings nicht allzu viel ausmachen, wenn ich den gleichen verwende.

Ich habe mich für ein Ernährungsreset entscheiden.

Seit Monaten passiert es mir immer wieder und für meinen Geschmack zu oft, daß ich mich nicht bewußt ernähre.

Meine Ernährung ist ok und selbst eben mal so dahergekocht vermutlich noch um Einiges ausgewogener als im Bundesdurchschnitt. Dennoch ertappe ich mich immer wieder dabei, gar nicht wahrgenommen zu haben, was ich da in mich hineinschaufele. Zum Glück haben sich viele schnelle und gesunde Gerichte so fest in meiner Küche etabliert, daß ich nicht völlig aus dem Leim gehe, aber ein ständig andauerndes schlechtes Gewissen und die “laß mal Fünfe gerade sein” -Schnellessen gehen mir auf die Nerven und zwar so richtig!

Deshalb nutze ich den Jahresanfang für ein Zurücksetzen auf Null und das im wahrsten Sinne-ich faste eine Woche lang.

Ich bin gesund, jung und gehe gut informiert und keineswegs blauäugig an die Sache ran. Deshalb glaube ich, daß ich mir damit nicht schaden kann und bestenfalls aus dieser Woche Gewinn ziehe.

Was ich mir vom Fasten erhoffe?

-mich besser kennenzulernen und einschätzen zu können

-meine Eßgewohnheiten neu zu überdenken und die schlechten eben nicht ins Kröpfchen

-mich zu disziplinieren, was immer wieder schwerfällt, aber hinterher immer wieder gut tut

Laufen möchte ich in dieser Woche auch, aber nicht auf Biegen und Brechen.

Ich bin sehr gespannt, was mich in dieser Woche erwartet und wer weiß, vielleicht finde ich ja zu Gott und werde Buddhist? ;-)

Den Beitrag hier veröffentlich ich erst am dritten Tag, weil ich mir nicht sicher war, ob ich das durchhalte. Aber ich fühle mich gut. Einzig das Laufen gestern war sehr schwerfällig.

unfastbar

Hunger hatte ich erwartet. Aggression, Schwäche, kalte Füße…

Damit kann ich umgehen. Das sind berechenbare Größen.

Allerdings begegnete ich einer Unbekannten, die ich nicht vorhersehen konnte.

Der 1. Fastentag verläuft ereignislos. Sport- und arbeitsfreier Gammeltag eben. Es kommt eh schon mal vor, daß ich bis weit in den Nachmittag hinein nichts esse, also kümmert es mich heute auch wenig. Nur am Abend, während meine bessere Hälfte sein Abendessen vertilgt, kommt ein leichtes Hungergefühl auf, das sich aber mühelos in eine Schublade schließen läßt.

Tag 2 ist immer noch arbeitsfrei, aber ich versuche eine Runde zu laufen. Ich schlage ein ganz gemächliches 7er Tempo an. Mein Puls liegt dann normalerweise so um die 145 Schläge. Heute aber galoppiert er mir mit weit mehr als 170 Takten vorneweg. Ich keuche, komme nicht hinterher und nach kläglichen 2km lasse ich ihn ziehen.

Ansonsten fühle ich mich schlapp, mir ist kalt und das Nickerchen dehnt sich zum Tagverschlafen aus. Ich weiß nichts mit mir anzufangen, weil alles zu anstrengend ist, aber Nichtstun eine komische Stimmung schafft.  Das Hungergefühl schwappt immer mal wieder kurz an die Oberfläche, es interessiert mich aber nicht wirklich. Der Tag endet gefühlt trist.

Tag 3 und der erste Arbeitstag ohne Essen. Ich stehe guter Dinge auf. Nur die Beine brauchen eine Viertelstunde länger, um zu kapieren, daß wir schon aufgestanden sind.  Mein Mund ist trocken, ich trinke allein bis Mittag 4 Liter Wasser und Tee. Schon wieder diese komische Stimmung, hm. In der Mittagspause entsteht eine fiese Situation, weil alle um mich herum kauen und es nach Pizza und anderen Köstlichkeiten duftet. Ich verstopfe meine Nase mit Kamillenteedunst. Klappt.

“Diese komische Stimmung” wird immer dominanter.

Um ehrlich zu sein, mag ich gar nicht allzu genau beschreiben, wie ich mich gefühlt habe, aber ich möchte mich nie wieder so fühlen. Schwermütig, traurig, teilnahmslos…

Nach der Arbeit brainstormen mein Freund und ich das Für und Wider und ich entscheide mich, das Fasten zu brechen. Mir geht es nicht gut.

Heute, zwei Tage später, kann ich resümieren:

Falsch war vielleicht nur, während der Arbeit zu fasten. Das war zu viel des Guten.

Meine Vorbereitung war gut. Ich würde es wieder so machen, glaube aber, daß Fasten und ich keine Freunde werden.

Weil ich es kann!

Es ist mal wieder so weit. Ich hege Auswanderungsgedanken.

Und daran möchte ich euch unbedingt teilhaben lassen, weil ich überzeugt bin, daß ihr noch einen weiteren Läufer braucht, der über die Jahreszeit mault.

So allmählich erkenne ich ein Muster. Jahr für Jahr werde ich ab spätestens Januar schwerfällig. Schnee, Eis, Matsch, Schlamm, Hochwasser-geht schon irgendwie. Aber die Dunkelheit macht mir richtig zu schaffen. Von Ende Oktober bis Ende März sehe ich fünf Tage die Woche pro Tag maximal 30 Minuten das Tageslicht und das nur, wenn ich vor`s Büro gehe, um eine zu rauchen. Ha! Was jetzt wohl besser ist?

Dennoch falle ich jedes Mal darauf herein, ich Dämel. Man macht mal hier einen Lauf kürzer, läßt da einen ausfallen und schwups: Stillstand.

Der Unterschied zum letzten Jahr ist nur, ich habe ein klitzekleinwenig dazugelernt und habe im Ansatz etwas, das sich Form schimpfen darf. Die mag ich eigentlich ganz gerne und deswegen würde ich sie ungern ziehen lassen. Am Arsch, daß ich jetzt einen Monat gar nicht laufe und mir im März in den Allerwertesten beiße, weil ich die 10km wieder über einer Stunde laufen “muß”!

Grimmig entschlossen (über freudig aufgedreht reden wir wieder ab April) trete ich heute vor die Tür. Das Einrasten der Haustür klackt mir in den Ohren wie das Entsichern einer Pistole. Gelaufen wird und zwar so lange, bis die faule Sau in mir aufhört zu quieken! *schluck*

Alle paar hundert Meter schiele ich auf Edda und frage stumm: “Sind wir schon da?” Die doofe Nuß schweigt. Nicht mal einen Pieps gibt sie von sich.

Acht quälend lange Kilometer soll es dauern, bis ich aufhöre, Laternen, 100 Meter, Schritte, Takte, Autos, Atemzüge, Sekunden, Betonnähte, Fahrbahnmarkierungen, Pfützen, Bäume, Häuser, Lämpchen von Lichterketten…zu zählen. Acht! Danach war die Straßenbeleuchtung alle und die meisten meiner Zählmittel fallen somit flach. Danach stellt sich allmählich das Unbewußtsein ein. Ich denke nicht mehr über jeden Schritt nach. Zuerst nehme ich die schweren Beine nicht mehr wahr und dann plötzlich kribbeln sie von der Sohle aufwärts (Vermutlich wird mir nur gerade zum ersten Mal für heute warm.). Ich schmunzele in mich hinein. Wie leicht ich doch rumzukriegen bin. Ich will es haben, dieses Gefühl von: Weil ich es kann!

12km, um 2km Spaß zu haben, nenne ich zwar nicht gerade eine fette Ausbeute, aber ich mag ja auch Muscheln.

Die letzen Worte eines Vampirs

“Oh, ein Sonnenauuuuf….”


Als ich mich in der Dämmerung erhebe, komme ich mir selbst vor wie ein Vampir. Blaß, blutleer, melancholisch, aber einfach nicht tot zu kriegen.

Mit keinem geringeren Ballast als der Frage nach dem (Un-)Sinn des Lebens beladen, ziehe ich los.  Es ist schwer, einen Fuß vor den anderen zu setzen, wenn man das Ziel nicht kennt. Der Weg selbst bietet mir auch keine erhellende Erkenntnis. Trist und unendlich anstrengend lasse ich (Höhen-)Meter um Meter hinter mir.

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Einzig der Wind spendet mir Trost, reißt er doch ungestüm alle Gedanken mit sich fort und hinterläßt eine sanfte Leere.

Die Schatten jagen mich. Mein Atem geht schwer.

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Und mit einem Mal bricht sie hervor; die Sonne. Aaaah!

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Die Arme weit ausgestreckt, renne ich ihr entgegen und schreie ihr über den Wind hinweg zu: “Wo bist Du gewesen?”

Angekommen. Bei mir. Für heute habe ich eine Antwort. Wie war die Frage noch gleich?

Bevor hier noch jemand mißverständlich denkt: Reiner Spaß. Mir geht es gut. Ich bin lediglich müde und faul losgelaufen. ;-)

ausgepiepst

Zu gern würde ich euch schöne Laufberichte präsentieren, aber ich war seit einer Woche nicht laufen.

Es fiel mir zusehends schwerer und ich stand so manches Mal in voller Laufmontur im Flur mit Wuttränen in den Augen, weil ich es einfach nicht schaffte, mich vor die Tür zu bugsieren. Das geht mir im Alltag auch so. Es kann schon eine Aufgabe sein, den Teller nur in die Spülmaschine zu räumen. *augenroll*

Oh man, das tut so weh, wenn der Kopf doch so unbedingt möchte, man aber einfach nicht kann.

Die Schlappheit, (Müdigkeit, Lustlosigkeit, Mattheit und ein paar andere Scherereien) die ich erst unter typischer Winterverstimmung und simpler Faulheit verbucht habe,  wurde mir dann doch zu aufdringlich und ich habe mal meinen Doc zu Rate gezogen.

Jetzt warten wir mal noch die Ergebnisse zu seiner Vermutung ab und dann geht es hoffentlich endlich! peau a peau weiter.

So, das mußte jetzt mal raus. Ein paar Schulterklopfer wären mir jetzt nicht unlieb. :-(

Miep, miep, miiiiep

Miep! Meldung.

Ich bin (wieder) da. Eine wenig spektakuläre, dafür aber umso energischere Grippe hat mich dahin gerafft.

Da die Seuche ganz aktuell wieder schwer im Kommen ist, lasse ich hier auch mal ein “gute Besserung” an alle anderen Gebeutelten da.

Jetzt warte ich nur noch auf meinen Ruhepuls und dann laufen wir gemeinsam los.

Wahnsinnsspannender Beitrag, ich weiß. Aber da doch der ein oder andere nachgehakt hat, wo sich das Monster versteckt hat: es war im Bett, nicht darunter. ;-)

laß`es roll`n, rrr rrr

…rrr rrr… (für Margitta ;-) )

Zufrieden grunzend, angenehm plattbeinig, immer wieder von spontanen Mundwinkelzuckungen überrascht – ich war laufen. That easy.

Ich gebe mich ausnahmsweise mit dem Moment zufrieden.

Nur “TV on the radio” (Musigggggrubb), die Abenddämmerung und ich. Es war ein stiller Lauf; langsam, ruhig…

Den letzten Kilometer konnte ich es aber dennoch nicht lassen. Bin ich eben unvernünftig. Na und?

Und der Schrebergarten auf meiner Laufstrecke hat WLAN, jawoll!

MiMose MiniMa

Was das jetzt wieder heißt?

Na, Miss Monster und der Mittelrhein-Halbmarathon. Mein neuer Projektname sozusagen.

Geplant war eigentlich, den Bonner Halbmarathon im April in Angriff zu nehmen.

Allerdings bin ich dafür und für die angedachten sub2 nicht so fit, wie ich es gern wäre, um jetzt voll in die Vorbereitung zu gehen.

Also habe ich ohne Gram umdisponiert. Der Mittelrhein(halb)marathon findet erst Ende Mai statt und läßt mir etwas mehr Luft.

Nach meiner (Grippe-)Laufpause ging ich davon aus, sehr viel meiner “Form” eingebüßt zu haben, aber heute der Lauf war schon wieder ziemlich locker.

Vielleicht habe ich aber auch nur gelernt, daß ein paar Kilometer mehr nicht viel anstrengender werden, wenn man nur im Rhythmus bleibt?

Was meint ihr? Kann man fehlende/abgebaute Ausdauer als Läufer auch teilweise durch Erfahrung wettmachen?  Ala: Ich weiß, daß ich km x laufen kann, also werde ich genau das jetzt auch tun, egal, was die Lungen oder Beine sagen?

time to say goodbye

Ihr Lieben, heute brauche ich euch, um mit mir gemeinsam Abschied zu nehmen.

Bitte vorher die entsprechende Musik anmachen, damit ihr meine Stimmung so richtig mitfühlen könnt. Ich mag das Lied übrigens nicht.


“Lange Zeit sind wir unseren Weg gemeinsam gegangen. Stoisch und treu hast Du alles klaglos für mich ertragen und so Vieles auf Dich genommen. Wir waren eins!

Doch dann ist es passiert. Es war im Oktober…

Es tut mir leid. Denn ich war zu aufgeregt, um an Dich zu denken und Dich zu fragen, wie es Dir geht.

Zu sehr mit mir selbst beschäftigt, um auf Dich zu achten, ziehe ich los und zuerst ziehst Du wie gewohnt lautlos mit. Doch schon bald kommen die Schmerzen. Ich habe es nicht erkannt.

Du leidest, Du blutest, Du windest Dich in Qualen-ich höre Dein Wehklagen nicht.

Als ich mich Dir das nächste Mal zuwende, ist es zu spät. Du liegst im Sterben und es bricht mir das Herz. Wenige Tage später… ist alles Leben aus Dir gewichen. Da, wo Du einmal warst, ist nur noch eine leere Hülle.

“Es ist zu früh! Nein, geh noch nicht! Laß mich nicht im Stich! Komm zurück! Laß uns gemeinsam wachsen und alt werden!”, schreie ich Dir zu.

Ich will es nicht wahrhaben und starre Tag für Tag auf das, was von Dir geblieben ist. Dieser hohle Abklatsch von etwas, das einmal mein Leben war. Es dauert. Es dauert Monate, bis ich verstehe, daß ich loslassen muß. Ich muß Dich ziehen lassen, um Neues zu erkennen.

Heute also, kann ich Dich endlich zu Grabe tragen, ohne daß es mir die Tränen in die Augen treibt.

Tschüß. Es war schön mit Dir, lieber Zehennagel.”


Es war mein erster und hoffentlich letzter Zehennagel, den ich verloren habe, also bitte etwas Respekt, ja?

Monster unter Deinem Bett

Als Kind hatte ich ab und an Angst vor dem buchstäblichen Monster unter meinem Bett. Ich habe mich dann nicht getraut, die Füße über den Bettrand zu strecken, weil ich mich immer mehr in den Gedanken hineinsteigerte, es würde etwas meine Knöchel packen und mich … na, irgendetwas Schlimmes würde jedenfalls passieren.

Es gab also so manch wache Stunde, weil ich dringend wohin mußte, mich aber nicht zum Aufstehen überwinden konnte.

Ob ich deshalb heute so ein Bücherwurm bin? Hm.

Mein Lauf heute startete in der Abenddämmerung und ich wollte mal wieder neue Wege oder besser noch nicht erschlossene Wegverknüpfungen erkunden. Das Wetter hatte nicht viel zu bieten, der Puls sollte lustlos niedrig bleiben und der Tag war sich auch am Verkrümeln. Also hatte ich gute Musik auf den Ohren. Zu gute….

Aus dem Gewerbegebiet geht es raus auf`s Feld und rein in den Matsch. Den Weg war ich bestimmt schon mal gelaufen und hatte eine grobe Vorstellung, wo ich rauskommen würde, aber als die letzten Straßenlaternen hinter mir verschwinden und mir die achso düstere Musik in den Ohren schallert, ist mir auf einmal irgendwie mulmig.

Eigentlich war heute ja ein gaaanz ruhiger Lauf geplant, aber ich kann nicht umhin, doch alle paar Meter wieder flotter zu werden, über Pfützen zu springen und das Ende des unbekannten Pfades herbeizusehnen. Das dauert aber auch verdammt lange. Ob ich noch richtig bin?

Irgendwann sehe ich die erhoffte Weggabelung, aber es sind noch gute fünf Kilometer bis nach Hause. Das mulmige Gefühl bleibt und erst, als ich auf den letzten Metern ein paar Mal so richtig Gas gebe, bis die Lungen brennen, fühle ich mich befreit und belächle mich und meine doofe Furcht.

Merke: Alleine und im Dunkeln laufen-ok. Auf unbekannten Pfaden mit Endzeit-Musik-eher nicht.

SKINSider

Unlängst flatterte mir (wie einigen anderen in der Blogosphäre auch ;-) ) ein Paketchen ins Haus.

Das soll sie also sein, die zweite Haut;  für mich in 3/4-Länge als Hose. Ausgepackt sieht das Häufchen Funktionsfaser wirklich sehr minimalistisch aus. Das dazu gelieferte Stoffaufbewahrungssäcken führt gleich zu wilden Spekulationen ob seiner angedachten Verwendung.

So herum?

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Selbst Skins variiert die Tragemöglichkeiten je nach aktuellem Anlaß: Da.

Man mag sich jetzt vielleicht fragen, warum ausgerechnet ich eine solche Klamotte brauche.

Ob ich jetzt Dank ausgeklügelter Klöppel-, Strick- oder Schweißdingensverfahren tatsächlich einen meßbaren Ausdauerzuwachs erfahren könnte, ist mir sowas von schnurz.

Brauche ich nicht. Aber ich brauche auch keinen Kaffee und dennoch liebe ich ihn.

Nun, zum Einen belohne ich mich einfach gerne mal. Dann gab es eine Gelegenheit, günstig an dieses Teil heranzukommen (Bei den Normalpreisen wird einem schon mal schwindelig.). Und zu guter Letzt verspreche ich mir tatsächlich zwei ganz konkrete Effekte von diesem Stückchen Stoff.

Ganz zu Beginn meiner Lauferei habe ich mich natürlich erst einmal günstig  mit Laufsachen grundversorgt. Es stellte sich allerdings schnell heraus, daß gerade Billighosen oft einen Wolf mit im Gepäck haben, der sich vorzugsweise an meiner Hüfte festknabbert. Es gibt da ein Paar Hosen, da war es gleich ein ausgewachsener Werwolf!

Gute Qualität und somit gut verarbeitete Nähte sind also die Mindestanforderung und diese erfüllen die neuen Beinlinge zu 100%.

Dann habe ich eine ziemlich große Narbe am Bauch und die zickt schon mal gerne rum; erst recht beim Laufen.

Allerdings habe ich früh gemerkt, daß richtig enge Laufhosen und ein möglichst fester Stoff das Ziepen verzögern und manchmal sogar verhindern. Ihr merkt schon…

Steffen dürfte da im Moment auch ein Lied von singen können.

Das erste Anziehen ist eine herbe Enttäuschung. Dachte ich doch, es wäre ein Abenteuer mit Blut, Tränen, Schweiß und Krallen, sich in die neue Haut zu friemeln. Aber jede Frau, die schon einmal Strumpfhosen getragen hat, lächelt nur müde mit mir mit.

Längere Toilettensitzungen mit heruntergezogener Hose sollten allerdings vermieden werden, da diese Konstellation sekundenschnell zu punktueller Gefühllosigkeit der unteren Extremitäten führen könnte. :-P

Laufen mit den Hosen … wie geschmiert. Nichts rutscht, nichts zwackt, nichts stört. Erwartungen erfüllt.

Angenehmer Nebeneffekt: die Dinger machen verflucht schicke Beine.

Vor`m Umknicken schützen sie allerdings nicht. So was Blödes auch.

Da habt ihr Fotos (so gut es in der Früh ging) von einem Handy, das ich gerade eben beim Laufen verloren habe. :roll:

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24 h Blogroll

Daß wir Laufblogger keine anonymen Nerds mit fehlender Sozialkompetenz sind, stelle ich jetzt mal als Tatsache.

Aufgrund dessen werden auch immer wieder Vorschläge nach Treffen laut.  Das klappt bisher auch schon ganz wunderbar. Überall wird gelaufen, gelacht, gelitten-es werden echte Freundschaften geschlossen.

Bei Gerd fiel dann schließlich die Idee, man könne die Blogosphäre auch mal zu einem 24h-Lauf  zusammenbringen.

Jeder könnte laufen, was er möchte und vermag.

Darüber hinaus könnten wir zur gleichen Zeit unsere geballten Laufwerkzeuge für einen guten Zweck nutzen, also unsere erlaufenen Kilometer spenden.

Als ultra- und benefizerfahrenen Paten konnte ich den lieben Yogi gewinnen. Er würde uns mit Rat und Tat (und hoffentlich auch laufend) zur Seite stehen und kann uns auch einige Veranstaltungen, die örtlich und zeitlich in Frage kommen, empfehlen.  Yogi empfiehlt einen Lauf im Sommer und das Wo wird versucht an der Anreisemitte aller Teilnehmenden ausgerichtet.

Also, was meint ihr? Lassen wir es rollen?

24h Blogroll kommt ins Rollen

Einige von euch haben schon ganz wunderbare Vorschläge für einen gemeinsamen Lauf gemacht und ich denke, vier Stück zur Auswahl dürften auch reichen. Yogi hat auch nichts einzuwenden. ;-)

Also, schießt los. Welcher Lauf würde euch am besten passen?

6. 24-Stunden-Benefizlauf in Breitscheid

15. und 16. Juli 2011 (Start 18:00 Uhr)

8. 24-Stunden Burginsellauf in Delmenhorst

11. und 12. Juni 2011 (Start 12:00 Uhr)

12. RUN FOR HELP in Bad Lippspringe

18. und 19. Juni 2011, (Start 14.00 Uhr)

24-Stunden-Lauf in Rodgau

10. und 11. September 2011 (Start 12.00 Uhr)

Wenn wir wissen, welcher Lauf am ehesten in Frage kommt, können wir konkret in die Planung gehen, was Zeiten, Treffpunkte, Übernachtungen, Verpflegung, Mitfahrgelegenheiten … angeht.

Monsterbaum

Vorweg: Es ist Frühling! Wie geil ist das denn?

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Erinnert ihr euch, ich habe euch mal von einem Monsterbaum erzählt, dem ich unwissend und abseits bekannter Pfade in die Arme gelaufen bin?

Nachdem mich gestern Morgen im Frühnebel eine herrliche Tour mit meinem Laufvater Albert und seinem treuen Weggefährten Ike

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erneut in die Nähe dieses Unikums brachte, dachte ich, es wäre an der Zeit, ihn nachmittags noch einmal zu besuchen.

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Auf einem anderen Baum sah ich noch einen jungen, vorwitzigen Kletteraffen. Er war ganz allein und da konnte ich nicht anders und habe ihn mit nach Hause genommen.

Jetzt päppele ich ihn erstmal mit selbstgebackenen Muffins auf.  Sein Appetit ist gut, das Haar glänzt gesund und er ist unglaublich zutraulich.

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bis zwei zählen

Das Laufen und ich, wir gehen in die dritte Runde.

Am kommenden Sonntag vor zwei Jahren habe ich meine viel zu kleinen, steifen, mit Farbe bekleckerten “Sportschuhe” geschnürt und bin im Trainingsanzug meine ersten 3,8km am Stück gezockelt.

Das erste Jahr war einfach neu und spannend und geprägt von der ständigen Frage: “Bin ich eine Läuferin?”.

Das zweite Jahr beschreibe ich einmal frei aus dem Gedächtnis mit den Worten einer Dame, die mir am Herzen liegt: “Die erste Verliebtheit und dieses aufregende kribbelnde Gefühl sind verflogen.  Ab jetzt registriert man auch die Fehler des Anderen und kann sehen, ob es wirklich paßt. Und das tut es.”

Weil das neue Jahr nicht gerade gut für mich gestartet ist, bin ich geneigt, alles durch die graue Brille zu betrachten. Aber das wäre unfair.  Es gab so viele schöne Momente…. mein erster  (Dank EUCH unvergeßlicher) Halbmarathon, die ersten 30km, Mitzockeln in Troisdorf, sub 60

Beflügelt durch die Euphorie, die diese Erlebnisse in mir auslösten, wäre ich gern direkt bis in die Schweiz gelaufen.

Dann kamen mir aber der Winterblues gepaart mit einer körperlichen Angelegenheit (so called Schilddrüsenkram) dazwischen und schwups, bin ich am Straucheln.  Immerhin; ich habe nicht aufgegeben und mittlerweile wird das Laufen auch wieder leichter und macht sogar wieder Spaß, doch mit Ruhm bekleckert habe ich mich das erste Quartel sicherlich nicht.

Tränen, Wutanfälle und  Gleichgültigkeit habe ich durch. Heute habe  ich mich von meinen geplanten Zielen für das erste Halbjahr verabschiedet und laufe erstmal, wie es mir gerade einfällt und manchmal fahre ich auch stattdessen Rad.  Dieser Schritt fiel mir sehr schwer, weil ich Angst hatte, mit den Zielen auch das Laufen ansich fahren zu lassen.

Bisher fühlt es sich allerdings erholsam an, nicht hinter den eigenen Erwartungen herzuhecheln.

Dennoch und verhalten optimistisch:

Miss Monster läuft weiter… im Sinustakt.

neue Wege

Demut ist schließlich nichts als Einsicht. -Hermann Bahr-

Das habe ich jetzt auch verstanden und das war auch eine wichtige Lektion.

Freude ist die einfachste Form der Dankbarkeit. -Karl Barth-

Das Laufen macht endlich wieder Spaß.

Beim Wandern hatte ich mir kürzlich als Sahnehäubchen noch einen Klumpfuß weg geholt, aber der gibt auch schon wieder Ruhe seit letzter Woche.

Viel zu erzählen gibt es nicht, deshalb lasse ich mal wandercachende oder erlaufene Bilder der letzten Tage sprechen.

Das Grandiose am Cachen ist, daß man Fleckchen entdeckt, die man sonst nie finden würde und schwups ist auch die Lauflust aktiviert, wenn man all die schönen Wege sieht und im Kopf zu Strecken verbinden kann.

Oh my Gosh!

Daß Muskeln derart brennen können, war mir neu. Aber gut, das verbuche ich unter besonders reizvolle Erfahrung.

Eigentlich war der nächste Lauf erst für Sonntag geplant, aber nach einer viel zu kleinen Mütze Schlaf hatte ich heute Morgen gleichzeitig mit den Vogelschnäbeln die Knöpfe auf. Nach einer Stunde Rumgemümmel auf Balkonien mit Kaffee und Buch wollte sich auch keine Bettschwere mehr einstellen. Da schoß mir der Gedanke ins Hirn: “Du wolltest ja mal die neue Strecke da mit Höhenmetern ausprobieren.”

Gedacht, getan. Also schmeiße ich mich hektisch in meine Laufklamotten, schnüre mein Deuterli und auf geht`s.

Die Sonne scheint, die Vögel zwitschern, das Harz duftet; ich trabe locker, munter, heiter los und…what the f*** bekomme keine Luft mehr! Der Anstieg, der sich vor mir aufbaut, raubt mir allein beim Anblick den Atem.

Gekniffen wird jetzt nicht und ich versuche, noch kleinere, noch langsamere Schritte zu machen. Nach 500 Metern ist die Restluft auch noch entwichen und ich muß gehen. Doch selbst im Gehen bleibt mein Puls so hoch wie ein Geigerzähler in Tschernobyl.

Brave New Strecke, die Du Dir da ausgesucht hast, Madame. Glückwunsch! Ich disponiere um und nehme mir vor, nur einen einzigen Kilometer diese Bestie called Höhenmeter zu bezwingen, um dann kleinlaut umzudrehen und mir eine seichte Strecke zu suchen, die meine flachlandverweichlichten Beine meistern können. Ich beiße, was das Zeug hält. Atmen kann man das jämmerliche Röcheln nicht mehr nennen, aber ich beende meinen bisher langsamsten Laufkilometer überhaupt. Als die Sterne mir das Blickfeld allmählich wieder freigeben, erkenne ich, daß es nur ein paar Meter weiter flacher wird.  Hm, na gut…

Oh, da ist ja eine Holztreppe mitten im Nirgendwo. Wo die wohl hinführt?

Mir offenbart sich ein wunderschöner kleiner Pfad, meine Abenteuerlust ist geweckt, die Schmerzen in den Beinen vergessen und die Runde wird größer werden, als erwartet. Ich konnte mich nicht wehren. ;-)


So weit die Füße tragen

Das ist in meinem Fall sicherlich nicht sehr weit. Aber es geht auch schlimmer. Gestern waren wir am Rhein und es hat uns eine Dame, deren Füße sie zwar nicht mehr tragen, die sich aber dadurch keinen Funken ihrer Lebensfreude nehmen läßt,  mit ihrem motorisierten Rollstuhl überholt und abgehangen; lachend!

Zu meiner Verteidigung habe ich nur vorzubringen, daß ich lediglich spazierend unterwegs war und das barfuß.

Später sind wir einer Gruppe junger Mädels begegnet, die ebenfalls fußnackig unterwegs waren und ich konnte nicht widerstehen.

trip trap

Der Rhein, dem wir unseren Besuch abstatteten, war gar nicht so leicht auszumachen. Die Sau hat ab!

Rhein

Flußbett

Kackstelze

Und heute Morgen haben mich meine Füße wieder hinauf getragen; in den Wald. Es tut schon gar nicht mehr so sehr weh. ;-)

Dabei wäre ich beinahe überfahren worden! Ich gebe zu, ich hatte vergessen, nach links und rechts zu schauen, als ich über die Ameisenstraße wollte. Is gerade nochmal gut gegangen.

Schnepfenteich

Schauinsland

Sturmschneise

Waldlehrpfad

Blick gen Rhein

Blindschleiche

Blindschleiche

Zeigt her eure Füßchen, zeigt her eure Schuh’…

Zeigt her eure Schnürungen.

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Über irgendeinen Ratgeber betreffend Laufschuhschnürungen ist sicherlich jeder von euch schon einmal gestolpert und Möglichkeiten, seine Schnürsenkel zu tüddelmachzuen gibt es mittlerweile bestimmt ebenso viele wie Laufzeitschriften.

Doch welche Schnürung bringt es im Alltag wirklich?

Bei mir ist es die schnöde, altbekannte Marathonschnürung, auch Fersenhaltschnürung genannt.

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Da ich mit meinen “zarten” Hufen fast immer zu Herrenlaufschuhen zurückgreifen muß, ist der feste Sitz der Ferse für mich umso wichtiger. Andererseits habe ich einen hohen Rist und vertrage keine straffe Schnürung.

Gepaart mit dem mir mittlerweile lieb gewordenen Ian-Knoten brauche ich mich nicht mit sich lösenden Bändeln herumzuschlagen. DER Knoten hält!

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Wie zurrt ihr eure Schuhe zu?

keine Antwort

Zu fragen bin ich da, nicht zu antworten.” -Henrik Ibsen-

Ich frage ständig, immer, ununterbrochen. Am häufigsten mich. Es gehört zu mir und es gibt mir Ruhe und Kraft, NEUE Fragen zu (er-)finden.

Das bin ich.

Eine DER Fragen schlechthin, was das Laufen betrifft, war und ist: Was wohl aus uns werden wird?

Ich wünsche mir sehr, daß diese Frage niemals beantwortet werden wird, sondern das Laufen mir nur immer andere Fragen stellt.

Nehmen wir nur mal den Jahresbeginn:

Aus “Warum macht das Laufen keinen Spaß?” wird

Weshalb tue ich es dennoch?” wird

Wieso macht das Laufen plötzlich doch wieder Freude?” wird

Wie kann es sein, daß ich lächle, wenn es schmerzt?” wird

Wer hat meine Oberschenkel so damn sauer gemacht?” wird

Waaaaaaaaaaaaaaa?“.

Also, laufen wir eine Runde? ;-)

daneben

Vorgestellt hatte ich mir für heute 20km zu laufen und dabei ein paar Höhenmeterchen mitzunehmen.

Als ich heute Morgen lostrabe, bin ich guter Dinge, habe eine grobe Vorstellung davon, wo ich lang laufen will und… die hat so überhaupt nichts mit der Realität zu tun. Keine zwei Kilometer später; meine Orientierung ist flöten und mein Puls zeigt mir schon das erste unfreiwillige Intervalltraining an. Nun gut, werden es eben ein paar Höhenmeter mehr.

Es schleppt und keucht und flucht sich so dahin und nach nur 12km bin ich am Ende-mit meiner Kraft, aber ~10km vom Auto entfernt.

An meinen Beinen traue ich mich schon nicht mehr herunterzuschauen. Ich habe Angst, daß sie so aussehen, wie sie sich anfühlen. Uah!

Es nützt nichts. Irgendwie muß ich ja zurück. 8 Kilometer sollen es nochmal werden und die haben es in sich. Ich will nicht mehr, ich kann nicht mehr, ich hab keine Lust mehr, ich will, daß das aufhört!

Wenn ich mittlerweile eine Steigung auch nur in der Ferne sehe, keuche ich schon entsetzt auf. Meine Waden zeigen mir auch sofort, was sie davon halten und schalten auf Modus “Starrsinn” um. Sich zu quälen und das Ziel zu kennen, ist eine Sache. Richtig Aua zu haben und irgendwie wieder zurückkommen zu müssen, eine andere.

Freundlich bin ich mir gegenüber schon längst nicht mehr gestimmt, aber es gilt, das Gleichgewicht zwischen sich selbst anmaulen und sich motivieren zu finden.

Irgendwann schaffe ich es tatsächlich zum Auto. Erlösung! Tjaha, die Rechnung habe ich nicht mit meinen Beinen gemacht. Die ziepen nämlich gerade so arg, daß ich mich nicht zum Heimfahren setzen kann. Also schnappe ich mir verdrossen die Wasserflasche, wechsele schnell das Shirt und trabe nochmal eine Runde um den Parkplatz. Und noch eine und noch eine. Zuhause angekommen ist mir übel und eine Zecke habe ich auch mal wieder an mir parken lassen.

Ich bin echt sauer auf mich selbst, fühle mich elend und bin enttäuscht, daß 20km so quälend sein können.

Als meine bessere Hälfte mich schätzen läßt, wie viel Höhenmeter das waren, läuft er laut lachend weg. Na toll! DAS kommt meiner Laune gerade noch recht.

Er kommt wieder und sagt in Worten: “Siebenhundertsiebenundreißig.”

Ich kann die Information zwar erfassen, aber nicht verarbeiten, also flenne ich erstmal ausgiebig. Einfach so, aus Frust, aus Fassungslosigkeit, aus….

Eine Dusche, ein paar verbale Aufbaukuren und ein ausgiebiges Frühstück später sieht die Welt schon wieder anders aus.

Begeistert bin ich immer noch nicht, daß ich mir das antun mußte, aber immerhin zwackt sich so ein kleines Schmunzelgrübchen in meine linke Wange, wenn ich mir mal auf der Zunge zergehen lasse, wie hoch das wirklich (für mich) war.

Zumindest habe ich im Nachhinein die beruhigende Gewißheit: es durfte wehtun.



Geschichten, die Läufer(innen) schreiben

Wollen doch mal sehen, ob wir gemeinsam eine Mär erzählt bekommen.

“Es war einmal ein Läuferchen (nehmen wir mal sowohl für die weibliche als auch männliche Form), das zog des frühlingshaften Morgens aus…..”

Jetzt Du.

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Ich atme noch. Erstaunlich.

Doch von vorn. Seit ein paar Wochen habe ich Flachlandei mich der Abwechslung halber einmal an Höhenmetern versucht. Als Höhepunkt und Abschluß der Herumkeucherei habe ich mir die 24km des Westerwaldlaufes herausgepickt. “Is ja noch was hin und bis dahin schaffst Du das”, dachte ich mir.

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30km waren bisher das Maximum meiner am Stück erlaufenen Kilometer und das war im letzten Jahr und auch bisher einmalig. Dieses Jahr startete doch eher schleppend für mich. Ausgeschriebene 24km mit ca. 500 Höhenmetern würden also schon ein Brett für mich bedeuten.

Wie es immer so ist, war auf einmal der Tag gekommen und ich habe Muffesausen; so richtig.

“Das ist zu viel. Das kannst Du gar nicht schaffen. Das wird eine einzige Schmach und Dein bißchen Restselbstvertrauen in Deine läuferischen Fähigkeiten wird auf dem Rheinsteig oder wahlweise auf dem Rheinhöhenweg begraben werden.” Muah! Angst!

Andererseits signalisiert mein Körper mir schon eindeutig, daß die Verlaufereien in letzter Zeit etwas gebracht haben.

Diese leise Zuversicht und meine “Start-, Ziel- und After-Run-Partyverabredung” lassen mich dann doch um 8 Uhr bei strahlendem Sonnenschein am Start stehen. Am Morgen ist die Nervosität doch weit geringer wie in den Tagen zuvor, was zum Teil auch an der angenehmen Gesellschaft und dem damit verbundenen Plausch liegt.

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Mein Ziel ist, mir den Lauf gut einzuteilen und mehr laufend als gehend anzukommen.

Die ersten Kilometer sind moderat mit nur kleinen Steigungen und erstmal abwärts gerichtet. Etwa bei Kilometer vier verlaufe ich mich das erste Mal; sehr zur Belustigung der überwiegend männlichen, silberhaarigen Wanderschar, an denen ihr “Waldmeister” (wie sie mich lachend und frotzelnd titulieren) gleich zwei Mal innerhalb weniger Minuten vorbeiläuft.

Der erste Verpflegungspunkt ist schnell erreicht und eine psychologische Verunsicherung erwartet mich. 25km da lang? Ich dachte, es seien 24km? Nicht drüber nachdenken. Wenn dem so sein sollte, schaffst Du doch wohl noch den einen Kilometer mehr!

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Ich halte mich mit Zahlenspielereien bei Laune. 24km in drei Etappen unterteilt, die wieder in je zwei zerpflückt. Ab Puls soundsoviel gehst Du Steigungen hoch, darunter kannst Du laufen. Das klappt ganz gut und nach etwa einem Drittel der Strecke habe ich eine Weile herrliche Ablenkung durch eine Kölsche Lady. Wir plauschen nett bis zur nächsten Verpflegungsstelle. Da trennen sich unsere Wege, weil sie weiter ausholt für die 34km und ich der Strecke des 24ers folge. Kurz Schuhe ausschütteln, süßen Zitronentee kippen und weiter.

Nach wenigen hundert Metern merke ich schon: ich habe die Pussylane erwischt. Ich bin mutterseelenallein. Tjaja, 24km sind für die Ultras (die natürlich die angebotenen 50km unter die Hufe nehmen) natürlich zu wenig und für die Wanderer…auch. Ich denke kurz darüber nach, wie ich das im Kopf zurechtrücken soll und entschließe mich erstmal, die Einsamkeit für einen Gebüschbesuch zu nutzen.

Och und es sind ja nur noch 10 Kilometer! Die Beine tun weh, funktionieren aber noch. Ich stöpsele mir Musik auf die Ohren und sinniere über den Spruch: “Die Letzten werden die Ersten sein”, weil ich höchstwahrscheinlich vor allen anderen ankommen werde. Hat auch was.

Kilometer 16-21 etwa gehen komplett bergab und ich lasse rollen. Seitenstechen, Knieknarzen, Zehenpuckern-egal. Es macht Spaß und ist das letzte Luftholen vor den finalen fiesen Anstiegen.

Ab Kilometer 22 machen die Beine zu. Dicht. Ende. Aus. Das kam plötzlich. Oh, das tut weh!

Erst winsele ich ein bißchen in mich hinein und auch heraus und drehe mich ein paar Mal um mich selbst in der aberwitzigen Illusion, es könnten ein paar Sänftenträger des Weges kommen. Als das nicht geschieht und ich erkenne, daß ich da irgendwie aus eigener Kraft hoch muß, sind die Beine Nebensache. Laufen ist nicht, also gehe ich schnell und hüpfe oder klopfe manchmal einen Krampf weg, so gut es eben geht. Die Meter ziehen sich, ziehen sich, ziehen sich und es sind natürlich 25km, nicht 24km plus die Extrarunde am Anfang, aber ich bin mittlerweile sicher, daß ich ankomme.

Die letzte Steigung schaffe ich nur mit den Fäusten auf den Oberschenkeln im Froschquickstep. Dann sehe ich das Ziel, Tribünenschritt, da. Quak…äh, krass! Westerwaldlaufpussylanebezwingerin! Ich benutze das Wort nicht ohne Stolz!

Mein erster klarer Gedanke ist: Kaffee. Ich hole gleich zwei, verziehe mich ins Auto und lasse per mobilem Fernsprecher, bei geschlossenen Türen, einen Urschrei nach Hause ab.

Als die Runningfreaks dann auch endlich mal fertig waren ;-) (Ich sach nur: Extrarunde.), konnten wir auch zum Kuchenvernichten in der Monsterhöhle übergehen. Schön war`s mit euch beiden und danke!

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Und jetzt, jetzt hole ich mir einen Marathon. Wer will auch einen? Es gibt noch Erdbeer, Schoko und Kokos.

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Echt, ich bin drüber. Das war so ein geiler Tag!

Ohne große Planung und Koordination haben sich beim 6. Deichlauf in Neuwied einige neue und alte Bekannte versammelt, um gemeinsam und jeder nach seinem Können und Wollen an den Start zu treten, zu quatschen, zu lachen… Alles fügt sich federleicht und ganz selbstverständlich ineinander.

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(M)ein Meister!

Bei so viel guter Laune mußte es Bestzeiten hageln und genau so war es auch.

Los geht`s.

Die anderen werden sicher noch für sich berichten wollen, wie sie den Tag erlebt haben, also beschränke ich mich hier auf meine Eindrücke.

Hannes explodierte für sich den 5er vorweg (Nur so viel: Sieg und Streckenrekord!)  und brannte sich anschließend locker mit Sina und mir beim 10er runter.

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Da ich mir ja lieber viel zu wenig als zu viel zutraue, versetzt es mich immer noch in Spontanpanik, wenn ich nur höre “mit 5:50min/km” loslaufen und wenn ich die Zahl dann auch noch sehe….nee nee. Nix gut. Also lieber mal nicht auf Edda schielen und laufen lassen.

Okok, ich habe nur mal bei Kilometer 1 gesplinst: 5:39min/km. *schluck* Hat doch gar nicht wehgetan, wenn Du mal ehrlich bist.

Beim zweiten Kilometer merke ich allerdings, daß wir schneller geworden sind und drossele von mir aus ein bißchen runter. Da habe ich nicht gesplinst, aber die Uhr sagt mir hinterher 5:25min. Dann läuft es sich ein und auf der Strecke, ein 5km-Rundkurs, gibt es viel Kurzweil. Sina und Hannes quatschen locker, ich streue auch ein paar Hurghs ein, Trommler, unsere Groupies, Laolaleute….das fetzt.

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Es schmunzelt freudig aus meinem Gesicht heraus, als ich die erste Runde und damit 5km in exakt 29 Minuten durchlaufe-schneller als jemals zuvor. Jetzt verlier` Dich bloß nicht in einem “was Du eigentlich alles nicht kannst”-Blödsinn. Rollen lassen, rollen lassen, rollen lassen, Tempo halten, Faxen machen, für die Kamera lächeln.

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Kurz vor km 7 kündigt Sina an, daß es sie in den Beinen kribbelt und wir lassen sie johlend und klatschend ziehen. Ich bin einfach nur froh, daß ich tatsächlich schon so lange das Tempo halten kann und lasse mir von Hannes von seinem grandiosen Läuferzehnkampf erzählen. Das tut er auch ausgiebig und ich fange an zu rechnen. Klar, die Beine fühlen sich schwer an, aber eigentlich geht es mir gut. Wir passieren den letzten Verpflegungspunkt; ein paar Schlückchen Wasser landen in meinem Mund und zwei Becher Wasser auf meinem Kopf. Ich merke, daß ich noch eine Schippe drauflegen kann. Hannes redet weiter. Ich visiere eine Läuferin vor uns an und wir kommen näher. Näher. Zum Reden fehlt mir allmählich die Puste, also zeige ich Hannes nur mit dem Finger, daß ich vorbei will. Sie seufzkeucht nur, beißt nicht an und läßt uns ziehen. Ich kann das Ziel sehen und ab jetzt wird es wehtun. Ich höre nur etwas wie:”Gleich ist alles vorbei. Danach ist alles egal.” Und es ist mir egal wie scheiße ich hinterher auf den Zielfotos aussehe!

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Eine ganze Weile später, wir sitzen alle gemütlich unter Lichterketten am Rhein im Biergarten, sehe ich mir meine Durchschnittspace auf Edda an und fange hysterisch an zu lachen. Beine stimmen, Uhr stimmt, Urkunde stimmt-soll der Kopf doch meinen, was er will.

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Es war so schön mit euch!

Marathon also

“Es wird Tage geben, an denen Du nicht glaubst, einen Marathon laufen zu können. Und es wird ein ganzes Leben vor Dir liegen, in dem Du weißt, daß Du es getan hast.”

Die Anmeldung ist raus, der Trainingsplan pappt an der Küchentür und der erste Lauf unter dem Motto “Marathon” ist auch schon absolviert.

Köln, ich komme.

Die Zeit ist reif. Das spüre ich. Es hat mich selbstbewußter gemacht, daß ich mich Stück für Stück herangetastet habe. Auch aus den ersten schwierigen Phasen habe ich mich rausgewurschtelt und laufe immer noch.

Außerdem stimmt es mich zuversichtlich, daß ich den Trainer wieder an meiner Seite habe. Er hat mich so wunderbar auf meinen ersten Halbmarathon vorbereitet, daß ich geradezu ein Urvertrauen in ihn habe, daß er mir immer den roten Faden zeigt.

Jetzt gilt es, auch Vertrauen in mich zu haben, daß ich diesen Weg laufen gehen kann.

Drückt mir bitte die Daumen, denn eine Portion Glück gehört sicherlich auch dazu.

Komm in mein Boot….

…ein Sturm kommt auf…

mein Boot

Sicherlich habe ich noch nicht offen im Blog erwähnt, daß ich Rammstein (die ersten Zeilen sind einem Lied von ebendieser Band entliehen) mag, sonst wären es weniger Leser. ;-)

Nach einer von gar schauerlichen Träumen heimgesuchten Nacht ich habe wunderbar geschlafen, galt der Lauf heute zwei Dingen:

-testen, ob Edda nicht nur aufzeichnen, sondern auch führen kann. Ich hatte also eine virtuell geführte Tour via GPSies. Erster Test bestanden. Weitere folgen und sobald ich echten Durchblick habe, schreibe ich auch noch was dazu.

-neuen Schnickschnack ausführen:  meine neuen, griiitzelgrünen Yankz

Yankz

Martin hatte mir die einmal empfohlen. Braucht sowas irgendein Mensch? Nö. Triathleten vielleicht, wenn nach dem Laufen nochmal ein Wechsel wäre. Aber ich finde sie heiß und bin gerade kurz davor, meine Laufschuhe auszuleiern, weil ich ständig rein- und rausschluppe und die Galoschen durch`s Wohnzimmer fliegen lasse, weil An- und Ausziehen ja jetzt sooo schnell gehen.

Kühl und regnerisch ist es draußen, aber darauf habe ich mich eingerichtet (Kontaktlinsen). Was ich so gar nicht auf dem Schirm hatte, war der Wind. Keine 10 Schritte und mir stehen die Tränen in den Augen. Für uns hier im rheinischen Becken ist das schon üngewöhnlich und dann habe ich Höhenschisser mir auch noch eine Zwei-Brücken-Runde ausgesucht. Es läuft sich dennoch gut, auf den Brücken hilft Schreien, um die Angst in Schach zu halten und dem Gegenwind strecke ich die Zunge raus.

Rheinbrücke

Angler IM Rhein

Rhein

Auf der anderen Rheinseite angekommen, drängt sich ein natürliches Bedürfnis  auf. Überall nur gepflegter Rasen, links Wohnhäuser, rechts der Rhein. Das kann heiter werden. Bis zum Ziel sind es noch einige Kilometer.

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Es dauert nicht lange und es ist mir völlig schnuppe, wo ich mich erleichtern kann. Der nächstbeste Baum ist mein und zum Glück kreuzt in dem Moment niemand auf. Scham und Sport passen nicht wirklich gut zueinander.

Wieder auf der anderen Rheinseite, habe ich endlich Rückenwind. Gaudi pur und es fluppt! Wie, schon rum?

Die sonntägliche Brötchentüte trage ich viel eleganter als sonst zur Tür herein, kann ich doch jetzt ohne Hände, ihr wißt schon…. *Schuheschmeiß*

de Schorsch

Kampf oder Kunst? Kampfkunst!

Zu einer Marathonvorbereitung gehören nun einmal zu einem überwiegenden Teil langsame, lange Läufe. Das habe selbst ich Frischling schon kapiert und mich entschieden, nicht damit zu hadern trotzdem jedoch ab und an darüder zu frotzeln und mit Trainer um 10 Sekunden zu verhandeln, sondern sie ebenso als Herausforderung zu sehen wie einen Tempodauerlauf oder ein Intervalltraining.

Für harte Runden auf der Bahn habe ich meine kleinen Rituale: es müssen die schnellen Schuhe und Musik sein, die die Ohrläppchen wackeln läßt. Dann fluppt es fast von allein und mir kommt auch schon mal ein Yeah nach Abdrücken der Uhr über die Lippen.

Also drehe ich den Spieß um und mache mir auch mein Pendant für die langsamen Zockelrunden zurecht. Ganz recht: langsame Schuhe und sehr gern einlullende Podcasts oder Hörbücher.

Wenn man dann derart gerüstet durch die Lande zieht, wird man entweder trotzdem immer wieder schneller und muß sich ständig zügeln oder…

Die Einstellung stimmt schon mal und irgendwann werden es auch die Beine kapieren. Üben, üben, üben und Lächeln nicht vergessen.

Graphologiedesaster

Das web 2.0 ist wunderbar! Aus ganz vielen, tollen, witzigen, ironischen, bissigen, ♥igen… Gründen. Und aus Gründen der Schrift.

Irgendetwas ging fürchterlich schief, als Abraham mir im Wurstkessel das Fläschchen mit “Feinmotorik der Hände” hätte beimischen sollen. Auf gutdeutsch: meine Handschrift ist für`n Arsch.

Ich bin froh und erleichtert, daß ich Dank der elektronischen Kommunikation nicht mehr oft mit der Hand schreiben muß und habe geradezu eine Paranoia gegenüber Schriftdeutern entwickelt.

Dennoch gibt es gute Gründe, meine Handschriftscheu ab und an zu überwinden und etwas selbst zu Papier zu bringen. Eine Karte für einen lieben Menschen, ein Brief, ein Marathontagebuch.

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Timekiller tut es schon lange und meine liebste Marathondebütmitstreiterin brachte mich auf die Idee, die Zeit bis zum großen Tag nicht nur online festzuhalten.

Es hat etwas Beruhigendes, Tag für Tag, Woche für Woche festzuhalten, wie es läuft, wie ich mich dabei fühle, was mir (Be-)Merkenswertes begegnet.

Besonderes wird natürlich mit grünem Textmarker hervorgehoben, klar oder?

50° 24′ 37″ N, 7° 16′ 11″ O

Da wollte ich mir eine Freude mit Ronnys Laufgesellschaft und ihm eine mit einer wunderschönen Sightseeing-Strecke machen und was sehe ich, als ich heute Morgen auf den Balkon trete? Regen. Nix Niesel oder Fussel, eher so schottisch und platsch.

Selbst die Regenbegeisterten unter euch müssen zugeben, daß die Sichtweite bei solchen Witterungsverhältnissen (Ist euch mal aufgefallen, was für ein schräg-komisches Wort das ist?) doch leidet.

Die Fahrt zum verabredeten Treffpunkt setzt meine Erwartungen auf Null. Wasser von oben, von links, von rechts, von unten….

Der erste Lichtblick ist ein gut gelaunter Ronny. Wir machen unsere Bemerkungen über das Wetter und traben dann auch schon los. Der Regen macht Frühstückspause, immerhin.

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Meine Laufbegleitung scheint es keine große Anstrengung zu kosten, auch mal langsam zu laufen und er meint sogar, daß er es angenehm findet, dadurch noch mehr von der Umgebung mitzubekommen. Das merke ich mir mal fein, wenn es mir nochmal schwerfallen sollte, langsam zu  laufen.

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In unsere Unterhaltung vertieft, wird uns erst nach einer ganzen Weile gewahr, daß es immer noch trocken ist. Ein paar Kilometer weiter blinzeln sogar die ersten Sonnenstrahlen durch das Laub (oha!).

Wir sollten richtig Glück haben. Das Wetter pendelt sich auf einen netten Sonnen-Wolken-Mix ein und wir werden nicht ein Mal gegossen.

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Jetzt kann man die Strecke richtig genießen.

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Heute hatte ich gleich zwei Premieren mit auf Tour. Meinen nagelneuen Trinkrucksack und mein erstes Gel.

Über den Trinkrucksack gibt es zum Glück nicht viel zu sagen. Er ist leicht, praktisch und ich merke ihn kaum. Fazit: So gut es eben mit Klembembel sein kann. Dennoch laufe ich am liebsten ohne Kram drumherum.

Das Gel hingegen…eidenei. Ich wollte erstmal eins gegen Ende des Laufes testen, um zu sehen, wie ich es vertrage. Gestern habe ich zwei Marken und verschiedene Sorten erstanden und konnte es natürlich nicht lassen, mal  vorzuprobieren. Ich war entsetzt!

Wie soll ich das nur jemals runterbekommen? Ich hatte heute echt 16km lang Muffesausen vor dem zweiten Gel des anderen Herstellers. Aber ich kann Entwarnung geben. Das zweite schmeckt besser und man kann es runterbringen. Freunde werden wir wohl keine, aber es ist auch nur eine Erstlösung für den Erstmarathon.

Die Tour war einfach herrlich! Das sind die Läufe, für die man läuft.

Ronny, es war mir eine Freude! Du bist ein sehr angenehmer, unterhaltsamer und aufmerksamer Laufbegleiter! Ich freue mich auf weitere gemeinsame Runden.

Pimp my Ripuarisch

Da ich des Ripuarischen nicht mächtig bin (Star Wars op Kölsch allerdings durchaus erheiternd finde), habe ich mir die bestmögliche, sprachliche Unterstützung für meinen Marathon in Köln zur Seite gestellt: einen echten Kölsch.

Nein, das ist kein Grammatikfehler.

Der liebe Martin, euch auch bekannt als Pfälzerwaldläufer, wird mich als Hase begleiten.

maddin

Also, ich finde, er sieht fit für die Aufgabe aus. Was meint ihr? ;-)

Gut, dieser Blogpost ist ein kleiner Insider, also zur Erklärung für die, die es nicht wissen:  für Martin ist “Marathon op Kölsch” Pflicht. Der Name verbindet.  Er spricht allerdings kein Kölsch, sondern hoch kultiviertes Pälzisch und meine Wurzeln sind Saarländisch mit starken Pfälzer Einfleckungen. Die kommen allerdings nur noch in Gesellschaft ebensolcher “Volkszugehöriger” zum Tragen.

Egal, in welcher Sprache: ich frei mich druff!

Darf`s auch eine Runde mehr sein?

Allmählich werden die Läufe etwas länger.

Meiner Meinung nach gibt es zwei Arten, eine solche (für mich) “lange Kante” anzugehen. Da wäre zum Einen die einsamer-Wolf-Nummer. Solch ein Lauf ist zum Heulen, zäh und bringt unglaublich viel für den Kopf. Er macht stark und zeigt einem, daß man beißen kann, wenn es darauf ankommt.

Dann gibt es zum Anderen die Kindergeburtstage. Nein, nicht, weil sie leicht wären, aber weil man sie spielerisch und zusammen mit anderen angeht.

Und welcher Spielplatz wäre wohl geeigneter als ein 24h-Lauf?

So kam es, daß Sina und ich uns gestern für ein paar gemeinsame Runden in Breitscheid verabredet hatten.

Mit nur einer guten Stunde Anreise und geplanter Startzeit um 9 Uhr fängt der Tag recht entspannt an.

Es ist mild, milchig bewölkt und leicht windig. Später sollte sich noch die Sonne hervorkämpfen. Für meinen Geschmack perfektes Laufwetter.

Das Laufen wird zur Nebensache. Man kann Dinge wie Trinken, Essen und für die Kamera lächeln üben, hat Zeit zu schnacken und sich abenteuerliche und wundervolle Geschichten der Ultras anzuhören und natürlich auch simple und doch so nützliche Tips im Hinterkopf abzuspeichern.

So eine Veranstaltung, gerade, wenn Runden gelaufen werden, hat schon etwas sehr Persönliches und Privates. Probiert es ruhig mal aus, wenn ihr Lust auf ein wenig Unterhaltung und/oder Gesellschaft beim Laufen habt. Die Ultras sind auch ganz zahm und tun einem nix. ;-)

Schön war`s. Mehr davon, bitte!

Tackern

Ich mag das Wort “tackern “. Es klingt für mich zugleich verspielt und uhrwerkartig und beschreibt sehr gut, was Laufen gerade für mich ist.

Tacker, tacker, tick, tack, nani, nani….

Mit heute bin ich innerhalb eines Monats weiter gelaufen als je zuvor und der Monat ist noch nicht mal um.

Das fühlt sich für mich Zahlensympathisant sehr gut an und noch besser, wenn ich bedenke, daß ich es gut wegstecke.

Es macht manchmal keinen Spaß, mir gegenüber kompromißlos zu sein und auch mal unter der Woche nach der Arbeit zu laufen, wenn ich mich lieber mit einem Buch auf Balkonien (ganz nach aktueller Jahreszeit auch mit Decke auf dem Lesesessel) einigeln würde. Der unbestreitbar positive Effekt ist aber, daß mir die schönen Läufe am Wochenende umso leichter fallen und mehr fetzen.

Mein Puls bewegt sich mittlerweile in fremden Unterwelten, die nie ein Monster zuvor gesehen hat. Ein Zipperlein mahnt mich, Kraft und Dehnen nicht zu vernachlässigen und ich komme dem brav nach. Trinken klappt mittlerweile gut. Essen ist und bleibt Thema.

Es ist nicht alles rosarot, aber grün.

T-Minus 68 Tage.

eine furchtbar Nette

Die Nette ist ein Bach. Schön, verwunschen, idyllisch, aber den Namen Fluß hat sie m.E. nicht verdient.

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Allerdings kann sie mit einem kleinen Wasserfall aufwarten.

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An einem Teil der Nette gibt es einen etwas über acht Kilometer langen Rundweg, den ich mir schon länger mal ausgeguckt hatte. Heute war es soweit und ich durfte sogar gleich drei Mal alles bestaunen.

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Die Anzahl an Wegweisern ist vorbildlich, allerdings viel häufiger auf gerader Strecke anzutreffen, als an Weggabelungen. Gut, macht ja auch Sinn.

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Höhlen gibt es auch am Wegeswand.

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Eine davon sogar bewohnt.

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Neben schönen Feldwegen und einem kurzen Teil durch Wohngebiete geht der Rundweg auch ein gutes Stück nur über Trampelpfade.

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An einer Sache konnte ich nicht einfach so vorbeiziehen. Schon in der ersten Runde mußte ich in mich hineinschmunzeln. In der zweiten Runde gab es Zuschauer, aber in der letzten Runde…. das war heute meine Belohnung.

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Betonbeine

Endlich mal eine Woche, die so richtig schön scheiße war! Das wurde ja auch mal Zeit. Wenn man nämlich ständig drüber nachdenkt, baut sich eine Angst auf und auf und türmt sich und booooah….man ist regelrecht erleichtert, wenn eine selbsterfüllende Prophezeiung eintrifft. <Blödsinn!

Diese Woche durfte ich die Bekanntschaft mit Betonbeinen machen.

Nach dem letzten langen Lauf in der vergangenen Woche ging es mir noch genauso wie die Wochen vorher -gut- und frohgemut trabe ich Dienstagmorgen los, doch nichts geht. Die Beine haben ihre Muskelgeschmeidigkeit gegen zehn Jahre gelagertes und gut abgehangenes Autoreifengummi getauscht.

Das Opfer dieser Woche: ein lockerer Lauf. Damit die Haxen Zeit haben, sich zu erholen, habe ich die geplanten Läufe so weit nach hinten geschoben, wie es geht und mit größtmöglichem Abstand gemacht. Dann blieb gestern noch ein Lauf und ein recht enges Zeitfenster, das mir zwei aufeinanderfolgende Gewitter bescherte. Also nix mit laufen und somit mein erster ausgefallener Lauf seit meine Lauferei die Überschrift “Marathontraining” trägt (und das nur aus eigener Zeitmanagementblödheit und nicht verletzungsbedingt Anm. d. M.).

Heute habe ich mir dann den Wochenfrust mit dem geplanten Tempodauerlauf rausgelaufen. Die Beine sind immer noch schwer, aber das war dem Kopf egal. Das hat so richtig gut getan und immerhin bleibt als Wochenfazit: auch wenn die Beine mal nicht mehr wollen, der Kopf kann!

Heute ist Halbzeit meines Trainingsplans und bisher läuft es doch insgesamt ganz ordentlich.

T-Minus 55 Tage.

Pfälzer Höhenweg

Hannes ist Student und ich habe Urlaub. Folglich eignet sich ein Donnerstag prächtig für eine Etappe des Pfälzer Höhenweges.

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Die Anfahrt zum Arsch der Welt, von Einheimischen auch erwartungsverschleiernd Rockenhausen genannt, verläuft problemlos, auch wenn mein Navi mir die ein oder andere Baustelle anzeigt und mir ein Mähdrescher fünf Kilometer lang erneut einen gewichtigen Grund bewußt macht, warum ich nicht mehr auf dem Land leben möchte.

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Am Bahnhof Rockenhausen erwartet uns ein sogenanntes Linientaxi. Dieser Service ist im Hinterland zwar dringend notwendig, aber auch erstklassig, da sie einen mehrmals täglich zu einem gleich geringen Obolus wie ein Bus zum Startpunkt einer Etappe bringen, damit man dann zurück zum Auto laufen kann. Vorreservieren macht allerdings Sinn, weil wenn Plätze weg, dann weg.

Am Startpunkt, der sicherlich auch einen klangvollen Namen hat, angekommen, finden wir auch schnell die Beschilderung, die uns den Weg weist und los geht`s: die ersten Meter erstmal hoch. Klar.

Hannes freut sich, jagt munter johlend Marder und ich sortiere meine Gräten.

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Doch der Fairness halber sei erwähnt, daß wir die meiste Zeit bergab laufen würden.

Aber auch dieser Umstand sollte es mir heute nicht leichter machen. Ob es daran liegt, daß ich von den vergangenen Wochen einige Kilometer in den Beinen habe, mich seit dem Vortag leichte Halsschmerzen begleiten, ich noch nichts gegessen habe, das plötzlich heiße Wetter mich schafft oder es einfach nicht mein (Lauf-)Tag war…. es fiel mir schwer und mir war ab und an schwummerig.

Andererseits ist aber auch Entlastungswoche, wir haben keinerlei Zeitdruck und so werden eben ganz entspannt Wasserschlachten Gehpausen oder sogar Pausen eingebaut.

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Die Strecke ist schön, der Streckenverlauf-geht so. Wir laufen für meinen Geschmack etwas zu oft über schnöde, asphaltierte  Wirtschaftswege in der prallen Sonne, durch Ortschaften und über gut befahrene Straßen.

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Richtig schöne Aussichten und Ecken gibt es aber dennoch.

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Alles in Allem eine ganz hübsche Tour, aber doch eher gehighlightet von der Begleitung.

Also Hannes, das nächste Mal dann Rheinsteig?

Ergänzend sei erwähnt, daß es wohl nur einem Nordlicht passieren kann, in der Palz vor einer Wand von Weintrauben zu stehen und erstaunt deren Echtheit festzustellen. ;-)

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Ab nächste Woche hat mich die Arbeitswelt und auch mein Reader wieder.

auf einmal war sie da

Seit letzte Woche bemerke ich an mir erste Anzeichen. Ich rechne immer wieder Wochen, Tage, aber zum Glück noch keine Stunden bis zum Start nach. Am Ende eines Laufes wallt schon mal so ein Gefühl in der Brust hoch-schwer zu beschreiben. Wenn ich Laufsocken (ich habe fast nur gleiche Paare, aber davon viele) aus dem Schrank fische, frage ich sie schon mal: “Werdet ihr es vielleicht sein?”. Ein Fernsehbild vom Kölner Dom läßt mir spontan und unerwartet das Wasser in die Augen schießen. Irgendwelche Videos von Läufern gehen schon mal gar nicht mehr ohne Schnappatmung und Zieleinläufe nicht ohne Rotznase. Und dann twittert Hannes am Wochenende, daß er so nervös ist wie vor dem ersten Marathon, wenn er an den 2. Oktober denkt-padautz! Trigger!

Auf einmal war sie da….die Aufregung.

T-Minus 40 Tage.

Wißt ihr, wie…

-unglaublich lecker eine eiskalte Cola Light nach einem langen Lauf nur mit pipiwarmem Wasser schmeckt?

-erleichtert man ist, wenn man endlich die Schuhe auszieht und feststellt, daß die Haut heile ist und nicht eine Blase sich eingeschlichen hat?

-sehr man sich über ein einfaches “Wow” von einem Radfahrer auf der Strecke freut, wenn es gerade schwerfällt?

-verlockend ein Seil am Baum ist, das einen direkt im Rhein “abliefern” würde?

-intensiv ein frisch gemähtes Brennesselfeld riecht?

-angenehm hohl und leicht sich der Bauch anfühlt, wenn man ein paar Stunden unterwegs war?

-gedehnt man quietschen kann, wenn die salzverkrustete Haut mit der Duschbrause in Berührung kommt?

-warm einem ums Herz wird, wenn die bessere Hälfte einen mit einem Handtuch und einer Jacke erwartet?

-selbstzufrieden seufzend man sich dann hinsetzt?

-schön es ist, daß ihr das wißt?

T-Minus 34 Tage.

big brothers are watching me

Internet- und Technikspielzeuge machen mir Spaß, aber manche finde ich auch nervig, unnötig und ab und an sogar gefährlich.

Es gibt diese Apps, die einen auf der Strecke begleiten und für andere ersichtlich machen, wie schnell man wo genau gerade läuft. Im Alltag wollte ich das nicht, unter Anderem auch, weil ich als Frau, die oft allein unterwegs ist, nicht möchte, daß jedermann im Internet sehen kann, wo ich gerade unterwegs bin.

Bei Twitter empfinde ich es sogar als äußerst lästig, wenn statt persönlicher Tweets nur Meldungen ala “Ich bin gerade x km mit y Pace via Schießmichtotapp gelaufen” die Timeline verstopfen.

Aber für einen offiziellen Lauf kann ich mir das gut vorstellen.

Wer will, kann also quasi in Echtzeit bequem nachvollziehen, wo sich der Läufer gerade befindet und wie er sich schlägt.

Am Sonntag hatte ich die Gelegenheit, meinen Sinusläufer von der Badewanne aus  zu verfolgen (weil es ihm im Gegensatz zu mir nichts ausmacht, wenn man ihn bei seinen Trainingsläufen stalkt).

Das brachte mich auf die Idee,  daß es für meine Lieben schön sein könnte, wenn sie während des Marathons nachsehen können, wo ich gerade rumeiere.

Falls es also sonst noch jemanden interessiert, ich nutze an dem Tag Endomondo.

hier ist nichts passiert

Das kann man genau so als Motto unseres Laufes stehenlassen.

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Heute durfte ich die kurzweilige und äußerst angenehme Gesellschaft von Claus aka Mister Monsterwade 2010 genießen. Danke für die schöne Unterhaltung!

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Wenn auch nur um ein paar Meter, aber immerhin bin ich heute weiter als je zuvor geschlurft. Da ich aber vorhabe in vier Wochen noch ein gutes Stückchen weiter zu laufen, lasse ich das mal mit einem Lächeln an mir vorbei.

T-Minus 27 Tage.

Was oder besser wer mir heute ein weiteres dickes Lächeln auf`s Gesicht gezaubert hat, ist Anja. Sie konnte heute nach langer langer Wehphase endlich wieder einen Halbmarathon laufen und hat nebenbei noch ihre Bestzeit pulverisiert!

Es freut mich ganz besonders für sie persönlich, zeigt aber auch, daß Verletzungen und schwierige Phasen durchstanden werden können!

Anja, auch an dieser Stelle nochmal herzlichen Glückwunsch!

2. Neuwieder Deich-Halbmarathon

Das wird mal ausnahmsweise wieder ein längerer Bericht, aber das Wochenende ist es einfach wert, auszuschweifen.

Hannes und seine Freundin Eva reisten wie üblich einen Tag vorher an. Albern, quatschen und an einem herrlichen Sommertag im Garten grillen-die perfekte Vorbereitung auf den Halbmarathon.

Am nächsten Morgen wurden die Brötchen von unseren Jägern und KilometerSammlern schlechthin erbeutet: den Runningfreaks. Spätestens, wenn Steffens Lache durch die Wohnung hallt, ist jeder hellwach und das meine ich rein positiv.

Am Frühstückstisch wird fröhlich durcheinandergeplaudert und Läufergarn gesponnen.

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Eine Stunde vor Start machen wir uns auf den Weg, weil wir noch mit Sina + Freund und Sven + Companion verabredet sind. Es ist warm, hier sagt man babbich, auf hochdeutsch schwül dazu. Das Wetter sollte heute unser (fast) aller Bestzeitkiller sein, aber man geht ja deswegen nicht heim, richtig?

Schon beim gemeinsamen Einlaufen merken Sina und ich, daß die Luft zum Atmen heute nicht viel taugt.

Ehrlich, zu dem Zeitpunkt ist es mir noch völlig wurschd, was das Wetter, die Beine oder sonstwer zu melden hat. Das ist der erste offizielle Lauf, bei dem ich völlig frei am Start stehe. Ich habe kein festes Ziel und bis zum Start überhaupt kein Vorhaben, wie ich gleich laufen werde. Der Lauf soll mir entweder als lockerer längerer Lauf dienen oder als Lauf, um mein Marathontempo zu finden oder als Formbestimmung. Fehler Nummer 1.

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Ich habe nicht mal darüber nachgedacht, wo ich mich aufstelle, sondern tapse einfach mal hinterher. Startschuß mit Fehlträllern vorher und der Troß setzt sich schleppend in Bewegung. Die ersten Meter denke ich noch, daß der erste Kilometer sehr langsam sein wird (vielleicht so 7min?) wegen der erstmal dichten Läuferschar. Meine  Autorunde piepst mich allerdings schon nach 5:47min. an. Hm.

Ich lasse laufen und das nächste Piepen ertönt nach 5:37min/km. Fehler Nummer 2.

Es führt sich so fort und ich laufe bei einem Halbmarathon 5km-Bestzeit. Fehler Nummer 3.

Ab etwa Kilometer 7 schaffe ich es endlich, ein klein wenig auf die Bremse zu treten, aber es sollte schon zu spät sein. Krämpfe, gehen, dehnen, gehen, linkshinken.

Das Schiefgehoppele führe ich noch eine Weile fort und irgendwann ist es mir zu blöd. Ich hab mich übernommen und muß jetzt damit klarkommen. Aufhören is nich, in dem Tempo weiterlaufen aber auch nicht.

Auf der Strecke geht ein junger Mann und nach kurzen Rückfragen zeigt sich, daß es ihm gleich geht. Es ist sein erster Halbmarathon und er ist viel zu schnell los und kann jetzt nur noch abwechselnd gehen und laufen. Zudem kommt die Schwüle, die es einem wirklich nicht leicht macht. Ich überlasse ihm ein Gel und wir schlagen uns ab jetzt gemeinsam durch.

Die Strecke ist ein Rundkurs, den es vier Mal zu bewältigen gilt. So zieht Hannes irgendwann an uns vorbei und als ich applaudiere, zeigt er mir den Vogel und schüttelt den Kopf. Oha, das wird also auch nichts mit Bestzeit.

Ganz anders Melanie. Steffen hüpft 50 Meter vor ihr her und die beiden “unterhalten” sich auf ihre ganz eigene Art, sprich: Steffen spornt sie an, Melanie wird davon sauer, weil sie sich nicht quälen will und…quält sich. Sie wird Bestzeit laufen und noch den 1. in der AK mit nach Hause nehmen. So viel dazu.

In der letzten Runde zieht ein Gewitter auf. Der Wind haut in den Rheinanlagen die Kastanien von den Bäumen und uns um die Ohren. Mehr als einmal laufen wir völlig irrational geduckt und mit der Hand über`m Kopf. Als aber endlich der heftige Regen (der bis heute Abend anhalten sollte) einsetzt, sind wir erleichtert und atmen ein auf. Gefühlt binnen Sekunden sind wir klitschnaß und die Straßen vollgelaufen.

Die letzten zwei Kilometer ziehe ich nochmal ein bißchen an. Das fällt meiner Begleitung sichtlich schwer, aber er hält tapfer Schritt. Ich sage ihm die letzten 100er an. 500 Meter vor`m Ziel mag er nochmal gehen, doch ich bin hart und meine nur: “Nix hier. Ab jetzt muß es wehtun.” Er läuft brav und leidend weiter, wir ziehen nochmal an und liefern uns am Ende sogar noch einen Zielsprint, den ich gewinne. Vor der Zielmatte bleibe ich stehen, warte und wir gehen exakt gleich nach 2:15:35 über die Matte.

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Bei diesem Lauf habe ich so ziemlich alles falsch gemacht, was man falsch machen kann und ich fühle mich pudelwohl dabei, denn: ich habe mich ausprobiert. Gels schlabbern und trinken während des Laufes, verheizt, gekrampft, keine Lust mehr gehabt-alles mitgenommen. Ich bin zufrieden und habe mich besser kennengelernt. Das war gut für den Kopf und somit für Köln.

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Die Stimmung an der Strecke war gut und unsere Groupies konnten uns ganze acht Mal anfeuern. Dafür war der Rundkurs dann wieder optimal.

Ein Erlebnis der besonderen Art hatte ich zu Beginn der dritten Runde. Ich durchlaufe den Bogen und werde angesagt: “Eva Hermann von den Laufmonstern”. Da dreht sich einige Meter vor mir ein Mann um, sprintet zu mir zurück, gibt mir die Hand und sagt etwas wie: “Du bist die Miss Monster. Hi, ich bin der Frank, bin 3. und muß los.” Ich lache völlig geplättet laut und erwidere: “Dann lauf und schwetz ned!”

Es war Frank Carbach von den Laufmonstern, der mich hier so charmant überrumpelt hat. Zum Glück habe ich ihn nicht den 3. Platz gekostet und wir konnten nach dem Lauf zumindest noch ein paar Worte wechseln. Lieber Frank, eine sehr sympathische Aktion!

Jetzt aber zum wichtigsten überhaupt an diesem Tag.

Ich platze vor Stolz und Freude, denn mein Sinusläufer ist jetzt ein Halbmarathoni! Und alle so: YEAH!

Ganz herzlichen Glückwunsch auch an die Debütanten Sven und Sebastian, an Melanie zu ihrer Bestzeit und Hannes zum 2. Platz gesamt!

Gekämpft haben wir heute alle.

T-Minus 20 Tage.




Das Auge läuft mit

Tada!

Zur Marathonpremiere habe ich mir das erste Mal ein “personalisiertes” Shirt gegönnt.

vorne

hinten

Fotorista ist vielen meiner Leser wohlbekannt und ich danke Marco und insbesondere Carsten sehr, daß ich meinen Marathon nicht oben ohne laufen muß.

Was meint ihr? Bin ich grün? ;-)


T-Minus 16 Tage.

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Geschafft. 14 Wochen Training nach Plan liegen hinter mir. Trainer hat nicht locker gelassen und ich auch nicht.

Ich konnte nicht jede Vorgabe einhalten dafür das ein oder andere Mal  aber auch lockerfluffig unterbieten und es fiel auch mal ein Lauf flach, wenn ich einfach zu geschafft war, aber ich habe mich nicht verletzt, war nicht ernstlich krank und konnte alle wichtigen Läufe machen.

Zwei Zipperlein haben mich die ganze Zeit begleitet. Die linke Ferse meldet sich ab und an mal und das Ziehen im rechten hinteren Oberschenkel ist mein treuer Weggefährte. Mit Kraft, Dehnen und Physio konnte ich die beiden aber davon überzeugen, mit mir zu arbeiten und nicht gegen mich. Auch, wenn es manchmal lästig war, sich damit zu befassen, es war sicherlich nicht verkehrt, vom eigenen Körper ermahnt zu werden und aufmerksam zu sein.

Am Ball und motiviert zu bleiben, fiel mir diesmal nicht schwer, was sicherlich auch einem Teil simpler Angst geschuldet ist, daß es sonst nicht reichen würde. Die schönen Läufe, die einen hinterher zufrieden grunzend die Beine hochlegen lassen, überwiegen bei Weitem die Läufe nach Feierabend im Regen, mit Loch im Bauch und Sehnsucht nach einer Couch.

Eine recht neue Erfahrung für mich ist die emotionale Restentleerung. Natürlich haben mich gerade die langen Läufe geschlaucht und es ging mir nicht selten so, daß ich während einer solchen Strecke eine ziemliche Bandbreite an Emotionen durchlebt habe und das intensiver als sonst für mich üblich.

Gestern gerade stand ich unerwartet vor einer ordentlichen Steigung. Meine Beine taten so weh, daß mir allein der Gedanke daran, da jetzt noch hoch zu müssen, die Wuttränen in die Augen treibt.  Das ist ungerecht! *stampf* Es nützt aber nix, ich muß ja heim. Ich rolle da hoch, schluchze, keuche und bin dabei so giftig-schnell, daß mir oben erstmal richtig schlecht ist und ich ein paar Atemzüge brauche, um die Datteln, die ich als Verpflegung dabei hatte, wiederzukäuen wieder zurechtzurücken.

Ist so ein Lauf aber erstmal geschafft, bin ich ein paar Stunden danach herrlich leer. Es ist durchaus angenehm, mal einfach gar nichts zu wollen.

In etwa so fühle ich mich gerade mit dem Ende meines Trainings. Leer. Es fühlt sich gut an und das Vertrauen ist da: ich werde Marathon!

T-Minus 12 Tage. Alea iacta est.

Sobald die Beine sich mal wieder bewegen wollen, werde ich auch noch ein klitzekleinbißchen durchdrehen, aber alles zu seiner Zeit. ;-)

status quo vadis oder so

IST

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SOLL

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HABEN will

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letzte Worte

“Sie haben das Recht zu schweigen. Alles, was Sie sagen, kann und wird in Bloglaufhausen gegen Sie verwendet werden.”

Meine Zuversicht schwankt stündlich. Meine Stimmung auch. Es zwackt überall, ich schlafe schlecht ein, der Magen rumort, der Puls schießt ein paar Mal am Tag in die Höhe, aber ich glaube daran, daß ich das schaffen kann.

Träume vom Verschlafen des Starts, von mir unbemerkt aus der Hose hängendem Klopapier, vergessenen Laufschuhen,…

Also wohl alles normal.

Wehe, es schreibt jetzt wer was Anderes!

Ich könnte so viel schreiben und erzählen, aber am Ende stünde da nur: es Monschda is uffgerechd, hibbelich und freid sich!

T-Minus 3 Tage

Letzte Worte?


von roten Katern

Ich bin angekommen in 5:41:19h.

Wer meine bisherigen Zeiten ein wenig im Hinterkopf hat, weiß, daß das selbst für eine Ersttat weit unter meinen Möglichkeiten ist.

Ich hatte Pech. Ab km 15 war mir schummerig und flau. Recht flott kamen Übelkeit und später Magenkrämpfe dazu, die mich bis ins Ziel begleiteten. Das war nicht schön, ist aber auch nicht das, was von dem Lauf hängengeblieben ist.

Und ja, ich bezeichne es als simples Pech. Denn ich bin gut vorbereitet an den Start, habe fast alle bedenkbaren Eventualitäten vorher akribisch geübt.

Das kann passieren. Haken dran.

Ich nehme das vorweg, weil es mir heute und danach völlig wurschd ist,

denn ich habe Marathon!

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Stellt euch vor, ihr entscheidet euch für einen Hund. Ich wollte also einen braunen Labradorwelpen.

Tapsig, mit viel zu großen Pfoten und hübschen braunen Augen sollte er sein. Ich habe mich darauf eingestellt, daß ich ihn anständig, mit nicht zu vielen Leckerlies füttere und regelmäßig mit ihm Gassi gehe. Bei Wind und Wetter geht es vor die Tür und am Ende kann es trotzdem vorkommen, daß er mir in die Wohnung pinkelt. So in etwa hatte ich mir meinen ersten Marathon vorgestellt. Bekommen habe ich einen roten Kater.

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Man macht die Tür auf und es kommt einem kein freudiges Wuff entgegen, sondern Katzen(ge)jammer.

Die Enttäuschung ist erstmal groß, wenn man nicht das bekommt, was man haben will. Wenn allerdings dann der Kater freudig schwanzwedelnd auf einen zugelaufen kommt, ist es um einen geschehen. Natürlich! Ja, klar! Fell ist schließlich Fell!

Der “echte” rote Kater aka Neo war auch der Star des Wochenendes. Er hat sich nämlich altbewährt bei Hannes und seiner Eva und ganz neu und umso charmanter bei Saba, ihrem Ehemann und Frau Blonde eingeschleimt.

Die drei sind nämlich extra für mich als Groupteam angereist und haben sich eine Mühe gemacht,  besser kann es kein Läufer haben! Ihr seid die Besten und so echt und sooo drübba!

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Martin ist einfach nur ein Schatz! Er hat Superkräfte! Hat er es doch nach all der Plackerei, nach gehen, schieben, laufen, motivieren, anstacheln und trösten geschafft, daß ich mit Betonbeinen ins Ziel schwebe.